KS – Neuemusik
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https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-april-2…
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-april-2…>
*April 2026*
*Gewesen: *96. WDR-Konzert der Musikfabrik mit Grüßen aus Norwegen
*Angekündigt: *Festival für aktuellesMusiktheater Orbit in Köln – Tage
für neueKammermusik in Witten – Oper /The Lodger/in Wuppertal u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)*
*[96. WDR-Konzert der Musikfabrik mit Grüßen aus Norwegen]*
In ihrem 96. WDR-Konzert
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-96-from-oslo-with…>
entführtedie Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> ihr Publikumin
den europäischenNorden nach Skandinavienund mit gängigen
Klischeevorstellungen von Naturverbundenheit und Rückzug an langen
Winterabenden lag man vordergründig gar nicht so falsch. Bezüge zu
Naturphänomenen und eine verhaltene, teils melancholische Atmosphäre
ließen sich in fast allen gespielten Werken ausmachen. Gleich zum
Auftakt entwickelt*Kristine Tjøgersen
<https://kristinetjogersen.no/>*mit/Seafloor Dawn Chorus/eine von zartem
Rauschen undgläsernem Flirren geprägte Klangwelt, die von kreisenden
Heulern sanft in Schwingung versetzt wird. Die Anverwandlung von
Naturlauten ist der 1982 geborenen Norwegerin durch ihre
Kompositionslehrerin Carola Bauckholt vertraut, in /Seafloor Dawn Chorus
//ließ sie sich jedoch nicht von der heimischen Natur sondern vom
entgegengesetzten Ende des Erdballs inspirieren. Zugrunde liegen
Unterwasseraufnahmen von sogenannten ‚Singenden Fischen‘ am Great
Barrier R//e//ef, die zum Teil direkt transkribiert und angereichert mit
experimentellen Spielweisen auf das herkömmliche Instrumentarium
übertragen werden. //Daraus entsteht eine geheimnisvoll schillernde
Klangwelt, in die man genüsslich eintauchen kann. //Angesichts der
Bedrohung der Korallenbänke durch den Klimawandel, der – wie die
Wissenschaft herausgefunden hat – nicht nur ein Verblassen der Farben
sondern auch ein Verstummen der Unterwassergeräusche zur Folge hat, kann
das Werk auch als Mahnung verstanden werden, doch nicht im Sinne eines
plakativen Statements. Der Widerstandsgeist von Kunst im Allgemeinen und
Neuer Musik im Besonderen besteht gerade nicht in ihrer eindeutigen
Lesbarkeit und Positionierung sondern in der Sensibilisierung der
Wahrnehmung, //dem Aufzeigen und Aushalten von Ambivalenzen //und dem
Widerstreben gegenüber Erwartungen.
In ganz andere – //und doch ähnliche – //Sphären versetzt uns//die
ebenfalls aus Norwegen stammende///*Hilde Marie Holsen
<https://www.hildeholsen.com/>*/, deren neues Werk ///Nimbostratus///für
//Live-//Elektronik und sechs Instrumente seine Uraufführung erlebte.
//Ausgangspunkt ist d//iesmal //nicht die Unterwasserwelt sondern //der
Blick in den Himme//l//, wobei es sich bei den namensgebenden Wolken um
dichte, dunkle Formationen handelt, die viel Niederschlag verheißen.
Entsprechend //schwer//fällig//, getragen von dunkel grummelnden
Blechbläser//n//hebt die Musik an //und der lastende melancholische
Grundton bleibt trotz behutsamer Aufhellung erhalten. Aus dem
Aufeinandertreffen dunkler und heller Schichten entwickeln sich lebhafte
Turbulenzen, ein vorübergehendes Aufbäumen, das verebbt, ausdünnt und
sich angereichert von delikaten Klangnuancen (Live-Elektronik,
Muschelhorn, Gläser) //in ein elegisches Wogen ergießt, das
mi//r//stellenweise etwas zu sanft um die Füße schwabbt.
Ein Ausreißer i//m//doppelte//n//Sinn – bezüglich Herkunft und Klangbild
– stellt /*Simon Løffler <https://www.simonloeffler.dk/>*/dar. Der Däne
liebt Experiment, Perfo//r//mance und Körpereinsatz und auch wenn es
sich bei ///F.O.W.L///um ein rein instrumentales Werk handelt, wird
einiges geboten. //Die Natur vor allem die Tierwelt hat es ihm
//ebenfalls //angetan, zeigt sich //jedoch//diesmal von ihrer lärmenden
Seite. Man hört es rascheln und rattern, gackern, schnattern und tröten,
wobei allerhand unorthodoxe, selbstgebaute Klangerzeuger zum Einsatz
kommen. Stühle werden über den Boden geschleift, eine Bohrmaschine
rotiert und an Holzstangen befestigte Plastikbehältnisse erzeugen ein
luftiges Sirren. Das lebhafte Treiben lässt zunächst aufhorchen,
erschöpft sich //jedoch//bald //i//n der Lust an skurrilen
Klangereignissen, die – zudem überlang – um sich selbst kreisen.
Mit //Mixed metaphors//hat sich der Norweger /*Eivind Buene
<https://www.eivindbuene.com/>*/schließlich einer sehr ungewöhnlichen
Besetzung zugewandt: Violine und Minimoog //(//ein analoger
Synthesize//r//)//. D//en Anstoß//für dieses eigenwillige
//Zusammentreffen////gaben die//beiden Mitglieder der Musikfabrik,
d//ie//Geigerin Hannah Weirich und de//r//Pianist Uli Löffler – der 2022
verstarb und dessen Part von Benjamin Kobler übernommen wurde. //Die
Geige, die Königin der abendländischen Musik, steht dem elektronischen
Eindringling gegenüber, der //allerdings //von der Entwicklung längst
überholt wurde und in unseren digitalen Zeitläuften //wie
ein//nostalgisches Relikt anmutet – zwei alte Holzkisten, die sich noch
viel zu sagen haben und mit- und gegeneinander einen erstaunlichen
Klangreichtum entfalten. //Nervöses Zittern, ausgedehnte, verschmelzende
Klangflächen, plötzliches Aufbäumen, gewitterartige Zuspitzungen,
zwischendurch besinnt sich der Minimoog mit künstlichem, enervierendem
Fiepen seiner wahren Natur, lässt sich aber bald wieder einfangen, so
dass beide versöhnt und beruhigt aus//schwingen//. //Gegensätze können
sich anziehen und befruchten. //Auch das //kann//eine Botschaft sein. /
*[Termine im April]*
*Köln*
*In der **Philharmonie <https://www.koelner-philharmonie.de/de> **stehen
**Werke von **Sofia Gubaidulina und Natalie Beridze am 12.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/rising-stars-giorgi-gigashv…>,
**von **Manfred Trojahn am 19.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/pathetique/4722> und
**von **Caroline Shaw am 20.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/martynas-levickis/4776>
auf dem Programm. **In **der****Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>****erwarten
**uns neben den samstäglichen Lunchkonzerten am **4., 11., 18. **und
**25.**4 **neue Werke für Viola d’amore
<https://annegretmayerlindenberg.com/projekte/viola-damore-jetzt/> am
17.4. und eine Uraufführung von Chiyoko Szlavnics
<https://www.chiyokoszlavnics.org/> am 24.4. **Die Plattform nicht
dokumentierbarer Ereignisse <https://platformcologne.com/> kündigt
Konzerte am 9.4. und 15.4. sowie die Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/> am 23.4. an. Vom 23. bis 26.4. findet das
Festival für aktuelles Musiktheater Orbit <https://orbit.cologne/>
statt. **Auf dem Programm stehen u.a. ‘tableaux morts
<https://orbit.cologne/productions/gefaengnis-ohne-mauern-schiff-ohne-meer/>’
von Philipp C. Mayer <https://www.philippchristophmayer.com/> mit dem
Ensemble Garage <https://ensemblegarage.de/> **und**das Kölner Chaos
Orchester <https://orbit.cologne/productions/koelner-chaos-orchester/>.
**Im Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/> wird am **20.4.
<https://www.stadtgarten.de/programm/manfred-schoof-90-the-young-old-friends…>****Manfred
Schoofs**90. Geburtstag gefeiert, am 21.4.
<https://www.stadtgarten.de/programm/peter-evans-solo-10746> steht Peter
Evans auf der Bühne und am **27.4.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-zevra-feat-niloufar-shiri-mat…>**die
Band Zevra **(gefördert durch NICA artist development
<https://nica-artistdevelopment.de/>). **Am 12.4. **trifft unter dem
Motto****Nova Atlantis
<https://www.zamus.de/events/288798977-1760699324>**Barockmusik
**auf**Elektronik, d**ie **Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>**kündigt **für den**19.4.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-kammerkonzert-2/>
**ein Montagskonzert **an **und****das E-Mex Ensemble
<https://e-mex.de/> **ist am 24.4. mit dem Programm Infinito Nero
<https://e-mex.de/konzerte/infinito-nero/> in der Rochuskirche zu erleben.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln **und jeden letzten Mittwoch im Monat
findet die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im **LTK4
<https://ltk4.de/>**statt**. **Dort erwartet uns außerdem **noch
bis****zum **3.4. die Stille der Dinge. **Fast täglich gibt es
interessante Konzerte im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>
**und****w**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>****sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
D*as auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/>****ist **im März in Duisburg
und Gladbeck zu **erleben**.*
*Im ***Dortmunder*****K**onzert**haus*
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>*stehen Werke von Jörg Widmann
am **16.4.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/16-04-2026-joerg-widmann-di…>**und
**ein Konzert mit der**Sopranistin Sofia Jernberg am **22.4.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/22-04-2026-sofia-jernberg/>**auf
dem Programm, am 16.4. kommt **The Dorf
<https://thedorf.net/index.php?section=Neuigkeiten>**ins **domizil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**und in der **parzelle
<https://www.parzelledortmund.de/>****erwarten uns das Trio
Wallace/Vazquez/Trilla am **2.4.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/28/wallace-vazquez-trilla/>**,
das Duo Caroline Krabbel und Paul Lytton am **19.4.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/28/krabbel-lytton/>**, The
Attic am **24.4.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/28/the-attic/>**und die
**Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>****am **29.4.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/28/le-quan-ninh-michel-doneda/>*
*Am **30.4.
<https://duisburger-philharmoniker.de/Konzerte/transcending-gender-and-self-…>**stimmt
Bijayini Satpathy auf das ***Duisburger***Festival **Eigenzeit
<https://duisburger-philharmoniker.de/erweiterte-texte/eigenzeit/>**ein,
das **im Mai**in die indische Musik und Kultur eintaucht.*
*In der **Neue Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/>**in
***Essen***wird am **14. und 28.4.****die Improvisationreihe FRIM
fortgesetzt. **D**ie Schlagzeugklasse der **Folkwang Universität
<https://www.folkwang-uni.de/home>**widmet sich am **16.4.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**Yannis
Xenakis **und im **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>****sind am 27.4.**die****Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>****zu Gast.*
*Im **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr*****wird**am **17.4. **d**ie Konzertreihe ‚Verstärker!‘
**fortgesetzt und am 24.4. trifft das Freiburger Duo Lola & Bvck auf
Lukas Schäfer.*
*In der ***Oberhausener*****Ludwiggalerie
<https://www.ludwiggalerie.de/>**findet am 18.4. ein
Ambient/Drone-Konzert statt.*
**Düsseldorf**
*In der **Tonhalle <https://www.tonhalle.de/>**stehen **Werke von
**Aleksandra Vrebalov **am **12.4.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/das-symphonische-palais/18193-das-sym…>
**sowie****von **Caroline Shaw am **18.4.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/faszination-klassik/17570-martynas-le…>**auf
dem Programm und am **29.4.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/17637-na-hoern-sie-m…>**widmet
das **notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/>**seinem Gründer
Mark-Andreas Schlingensiepens <https://schlingensiepen.info/> anlässlich
seines 70. Geburtstags einen ganzen Konzertabend. Experimentelle
improvisierte Musik kann **man**mehrmals im Monat im Subsol, dem Raum
für creative Extravaganzen, erleben. Infos gibt es über **Facebook
<https://www.facebook.com/people/Subsol-Raum-f%C3%BCr-creative-Extravaganzen…>**oder
einen Mailverteiler. Für den 15.4. hat sich **Simon Camatta
<https://simoncamatta.yolasite.com/>**angesagt. *
*Sonstwo*
Das Landesjugendorchester NRW <https://lje-nrw.de/> unter der Leitung
von Susanne Blumenthal <https://susanneblumenthal.com/about/> ist mit
einer Uraufführung von Malika Kishino <https://www.malika-kishino.com/>
zwischen dem 17. und 26.4.
<https://lje-nrw.de/ensembles/landesjugendorchester-nrw/projekte/verwandlung…>
in Dortmund, Kleve, Troisdorf, Düsseldorf und Leverkusen zu Gast.
Zwischen dem 22.4. und dem 3.5. treffen der Schlagzeuger Lê Quan Ninh
<https://www.lequanninh.net/> und der Sopransaxophinist Michel Doneda
<http://puffskydd.free.fr/neda/> im Rahmen der Reihe***Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>***in Düsseldorf, Köln, Bonn, Oberhausen,
Essen, Dortmund, Gelsenkirchen, Wuppertal, Bochum und Münster auf
wechselnde Gäste.
Die *Aachener*Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 10.4.
<https://www.gzm-aachen.de/hoeren-und-sprechen-ueber-john-luther-adams-2-2-2…>
und Neue Musik aus Aachen am 11.4.
<https://www.gzm-aachen.de/stimmen-der-stadt/> an und Annegret
Mayer-Lindenberg <https://annegretmayerlindenberg.com/> gastiertam 19.4.
mit ihrem Projekt Viola d’amore jetzt
<https://annegretmayerlindenberg.com/projekte/viola-damore-jetzt/>im
Raum für Kultur.
Die *Bielfelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/>veranstaltet monatlich einenJour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und zeigt außerdem
am 6.4.
<https://cooperativaneuemusik.de/2026/02/25/zurueckkehren-ins-nest-und-ausat…>
einen Film als Hommage anGerd Lisken und Anke Züllich-Lisken. In der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112>erklingen am
12.4. 1000 Sounds für Schlagzeug.
Die In Situ Art Society <https://in-situ-art-society.de/>ist am 1.4. mit
einem Programm inspiriert von /Pangaea/von Miles Davisund am 24.4. mit
den***Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>***im
*Bonner*Dialograum Kreuzung an Sankt Helena zu Gast.
*D**as TAM <https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz **in
***Krefeld***, lädt jeweils freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=170> **ein **und das Studio
Musikfabrik ist am 19.4.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-kammerkonzert-2/>
in der Gemeinde Pax Christi zu erleben.*
*Evi Filippou <https://evifilippou.com/>, **aktuell Improviser in
Residence <https://www.moers-festival.de/> in ***Moers***, trifft am
24.4. auf Michael Attias <https://michaelattias.com/>.*
In der Black Box
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/?query-16-filter-category_event=19…>in
*Münster*erwarten uns das Chuchchepati Orchestra
<https://www.chuchchepati.ch/de/about> am 12.4.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/n-n-3/>, das Trio Van
Huffel/Okuda/Borges am 19.4.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/van-huffel-okuda-borges/> und
das Duo Chris Brown/Ben Davis am 28.4.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/chris-brown-ben-davis-duo/>
und Jan Klare <https://www.janklare.de/> & The Dorf
<https://thedorf.net/index.php?section=Neuigkeiten> stehen am 24.4.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/jan-klare-the-dorf-muenster-dorfdisco-s…>und
25.4.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/jan-klare-the-dorf-muenster-dorfdisco-s…>
im Theater im Pumpenhaus <https://pumpenhaus.de/> auf der Bühne.
Im Kunsthaus *Troisdorf*erwartet uns am 26.4.
<https://www.ks-nrw.de/de_DE/events/encounters.17978765> ein Abend mit
zeitgenössischer elektroakustischer Musik für Viola, Computer und
audiovisuelle Medien.
Vom 24. bis 26.4. finden die *Wittener*Tage für Neue Kammermusik
<https://wittenertage.de/> statt. Mit dabei sind diesmal u.a. das
Ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>, das Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/>, Quatuor Diotima
<https://quatuordiotima.fr/en/home/>, Basel Sinfonietta
<https://www.baselsinfonietta.ch/de/> und das WDR Sinfonieorchester
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/index.html>.
Als Porträtkomponistin ist Chaya Czernowin
<https://www.chayaczernowin.com/> zu Gast.
*I**m ***Wuppertaler*****ort <https://www.kowald-ort.com/>****stehen
**die Reihe Off-Grid am 22.4.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/kitsune-22-4-2026/>, das Trio
AKW (Aardestrup/Kimmig/Wissel**stehen**) am 23.4.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/akw-23-4-2026/> und das Duo
Chris Brown und Ben Davis**dem **am 29.4.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/brown-davis-29-4-2026/> auf
dem**Programm **und im Opernhaus <https://www.oper-wuppertal.de/> hat am
**18.4.****die Oper **/The Lodger/
<https://www.oper-wuppertal.de/programm/detailansicht-produktion/the-lodger>**//**von
Phyllis Tate <https://www.phyllis-tate.com/> Premiere.*
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
*Impressum:
Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
neuemusik(a)kulturserver-nrw.de <mailto:neuemusik@kulturserver-nrw.de>*
*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
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28 Feb '26
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*März 2026*
*Gewesen: *neue**NOpera!-Produktion /Die Kantine/von Nico Sauer in Münster
*Angekündigt: *Oper /Awakening/in Bonn – Musikfabrik im WDR und im
japanischen Kulturinstitut – /Kassandra/und /Le Grand Macabre/in
Bielefeld u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)*
*[Neue NOpera!-Produktion /Die Kantine/von Nico Sauer in Münster]*
Die Sicherheitsvorkehrungen im Theater Münster sind enorm ausgebaut
worden. Schon während wir – aufgeteilt auf vier farblich markierte
Gruppen – auf den Einlass warten, werden wir vom technischen Leiter
einer Schuhvermessung unterzogen. Zum Glück gibt es keine
Beanstandungen. Um uns herum informieren Tafeln über die hier geltenden
Regeln und die werden auch ernst genommen. Nachdem wir einer launigen
Videoeinführung mit Uropa Gérômyna Castell, „eine Berliner Größe der
Transgender-Szene“, beigewohnt haben, reihen wir uns wieim Flughafen in
eine lange Schlange ein und beim Scannen lässt der energische
Sicherheitsbeamte keinen durchschlüpfen, der etwa versucht Lebensmittel
oder – schlimmer noch – Rosen einzuschmuggeln. Immerhin sorgt eine ruhig
wogende, vom gemächlichen Brummeln der Tuba durchsetzte Musik für eine
gewisse Besänftigung.
Eingecheckt haben wir bei Nico Sauers <https://nicosauer.de/>neuem Stück
/Die Kantine/
<https://www.theater-muenster.com/produktionen/die-kantine-925.html>,
das als aktuelle NOperas! <https://www.noperas.de/>-Produktion am
27.2.26in Münster uraufgeführt wurde. NOperas! ist aus dem Fonds
Experimentelles Musiktheater (feXm <https://www.noperas.de/fexm-2/>)
hervorgegangen undgibt Kreativen, die eher der freien Szene zuzuordnen
sind, die einmalige Gelegenheit, in die heiligen Hallen des
Opernbetriebs einzudringen. Diese Chancehaben Nico Sauer und sein Team
weidlich genutzt und zwarsowohl räumlich als auch personell, denn bei
ihren Recherchen wurde ihnen sehr schnell bewusst, dass Oper mehr ist
als Gesangsstars auf einer gut ausgeleuchteten Bühne. Der Apparat wird
getragen von einer kaum überschaubaren Anzahl von Mitwirkenden, vom
Maskenbildner bis zur Schreinerin, vom Reinigungspersonal bis zur
Inspizientin, die ein labyrinthisches Schattenreich bewohnen. Beim Gang
durch diese unterirdischen Katakomben und im Verlauf unzähliger
Gesprächemit dem Opernpersonal erschien der Opernbetrieb immer mehr als
Widerspiegelung unserer (westlichen) Gesellschaft: dominiert von
scheinbar unauflösbaren Hierarchien, Offenheit beschwörend und sich
gleichzeitig bunkerartig abschottend, sich Innovation auf die Fahne
schreibend und gleichzeitig in der Wiederholung des Ewiggleichen
erstarrend, wie ein „Arbeitsmuseum“ Gewerke konservierend, für die es
andernorts kaum nochVerwendung gibt; kurz – um das ganz große Rad zu
drehen– wie Klees/Benjamins /Angelus Novus/, der mit dem Rücken der
Zukunft zugewandt, die Trümmer der Geschichte vor Augen vomSturmwind
davongeblasen wird.
Gegen Erstarrung (und ihre Zurkenntnisnahme) hilft bekanntlich Bewegung
und so wird das Publikum treppauf und treppab durch nicht enden wollende
Gänge gescheucht und mit oft skurrilen Situationen konfrontiert. In
einem Käfig begleitet eine dunkel wummernde Pauke einen unverständlichen
Dialog, in der Schreinerei werden zu zarten Schmiergelgeräuschen
technische Anweisungen zurArie,wir schauenin seltsam ausstaffierte
Gemächer, erhaschen einen Blick auf akrobatische Yogaübungen im
Computerraum, hören die Kammerjägerin im Fundus von ihrem aussichtslosen
Kampf gegen Motten berichten. Endlich weitet sich der Raum zur Bühne und
wir erleben, wie die Inspizientin (Wioletta Hebrowska)dem kleinen Haus
ein schmachtendes Liebeslied widmet. Aber auch das geht nicht gut aus,
der untote Komponist (Nico Sauer in persona) tritt auf den Plan, fällt
seinem eigenen Stück in den Rücken undgeht qualmend zu Boden, Blut
fließt, Köpfe rollen – zum Glückhat der Sicherheitsbeauftragte vorab für
Schutzbrillen und Gehörschutz gesorgt.
Immerhin gibt es imOpernbetriebeinen Raum, an dem die herrschenden
Regeln und Hierarchien scheinbar und vorübergehend außer Kraft gesetzt
sind: die Kantine. Hier herrscht Ruhe vor dem Sturm und bei
belegtenBrötchen und Tagessuppe sind alle gleich. „Wenn die Oper ein
Spiegel der Welt ist, dann ist die Kantine ihr Double…...Die Oper
verdoppelt die Welt als Symbolraum; die Kantine nimmt sie ungeschminkt
auf.“ So ist es nur konsequent, in der Kantine zum großen Finale zu
blasen. Die Rosenverkäuferin (Angela Braun), die in der Kulisse ihr
eigenes Geschäft betreibt und klammheimlich einen Rosenchor um sich
geschart hat, singt, von diesem unterstützt, ausschweifend das Manifest
der Oper der Zukunft, aus dem wir lernen, dass die Oper für immer
unverstanden bleiben möchte. Untermauert wird dies durch traschige
Gesangseinlagen, die von der Opernarie bis zumSchlager, von der
Mottenmotettebis zum Growling reichen und bei denen auch die Brothers in
Law (Nico Sauer und Jon Kolkol) mitmischen. Das Publikum ist engagiert
dabei und spätestens wenn allen Mitwirkenden einzeln ein expliziter Dank
ausgesprochen wird, möchte man sich gerne von der Stimmung anstecken
lassen. Aber so ganz überzeugt hat mich der Abend nicht. Im Programmheft
wird in Anlehnung an Helmut Heißenbüttel ein anthropoetischer Zugang
versprochen, statt zu poetisieren will man poetisch freilegen, doch
gerade die Poesie bleibt auf der Strecke. Was Manos Tsangaris, bei dem
Sauer studiert hat, immer wieder auf unnachahmliche Weise gelingt,
alltägliche Momente in Szenen und Klänge zu gießen, die sich ohne große
Worte unmittelbar mitteilen (zuletzt im Museum Kolumba, s. Gazette
Januar 2026
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-januar-…>),
versandet hier allzu oft in Klamauk. Statt sich berühren zu lassen,
lässt man sich mitreißen oder auch nur mitziehen undaus den hehren
Gedanken über unsere Gesellschaft wird ein surreales Manifest, das sich
damit begnügt, nicht verstanden zu werden.
*[Termine im März]*
*Köln *
*In **der****Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>****erwarten
uns Improvisationen am 6.3., das **Érma Ensemble
<https://erma-ensemble.com/> **mit dem **/Kabinett der Sinne
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/erma-ensemble-praesentiert-kabinett-der-s…>
/**am 18.3., ein experimentelles Musikprojekt am 20.3., **/The Swanbone
Tracks/**für archaische Flöten und Elektronik mit Norbert Rodenkirchen
<https://www.norbertrodenkirchen.org/> am 27.3. sowie
**Lunchkonzert**e****am 7., 14., 21. und 28.3**. **In der **Alten
Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/>**stehen **/Skeleton/**von
Julia Sanjurjo am **14.3.
<https://altefeuerwachekoeln.de/events/julia-sanjurjo-skeleton/>**, das
**Ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>**am 17.3.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw26c_2/>, das Kommas Ensemble
<https://www.kommas-ensemble.de/> am 21.3., **das Cologne Guitar Quartet
<https://www.cologneguitarquartet.com/> am **26.3.**, das Ensemble
Quater am 28.3. und das **Ensemble S201
<https://www.ensemble-s201.com/>**am 29.3. auf dem Programm. **Die
Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> ist am 7.3.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-96-from-oslo-with…>
im WDR und am 25.3.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/japanisches-kulturinstitut-klangspur…>
im japanischen Kulturinstitut <https://co.jpf.go.jp/> zu Gast und lädt
am **16.3.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-it-breathes/>**und
23.3.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-zeitraum-100/>
zum Montagskonzert **in ihr Studio**. In der Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de> dirigiert George Benjamin am
**22.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/bomsori-junge-deutsche-phil…>****sein
**/Concerto for Orchestra /**und am **27.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/wagemut-ravel-saint-saens/4…>**hebt
das WDR Sinfonieorchester **dort **ein Werk von Geoffrey Gordon aus der
Taufe. **Beim nächsten Chamber Remix <https://chamber-remix.de/> am 8.3.
trifft Jens Düppe mit seinem Jazzquartett auf Eva Pöpplein und im Sancta
Clara Keller <https://www.sancta-clara-keller.de/de> spielt das Asasello
Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/> am 27.3.
<https://asasello-quartett.eu/de/events/06-03-2026-koeln/> Werke von
Viera Janárčeková und Tomasz Prasqual.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln **und jeden letzten Mittwoch im Monat
findet die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im **LTK4
<https://ltk4.de/>**statt**. **Dort erwartet uns außerdem vom 30.3. bis
3.4. die Stille der Dinge. **Fast täglich gibt es interessante Konzerte
im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/> **und****w**eitere
Termine und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik
in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>****sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
D*as auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/>****ist **im März in Essen,
Duisburg, Bochum, Soest und Gladbeck zu **erleben**.*
*Im **Konzerthaus
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>*****Dortmund*****kommt**am
**14.3.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/14-03-2026-karl-bartos-das-…>****der
**Stummfilmklassikers **/Das Cabinet des Dr. Caligari /**mit Musik von
Karl Bartos zu**r Aufführung**und im **domicil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**stehen **das **Schlippenbach
<http://www.avschlippenbach.com/>**Quartett am **17.3.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/sonderkonzert-barry-altsch…>**und
**The Dorf <https://thedorf.net/index.php?section=Start>**am **19.3.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11950.html>**auf
der Bühne.*
*Am **4.3.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20260304-the-dorf-umland…>**sind
Philipp Buck, Oliver Lutz und Jan Klare im ***Duisburger*****Steinbruch
<https://www.steinbruch-duisburg.de/>**zu Gast. *
*In der **Neue Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/>**in
***Essen***wird am **3., **17. **und **31.**3. **die Improvisationreihe
FRIM fortgesetzt. Am 28. und 29.3. findet ebendort ein Workshop mit
Bernhard Günter statt, im **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>****gibt es am 7.3. **/Drift &
Oscillations/**und das **Ensemble S201
<https://www.ensemble-s201.com/>**ist mit Emilio Guim am 28.3. in der
Szene 10 zu erleben. *
*Im **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr***geht am **20.3.
<https://www.makroscope.eu/programm/verstarker-konzertreihe->****d**ie
Konzertreihe ‚Verstärker!‘ in die nächste Runde.*
*Sonstwo*
Die Gesellschaft für zeitgenössische Musik <https://www.gzm-aachen.de/>
*Aachen*kündigt die Reihe 'Hören und Sprechenüber Neue Musik' am 6.
<https://www.gzm-aachen.de/hoeren-und-sprechen-ueber-john-luther-adams-2-2-2…>3.
<https://www.gzm-aachen.de/hoeren-und-sprechen-ueber-john-luther-adams-2-2-2…>,
neue Musik mit Werken von Mauricio Kagel und Anestis Logothetis am 7.3.
<https://www.gzm-aachen.de/amore-prima-vista/> und aktuellen Jazz am
19.3. <https://www.gzm-aachen.de/christine-corvisier-quintett-2-2-2/> an
und das Érma Ensemble <https://erma-ensemble.com/> präsentiert am 17.3.
im Musikbunker <https://mubu.ac/> das /Kabinett der Sinne
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/erma-ensemble-praesentiert-kabinett-der-s…>,
/einProjekt zwischen Konzert und Kunstinstallation.
In einer Aufführungder *Bielefelder*Philharmoniker
<https://www.buo-bielefeld.de/philharmoniker> wird Ligetis///Le Grand
Macabre/
<https://www.buo-bielefeld.de/philharmoniker/veranstaltung/le-grand-macabre-…>von
Live-Zeichnungen begleitet (Premiere am 13.3.) und im Theater ist noch
mehrfach die kürzlich uraufgeführte Oper /Kassandra/
<https://www.buo-bielefeld.de/theater/veranstaltung/kassandra>zu
erleben. Die Cooperativa Neue Musik <https://cooperativaneuemusik.de/>
widmet den nächste Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> am 2.3.
<https://cooperativaneuemusik.de/2026/02/17/jour-fixe-maerz-26-die-orgel-ein…>der
Orgel und in der Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> erklingt am 1., 8. und
15.3. alte und neue Musik.
Im Theater <https://www.theater-bonn.de/> *Bonn*kommt am 1.3. die Oper
/Awakening/
<https://www.theater-bonn.de/de/programm/awakening/227938>von Param Vir
zur Uraufführung und dieIn Situ Art Society
<https://in-situ-art-society.de/> ist am 15.3.im *Bonner*Dialograum
Kreuzung an Sankt Helena zu Gast.
*D**as TAM <https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz **in
***Krefeld***, lädt jeweils freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=170>.*
Folgeaufführungen des neuesten NOperas!
<https://www.noperas.de/noperas/>-Projekts /Die Kantine
<https://www.theater-muenster.com/produktionen/die-kantine-925.html>
/von//Nico Sauer <https://nicosauer.de/> finden am 13. und 14.3.
imTheater <https://www.theater-muenster.com/> *Münster*statt und in der
Black Box
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/?query-16-filter-category_event=19…>erwarten
uns *Rieko Okuda*undFlorian Walter am 1.3.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/n-n/>, das Windows & Mirrors
Quartett am 14.3.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/windows-mirrors/> sowie
*Veranstaltungen *in der Reihe elektroFlux
<https://kunstkopf.elektroflux.art/>am 21.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/stefan-strasser-returns/>3.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/stefan-strasser-returns/>und
22.3. <https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/ebba-jahn/>
Das Ensemble Horizonte <http://www.ensemble-horizonte.de/> ist in
*Ostwestfalen*unterwegs: Am 1.3. macht es Station im MARTa in Herford,
am 19.3. in Minden und am 26.3. in Detmold.
*I**m ***Wuppertaler*****ort
<https://www.kowald-ort.com/>****stehen****eine Session für freie
Improvisation am 9.3.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/improsession-9-3-2026/>,
****die Reihe ‚Off-Grid‘ am 11.3.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/off-grid-11-3-2026/> und neue
Musik mit Alexander Pankov & Werner Dickel**auf **am **26.3.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/kammermusik-26-3-2026/>****dem
Programm.*
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
*Impressum:
Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
neuemusik(a)kulturserver-nrw.de <mailto:neuemusik@kulturserver-nrw.de>*
*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
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**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
1
0
29 Jan '26
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-februar…
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-februar…>#
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-februar…>
*Februar 2026*
*Gewesen: *Frakzionen in Bielefeld
*Angekündigt: *Klavierfestival Ruhr mit Hommage an Kurtág – NOpera! in
Münster u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)*
*[Frakzionen in Bielefeld]*
Nach meinen positiven Erfahrungen im Jahr 2024 (s. Gazette vom Februar
2024
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/neue-musik-in-nrw-ausgabe-februar-2024>)
hat es mich zum Jahresauftakt erneut nach Bielefeld gelockt und ich
wurde auch diesmal nicht enttäuscht. Bereits zum 9. Mal veranstaltete
Christof Pülsch das Festival Frakzionen
<https://www.frakzionen-festival.de/>, das vom 16. bis 18.1.26 mit zwölf
Konzerten und zwei Vorträgen ein umfangreiches Programm bot. Pülsch ist
Kirchenmusiker der Zionsgemeinde und nutzt die schlichte und
gleichzeitig anheimelnde Zionskirche, erhöht auf dem Zionsberg südlich
der Bielefelder Innenstadt gelegen, als Austragungsort für fast alle
Veranstaltungen. Im Vorfeld befasste er sich in einem einleitenden
Beitrag mit dem Thema ‚Neue Musik als religiöse Praxis‘, wobei er den
Begriff der Religiosität jenseits von Dogma und konfessioneller Bindung
sehr weit fasst. Entscheidend ist für ihn die Bereitschaft und die
Fähigkeit, die eigene Begrenztheit zu transzendieren, sich berühren,
verändern und gegebenenfalls auch verstören zu lassen – mit dem Risiko
des Fremdseins und des Fremdbleibens. Sein Anliegen, hierfür einen
geeigneten Raum zu schaffen, ist ihm offensichtlich gelungen. Das
Festival richtet sich nicht in erster Linie an das einschlägige
Fachpublikum sondern an die Menschen vor Ort, die allerdings einige Zeit
brauchten, um sich auf das ungewohnte Angebot einzulassen. Zeitzeugen
berichten, dass die Konzerte anfangs vor sehr kleinem Publikum
stattfanden, doch das ist längst Vergangenheit. Inzwischen ist die
Kirche gut gefüllt, eine engagierte Schar ehrenamtlicher Helfer und
Helferinnen sorgt für eine gastfreundliche Atmosphäre und längst hat es
sich auch über den engeren Einzugsbereich hinaus herumgesprochen, dass
sich der Weg nach Bielefeld lohnt. In der Aussprache nach Pülschs
Vortrag fiel wiederholt das Wort Vertrauen, Vertrauen in den
Veranstalter, die Musiker und Musikerinnen. Doch von ebenso großer
Bedeutung ist das Vertrauen, das Pülsch dem Publikum entgegenbringt.
Anstatt – wie gerne propagiert – die Menschen dort abzuholen, wo sie
sind, lockt er sie ganz gezielt aus ihren Komfortzonen heraus, vertraut
ihnen und traut ihnen etwas zu. Anstatt nur unterhalten und bespaßt zu
werden, werden sie ernst genommen – ein Ansatz, der offensichtlich auf
Resonanz stößt.
Was die eingeladenen Ensembles anbelangt, so fiel ein
Vertrauensvorschuss nicht schwer. Mit dem Ensemble Ascolta
<https://ascolta.de/ensemble/> aus Stuttgart, dem Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/de/start/> und dem Ensemble BRuCH
<https://6000720639e41.site123.me/> waren vertraute Namen zu Gast. Den
Auftakt gestalteten Pia Marei Hauser <https://www.piahauser.com/>
(Flöte), Marko Kassl <https://marko-kassl.de/de/> (Akkordeon) und Paul
Pankert <https://paulpankert.eu/> (Live-Elektronik). In Toshio Hosokawas
/Bird Fragments III/ gleitet die Flöte mal zart, mal exaltiert über
Akkordeonwogen. Pankert erweitert in seinen Werken die
Instrumentalstimmen live-elektronisch. In /Fake-Flutes/ erhält die Flöte
einen Schatten, eine Aura, wächst über sich selbst hinaus und
verselbständigt sich im Raum, während /Wasser/ von dunklem Raunen und
Grollen bis zu gemächlichem Fließen verschiedene Aggregatzustände
erkundet. Das Ensemble Ascolta war gleich mit drei Konzerten vertreten,
wobei neben bekannten Namen wie Isabel Mundry, Martón Illes und Gordon
Kampe auch die Uraufführung eines Frakzionen-Kompositionsauftrags auf
dem Programm stand. In Shadi Kassaees <https://www.shadikassaee.com/>
/fading/ für Gitarre, Cello, Trompete und Posaune erscheinen zwischen
teils harschen, sich verflüchtigenden Impulsen melodische Floskeln und
melancholische Anflüge wie Reminiszenzen an eine versunkene Welt, von
denen zum Schluss nur ein tonloses Flattern zurück bleibt. Die beiden
Ascolta-Schlagzeuger Julian Belli und Boris Müller hoben zudem ein Werk
von Michael Pelzel <https://www.michaelpelzel.ch/> aus der Taufe. In
/Reflections of Eternity/ zelebriert er auf alle erdenkliche Weise
Ausschwingvorgänge, vom Brummen und Jaulen von Pauke und großem Gong bis
zu ätherischem Sirren und sirenenhaftem Flirren. Einen weiteren
Kompositionsauftrag brachte das Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/de/start/> zu Gehör. In Macarena Rosmanichs
<https://rosmanich.com/> /We are walls, where once were windows
/behauptet sich zwischen den markanten trockenen Impulsen des
Schlagzeugs und des präparierten Klavier (das dadurch selbst zum
Perkussionsinstrument wird) das Saxophon, ruhig schwebend, vibrierend,
mit kleinen Arabesken, sich niemals vordrängend und trotzdem
ausgesprochen präsent. Im Anschluss erklang /durch/von Mark Andre. Nach
einem erstaunlich energischenBeginn wird die Musik immer durchsichtiger
und ungreifbarer, verflüchtigt sichzu kleinsten Gesten, Atmen, Hauchen.
Das Publikum war mit äußerster Konzentration bei der Sache– man hätte
eine Stecknadel fallen hören.
Das Frakzionen-Festival ist inzwischen einige interessante Kooperationen
eingegangen – u.a. mit dem John Cage Award
<https://www.cage-academy.de/cage-award> in Halberstadt. Ergänzend zu
dem Orgelprojekt <https://aslsp.org/>, bei dem Cages Werk /ORGAN²/ASLSP/
– As SLow aS Possible – über einen Zeitraum von 639 Jahren erklingt (mit
entsprechend seltenen Klangwechseln – der 17. findet am 5.8.26 statt),
ist in Halberstadt die Cage-Academy entstanden, die seit 2008 den Cage
Award für Interpreten und Interpretinnen auslobt. Als ehemalige
Preisträger waren in diesem Jahr das Akkordeon-Duo con:trust
<https://www.contrustmusic.com/> mit Marius Staible und Daniel Roth und
die Sopranistin Nora Bertogg <https://www.norabertogg.com/> in Bielefeld
zu Gast. Bertogg hatte mit Cathy Berberians vertontem Comicstrip
/Stripsody/ und Georges Aperghis /Recitation Nr. 9 /ein virtuoses
Programm im Gepäck/, /bei dem sie nicht nur ihre stimmlichen sondern
auch ihre schauspielerischen Fähigkeiten überzeugend zum Einsatz bringen
konnte. Aperghis’ vokalakrobatische /Recitations /haben auch das
Ensemble BRuCH <https://6000720639e41.site123.me/> gereizt, wobei sich
sowohl die Sopranistin Marie Heeschen als auch die Flötistin Sally Beck
als Vokalsolistinnen hervortaten. In /Two bards (among tygers wild)/ von
Daniel Alvarado Bonilla <https://www.daniel-alvaradobonilla.com/> sind
die Rollen wieder traditionell verteilt. Begleitet von Flöte, Cello und
Klavier singt Heeschen Texte von William Blake und Allen Ginsberg,
traumwandlerisch, unterwandert von melodischen Passagen und
aufblitzenden Zitaten, wie angewehte Erinnerungen.
Ein weiterer Kooperationsstrang führt in die Schweiz und brachte diesmal
das Harfenduo AEcstaly
<https://www.frakzionen-festival.de/frakzionen-2026/auf%C3%BChrende/duo-aecs…>
nach Westfalen. Harfen, noch dazu im Doppelpack, wecken bei mir
normalerweise keine spontane Begeisterung, doch was Alice Belugou und
Estelle Costanzo zu Gehör brachten, ließ ich mir gefallen. In Huihui
Chengs <https://huihuicheng.com/> /Tu n’es pas chat /für zwei
präparierte Harfen & Stimme entsteht durch den Einsatz profaner
Gerätschaften (von Gläsern und Schnüren bis zu Spüllappen) eine fragile,
poetische von zarten Gesten und Rufen geprägte Klanglandschaft. Und auch
Ligetis für Cembalo komponiertes Werk /Continuum /bekommt in der Version
für zwei Harfen einen ganz neuen Charakter. Das
mechanistisch-enervierende weicht einer Leichtigkeit und Luftigkeit, es
entsteht der Eindruck eines sich bewegenden Vorhangs, der immer neue
Faltungen und Ausblicke freigibt.
Mit Steven J. Heelein <https://sheelein.de/>, Komponist, Kirchenmusiker
und Benediktineroblate (hierbei handelt es sich nicht um ein Gebäck
sondern um eine Person, die ein Leben nach dem Geist einer bestimmten
Ordensregel führt) eröffnete sich noch einmal eine sakrale Ebene. Wie er
in einem einleitenden Vortrag erläuterte (Versuch einer /musica
solitudine oriens/) entspringt für ihn schöpferische Tätigkeit aus der
Erfahrung einer existentiellen Einsamkeit und der Sehnsucht nach nie
erreichbarer Vollkommenheit. In seinem Werk /deine Wohnungen, Herr
/entsteht daraus ein Klangraum für Stimmen & Instrumente. Die Mitglieder
des Projektchors der Zionsgemeinde agieren dabei aus dem Publikum heraus
und erzeugen zusammen mit instrumentalen Akzenten (Trompete,
Bassposaune, Schlagzeug und Klavier) eine eigenwillige Atmosphäre, die
berührt ohne zu vereinnahmen.
Auch Rainer Nonnenmann
<https://www.frakzionen-festival.de/frakzionen-2026/auf%C3%BChrende/rainer-n…>
befasste sich in seinem Vortrag mit dem Transzendenz-Versprechen der
Neuen Musik und identifizierte den Wunsch nach Grenzüberschreitung und
Regelauflösung als Grundlage der europäischen Musikgeschichte. Aus Sicht
unserer heutigen utopielosen, kleingeistigen Zeit verblüfft es, mit
welchem Selbst- und Sendungsbewusstsein Protagonisten wie Schönberg und
Stockhausen erfüllt waren. Da sollte nicht nur die Musik sondern der
Mensch neu erfunden und die Wahrheit dingfest gemacht werden. Das
Ergebnis waren Größenwahn und Selbstüberschätzung aber auch Wagemut und
faszinierende Experimente, bei denen man (wie bei Stockhausens
Helikopterquartett) schon einmal die Bodenhaftung verlieren konnte.
Doch zurück zu den Frakzionen: Noch nicht erwähnt habe ich das Ensemble
Earquake
<https://www.hfm-detmold.de/die-hochschule/ensembles-der-hfm/ensemble-earqua…>,
das Neue Musik-Ensemble der benachbarten Hochschule für Musik
<https://www.hfm-detmold.de/> in Detmold, das Werke von Kurtág,
Bauckholt, Kampe und Adrien Trybucki im Gepäck hatte und John Eckhardt
<https://www.johneckhardt.de/>, der den ersten Festivaltag mit seinem
Kontrabass ausklingen ließ und dabei von dunklem Grummeln bis zu hohem
Säuseln, von geräuschhaften Eskapaden bis zu melodiösen Anwandlungen die
ganze Bandbreite seines Instruments auskostete.
Vor allem möchte ich den Termin für das nächste Frakzionen-Festival
<https://www.frakzionen-festival.de/frakzionen-2027/> nicht unerwähnt
lassen: Den 15. bis 17.1.27 kann man sich schon einmal vormerken.
*[Termine im Februar]*
*Köln *
*In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>****stehen die Cellistin
Valerie Fritz und der Akkordeonist Goran Stevanovich am 1.2.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/rising-stars-valerie-fritz-…>,
The Wave Quartet am 3.2.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/the-wave-quartet/4609>
sowie das **/Concert Românesc/**von Ligeti am **22.2.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/am-puls/4960> auf dem
Programm. **Im **Atelier Dürrenfeld/Geitel
<https://platformcologne.com/live/>**erwarten uns die Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/> am 5.2.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/soundtrips-nrw-76-felix-…>,
die Flötistin Marina Cyrino am 11.2.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/soundtrips-nrw-76-felix-…>,
das Trio Strinning/Heinemann/Long am 23.2.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/strinning-long-heinemann…>
und Werckmeister am 24.2.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/werckmeister-2-eichenber…>
Die Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/> kündigt
ein Konzert mit den Ensembles COLab Cologne und Unfeed format am 4.2.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/04-02-2026-multi-layere…>
an, **in der**Alte <https://altefeuerwachekoeln.de/>**n**Feuerwache*
<https://altefeuerwachekoeln.de/>***kommt**vom 5. bis 7.2. die
Polit-Oper **/Amusing Ourselves to Death /**zur Aufführung, o-ton
<https://o-ton.koeln/> präsentiert am 7.2.
<https://o-ton.koeln/konzert-premiere-sa-7-2-26-1930h-dystostructions-fuer-o…>
**Neues für Oboe & Klavier **und****am 20.2.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/polscher-zwissler.179447…>
sind Mark Polscher und Florian Zwißler im Antiqiariat Langguth zu Gast.
Im Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/> steht am 23.2.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-muede-10303> die Band
müde in der Reihe NICA live <https://nica-artistdevelopment.de/> auf der
Bühne, im japanischen Kulturinstitut <https://co.jpf.go.jp/> erklingen
ebenfalls am 23.2.
<https://co.jpf.go.jp/veranstaltungen/kalender/kapiw-apappo/>
Ainu-Gesänge **und in der Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/> findet
am 28.2. ein Lunchkonzert statt.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln **und jeden letzten Mittwoch im Monat
findet die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im **LTK4
<https://ltk4.de/>**statt**. Fast täglich gibt es interessante Konzerte
im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/> **und****w**eitere
Termine und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik
in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>****sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
D*as auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/>****ist **am **19.2. in Bochum
und am 22.2. in Essen**zu erleben.*
*Am **7.2.
<https://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/soundtri…>**sind
die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**im Kunstmuseum
***Bochum***zu Gast und das **Klavierfestival Ruhr
<https://www.klavierfestival.de/>**widmet sich am **21.2.
<https://www.klavierfestival.de/konzert/2026_pavel-kolesnikov-samson-tsoy-1/>**und
**22.2.
<https://www.klavierfestival.de/konzert/2026_die-welt-des-gyorgy-kurtag/>**György
Kurtág.*
*Im **Konzerthaus
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>*****Dortmund*****spielen
Patricia Kopatchinskaja und Sol Gabetta am **27.2.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/27-02-2026-sol-gabetta-patr…>**Werke
von Ligeti, Widmann u.a., im **domicil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**steht am **19.2.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11949.html>****The
Dorf <https://thedorf.net/index.php?section=Start>**auf der Bühne und in
der **Parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>****erwarten
uns**die****Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>****am **6.2.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/15/felix-nussbaumer-st-nrw-76/>**,
das Free-Funk-Projekt Jooklo am **7.2.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/15/jooklo-amadou-wittbrodt/>**und
Earscratcher am **26.2.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/01/15/earscratcher/>****Im
**Künstlerhaus <https://www.kh-do.de/>**ist noch bis zum **15.3.
Klangkunst ohne Lautsprecher zu erleben.*
*Am 9.2. kommen die****Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>****nach ***Duisburg***ins **Lokal Harmonie
<https://www.lokal-harmonie.de/>****und im Lehmbruck Museum erwartet uns
am **26.2.
<https://lehmbruckmuseum.de/veranstaltung/konzert-26-02-2026/?wcs_timestamp=…>**eine
Hommage zum 100. Geburtstag von György Kurtág.*
*In Essen sind die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>****am
2.2. im **Rabbit Hole Theater <https://rabbithole-theater.de/>**zu Gast,
die **Philharmonie
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/>**präsentiert am **5.2.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/sound-lab-155578/3192/>**ein
Kompositionsprojekt für weiterführende Schulen zu Luciano Berios
Klangwelt, in der **Zeche Carl <https://www.zechecarl.de/>**findet vom
19. bis 21.2. das **Joe Festival
<https://www.zechecarl.de/carlsprogramm/260219-joe-festival-2026>**statt
und im Rahmen des Tikwah-Festivals jüdischer Musik erklingt am **22.2.
<https://www.theater-essen.de/programm/a-z/im-eis-des-mondes-wandern-wir-jue…>****in
der alten Synagoge **Musik von Ruth Schonthal und Ursula Mamlok.*
**Düsseldorf**
*Am 4.2. kommen die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>****ins
Theatermuseum, die **Robert Schumann Hochschule
<https://www.rsh-duesseldorf.de/>**präsentiert am **11.2.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2026-02-11-visual-mu…>**und
**12.2.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2026-02-12-visual-mu…>**Arbeiten
**des**S**tudiens**chwerpunkt**s**Visual Music und in der **Tonhalle
<https://www.tonhalle.de/>**stehen Musik von György Kurtág am **20., 22.
und 23.2.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/sternzeichen/17303-bartok>**sowie
das **notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/>**am **25.2.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/17636-na-hoern-sie-m…>**auf
dem Programm.*
*Sonstwo*
In der 76. Ausgabe derSoundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> reist
Felix Nussbaumer <https://www.felixnussbaumer.com/> vom 31.1. bis 9.2.
mit Saxophon und Live-Elektronik durchs Land und trifft auf wechselnde
Gäste.
In der *Aachener*Raststätte <https://raststaette.org/>erwartet uns am
4.2.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2026-02-04/>Synthesizer
Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt die Reihe 'Hören und Sprehenüber
Neue Musik' am 6.2.
<https://www.gzm-aachen.de/hoeren-und-sprechen-ueber-john-luther-adams-2-2-2…>
und den Pianisten Jan Gerdes am 7.2.
<https://www.gzm-aachen.de/jangerdes-3/> an.
Die Cooperativa Neue Musik <https://cooperativaneuemusik.de/> in
*Bielefeld*veranstaltetmonatlich einenJour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und im Theater
<https://www.buo-bielefeld.de/theater> hat am 21.2.///Kassandra/
<https://www.buo-bielefeld.de/theater/veranstaltung/kassandra>//mit
Musik von Mathis Nitschke und Stefan Behrisch Premiere. Erste Einblicke
gibt es bereits am 9.2.
Die In Situ Art Society <https://in-situ-art-society.de/> präsentiert am
17.2. im *Bonner* Dialograum Kreuzung an Sankt Helena
<https://kreuzung-helena.de/> in der Reihe ‚The Dissonant Series‘ ein
Doppelkonzert.
In der Hochschule für Musik <https://www.hfm-detmold.de/> in *Detmold*
ist am 6.2. das hauseigene Ensemble Earquake zu erleben.
Das E-Mex Ensemble <https://e-mex.de/> lädt am 7.2.
<https://e-mex.de/konzerte/musikalischer-spaziergang-durch-die-sammlung/>
zu einem musikalischen Spaziergang durch das Museum
<https://museum-goch.de/> *Goch *ein.
*D**as TAM <https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz **in
***Krefeld***, lädt jeweils freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=170>.*
*In ***Moers***hat die griechische Vibraphonistin, Perkussionistin und
Komponistin Evi Filippou <https://evifilippou.com/> den Staffelstab als
Improviser in Residence
<https://www.moers-festival.de/improviser-in-residence/improviser-in-residen…>
übernommen. Am 6., 15. und 21.2. ist sie an verschiedenen Orten und mit
verschiedenen Mitstreitenden zu erleben. *
*I*n der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>*Münster*erwarten
uns außer den *Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>****am **1.2.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/felix-nussbaumer/>**Veranstaltungen
*in der Reihe elektroFlux <https://kunstkopf.elektroflux.art/>am 12.2.,
21.2., 27.2. und 28.2. und im Theater
<https://www.theater-muenster.com/> hat am 27.2. /Die Kantine/
<https://www.theater-muenster.com/produktionen/die-kantine-925.html>,
ein Musiktheater im ganzen Haus von Nico Sauer <https://nicosauer.de/>,
Premiere. Folgeaufführungen des neuesten NOperas!
<https://www.noperas.de/noperas/>-Projekts finden am 13. und 14.3. statt.
Das Studio für Neue Musik
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d> der Uni
*Siegen* lädt am 8.2.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/25_2…>
ein zu einem Konzert in der Nicolaikirche.
Partita Radicale <http://www.partitaradicale.de/> präsentiert am 1.2. in
*Solingen* eine audiovisuelle Reise durch Reinigungsrituale der modernen
Gesellschaft
*I**m ***Wuppertaler*****ort
<https://www.kowald-ort.com/>****stehen****das New Cretan Quartet am
7.2.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/newcretanquartet-7-2-2026/> und
das Trio Helicopter am 24.2.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/helicopter-24-2-2026/> auf dem
Programm.*
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
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1
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29 Dec '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-januar-…
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*Januar 2026*
*Gewesen: *Manos Tsangaris im Museum Kolumba
*Angekündigt: *Folkwang Woche Neue Musik in Essen – Frakzionen in
Bielefeld – PART-Ensemble mit Realness-Festival in Düsseldorf und Köln
u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)*
*[Manos Tsangaris im Museum Kolumba]*
2024 wurde der ehemalige Kagelschüler Manos Tsangaris
<https://www.tsangaris.de/>mit dem von der Kunststiftung NRW ausgelobten
Mauricio Kagel Musikpreis
<https://www.kunststiftungnrw.de/uploads/PM_Musikpreis%20der%20Kunststiftung…>ausgezeichnet
und als „einer der international bedeutendsten Vertreter des Neuen
Musiktheaters“ geehrt. Der Preis ist mit 80.000 € dotiert, wobei ein
Teil der Summe in die Realisierung eines Werksmit einem Ensemble aus NRW
fließen soll. Mit der Uraufführung von /close Up – lontano 3/
<https://www.kolumba.de/index.php?language=ger&cat=2&art=995>durch das
Ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>, die Sopranistin
Friederike Kühl <https://friederike-kuehl.de/>und weitere Mitwirkende
hat diesesProjekt nun im Kolumba
<https://www.kolumba.de/index.php?language=ger>, dem von Peter Zumthor
entworfenen Kunstmuseum des Erzbistums Köln, Gestalt angenommen.
An das Motto dergegenwärtigenJahresausstellung /make the secrets
//productiv//e!/
<https://www.kolumba.de/index.php?language=ger&cat=47&art=989>knüpftTsangaris
unmittelbar an; mit dem Geheimnisvollen, dem Ambivalenten, dem
Uneindeutigen kennt er sich aus und, wie sein Werktitel bereits
anzeigt,sucht er es diesmalin der Gleichzeitigkeit von Nähe (/close Up/)
und Ferne (ital. /lontano/, entfernt). In Gruppen vonjeweils sieben
Personen erwartet uns„ein Stationentheater in verbundenen Räumen“, wobei
die fünf Stationen jeweils von einem Imperativ überschrieben sind. Die
einzelnen ca. 10-minütigen Etappen laufen parallel ab, so dass uns, als
wir im zweiten Stock aus dem Fahrstuhl entlassen werden, ausder Ferne
bereits eine Gesangsstimme und einePosaune entgegen tönen. Doch zunächst
werden wir in die entgegengesetzte Richtung in eine scheinbare Sackgasse
gelockt. Ganz dicht sitzen wir vor einem offenen Klavier, dessen
Eingeweide von einem Pianisten bearbeitet werden, während zwei
Mitwirkende sich im Beuysschen ‚Ja ja ja ja ja ne ne ne ne ne‘-Singsang
ergehen. ‚Lausch!‘ heißt es, die scheinbare Sackgasse entpuppt sich beim
Öffnen einer Fahrstuhltür als Durchgangszimmer, doch während miralles
möglichedurch den Kopf schießtund ich versuche, weitere Details des
Szenarios einzuordnen (ein lautlos rotierender Plattenteller, eine
vergängliche Schrift an der Wand), werden wir schon weitergeleitet. Denn
Bleiben ist nirgends, alles ist Transit, alles ist Übergang. Der Weg
führt uns in die Bibliothek, einem hohen, von edler Holzvertäfelung und
großen Fenstern geprägten Raum. Umhülltvon Streicher- und Flötenklängen
ist unser Blick auf zwei schweigende, uns frontal gegenübersitzende
Personen gerichtet, über deren KöpfenTexte projiziert werden. ‚Lies!‘
heißt die Aufforderung diesmal, lies die Worte, lies die Gesichter, lies
die Maserungen des Holzes, alles wird zum Zeichen und lässt sich doch
nicht eindeutigentschlüsseln, alles ist gedeutete Welt, in der wir
bekanntermaßen nicht sehr verlässlich zu Haus sind. Vorbei an Tsangaris’
dauerhaft installierter Kugelbahn
<https://www.kolumba.de/?language=ger&cat_select=1&category=2&artikle=184>,
die wir diesmal nicht in Aktion erleben, betreten wir den großen
Verbindungsraum und können nun auch das bislang nur aus der Ferne
Hörbare zuordnen. Doch zunächst werden unsere Sinne in einen Nebenraum
auf eine /Tragedia civile/, eine bürgerliche Tragödie,
gelenkt(‚Schau!‘). Jannis Kounellis gleichnamiges Werk, bei dem er vor
einer mit gleißendem Blattgold überzogenen Wand einen mit Hut und Mantel
behängten Kleiderständer platziert, handelt ebenfalls vom Miteinander
des Transzendenten und des Profanen, von Aufgehoben- und Verlorensein,
von Übergang und Übrigbleiben. Die Sopranistin Friederike Kühl lädt
dieses Ensemble mit ihrem Gesang zusätzlich auf, bevor sie sich unserer
kleinen Gruppe zuwendet, direkt vor uns Platz nimmt und uns so nah
kommt, dass kein Ausweichen möglich ist. Die vierte Station (‚Sei!‘)
erfordert nur einen Platzwechsel um 180° und doch ergibt sich ein ganz
anderes Szenario. Ohne direktes menschliches Gegenüber nimmt die
Hellhörigkeit zu; eine Geige gibt sich hin, säuselt ganz nah am Ohr, die
Posaune, die sich schon zu Beginn unseres Weges aus der Ferne bemerkbar
machte, erfüllt den Raum, hinzukommen geräuschhafte Gesten, schwirrende
Ruten, metallisches Klirren, klackernde Hölzer, die jeweils den Übergang
von einer Station zur nächsten markieren. Die letzte (‚Sieh!‘) führt uns
in einen hohen turmartigen Raum, wir sitzen im Rund, in das sich Cello
und Trompete einfügen. Fast lebensgroß steht zwischen uns ein
Schmerzensmann aus dem 15. Jahrhundert. Als sich ihm gegenüber (unter
Paul Theks /Gefiederter Schlange/) ein Obdachloser aus seinem Schlafsack
schält, wirkt dies einen Moment lang fast plump, wie ein unangemessener
Einbruch des Alltäglichen. Aber vielleicht wohnt Christus hier seiner
eigenen Auferstehung bei oder die Trompete bläst zum jüngsten Gericht.
Tsangaris macht die Geheimnisse produktiv, er greift vorhandene Fäden
auf, verwebt sie mit neuen und knüpft unerwartete Verbindungen, während
im Kopf ein Schneegestöber aus Bildern, Worten, Erinnerungen entfacht
wird, entsteht durch Klänge und Geräusche, minimalistische Szenerien und
unmittelbare Begegnungen eine geschärfte Wahrnehmung und damit eine
besondere Sinnlichkeit und Empfindsamkeit. Der Körper wird zur
Bibliothek. Das Nahe und das Ferne, das Profane und das Sakrale, das
Geistige und das Körperliche, das Schreckliche und das Tröstliche, Aura
und Spur begegnen und berühren sich. Lebendige machen alle den Fehler,
dass sie zu stark unterscheiden.
Als ich nach einer guten Stunde wieder die Straße betrete, fühle ich
mich selbst gegen den Kölner Weihnachtswahnsinn wohltuend gefeit.
*[Termine im Januar]*
*Köln *
*In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>****stehen das **Ensemble
Modern <https://www.ensemble-modern.com/>**mit Steve Reichs **/Music vor
18 Musicians/**am **6.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/music-for-18-musicians/4605>**,
das **Trio Catch <https://www.triocatch.com/de/>**am **15.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/trio-catch/4657>**und
die Academy of St Martin in the Fields mit einem Werk von Kevin Puts am
**18.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/academy-of-st-martin-in-the…>**auf
dem Programm. **Die **Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>**kündigt **das Abschlusskonzert der
Virtual Brass Academy am **12.1.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/virtual-brass-academy-for-composers-…>**,
ein Montagskonzert am **19.1.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-runnin-wild/>**,
das 95. Konzert der Reihe 'Musikfabrik im WDR’ am **30.1.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-95/>**und
**einen Auftritt des**Kölner Chaos Orchester**s**am **31.1.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/koelner-chaos-orchester-konzert/>****an.
**I**n der **Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/>****erwarten uns****ein Konzert der
Kompositionsklassen am **7.1.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/07-01-2026-kompass-8-ko…>**,
ein Neue Musik-Abend für acht Posaunen am **22.1.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/22-01-2026-neue-musik-a…>**sowie**jeweils
mittwochs die **Ringvorlesung
<https://www.hfmt-koeln.de/musik/wissenschaft-forschung/ringvorlesung/>
über Zukunftsmusik.****Bei freiem Eintritt sind am 8.1.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-special-2026-10991> und
9.1. <https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-special-2026-10992>
die NICA <https://nica-artistdevelopment.de/>**A**rtists*
<https://nica-artistdevelopment.de/>***im Stadtgarten **zu erleben **und
am 26.1.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-trio-abstrakt-10342> ist
in der benachbarten Christuskirche das Trio Abstra
<https://trioabstrakt.com/>**k**t* <https://trioabstrakt.com/>*zu Gast.
Beim 4. Raderbergkonzert des Deutschlandfunks am 13.1.
<https://www.deutschlandfunk.de/raderbergkonzert4-13-1-2026-100.html>
spielt das Schlagzeugensemble TrioColores auch zeitgenössische Klänge,
in der WDR-Reihe 'Musik der Zeit **#Atelier**' am 14.1.
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/m…>
bringt das WDR Sinfonieorchester **Werke des musikalischen Nachwuchses
zur Aufführung und in der Fuhrwerkswaage wird am 16.1. die interaktive
Klanginstallati**on****/Ripples/
<https://www.musikfonds.de/kalender/ripples>**der Künstlerin und
Komponistin Claudia Robles-Angel <https://claudearobles.de/> eröffnet
(bis 1.2. erlebbar). In der Reihe 'soundings' der Kunsthochschule für
Medien <https://www.khm.de/> ist am 22.1.
<https://www.khm.de/termine/news.6019.soundings-052-multilogue/> das
Künstlerkollektiv multilogue zu Gast, **beim Neujahrskonzert des
Japanischen Kulturinstituts <https://co.jpf.go.jp/> trifft am 23.1.
<https://co.jpf.go.jp/veranstaltungen/kalender/die-welt-der-tsuzumi-trommel-…>
Tradition auf Gegenwart und das Ensemble hand werk
<https://ensemble-handwerk.eu/> setzt am 24.1.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw26c_1/> seine Reihe mit guter Musik in
der Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/> fort.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln **und jeden letzten Mittwoch im Monat
findet die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im **LTK4
<https://ltk4.de/>**statt**. Fast täglich gibt es interessante Konzerte
im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/> **und****w**eitere
Termine und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik
in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>****sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
D*as auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/>****ist **am 15.1. in Bochum und
am 16.1. in Duisburg zu erleben.*
*Das Schumann Quartett spielt am **15.1.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/15-01-2026-schumann-quartet…>**im
***Dortmunder*****Konzerthaus
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>**ein Streichquartett von Amy
Beach und ebenfalls am **15.1.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11948.html>**steht
**The Dorf <https://thedorf.net/index.php?section=Start>**im **domicil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**auf der Bühne*
*Als Nachspiel der Folkwang Woche Neue Musik kommen am **24.1.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**im
***Duisburger***Ableger **der Hochschule **frische Klänge zu Gehör
**und**im **EarPort <https://earport.de/pages/de/startseite.php>**wird
am 25.1. eine neue Ausstellung mit einem Performancekonzert eröffnet.*
*Die **Folkwang Universität <https://www.folkwang-uni.de/home>****in
***Essen*****veranstaltet **vom 12. bis 15.1. die Folkwang Woche Neue
Musik. Außerdem stehen Kompositionen von Folkwang-Lehrenden am **6.1.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**,
die Tape Session am **8.1.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**,
junge Neue Kammermusik aus der Türkei am **28.1.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**und
das Impr%rchester am **31.1.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**auf
dem Programm. In der **Philharmonie
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/>**spielt ****die **Academy
of St Martin in the Fields **am **11.1.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/joshua-bellacademy-of-st-mar…>**ein
Werk**von Kevin Put**s und die **Neue Musik Zentrale
<https://www.gnm.ruhr/> **lädt am 10.1. zum Treff13.*
**Düsseldorf**
*Das **PART-Ensemble <https://part-musik.de/>**veranstaltet vom 8. bis
10.1. **in Kooperation mit der New Yorker Gruppe Unheard-of//Ensemble
das Festival **Realness <https://part-musik.de/projects/realness/>**mit
einem Symposium**an der Düsseldorfer Heinrich Heine
Universität****sowie**Konzerten in Düsseldorf und Köln. Die****Sammlung
Philara <https://www.philara.de/de> **beendet die **Ausstellung
<https://www.philara.de/de/aktuell>****/Modular Organ/**am 24.1.
<https://www.philara.de/de/programm> **mit einem **Artist Talk in der
Ausstellung und (in Zusammenarbeit mit dem****IDO-Festival
<https://www.ido-festival.com/>**) **einer****Orgelnacht
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=644>**in
St. Antonius Oberkassel. In der **Tonhalle
<https://www.tonhalle.de/>**erklingt am **16., 18. und 19.1.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/sternzeichen/17300-peer-gynt-suiten>**ein
neues Werk von Gordon Hamilton.*
*Sonstwo*
In der *Aachener* Raststätte <https://raststaette.org/> erwartet uns am
7.1.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2026-01-07/>
Synthesizer Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt für den 16.1.
<https://www.gzm-aachen.de/big-bandits-she-2-3-2/> aktuellen Jazz mit
dem Anirahtak Trio an
Die Cooperativa Neue Musik <https://cooperativaneuemusik.de/> in
*Bielefeld* veranstaltet monatlich einen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und in der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> findet vom
11. bis 18.1. wieder das Frakzionen-Festival
<https://www.frakzionen-festival.de/> statt. Mit dabei sind diesmal das
Trio Abstrakt <https://trioabstrakt.com/de/home/>, die Ensemble Ascolta
<https://ascolta.de/>, BRuCH <https://6000720639e41.site123.me/> und
Earquake
<https://www.hfm-detmold.de/die-hochschule/ensembles-der-hfm/ensemble-earqua…>
u.v.a.m.
Das Ensemble Horizonte <http://www.ensemble-horizonte.de/> präsentiert
am 17.1. in der *Bonner* Lutherkirche Johann Sebastian Bach und die Moderne.
*In der Hochschule für Musik <https://www.hfm-detmold.de/> in
***Detmold***stehen ein Vortragsabend der Klasse Prof. Dr. Mark Barden
am 9.1. und ein Konzert mit dem Ensemble Earquake am 25.1. auf dem
Programm.*
*D**as TAM <https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz **in
***Krefeld***, lädt jeweils freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=170>.*
*D**ie*Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/>*Müns**ter*widmet sich am
9.1.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>dem
Münsteraner Komponisten Winfried Michelund in der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>erwarten uns
geballte Münsteraner Improvisationspower am 4.1., in der Reihe
elektroflux:kunstkopf <https://kunstkopf.elektroflux.art/>Gregor
Bohnensack am 18.1. und mifuri mit Claudius Lazzeroni und Eicke Riggers
am 25.1. sowie das Duo Abdelnour/Dimitradis am 24.1.
*I**m ***Wuppertaler*****ort
<https://www.kowald-ort.com/>****stehen**The Sound of Sisterhood **in
der Reihe ‚all female‘ am **11.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/sisterhood11-1-2026/>**, **ein
Film über Dieter Fränzel in der Reihe ‚cine:ort‘ am **18.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/cineort-18-1-2026/>**, das Trio
RüboSOM am **28.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/bonnen-28-1-2026/>**und der
Auftakt der nächsten Runde der **Soundtrip**s NRW*
<https://soundtrips-nrw.de/>mit dem Saxophonisten Felix Nussbaumer
<https://www.felixnussbaumer.com/>am 31.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/soundtrips-nrw/>auf dem
Programm. Anlässlich des 100. Geburtstags von Morton Feldman gastieren
das JACK Quartet <https://www.jackquartet.com/>und die Pianistin
Florence Millet <https://www.florencemillet.com/>am 16.1.
<https://skulpturenpark-waldfrieden.de/veranstaltungen/details/jack-quartet-…>im
Skulpturenpark Waldfrieden <https://skulpturenpark-waldfrieden.de/>.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
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Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
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**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
1
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27 Nov '25
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https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-dezembe…
*Dezember 2025*
*Gewesen: *NOW!-Festival in Essen*Angekündigt: *Carte Blanche Cologne –
Soundtrips NRW – musik21 in Düsseldorf u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)
*
*
*
*[NOW!-Festival in Essen] *
Während das Kölner Achtbrückenfestival in diesem Jahr sein Aus
verkündete und andere Konzerthäuser der Region ihre Festivals mit
zeitgenössischer Musik sang- und klanglos beerdigt haben (z.B. die
‚Zeitinsel‘ im Konzerthaus Dortmund oder das ‚Schöne Wochenende‘ der
Düsseldorfer Tonhalle), hält sich das Essener NOW!-Festival
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/now-festivalprogramm-2025-element…>
wie ein Fels in der Brandung. An zwei Wochenenden gab es neue Musik mit
hochkarätigen Ensembles und das soll auch im nächsten Jahr so bleiben.
Der diesjährige Auftakt war allerdings überschattet durch eine Absage,
die einigen Wirbel auslöste. Die Uraufführung eines bei Clara Iannotta
<https://claraiannotta.com/> in Auftrag gegebenen Violinkonzerts, bei
dem Carolin Widmann <https://carolinwidmann.com/> als Solistin glänzen
sollte, wurde kurzfristig zurückgezogen, gegenseitige Schuldzuweisungen
machten die Runde. Stein des Anstoßes waren die von Iannotta
vorgesehenen unkonventionellen Klangerzeuger, weshalb ein Teil der
Essener Philharmoniker nur unter Zahlung einer tarifrechtlich
vorgesehenen Zulage zur Mitwirkung bereit war – Mittel, die offenbar
nicht zur Verfügung standen. Letztlich führte wohl eine unglückliche
Kommunikation zu dem Dilemma, wofür sich das NOW!-Festival inzwischen
bei der Komponistin entschuldigte.
Anstelle der geplanten Uraufführung erklang /Night in Appen /von//Elena
Firsova/, /in dem dieseeine sehr reale Situation (eine Nacht im Haus von
Sofia Gubaidulina mit aufs Dach prasselnden Eicheln, morgendlichem
Vogelgesang und Kirchenglocken) in eine von Dramatik und Heiterkeit
gleichermaßen geprägteMusik übersetzt. Ihr besonderes Engagement für die
Neue Musik konnten die Essener Philharmoniker mit /Segel/von Lisa
Streich unter Beweis stellen, ein Werk, in dem diese kontrastreich mit
dem zeitgenössischen Vokabular spielt und hingehauchte
Streicherklängeauf aggressiveRhythmen treffen lässt. Carolin Widmann
durftesich derweil ganz auf Alban Bergs /Violinkonzert/konzentrieren.
Aber auch ClaraIannottasKlangwelt kam nicht zu kurz, da sie als
Porträtkomponistin im Programm vielfachvertreten war. Ein absolutes
Highlight stellte das Konzert mit dem Jack Quartet
<https://www.jackquartet.com/>dar, dasHelmut Lachenmanns /Reigen seliger
Geister/mit Iannottas vier Streichquartetten verknüpfte. Lachenmanns
filigrane Klangforschung unter Einsatz erweiterter Spieltechniken ist
akribisch ausgearbeitet und wurde vielfach analysiert, vor allem ist
dieses Stück aber ein sinnliches Ereignis, das auch 35 Jahre nach seiner
Uraufführung noch unter die Haut geht. Das Jack Quartet tastete sich
aufso konzentrierte und feinnervigeWeisean der Hörschwelle entlang, dass
jede noch so kleine Nuance spürbar war. Iannotta geht diesen Weg weiter,
indem sie Zuspielungen und Präparationen verwendet. In /dead wasps in
the jam-jar (iii)/bettet sie hohe, sirrende Geräuschschlieren in eine
Aura aus wogenden Sinuswellen. In /Earthing – dead wasps
(obituary)/verschmelzen die wispernden, säuselnden, knisternden Tönemit
zugespielten Klängen, verdichten sich zu einer dunklen Färbung oder
versteigen sich in gläsern-flirrende Höhen. Auch in dem Konzert mit dem
Ensemble Recherche <https://www.ensemble-recherche.de/>war Iannotta mit
zwei Werken vertreten. In /D’après/ließ sie sich vom Geläut des
Freiburger Münsters inspirieren, in /Limun/kommen neben Violine und
Viola zwei Umblätterer zum Einsatz, die im weiteren Verlaufdurch mit
Stoff umwickelte Mundharmonikas zu einem besonders obertonreichen
Gesamtklang beitragen. Iannotta verwendet oft schlichteMittel
(Büroklammern, Knete), doch die damiterzeugten Effekte wirken nieals
Selbstzweck oder originelleZugabe sondern verbinden sich zu einem
subtilen Klangkosmos, der einfach Freude macht. Auch Günter Steinke,
dessen neues Werk /You never know /vomEnsemble Recherche alsdeutsche
Erstaufführung gespielt wurde, lässtlive erzeugte Musik mit auf
Instrumentalklängen basierenden Zuspielungen interagierenund
verschmelzen. Aus einem behutsamen, geräuschhaften Auftakt entwickelt
sich ein komplexes Gewebe, dasphasenweise anschwillt, sich zunehmend
verdichtet und bei dem man nie genau weiß (/You never know/), was aus
dem Instrument und was aus dem Lautsprecher kommt.
NOW! firmiert als Festival der Essener Philharmonie, lebt aber vom
kreativen Input der Folkwang Hochschule – vor allem dem Engagement von
Günter Steinke. Steinke ist seit 2004 Folkwang-Professor für
Instrumentalkomposition, seit Gründung des Festivals dabei, maßgeblich
für dessen inhaltliche Planung verantwortlich und durch
Konzerteinführungen omnipräsent und zwar auf eine sehr nahbare und
sympathische Weise, die nicht selbstverständlich ist. Diese engagierte,
unprätentiöse Art zeichnet auch Barbara Maurer aus, ehemaliges Mitglied
des Ensemble Recherche und seit 2017 Professorin für zeitgenössische
Musik. Traditionellerweise präsentieren sich ihre Studierenden,
fürsorglich von ihr umhegt, in einem Konzert im Museum Folkwang. Diesmal
stellte sich mit dem Trio Signale (Sophie Kockler, Klarinetten, Jungin
Kim, Violoncello, Emi See, Klavier) eine neue Formation vor, die rund um
Lachenmanns /Allegro Sostenuto/ dem 90-jährigen ein Geburtstagsständchen
brachte. Bei einer Auftaktveranstaltung in der Neue Musik Zentrale
präsentierte sich bereits das Trio Sillage (Margot Le Moine, Bratsche,
Aaron Wolharn, Flöte und Fanny Herbst, Harfe) erstmals der
Öffentlichkeit – an Nachwuchstalenten besteht also kein Mangel. Aus dem
Vollen schöpfen konnten die Studierenden bei dem Projekt /Folkwang
Elemente/
<https://www.theater-essen.de/programm/a-z/folkwang-elemente-145314/>,
bei dem unter der Leitung von Roman Pfeifer die verschiedenen
künstlerischen Sparten (Musik, Tanz, Video, Performance, Theater) sich
gemeinsam dem Thema Chaos widmeten. Herausgekommen ist eine stimmige
Gesamtschau, bei der Videos von wuchernden Schwarmwolken, tanzende
Schatten, selbstgebaute Instrumente, zarte nervöse Ensembleklänge und
ein geschredderter Popsong sich organisch verbinden. Zum Sinnbild einer
bunten Identität, die nicht immer aufgehen muss, werden Zauberwürfel,
die mit ihrem Klacken wiederholt dazwischenfunken.
Während am ersten Festivalwochenende vor allem Liebhaber und
Liebhaberinnen der Neuen Musik mit großem N auf ihre Kosten kamen, war
das zweite Wochenende weiter gefasst. Das Ensemble Modern
<https://www.ensemble-modern.com/> ist bekannt dafür, dass es gerne über
den Tellerrand der Neuen Musik hinausschaut. Allerdings ist das Narrativ
von der Überwindung der Grenzen zwischen E- und U-Musik selbst alles
andere als neu, auch wenn Alex Paxton <https://alexpaxtonmusic.com/> es
im Gespräch mit Steinke als taufrische persönliche Heldentat verkauft.
Früher hieß es beschwichtigend, dass zumindest die Unterscheidung
zwischen guter und schlechter Musik bestehen bleibe, doch haben wir
dafür heute noch funktionierende Kriterien? Für sein neues Stück /Don’t
leave me behind /plündert Paxton die Geräuschkulissen, die an
Alltagsorten wie Shoppingmalls auf uns einprasseln, und verknüpft sie zu
einem effektvollen Potpourri, das seinen Witz für mich allerdings
schnell ausgereizt hat. Enno Poppe, der gleichzeitig am Dirigierpult
stand, arbeitet sich in seinem Werk /Körper/am Sound der Bigband ab. Zum
Auftakt entfacht er ein großartiges, lustvoll überschäumendes
Tohuwabohu, doch im weiteren Verlauf verliert er zwischen Hammondorgel
und mäandernden jazzigen Passagen den roten Faden und findet den
Ausstieg nicht, so dass das Stück überlang um sich selbst kreist.
Zumindest begegnet unsU-Musik bei ihm nicht nur als verquirlteZitate,
sondern als zersplitterte Partikel, die neu zusammengesetzt ein
Eigenleben entfalten. Für /Fleisch/- interpretiert vom Ensemble Nikel
<http://ensemblenikel.com/> – ließ er sich von Blues- und Rockmusik
inspirieren, wovon ich mir mehr draufgängerischen Drive erhofft hatte.
Der vom Nikel-Gitarristen Yaron Deutsch bemühteVergleich mit Jimi
Hendrix scheint mirjedenfalls überzogen. Mehr überzeugt hat mich Rebecca
Saunders <https://www.rebeccasaunders.net/> /Us //D//ead Talk Love/, bei
dem das Ensemble Nikel von der Altistin Noa Frenkel
<https://www.noafrenkel.com/> unterstützt wurde. Dem Stück liegt, wie
auch SaundersOper /Lash/, eine Zusammenarbeit mit dem Videokünstler und
Autor Ed Atkins zugrunde, doch im Gegensatz zur Oper kannman sich hier
ganz auf die akustische Ebene konzentrieren. Einfragil-wogenderKlangraum
wird von harten Attacken und scharfen Spitzen zerpflügt. In diesem
unsicheren Terrain nimmt uns Frenkel mit auf eine rasante
Achterbahnfahrt, johlt, bäumt sich auf, versinkt in dunklem Raunen,
nimmt Fahrt auf, bremst ab, stürzt sich in den Abgrund und schießt im
nächsten Moment hoch hinaus. Am Ende fühlte ich mich wohligdurchgerüttelt.
NOW!-Tradition hat die Übernahme eines ‚Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>‘-Konzerts
mit dem WDR-Sinfonieorchester. Unter der Leitung von Patrick Hahn
<https://www.patrick-hahn.com/> (wohlgemerkt der Dirigent, nicht der
kurzzeitige Redakteur für Neue Musik) erklingen neben Berios
/Bewegung/aus den 70er Jahren drei neuere Werke. Doch was Stefano
Gervasoni, Mirela Ivičevićs und Mikel Urquiza auf die Bühne zaubern,
verliert sich – jedes auf seine Weise – in bombastischen Gesten und
Theaterdonner. Besonders irritiert das bei Gervasonis neuem Werk
/Tacet/, das im Titel Schweigen verheißt, aber stattdessen im Horror
Vacui versinkt und jeden Moment des Innehaltens mit Pauken und
Tirilieren an die Wand spielt. Als neuer WDR-Redakteur für
zeitgenössische Musik wurde inzwischen übrigens Anselm Cybinski benannt,
der in diesem Ressort bislang noch nicht nennenswert in Erscheinung
getreten ist. Man darf gespannt sein und hoffen, dass davon
unberührtNOW! in diesen widrigen Zeiten noch lange die Stellung hält!
*[Termine im Dezember]*
*Köln *
In*der **Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/>****stehen
**Pulse <https://pulsepulse.de/>**mit **progressive**n
**Streich**quartett**klängen am 2.12., das Ensemble **S201
<https://www.ensemble-s201.com/>**am 3.12.,****States of Play
<https://sebastiangramss.de/statesofplay/>****am 5.12, das Duo Stöber
und Watanabe am 9.12., Britta Lieberknechts Reihe **/Leise schäumt das
Jetzt/**am 13. und 14.12. und **Carte Blanche Cologne
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/carte-blanche>**, ein Festival der
kgnm für elektroakustische Musik, am 16. und 17.12. auf dem Programm.
**In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>****erwartet uns Musik von
George Benjamin und Jonathan Harvey am **7.12.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/schwanengesang/4946#programm>**,
von Jörg Widmann am **12.12.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/lebensklange-schumanns-zwei…>**und
**18.12.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/christiane-karg-hakan-harde…>**sowie
von Arvo Pärt am **25.12.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/nils-monkemeyer-larte-del-m…>**Die
**Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**kündigt ein
Werkstattkonzert mit Spat'Sonore und Phillip Sollmann am **1.12.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-spatsonore/>**,
die Eröffnung der Virtual Brass Academy am **15.12.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/virtual-brass-academy-eroeffnung/>**und
Adventure #15, ein Kooperationsprojekt mit der Musikhochschule, am
**19.12. <https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/adventure-15/>**an.
**I**n der **Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/>****findet außerdem**jeweils mittwochs die
**Ringvorlesung über Zukunftsmusik****und am **11.12.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/11-12-2025-klassenabend…>**ein
Klassenabend Neue Musik statt und am **4.12.
<https://www.museum-ludwig.de/fileadmin/content/00_Ausstellungen/_Medien/202…>**präsentieren
Studierende der Hochschule ein Konzert im Rahmen der Ausstellung **/Fünf
Freunde/
<https://www.museum-ludwig.de/de/ausstellungen/fuenf-freunde-john-cage-merce…>**im
Museum Ludwig.****I**n der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>
**erwarten uns das Part-Ensemble <https://part-musik.de/> mit Musik aus
den USA am 5.12., ein Lunchkonzert am 6.12. und das Silvesterkonzert am
31.12.**
Beim **Chamber Remix <https://www.hfmt-koeln.de/>**am 2.12. leitet
Albrecht Maurer das Large Ensemble, ein **Konzert
<https://collmus.uni-koeln.de/konzerte>**in St. Albert Magnus am 3.12.
ist dem 90. Geburtstag von Arvo Pärt gewidmet, die **Kunsthochschule für
Medien <https://www.khm.de/>**setzt am **4.12.
<https://www.khm.de/termine/news.6018.soundings-051-echo-ho--pulgar-vitols/>**die
Reihe ‚soundings‘ fort, **im Konzertraum 674fm findet ebenfalls am
**4.12. <https://674.fm/klang-und-raum-ambient-sessions-2/>**eine
Ambient Session statt,****das **Asasello Quartett
<https://asasello-quartett.eu/de/>**interpretiert am **5.12.
<https://asasello-quartett.eu/de/events/05-12-2025-koeln/>**das **/2.
Streichquartett/**von Peter Jakober **und gleichfalls am **5.12.
<https://o-ton.koeln/konzert-literatur-fr-5-12-25-2030h-der-verfuehrer-szyma…>**kann
man dem Werk **des**Komponisten Karol Szymanowski b**egegnen.****D**as
**E-Mex-Ensemble <https://e-mex.de/>**präsentiert am **6.12.
<https://e-mex.de/konzerte/sonnenlandschaften/>**im
Wallraf-Richartz-Museum im Rahmen des **Tonedmelisma-Festivals
<https://tonedmelisma.com/>****/Sonnenlandschaften, /**der **Junge
Kammerchor Köln <https://www.junger-kammerchor-koeln.de/>**feiert am
**6. und 7.12. <https://www.junger-kammerchor-koeln.de/konzerte/>**sein
zehnjähriges Jubiläum, **die **reiheM <https://www.reihe-m.de/>**hat
am**//**8.12. <https://www.reihe-m.de/?p=6086>**BJ Nilsen und Anna
Schimkat zu Gast, die **Soundtrip**s NRW*
<https://soundtrips-nrw.de/>kommen am 9.12. ins Atelier Dürrenfeld
<https://platformcologne.com/live/>, *das **E-Mex-Ensemble
<https://e-mex.de/>****gratuliert am **12.12.
<https://e-mex.de/konzerte/280-1/>**Boulez, Pagh-Paan und Berio und das
**Ensemble handwerk <https://ensemble-handwerk.eu/>**bringt vom 10. bis
15.12. **/close UP – lontano 3/
<https://ensemble-handwerk.eu/manos/>**von Manos Tsangaris im Museum
Kolum**b**a zur Aufführung. **Ins neue Jahr kann man übrigens auch im
**LTK4 <https://ltk4.de/>**im Lutherturm feiern.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, und jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln **(am 9.12. mit Pablo Garreton und am
**23.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/funkt-sessions-x-mas.179…>**mit
einer Weihnachtsausgabe)**. Fast täglich gibt es interessante Konzerte
im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**, **w**eitere Termine
und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/> **(z.B. die Reihe
pianissimo am 5.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/pianissimo-stille-halten…>
und 11.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/pianissimo-eine-weile-fu…>)**,
**Musik in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>****sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
D*as auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/>****ist im November in Essen,
**Duisburg****und Bochum **zu erleben.*
*Die****Soundtrip**s NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>sind am 6.12.
<https://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/soundtri…>im
Kunstmuseum *Bochum*zu Gast und***Partita Radicale
<http://www.partitaradicale.de/>****präsentiert am 7.12. im Kino
Metropolis eine audiovisuelle Reise durch Reinigungsrituale der modernen
Gesellschaft.*
*I**n der **Parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>**in
***Dortmund***erwarte**n**uns Objekt-Musiktheater mit scheinzeitmenschen
und Yenga am **5.12.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/11/03/scheinzeitmenschen-yenga/>**und
die**Soundtrip <https://soundtrips-nrw.de/>**s NRW*
<https://soundtrips-nrw.de/>*am 12.12.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/11/17/camille-emaille-nina-garcia-soun…>,
im **domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>****sind **das **Ensemble
Consord <https://consord.net/>****mit dem Thema **/Dystopie/
<https://consord.net/dystopie-ii>****am **7**.12. **und **The Dorf
<https://www.thedorf.net/index.php?section=Konzerte> **am **18.12.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11570.html>****zu
Gast****und **das **mex <http://www.mexappeal.de/>**lädt am **10.12**.
zu **kollektiver Elektronik <http://www.mexappeal.de/?p=6048>**ins
Künstlerhaus. *
*Das**Lokal Harmonie <https://www.lokal-harmonie.de/> in
***Duisburg*****kündigt****die**Soundtrip
<https://soundtrips-nrw.de/>**s NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>am
4.12. sowie installative Musik am 13.12. anund in *der **Kirche Sankt
Ludger gestaltet Dominique Susteck <https://dominiksusteck.de/> immer
freitags mit wechselnden Gästen die Marktmusik
<https://www.stadtkirche-duisburg.de/2025/05/30/ab-juni-regelm%C3%A4%C3%9Fig…>.
*
*In der Neuen Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/> **in
***Essen*****stehen****die Reihe **FRIM **am 2. und 16.12., **Treff12
**mit Sholto Dobie **am 6.12., **Entretemps Konzert **am 8.12., die
Konzertreihe **Voicescape **am 12.12., die **Hörzentrale #3 **am 13.12.
und **Backfeed **mit Johannes Winkler am 20.12. auf dem Programm. **I**m
benachbarten Rabbithole Theater <https://rabbithole-theater.de/>
erwarten uns **die****Soundtrip**s NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>am
8.12. und das Trio *Hyperbolic*am 11.12. Die Folkwang Hochschule
<https://www.folkwang-uni.de/home> kündigt die Tape Session am 11.12.,
ein Akusmatikkonzert am 17.12. und Musik von Sofia Gubaidulina im Rahmen
des Kontrabass-Marathon am 19.12. an. Das catinblac
<https://www.catinblackensemble.com/>k ensemble
<https://www.catinblackensemble.com/>ist am 5.12.
<https://szene10.de/spielplan/symphonic-pocket/> in der Szene 10
<https://szene10.de/> zu Gast, das Ensemble Crush
<https://ensemble-crush.com/> präsentiert seine Performance /Are you
ready?/ <https://ensemble-crush.com/motion-crush-are-you-ready/>am
14.12. im Katakombentheater und die Gruppe Moment
<https://www.gruppemoment.de/> ist am 14.12.
<https://www.gruppemoment.de/project/spatial/> in der Essener Innenstadt
mit einer /Christmas edition/zu erleben.
**Düsseldorf**
*Im Theatermuseum sind am 3.12. die Soundtrip
<https://soundtrips-nrw.de/>**s NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>***zu
Gast. Am 6.12. bringt das **IDO-Festival
<https://www.ido-festival.com/>**elektronische Klänge mit Jessica
Ekomane in die **Sammlung Philara
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=642>**,
**Axel Larsen **und**Catherine Danger **kommen**in d**ie****Schleuse
Zwei <https://bilkerbunker.de/schleuse-zwei>**und **musik21
<http://www.musik21.de/>**präsentiert aktuelle Variationen über
Schumann-Skizzen. **Am **12.12.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/17635-na-hoern-sie-m…>**setzt
das **notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/>**in der
**Tonhalle <https://www.tonhalle.de/>**seine Reihe ‚Na hör‘n Sie mal’
mit Werken von Berio fort und **ebenfalls am 12.12. stellt **Cecilia
Castagneto i**m Sparkassenforum ‚**Frauen im Licht
<https://www.eventbrite.de/e/frauen-im-licht-konzert-nr-3-tickets-1859491361…>**‘
vor. *
*Sonstwo*
Vom 3. bis 13.12. schickt*Soundtrip <https://soundtrips-nrw.de/>**s NRW*
<https://soundtrips-nrw.de/>*Camille Emaille
<https://camilleemaille.com/> **und**Nina Garcia
<https://www.parabailarlabamba.fr/> **nach Düsseldorf, Duisburg,
Gelsenkirchen, Bochum, Münster, Essen, Köln, Bonn, Oberhausen, Dortmund
und Wuppertal, wo sie auf wechselnde Gäste treffen. *
In der *Aachener* Raststätte <https://raststaette.org/> erwartet uns am
3.12.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2025-12-03/>
Synthesizer Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 5.12.
<https://www.gzm-aachen.de/hoeren-und-sprechen-ueber-john-luther-adams-2-2-2…>,
ein Konzert mit dem Neue Musik Ensemble Aachen zum Gedenken an die
Pogromnacht am 14.12.
<https://www.gzm-aachen.de/trotz-aller-widerstaende-der-juedische-kulturmund…>
und aktuellen Jazz am 6.12.
<https://www.gzm-aachen.de/big-bandits-she-2-3/> und 18.12.
<https://www.gzm-aachen.de/jakob-baensch-quartett/> an.
Die Cooperativa Neue Musik <https://cooperativaneuemusik.de/> in
*Bielefeld* bietet monatlich einen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> an (am 1.12.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/11/19/jour-fixe-dezember-2025-einfuehr…>
mit einer Einführung in das Werk /Tzimtzum/ der Komponistin Sarah Nemtsov).
Norbert Rodenkirchen <https://www.norbertrodenkirchen.org/>präsentiert
am 7.12.
<https://musik-in-koeln.de/de_DE/kalender/the-swanbone-tracks.17919095>im
Künstlerforum *Bonn*/The Swanbone Tracks/. Im Dialograum Kreuzung an
Sankt Helena <https://kreuzung-helena.de/home/>veranstaltet die In Situ
Art Society <https://in-situ-art-society.de/>vom 5. bis 7.12. ein
Festival zum 90. Geburtstag von Leonid Hrabovsky, Giya Kancheli und Arvo
Pärt undam 10.12. sind die*Soundtrip <https://soundtrips-nrw.de/>**s
NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>***zu Gast.*
*D**as TAM <https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz **in
***Krefeld***, lädt jeweils freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm.*
*Das Ensemble Horizonte <http://www.ensemble-horizonte.de/> spielt am
11.12. in der Martin-Luther-Kirche in ***Detmold***Musik von Alfred
Schnittke und Petr Eben **und in der Musikhochschule
<https://www.hfm-detmold.de/> findet am 14.12. ein Konzert mit dem
Ensemble Earquake zum 100. Geburtstag von Giselher Klebe
<https://www.hfm-detmold.de/aktuelles/aktuelles-detail/news/100-geburtstag-v…>
statt. *
*Am 7.
<https://monheim-triennale.de/de/news/gemeinsames-konzert-mit-rabih-lahoud-i…>**12.*
<https://monheim-triennale.de/de/news/gemeinsames-konzert-mit-rabih-lahoud-i…>*lädt
die ***Monheim***Triennale <https://monheim-triennale.de/de> unter dem
Titel ‚Stadtstimmung macht Licht‘ zu einem Konzert **in
d**ie**Altstadtkirche ein. *
*I*n derMusikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/>*Müns**ter*widmet sich das
Ensemble Consord <https://consord.net/>am 6.12. dem Thema /Dystopie/
<https://consord.net/dystopie-ii>und in der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>stehen das
/Scheinding/, eine Auseinandersetzung mit Kubricks /Shining/, am 5.12.,
die *Soundtrip**s NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>am 7.12. und Anton
Zimmermann am 13.12. auf dem Programm.
*Sebastian Gramss <https://sebastiangramss.de/>**stellt am **6.12.
<https://loch-wuppertal.de/programm/kalender/states-of-play-helix-2500>**im
***Wuppertaler*****Loch <https://loch-wuppertal.de/>**mit seinem
Ensemble **States of Play
<https://sebastiangramss.de/statesofplay/>**seinen neuen Stil
**/Helix/**, Musik in soghaften Zeitspiralen, vor. **I**m **ort
<https://www.kowald-ort.com/>**erwarten uns am **6.12.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/kammermusik-6-12-2025/>**neue
Musik für Violine und Klavier und am 13.12.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/soundtrips-nrw/> die
**Soundtrip**s NRW* <https://soundtrips-nrw.de/>und***Partita Radicale
<http://www.partitaradicale.de/> **präsentiert am 14.12. im ehemaligen
Schauspielhaus eine audiovisuelle Reise durch Reinigungsrituale der
modernen Gesellschaft.*
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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30 Oct '25
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*November 2025*
*Gewesen: *IDO-Festival in Düsseldorf
*Angekündigt: *NOW!-Festival in Essen – In Front-Festival in Aachen –
Umland-Festival in Dortmund u.v.a.m.
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*/[IDO-Festival in Düsse//l//dorf]/*
/Das Internationale Düsseldorfer Orgelfestival //IDO
<https://www.ido-festival.com/>//feiert //2025//bereits sein 20-jähriges
Jubiläum und //auch//wenn die Rubrik ‚modern‘ überschaubar //ist//,
finden sich jedes Jahr //für Freunde und Freundinnen neuer Klänge //ein
paar Trouvaillen. In diesem Jahr gehörte dazu ein //Konzert
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=613>//mit
dem //PART-Ensemble <https://part-musik.de/>//, das sich der
Wiederentdeckung der Komponistin Hilda Dianda verschrieben hat. Geboren
1925 in Argentinien kam //Dianda//nach einem Musikstudium in //Buenos
Aires//1949 //nach Europa, wo sie einige für die Nachkriegszeit typische
Stationen durchlief: Dirigieren bei Hermann Scherchen,
//Auseinandersetzung//mit elektronischer Musik in Paris (Pierre
Schaeffer) und am Mailänder Studio di Fonologia, Teilnahme an den
Darmstädter Ferienkursen inklusive //einer Auszeichnung des
Kranichsteiner Musikinstituts. Doch irgendwann verlieren sich ihre
Spuren, ihr //Wikipedia-Eintrag
<https://en.wikipedia.org/wiki/Hilda_Dianda>////(Stand //30//.10.25)
//vermerkt nicht einmal ihr Sterbedatum und führt sie als
Hundertjährige. Die Mitglieder des PART-Ensembels mussten mit ihren
Recherchen //daher //praktisch bei Null anfangen, wobei sie
//unterstützt wurden //von der chilenischen Musikwissenschaftlerin
Daniela Fugellie, die in Deutschland studierte und promovierte und sich
intensiv //mit dem kulturellen Austausch zwischen Europa und
Lateinamerika befasst. Hinzukommt, dass es //im Zuge //einer
einflussreichen feministischen Bewegung, die //in Lateinamerika //als
grüne Welle bekannt ist, ein wachsendes Interesse an weiblichen
Künstlerinnen gibt. //So konnte herausgefunden werden, dass Dianda
leider nicht mehr unter den Lebenden weilt, sondern 2014 in ihrem
Heimatland verstorben ist. //A//n Partituren heranzukommen //erwies sich
//jedoch //als weitaus schwieriger, //weshalb die//geplante Aufführung
des Werkes ///Rituales///(1994) für Marimba//ph//on entfallen
//musste//, da das Aufführungsmaterial nicht zu beschaffen war. //M//it
ihrem Orgelstück ///Ludus 3///(1969) hatte man mehr Glück. Von 1973 bis
1979 lebte Dianda nämlich in Düsseldorf und hatte dabei Kontakt //zu
//Oskar Gottlieb Blarr, der tatsächlich die entsprechende Partitur aus
seinem Fundus zaubern konnte – eine //wahre //Steilvorlage für eine
Beschäftigung mit Dianda im Rahmen des Düsseldorfer Orgelfestivals.
///Ludus 3///ist Teil eines dreiteiligen Zyklus, zu dem noch ///Ludus 1
///(1965) für Cello und Orchester und ///Ludus 2///(1968) für
Kammerorchester gehören. //Wie der Titel bereits andeutet //steht
das//Spiel //im Mittelpunkt //und so kann Matthias Geuting an der Orgel
sein Instrument voll zum Einsatz bringen. Dianda lässt es brausen, tosen
und scheppern, aber auch zart rieseln und säuseln, sie schafft abrupte
Übergänge und manchmal fühlt man sich in elektronische Klangwelten
versetzt. //Als ein weiteres Werk brachte //Evelin Degen
///Diedros///(1962) für Flöte solo zur Aufführung. //Der Titel ist der
Geometrie entlehnt und bezieht sich auf sich schneidende Ebenen im
dreidimensionalen Raum, die Dianda in sich verschränkende Klangbilder
übersetzt. Zart wispernde, vibrierende, mit Flatterzunge erzeugte Töne
werden von hellen Akzenten, kleinen Floskeln und Trillern
//durchkreuzt//. Das Programm in der St. Albertus Magnus Kirche wurde
//ergänzt //durch//zwei Uraufführungen, //die von zwei jungen
Komponistinnen aus Lateinamerika mit Bezug zu Deutschland stammen.
//Tamara Miller <https://tamara-miller.com/>//, //1992 in Chile geboren,
studierte in ihrem Heimatland sowie in Dresden und Köln, wo sie heute
lebt. //Auch sie schöpft in ihrem Orgelstück ///Nicea///(2025) die
Möglichkeiten des Instruments aus. Zarte, hohe Töne werden von dunklem
Grollen unterminiert. Daraus entwickelt sich eine Dynamik, die mit
Wiederholungsstrukturen arbeitet, mal ins Stocken kommt, dann wieder
beschleunigt, sich vorwärts wälzt und in dichtes Dröhnen und
choralartiges Fließen mündet. Pamela Soria wurde 1987 in Mexiko geboren,
wo sie Klavier und Komposition studierte und erste Erfolge feierte.
//2022 kam sie nach Deutschland, um ihr Studium an der Robert Schumann
Hochschule bei Oliver Schneller zu ergänzen. In ihrem neuen Werk
///Continuum///(2025) für Flöte, Orgel und Zuspielung //erkundet sie
Phänomene der Kommunikation und des Austauschs – mit dem Raum, dem
Publikum, der Musikgeschichte. Flöte und Orgel treten in einen Dialog,
Reminiszenzen an die Barockzeit klingen an, //kleine////szenische //und
vokale Elemente //kommen hinzu, //doch durch diese Vielzahl an
Ingredenzien verliert das Stück an Stringenz //und wirkt unausgereift//. /
/Manchmal ist die Welt ganz klein. In Borkum, noch dazu in einem ganz
unmusikalischen Kontext, traf //der Kirchenmusiker //der Unterbacher
Kirche St. Mariä Himmelfahrt auf den //Komponisten//Gerhard Haugg und
gemeinsam entstand die Idee, Hauggs //installative Konzertperformance
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=632>/////f-d-g-(D)o
– Macht, O(hn)Macht///in das IDO-Programm aufzunehme//n – //ein
Vorschlag, den die Intendantin //des Festivals////Frederike Möller
<http://frederikemoeller.de/>//, als Pianistin selbst im Bereich
zeitgenössische Musik //aktiv//, freudig aufgriff. Das von Haugg und
//Ludger F.J. Schneider <https://ludgerschneider.de/>//entwickelte
//Werk//kam bereits 2024 im Rahmen des Kölner Achtbrückenfestivals zur
Aufführung und erlebte nun in Düsseldorf seine //Renaissance//. Die
Abkürzung fdGO steht für freiheitlich, demokratische Grundordnung, //ein
//Prinzip//, das die //Koexistenz//von Freiheit und Ordnung
ver//spricht//. Indem Haugg und Schneider diese//s Konzept//mit zwei
anderen Ordnungssystemen verbinden, dem Schach und der Musik, machen sie
deutlich, dass Ordnung stets mit Ordnungsmacht, mit Unter- und
Überordnung, verbunden ist. //Dies spiegelt sich in der immer wieder
kontrovers geführten und heute wieder besonders aktuellen Diskussion,
wie viel staatlicher Eingriff zumutbar ist, um Ordnung und Sicherheit zu
gewährleisten, ohne Freiheit über Gebühr zu gefährden. //Dass die
Aufführung in einem modernen Kirchenraum stattfindet, //erweist sich
als//besonders sinnfällig: Die von Josef Lehmbrock entworfene
Architektur vermittelt Weite und Offenheit, während //insbesondere die
katholische //Kirche //bis heute//in ihre//n////autoritären und
patriarchalen Strukturen verha//rrt//.//Zu Beginn sitzen sich Haugg und
Schneider //in
einer//klassische//n//Schachspiel//konstellation//gegenüber, ihren
Figuren //entsprechend //ganz in weiß //bzw.//schwarz gekleidet und auf
das Spiel konzentriert. Doch schon bald löst sich die Szene auf und
//die//Musik kommt ins Spiel. Während Haugg im Hintergrund am
//K//l//avier//sitzt, //das gewissermaßen für bürgerliche Bodenhaftung
sorgt, //agiert Schneider an //exponierter//Stelle //(vor dem Altar) am
Theremin und zieht //mit flirrenden, sirenenhaften Klängen in den Bann.
Die Töne f-d-g und Do (=c) klingen an und verdichten sich zu bekannten
Melodien, allen voran dem langsamen Satz aus Haydns Kaiserquartett –
besser bekannt als Deutschlandlied. Dass die Nationalhymne eines sich
als freiheitlich und demokratisch //definierenden//Staates auf einer
österreichischen Kaiserhymne basiert, ist an sich schon bemerkenswert.
//Dem Theremin überantwortet entsteht daraus ein betörender Gesang, dem
man sich kaum entziehen kann, wozu die besondere Spielweise, bei der die
Klänge ohne direkte Berührung wie von Geisterhand erzeugt werden,
zusätzlich beiträgt. Doch die scheinbare Idylle wird jäh unterbrochen.
Schneider verlässt seinen Platz und wendet sich den im Raum verstreuten
großformatigen Schachfiguren zu, die er geräuschhaft traktiert und
scheppernd zu Boden gehen lässt. //Während bereits das Schachspiel auf
strengen Regeln und rigiden Rollenzuweisungen basiert und als
Kriegssimulation verstanden werden kann, scheint jetzt jede Ordnung
aufgehoben. Das Schachbrett, //die Grundordnung, der //gemeinsame
//Boden, auf dem wir stehen, wurde //bereits //in einem alten
gusseisernen Ofen entsorgt. Dazu erklingt ein dumpfes Wummern der Orgel,
die Musik, eben noch leicht, schwebend, verführerisch, erlangt eine
dunkle, bedrohliche Färbung. Tonbandzuspielungen, Stimmengewirr,
platzende Ballons, wie Schüsse, sich vielfach überlagerndes,
insistierendes Ticken sorgen für zusätzliche Verunsicherung. Da kann
auch Beethovens von Ferne anklingendes ///Für Elise///nichts mehr
retten. A//ls Haugg und Schneider zum Schluss zu ihrem Schachspiel
zurückkehren, stellen sie //äußerlich //die Ausgangssituation wieder her
und doch ist nicht//s//mehr wie es war.
Das //IDO-Festival <https://www.ido-festival.com/>////wird im November
fortgeführt//– //am //16.11.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=640>////erwartet
uns zum Beispiel //in der Kunstsammlung Philara ein Kagelschwerpunkt mit
//Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/>//und Mitgliedern des
/*notabu.ensembles <https://www.notabu-ensemble.de/>*/./
*[Termine im November]*
*Köln *
*In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>****stehen **die
WDR-Reihe**‚Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>‘ am
**7.11.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/musik-der-zeit-tangerine/48…>**und
Konzerte mit dem Ensemble Modern am **19.11.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/ensemble-modern-iema-ensemb…>**sowie
dem SWR Sinfonieorchester am **30.11.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/jean-francois-heisser-swr-s…>****(jeweils
**mit Werken**von Helmut Lachenmann**)**auf dem Programm. Gleich drei
Veranstaltungen präsentiert im November die **reiheM
<https://www.reihe-m.de/>**: am **4.11.
<https://www.reihe-m.de/?p=6049>**live electronics mit Max Eilbacher und
Friday Dunard i**n der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**,
**am **18.11. <https://www.reihe-m.de/?p=6076>**Trevor
Wishart**s****/The Garden of Earthly Delights /**in der **Alten
Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/>**und am **27.11.
<https://www.reihe-m.de/?p=6081>**Piotr Kurek, Martina Bertoni & Stefan
Schneider Monti **im **Konzertraum 674.fm <https://674.fm/konzerte/>**.
In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**erwarten
uns außerdem ein Klavierkonzert mit */Alberto Carnevale Ricci /*am
7.11., ein Konzert mit dem */trio f:t/** <https://www.ft-trio.com/>am
21.11. sowie Lunchkonzerte am 8., 15. und 22.11. Die Alte Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/> kündigt zudem die minimalistische
Musiktheater-Collage /Love Your Darlings /am 7., 8. und 9.11., das
Kommas Ensemble <https://www.kommas-ensemble.de/>am 15.11. und *Zett
Emm_20_2*5, das wohl einzige Jugendfestival für zeitgenössische Musik
und Tanz, am 22.10.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-zett-emm-2/>
an. Die *Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>****lädt am **3.11.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-feld/>**,
**10.11.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-tonband/>**und
**17.11.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-migrants/>**zu
Montagskonzerten **in ihr Studio**,**die **Plattform nicht
dokumentierbarer Ereignisse <https://platformcologne.com/>**präsentiert
Konzerte <https://platformcologne.com/live/> am **3.11., 15.11. **und
**28.11.,**in der **Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/>**wird jeweils mittwochs die **Ringvorlesung
über Zukunftsmusik**fortgesetzt **und a**m *13.. 19. und 28.11.
*erwarten uns **drei Abende <https://www.gerngesehen.de/?p=2561>****mit
**klangbasierte**n **Künste**n**und performativer Musik.
Die Reihe **ritual <https://ritual-music.de/>****ist am **1.11.
<https://ritual-music.de/1-11/>**mit Drag & Drum im **Stadtgarten
<https://www.stadtgarten.de/>**zu Gast, **die****Kunsthochschule
fü**r****Medien* <https://www.khm.de/>***setzt **die Reihe ‚soundings‘
am **6.11.
<https://www.khm.de/termine/news.6017.soundings-050-miki-yui--urban-recall/>**mit
**Miki Yui <http://www.mikiyui.com/>**fort, **beim **Chamber Remix
<https://chamber-remix.de/>**am 9.11. gedenkt Manos Tsangaris des
kürzlich verstorbenen Komponisten Thomas Witzmann, das **Bux Ensemble
<https://www.buxensemble.de/>**spielt am **15.11.
<https://www.buxensemble.de/concerts>**Musik aus Japan und das
**ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>**veranstaltet am
**22.11. <https://ensemble-handwerk.eu/home-swinger-workshop/>**einen
**Home Swinger <https://en.wikipedia.org/wiki/Home_Swinger>**Workshop
mit anschließendem Konzert.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, und jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln. Fast täglich gibt es interessante
Konzerte im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**,
**w**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>
**(z.B. die Reihe pianissimo am 26.11.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/pianissimo-melancholie-a…>)**,
**Musik in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>****sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
D*as auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/>****ist im November in Duisburg,
Essen, Soest, Gladbeck und Bochum zu erleben.*
Im *Bochumer* Kunstmuseum findet am 15.11.
<https://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/klangbil…>
begleitend zur Ausstellung /How We Met/
<https://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/how-we-m…>
ein Konzert mit improvisierter Musik statt und am 29.11.
<https://bochumer-symphoniker.reservix.de/p/reservix/event/2461131> ist
das Ensemble Crush <https://ensemble-crush.com/> mit der Performance
/Are you ready?/
<https://ensemble-crush.com/motion-crush-are-you-ready/> im Anneliese
Brost Musikforum zu Gast.
*Das*****Dortmunder ***Konzerthaus
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>******frönt am 1./2.11. mit dem
**Slow-Festival
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/landingpage/slow-festival#veranstalt…>**der
Langsamkeit –**mit Musik von Cage, Pärt, Glass u.v.a. Am 9.11. trifft
**MAM <https://www.manufaktur-aktuelle-musik.de/>**, die manufaktur für
aktuelle musik, in der Konzertreihe **Heimen
<https://www.manufaktur-aktuelle-musik.de/projects/heimen>**auf das
Mandolinen- und Gitarrenorchester Dortmund **und die Oper Dortmund
bringt am 10.11. **mit****/Was das Nashorn sah/
<https://www.theaterdo.de/produktionen/detail/was-das-nashorn-sah-als-es-auf…>****die
U**raufführung **einer Jugendoper**, die sich mit dem Holocaust befasst.
Im **domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>****findet am **20.11.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11569.html>**und
**21.11.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/alternative-umland-fest-2.…>**das
Umland-Fest statt und das **mex <http://www.mexappeal.de/> **lädt am 6.
und 23.11. **zu kollektiver Elektronik <http://www.mexappeal.de/?p=6048>
ins Künstlerhaus *
*Im ***Duisburger***Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>
präsentier**t das **Duo wehnermehner <https://www.wehnermehner.de/home>
**am 5.11.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20251105-the-dorf-umland…>
sein **aktuelles Programm **und****im Lokal Harmonie
<https://www.lokal-harmonie.de/> stehen****das Trio
Lucatelli/Engel/Mahnig am 9.11.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11205/-/lucatelli-e…>
und Hübsch/Martel/Zoubek feat. Tiziana Bertoncini**der **am 13.11.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11281/-/huebsch-mar…>
auf der Bühne. In **der **Kirche Sankt Ludger gestaltet Dominique
Susteck <https://dominiksusteck.de/> immer freitags mit wechselnden
Gästen die Marktmusik
<https://www.stadtkirche-duisburg.de/2025/05/30/ab-juni-regelm%C3%A4%C3%9Fig…>.
*
*Bis zum 9.11. findet in ***Essen***das****NOW!-Festival
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/now-festivalprogramm-2025-element…>****statt,
das**sich in diesem Jahr den Elementen **widmet und wie üblich
hochkarätige Musiker und Musikerinnen wie Carolin Widmann, das Ensemble
Recherche, das Jack Quartet, die Basel Sinfonietta, das Ensemble Nikel,
das Ensemble Resonanz, das **Ensemble Consord
<https://consord.net/>**und das WDR Sinfonieorchester zu Gast **hat**.
**D**ie **Folkwang Hochschule <https://www.folkwang-uni.de/home>**ist
**am **2.11.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**und
**8.11.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>****mit
an Bord, außerdem **steht **dort **am **1**3**.11.*
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>***die
Tape Session **auf dem Programm. **Am **8.11.
<https://www.theater-essen.de/programm/a-z/28-jazz-pott-the-dorf/>**erhält
die Formation **The Dorf
<https://www.thedorf.net/index.php?section=Start>**im Grillo-Theater den
‚Jazz Pott‘ verliehen **und **in der **Szene 10
<https://szene10.de/>**im Girardet Theater stehen **Interzone
Perceptiple <https://i-p-music.com/de/startseite.html>**am **9.11.
<https://szene10.de/spielplan/hintertreppe/>**, das **c**atinblack
**e**nsemble* <https://www.catinblackensemble.com/>*und das **Ensemble
S201 <https://www.ensemble-s201.com/>**am **14.11.
<https://szene10.de/spielplan/ko-lab/>****und das**Ensemble S201
<https://www.ensemble-s201.com/> **mit **/Things and Systems/**am
**30.11. <https://szene10.de/spielplan/ensemble-s201/>**auf dem
Programm. **I*m *Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>****erwarten uns **die **Konzertreihe
ElecTair am 6.11., Hardcore Chamber Music am 9.11. und ein
Objekt-Musiktheater am 28.11. *
*I**m****Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr*****findet am **22.11.
<https://www.makroscope.eu/programm/shiny-toys-festival>**das Shiny Toys
Festival statt. *
*Düsseldorf*
Im FFT <https://www.fft-duesseldorf.de/de/> kommen am 7. und 8.11.
<https://www.fft-duesseldorf.de/spielplan/alla-breve-25> zeitgenössische
Kammeropern von Studierenden der Robert Schumann
<https://www.rsh-duesseldorf.de/> Hochschule zur Aufführung, Irene Kurka
<https://irenekurka.de/> wird am 9.11.
<https://irenekurka.de/events/irene-kurka-laedt-ein-singing-future-5-in-der-…>
in ihrer Konzertreihe ‚Singing Future‘ gemeinsam mit der Sopranistin
Angelika Luz die Zentralbibliothek zum Klingen bringenund dasEnsemble
Crush <https://ensemble-crush.com/>istam 14.11.im 34Ost mit
derPerformance /Are you read//y?/
<https://ensemble-crush.com/motion-crush-are-you-ready/>///z/u
erleben/./Auf Einladung des Vereins musik21 <http://www.musik21.de/>
kommt das Art Ensemble NRW am 16.11. in die Neanderkirche, ebenfalls am
16.11.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=640>
erklingen im Rahmen des *Orgelfestivals **IDO
<https://www.ido-festival.com/>**in der Kunstsammlung Philara Windrosen
& Gläserspiel und der **Salon Neue Musik
<https://www.klangraum61.de/salon>**des **Klangraums 61
<https://www.klangraum61.de/index.html>**widmet sich am 21.11. B**é**la
Bart**ó**k. **Das **notabu.ensemble
<https://www.notabu-ensemble.de/>****setzt am **26.11.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/17634-na-hoern-sie-m…>****in
der **Tonhalle <https://www.tonhalle.de/>**die Reihe 'Na hör'n Sie
mal...!' fort **und am **28.11., 30.11. und 1.12.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/sternzeichen/17294-tschaikowsky>****kommt****dort
**Musik von Thomas Adès und John Adams **zu Gehör**. **V**om 27. bis
29.11. findet das **Approximation-Festival
<https://approximation-festival.de/>**statt, das sich Grenzgängen rund
um das Klavier widmet. *
*Sonstwo*
In der *Aachener*Raststätte <https://raststaette.org/>erwartet uns am
5.11.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2025-11-05/>Synthesizer
Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/>feiert vom 14. bis 16.11. das In Front
Festival mit Leonie Klein, dem ensemble hand werk, dem Neue Musik
Ensemble Aachen u.v.a. Bereits am 7.11. widmet sich die Reihe ‚Hören und
Sprechen über Neue Musik‘ Thomas Larcher und am 30.11. stellen sich
junge Nachwuchstalente vor. Der Aachener Ableger der Kölner
Musikhochschule lädt am 20.11.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/20-11-2025-neue-musik-a…>zu
einem Neue Musik-Konzert ein.
Die Cooperativa Neue Musik <https://cooperativaneuemusik.de/> in
*Bielefeld* widmet seinen monatlichen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> am 3.11.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/10/09/jour-fixe-november-2025/>
sowie einen Klavierabend am 10.11.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/10/10/klavierabend-alberto-posadas-196…>
Alberto Posada und in der Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> erwarten uns neue Musik
am 2.11. und 16.11. und ein Orgelkonzert am 9.11.
In *Bonn*feiert Moritz Eggert am 3.11.
<https://beethoven-piano-club.com/event/moritz-eggert-klavier/>der60.
Geburtstag von Moritz Eggert gefeiert und dieIn Situ Art Society
<https://in-situ-art-society.de/>präsentiert im Dialograum Kreuzung an
Sankt Helena <https://kreuzung-helena.de/home/>am 13.11. das Projekt
/the ocean within us /und am 21.11. eine Kammeroper von Simon Nabatov.
*Die Hochschule für Musik <https://www.hfm-detmold.de/> **in
***Detmold*****erinnert **mit **einer Ausstellung, einem Symposium,
einer Oper und **Konzerten am 11.11., **15.11. und 16.11. an den 100.
Geburtstag von Giselher Klebe
<https://www.hfm-detmold.de/aktuelles/aktuelles-detail/news/100-geburtstag-v…>.*
*D**as TAM <https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz **in
***Krefeld***, lädt jeweils freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm.*
*I**m*****Mönchengladbach****er*****Kunstverein <https://mmiii.de/>
**findet am 1.11. **im Kontext einer **Ausstellung ein Konzert von
Giulio Erasmus und The End of Worm statt **(präsentiert von Econore)**. *
*I*n der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>in
*Münster*stehen der Klangbildhauer Ketonge am 1.11., das Quartett Keune/
Hirt/Smith/Blume am 2.11., das Runde Ecken Festival für improvisierte
Musik am 7.11. und 8.11., *Hübsch/Martel/Zoubek feat. Tiziana
Bertoncini**der am 11.11., das Trio Petzold/Kürvers/Hirt am 16.11. und
eine Kammeroper von Simon Nabatov am 23.11. auf dem Programm. **In der
**Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/die_Musikhochschule/index.html>**wird
am **22.11.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>**der
Hans-Werner-Henze-Preis an **Klaus Ospald
<https://www.verlag-neue-musik.de/verlag/authors.php?authors_id=543>**verliehen.
*
*Am **27.11.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/25_2…>**ist
Klaus Ospald
<https://www.verlag-neue-musik.de/verlag/authors.php?authors_id=543> im
Rahmen eines Porträtkonzerts des****Studio**s**für Neue Musik*
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d>*der
Universität ***Siegen ***zu erleben.*
*In Werne findet am **9.11. <https://www.gerngesehen.de/?p=2557>****ein
**LichtKlang-Spaziergang mit den RaumZeitPiraten statt*
Im *Wuppertaler*ort <https://www.kowald-ort.com/>stehen eine Hommage an
Ernst Jandl am 2.11.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/kaffeeklatsch-2-11-2025/>,
musikalisches Speeddating am 7.11.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/speeddating-7-11-2025/>, die
Reihe ‚Off-Grid‘ am 13.11.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/offgrid-13-11-2025/>, das Trio
*Petzold/Kürvers/Hirt **am 14.11.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/weiterbauen-14-11-2025/> und
das Trio Gottschalk/Mehner/Jentgens*am 30.11.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/trialog-30-11-2025/>auf dem
Programm. DerWuppertaler Ableger der Kölner Hochschule für Musik und
Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>veranstaltet in der Historischen
Stadthalle am 1.11.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/01-11-2023-sinfoniekonz…>ein
Sinfoniekonzert mit einer Uraufführung von Paul Rodriguez Flys und am
27.11.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/09-01-2025-atos-trio-1-…>
ein Konzert mit dem Minguet Quartett und Musik von Hosokawa. Das
Wuppertaler Jazzmeeting kooperiert mit dem Multiphonics-Festival
<https://multiphonics-festival.com/> und bietet Veranstaltungen vom
30.10. bis 8.11. an verschiedenen Orten in der Stadt.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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27 Sep '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/neue-musik-in-nrw-ausgabe-oktober-2025#
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*Oktober 2025*
*
*
*Gewesen: *Ruhrtriennale 2. Teil
*Angekündigt: *Orgelmixturen und *Mini-Festival 'Composing While Black &
Queer' in Köln – Hörfest in Detmold – NOW!-Festival in Essen u.v.a.m. *
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*
*
*
*/[Ruhrtriennale 2. Teil]/*
/Mit ihrer zweiten Musiktheaterproduktion widmete sich die Ruhrtriennale
unter dem Titel //We are The Lucky Ones
<https://www.ruhrtriennale.de/en/programme/we-are-the-lucky-ones/188>//////der
Generation der in den 40er Jahren in westlichen Gesellschaften
Geborenen. Dem Desaster des zweiten Weltkriegs knapp entronnen haben sie
das sogenannte Wirtschaftswunder, den Aufbruch der Gesellschaft in den
60er und 70er Jahren und das Ende des Kalten Krieges erlebt und können
jetzt, während sich erneut globale Konflikte gefährlich zusammenbrauen
und bereits Erreichtes zu kippen droht, auf ein gelebtes Leben
zurückblicken. Wie fühlt sich das an? Was wird erinnert? Um dies
herauszufinden führten /*/Ted Huffmann <http://tedhuffman.com/>/*/und
/*/Nina Segal <https://hi.nina-segal.com/>/*/ca. 70 Interviews, bei
denen es gerade nicht um exzeptionelle Erlebnisse und außergewöhnliche
Schicksale ging sondern um den Durchschnittsmenschen, das Mittelmaß.
Wörtlich gehen die Aussagen in das Libretto ein, das uns chronologisch
durch die Zeiten führt: die erste Orange, traumatisierte Väter, der
erste Kuss, die ersten Drogen, Familienplanung, Karriere und Hausbau,
Trennung, Krankheit und Verluste; die eigene Endlichkeit gerät in den
Blick (soll man sich noch einen neuen Hund anschaffen?), einmal blitzt
die Frage auf, was man der nachfolgenden Generation hinterlassen hat.
Doch die Selbstberuhigung folgt auf dem Fuß: Die hätten es auch nicht
anders gemacht, so ist nun einmal die menschliche Natur, und für die
Zukunft sind jetzt andere zuständig. Das Konzept erinnert an die
Installationen von Mats Staubs (Ruhrtriennale //2023
<https://2023.ruhrtriennale.de/de/programm/jetzt-jetzt/101>//), bei
denen uns Alltagsmenschen mit ihren Geschichten ganz nah kamen und
unmittelbar berührten. Doch im Gegensatz dazu zieht Huffmann (Regie)
ganz bewusst eine Ebene der Verfremdung ein: Auf der kargen, nur von
spärlichen Requisiten belebten Bühne agieren acht Sängerinnen und
Sänger, die gerade nicht in die Rollen der Interviewten schlüpfen
sollen; Monologe werden auf mehrere Personen verteilt, Männer tragen
Texte vor, die offenkundig von Frauen stammen, und umgekehrt, das
Auftreten in glitzernder Abendrobe entspricht nicht dem Geschilderten.
Diese Doppelbödigkeit sorgt jedoch nicht für produktive Irritation
sondern erzeugt im Gegenteil Distanz und Unverbindlichkeit. Dies wird
durch eine Musik verstärkt, bei der es sich zwar um eine Neukomposition
eines leibhaftigen Komponisten handelt, die aber vollständig im
Gestrigen verharrt. //Philip Venables
<https://philipvenables.com/>//bedient sich ausgiebig bei den 40er/50er
Jahren, lässt Swing und Big Band anklingen und macht sich nicht einmal
die Mühe, den Erzählungen musikalisch durch die Zeit bis in die
Gegenwart zu folgen. Die einzelnen Stücke werden abgespult wie die
Fotos, die auf die Rückwand projiziert werden und an langatmige Diashows
erinnern. Wie die Dramaturgin verrät, handelt es sich hierbei um Bilder,
die Erinnerung nur simulieren und vollständig von einer KI erzeugt
wurden. Hätte sie berichtet, das Venables bei seiner Komposition genauso
vorgegangen ist, so hätte ich dies keine Sekunde in Zweifel gezogen.
Wenn Komponierende wollen, dass in Zukunft Computer ihren Job machen,
ist das genau der richtige Weg.
//Mit //Tyshawn Sorey <https://www.tyshawnsorey.com/>//und //David Lang
<https://davidlangmusic.com/>//waren zwei weitere lebende Komponisten
zur Ruhrtriennale eingeladen. Sorey ist als Jazzmusiker bekannt und war
bei der Ruhrtriennale auch als Schlagzeuger mit seinem //Trio
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/tyshawn-sorey-trio/194>//zu
erleben (ein Konzert, das ich leider verpasst habe), doch als Komponist
stimmt er andere Töne an. Sein Interesse gilt der Schwarzen männlichen
Perspektive in der US-amerikanischen Gesellschaft, der er sich mit zwei
//Gedichtzyklen
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/cycles-of-my-being-save-the-boys/1…>//nähert.
///Save the Boys///greift zurück auf einen Text der Afroamerikanischen
Schriftstellerin und Abolitionistin Frances Ellen Watkins Harper, der
vor fast 150 Jahren entstand und von unverminderter Aktualität ist.
Geschildert wird die Klage eines Mannes, der aus den Tiefen der Hölle
auf sein von Alkohol und widrigen Umständen zerstörtes Leben
zurückblickt, sich selbst verloren weiß, aber zur Rettung der
nachfolgenden Generation aufruft. Sorey vertraut diesen ergreifenden
Appell einem Countertenor (Key'mon W. Murrah) an, der lediglich von
einem Klavier begleitet wird. Ruhig schreitend, schicksalsergeben, fast
schwebend bahnt sich die Stimme ihren Weg, strahlt gleichzeitig
Festigkeit und, verstärkt durch die ungewöhnliche Stimmlage,
Verletzlichkeit aus und verdichtet sich nur bei dem wiederkehrenden
Appell ///Save the Boys///zu einer packenden Dringlichkeit. ///Cycles of
My Being///basiert auf einem aktuellen Text von Terrance Hayes, der
unmittelbar unter dem Einfluss der Black Lives Matter-Bewegung entstand.
Die Musik hebt an mit einer Beschwörung Amerikas zu schwelgerischen
Streicherklängen („//America – do you care for me, as I care for you?“),
lebhafter wird es, wenn zu quirlig sprudelnder Musik verschiedene Formen
der Hoffnung durchdekliniert werden. Behutsam, suchend, weniger
anklagend als fragend geraten anschließend verschiedene
Erscheinungsformen des Hasses in den Blick – wohl wissend, dass sich
dieser auf sehr indirekte Weise zeigen kann („subtle, overt, passive,
often wrapped in disguise“). Den Abschluss bildet ein Moment der
Hoffnung und des Aufbruchs („each day I rise“), bei dem die
Instrumentalisten in einen Wechselgesang mit dem Sänger einstimmen. Die
Bochumer Interpretation mit Joshua Stewart als Tenor erweist sich zum
Glück als pointierter und weniger getragen als die //Version
<https://www.youtube.com/watch?v=OMGmZfkJtAA>//, die im Netz verfügbar
ist, doch letztlich bleibt mir das amerikanische Pathos inklusive der
„unerschütterlichen Hoffnung auf eine bessere Zukunft“ fremd.
Ein Höhepunkt der Ruhrtriennale ist für mich stets das Konzert mit dem
//Chorwerk Ruhr <https://chorwerkruhr.de/>//, das sich diesmal mit David
Lang einem weiteren US-Amerikaner widmete. Sein Werk ///before and after
nature/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/before-and-after-nature/165>//müsste
eigentlich ///before and after mankind///heißen, denn es befasst sich
mit der Frage, ob unsere Beziehung zur Natur ohne Selbstbezug überhaupt
vorstellbar ist. Natürlich ist ihm schnell bewusst geworden, dass dies
unmöglich ist, da bereits das Konzept der Natur eine menschliche Setzung
ist. Natur wird einerseits als Gegenpol zur menschengemachten Kultur
konstruiert, andererseits sind Menschen vor allem durch ihre
Körperlichkeit und Vergänglichkeit ein Teil von ihr – ein unauflöslicher
Widerspruch, den Lang in einem selbstverfassten Text aus
unterschiedlichen Blickrichtungen beleuchtet. Bei der Beschäftigung mit
Schöpfungsmythen etwa fiel ihm auf, dass diese die Welt vor dem
Erscheinen des Menschen nur durch Negation zu fassen vermögen („no top
no bottom no light above no dark below“) und John Muir, der Vater der
hymnischen Naturbeschreibung, gibt seiner Schilderung der
überwältigenden Schönheit des Yosemite Parks einen christlichen
Bezugsrahmen. Da ist es nur konsequent, dass Lang sein ca. einstündiges
Werk der menschlichen Stimme anvertraut – in diesem Fall dem Chorwerk
Ruhr, das in der Gladbecker Maschinenhalle von der New Yorker Formation
//Bang on a Can All Stars
<https://bangonacan.org/bang_on_a_can_all_stars/>//begleitet wurde.
Langs Musik wird oft als postminimalistisch beschrieben, wobei post hier
meint, dass sie eingängiger, harmonischer und weniger insistierend als
die frühen minimalistischen Werke z.B. eines Steve Reich ist. Alle
Passagen sind stark rhythmisch geprägt und klar strukturiert. Mal ist es
das gläserne Perlen des Vibraphons, mal das dunkle Pochen der großen
Trommel, das den Puls bestimmt, die Musik baut sich in Schichten auf,
wechselt manchmal abrupt den Aggregatzustand. Die Stimmen verweben sich
zu schillernden Klangflächen, die in einem A Capella-Teil, der eine
kindliche Ewigkeitsphantasie heraufbeschwört („I thought all this would
last vor ever“) geradezu sakral anmuten. Ergänzt wird die Darbietung
durch eine Videoinstallation von Tal Rosner, die auf zwei riesigen
Leinwänden Naturbilder zeigt (Kosmos, Meer, Bäume, kristalline
Strukturen), die sich in wabernden Farbschlieren auflösen – einmal mehr
wähnt man ein KI-Programm am Werk.
//Ivo Van Hove meint es gut. „In einer Welt voller feindseliger
Spannungen zwischen Menschen, Ländern und sogar über Kontinente hinweg“
will er Verbundenheit herstellen und einen Ort kreieren, „an dem
Menschen das Beisammensein feiern“. Zu diesem Zweck möchte er möglichst
viel Publikum ansprechen, sich auf keinen Fall dem Vorwurf des Elitären
aussetzen und niemandem weh tun. Das Ergebnis ist allerdings (zumindest
was den Bereich Musik anbelangt, über den ich hier berichte) ein
komplett weichgespültes Programm und spiegelt damit einen Zeitgeist, der
über die Kultur hinausweist. Das Alleinstellungsmerkmal von Demokratie,
auf die wir uns ständig so viel zugute halten, ist nicht der regelmäßige
Gang zur Wahlurne sondern die lebendige, faire aber auch kritische und
konfrontative Auseinandersetzung. Wenn es zwischen Lobhudelei und
Hasstiraden, zwischen bedingungsloser Solidaritätsbekundung und
gnadenlosem Shitstorm, zwischen Daunendecke und Nagelbett keinen Raum
mehr gibt, wenn selbst Kunst – egal ob in guter Absicht, in
vorauseilendem Gehorsam oder aus Angst vor Konsequenzen – jeden Konflikt
scheut bzw. Provokation nur noch als eindimensionale, keinen Widerspruch
duldende Freund-Feind-Frontstellung kennt, dann sieht es nicht gut aus
für die Zukunft./
*[Termine im Oktober]*
*Köln *
*In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**stehen
ein Konzert mit Werken von John Cage am 3.10., Lunchkonzerte am 4. und
11.10. sowie die **Orgel-Mixturen
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/orgel-mixturen-2025/>**vom
17. bis 31.10. auf dem Programm. In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>**erwarten uns Werke von Thomas
Adès am **5.10.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/hohenflug/4940>**sowie
ein Konzert mit dem Cellisten **Abel Selaocoe
<https://www.abelselaocoe.com/>**am **29.10.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/abel-selaocoe/4802>***Die
*Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**kündigt ihr 94. Konzert
beim WDR am **4.10.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-94/>**und die
nächste Probenphase des **Kölner Chaos-Orchesters
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/koelner-chaos-orchester-2/>**vom
10. bis 12.10. an.
Die Reihe **ritual <https://ritual-music.de/>**präsentiert am **1.10.
<https://ritual-music.de/01-10/>**die ägyptische Musikerin **Yara
Mekawei <https://www.yaramekawei.com/>**im **Stadtgarten
<https://www.stadtgarten.de/>**. Dort stehen außerdem die 'Night of
Surprise' am **18.10.
<https://www.stadtgarten.de/programm/night-of-surprise-2025-10142>**und
ein Abend mit **NICAartists <https://nica-artistdevelopment.de/>**am
**27.10.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-luise-volkmann-t-large-the-st…>**auf
dem Programm. Gleich viermal, am **8.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/cosseron-schwarz.17906406>**,
**13.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/jorge-espinal.17908967>**,
**20.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/signe-emmeluth-solo.1790…>**und
**24.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/loriot-eden-tantanozi.17…>**,
lädt die Reihe '**Plattform nicht dokumentierbarer Ereignisse
<https://platformcologne.com/>**' ins **Atelier Dürrenfeld/Geitel**; mit
dabei ist **Carl Ludwig Hübsch <https://huebsch.me/>**, der außerdem am
**12.10.
<https://www.orangerie-theater.de/programm/beyond-the-roots-large-ensemble-i…>**in
der Orangerie und am **16.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/huebsch-s-theory-of-ever…>**in
der Tersteegenkirche zu erleben ist. In der **Hochschule für Musik und
Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>**stehen Kurzopern frei nach Klaus Mann
(Premiere am **4.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/04-10-2025-speed-litera…>**,
Folgeaufführungen am **6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/06-10-2025-speed-litera…>**,
**8.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/08-10-2025-speed-litera…>**und
**9.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/09-10-2025-speed-litera…>**),
die Ringvorlesung Zukunftsmusik am **15.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/15-10-2025-ringvorlesun…>**,
**22.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/22-10-2025-ringvorlesun…>**und
**29.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/29-10-2025-ringvorlesun…>**sowie
das Mini-Festival '**Composing While Black & Queer
<https://www.hfmt-koeln.de/musik/wissenschaft-forschung/symposien/>**'
mit George Lewis und **Elaine Mitchener
<https://www.elainemitchener.com/>**am 27. und 28.10. auf dem Programm.
674FM <https://674.fm/konzerte/>**präsentiert am **3.10.
<https://674.fm/674fm-prasentiert-temir-alcy/>**Temir Alcy, die **reiheM
<https://www.reihe-m.de/>**lädt am **4.10.
<https://www.reihe-m.de/?p=6046>**James Hoff & Ben Kudler„Radical
Democracy“ in den Kölnischen Kunstverein und der Deutschlandfunk feiert
am **4.10. <https://e-mex.de/konzerte/festivaforum-neuer-musik/>**25
Jahre **Forum neuer Musik
<https://www.deutschlandfunk.de/forum-neuer-musik-2025-am-meer-des-friedens-…>**mit
dem **E-MEX Ensemble <http://www.e-mex-ensemble.de/>**& **Spółdzielnia
Muzyczna <https://spoldzielniamuzyczna.com/>**. In der **Alten
Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/>**erwarten uns das
Gitarrenduo Henrik Dewes und Tobias Klich am 14.10., das **Ensemble
chaos/cadence <https://chaos-cadence.com/>**am 19.10. sowie das **E-MEX
Ensemble <http://www.e-mex-ensemble.de/>**mit einem Programm zum
Klimawandel am **23.10. <https://e-mex.de/konzerte/sos-klimawandel/>
I**n der WDR-Reihe '**Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>**'
kommen am **11.10.
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/m…>**Werke
von **Sara Glojnarić <https://www.saraglojnaric.com/>**und **Laure M.
Hiendl <https://www.lauremhiendl.com/>**zur Uraufführung und **LTK4
<https://ltk4.de/>**eröffnet am 29.10. seine **Schausammlung
<https://ltk4.de/portfolio/open-call-2025/>**.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, und jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln. Fast täglich gibt es interessante
Konzerte im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**,
**w**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und****impakt
<https://impakt-koeln.de/>**(am 24./25.10. mit dem impakt-Festival)
**sowie **Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei
**Jazzstadt <https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Am 11.10.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/im-atem-der-zeit/>veranstaltet
der Kulturraum Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/>in *Bochum *eine Soirée mit
Musik und Texten von Ernst Krenek, Mauricio Kagel und John Cage, die
Reihe stromspiesser <https://zeit.raum.ruhr/raeume/stromspiesser>ist am
12.10. in der Oval Office Bar zu Gast und d*as auf Live-Musik zu
Stummfilmen spezialisierte Ensemble **Interzone Perceptible
<https://www.i-p-music.com/>**bringt am **31.10.
<https://i-p-music.com/de/shows.html>****/Nosferatu/**zum Klingen. *
*Im ***Dortmunder*****domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>**stehen
die Formation Kind mit kontrolliert entgleister Kammermusik am **10.10.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/kind.html>**, **The
<http://thedorf.net/index.php?section=Start>Dorf
<http://thedorf.net/index.php?section=Start> am 16.10.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-umland-fest-2.html>
und die Band Été Large von Luise Volkmann am 29.10.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/été-large.html> auf
dem Programm. Am 8. und 26.10. lädt mex <http://www.mexappeal.de/> zu
kollektiver Elektronik <http://www.mexappeal.de/?p=6048> ins
Künstlerhaus und in der Parzelle <https://www.parzelledortmund.de/> ist
am 17.10.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/09/18/mein-einziger-freund/> das
Trio Mein einziger Freund zu Gast. *
*Im ***Duisburger***Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>
steht am 1.10.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20251001-das-dorf-umland…>
das Trio Klare/Nebel/Siegel auf der Bühne und in der Kirche Sankt Ludger
gestaltet Dominique Susteck <https://dominiksusteck.de/> immer freitags
mit wechselnden Gästen die Marktmusik
<https://www.lokalkompass.de/event/duisburg/c-kultur/marktmusik_e320131>. *
*Das **NOW!-Festival
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/now-festivalprogramm-2025-element…>**in
***Essen***widmet sich in diesem Jahr den Elementen. Nach einer
Programmvorstellung am **24.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/praesentation-des-festivalpr…>**präsentiert
die **Gesellschaft für Neue Musik Ruhr <https://www.gnm.ruhr/>**am
**25.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/now-vor-ort-151062/3134/>**das
Geschehen vor Ort, bevor es am **30. und 31.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/amor-und-psyche-141645/3105/>**mit
den Essener Philharmonikern weitergeht.
Auch die **Folkwang Hochschule <https://www.folkwang-uni.de/home>**ist
wieder mit an Bord. Hier stehen außerdem eine Kompositionsprüfung am
**2.10.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**,
die Tape Session am **16.10.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**und
ein interdisziplinäres Kompositionsprojekt am 23.10. (**18
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**und
**20
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**Uhr)
auf dem Programm. I*m *Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>**erwarten uns das Trio werken am 5.10.,
die Konzertreihe ElecTair am 11.10. und Grounding am 31.10. In der
**Szene 10 <https://szene10.de/>**im Girardet Theater findet am **22.10.
<https://szene10.de/spielplan/silence-must-be/>**ein Konzert unter dem
Motto 'Silence Must Be!' statt und das **PART-Ensemble
<https://part-musik.de/>**widmet sich am **23.10.
<https://www.forum-kreuzeskirche.de/post/23-august-21-00h-fake-halluzination…>**in
der Kreuzeskirche 'Zeit, Zorn, Zärtlichkeit'. *
*Im **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr***werden am **25.10.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-stefan-schmidt-stephan-bartsch-s…>**Stephan
Bartsch, Stefan Schmidt und Stefan Strasser erwartet.*
*Düsseldorf*
*Das **notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/>**setzt am
**1.10.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/17633-na-hoern-sie-m…>**in
der **Tonhalle <https://www.tonhalle.de/>**die Reihe 'Na hör'n Sie
mal...!' fort. Dort kommt außerdem am **10., 12. und 13.10.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/sternzeichen/17288-bruckner-7>****/Memoria/**,
ein Doppelkonzert für zwei Posaunen und Orchester von Andrea Tarrodi,
zur Aufführung. Das Düsseldorfer Orgelfestival **ido
<https://www.ido-festival.com/>**kündigt die 'Nacht der Lichter' mit dem
ART Ensemble am **2.10.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=603>**,
das Format 'Ruhe.punkt' mit Markus Hinz am **8.10.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=610>**,
das Komponistinnenportrait Hilda Dianda mit dem **PART-Ensemble
<https://part-musik.de/>**am **11.10.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=613>**,
das begehbare Klangsystem **/Modular Organ/**von Phillip Sollmann &
Konrad Sprenger am **18.10.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=620>**und
eine installative Konzertperformance am **26.10.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/?id=632>**an.
Im **FFT <https://www.fft-duesseldorf.de/de/>**erwarten uns ein
Sound-Festival für elektronische und elektroakustische Musik am **2.10.
<https://www.fft-duesseldorf.de/spielplan/webscapes>**und die Reihe
'Klang & Realität' mit Sound- und Musikrealisationen von Studierenden
der **Robert Schumann Musikhochschule <https://www.rsh-duesseldorf.de/>
**am **26.10.
<https://www.fft-duesseldorf.de/spielplan/klang-und-realitaet-5>**Im
**Templum <https://www.templum.events/>**stehen **/Der Garten/**, ein
künstlerischer Zwischenruf für Schauspielerin, Sänger, Klarinettisten
und Ensemble, am **5.10. <https://e-mex.de/konzerte/der-garten/>**sowie
neue elektronische Töne am **25.10.
<https://theaterderklaenge.de/neue-elektronische-toene/>**auf dem
Programm und am **31.10.
<https://www.operamrhein.de/spielplan/kalender/das-cabinet-des-dr-caligari/2…>**ist
in der **Oper am Rhein <https://www.operamrhein.de/>**der Stummfilm
**/Das Cabinet des Dr. Caligari/**mit Musik von **Karl Bartos
<https://www.karlbartos.com/>**zu erleben.*
*Sonstwo*
In der *Aachener* Raststätte <https://raststaette.org/> erwartet uns am
1.10.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2025-10-01/>
Synthesizer Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt aktuellen Jazz am 4.10.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=7132> und 16.10.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6954> sowie die Reihe 'Hören & Sprechen
über Neue Musik' am 10.10. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6852> an.
Die Cooperativa Neue Musik <https://cooperativaneuemusik.de/> in
*Bielefeld* veranstaltet monatlich einen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/>.
Die In Situ Art Society <https://in-situ-art-society.de/>präsentiert im
Dialograum Kreuzung an Sankt Helena <https://kreuzung-helena.de/home/>in
*Bonn*am 10.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/jones-jones.17915639>das
Trio Jones Jones und am 18.10.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/nikolas-geschwill-solo-s…>Nikolas
Geschwill und das Duo Weber / Raupach.
Die Initiative Neue Musik in Ostwestfalen-Lippe
<https://www.initiative-neue-musik-owl.de/>lädt vom 2. bis 4.10. zum 16.
Hörfest <https://www.initiative-neue-musik-owl.de/aktuelles-hrfest>nach
*Detmold*. Mit dabei sind u.a. das Ensemble Horizonte
<http://www.ensemble-horizonte.de/>und das *Ensemble Track3
<https://track3ensemble.eu/> aus Frankfurt. Die Hochschule für Musik
<https://www.hfm-detmold.de/> erinnert an den 100. Geburtstag von
Giselher Klebe
<https://www.hfm-detmold.de/aktuelles/aktuelles-detail/news/100-geburtstag-v…>
(Veranstaltungen am 24., 25., 29. und 30.10.)*
*Musik von Eva-Maria Houben <https://evamariahouben.de/> erklingt am
12.10. in der Kirche St. Heinrich in ***Krefeld***und das TAM
<https://www.tamkrefeld.de/>, Theater am Marienplatz, lädt jeweils
freitags um 22 Uhr zum Nachtprogramm.*
*Die Musikhochschule <https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/>
***Münster***hat am 5.10.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>
das Ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/> zu Gast und i*n
der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>stehen das Duo
Cosseron/Schwarz und das Trio Rodrigues/Hirt am 12.10., das Trio Mein
einziger Freund am 18.10. und das Quartett Kellers/Helm/Lucks/Klare am
31.10. auf dem Programm.
Das experimentelle Musik- und Tanztheater Filidonia
<https://theater-filidonia-de.webnode.page/>lädt *am 11.10. *zu einer
*multimedialen Wandelperformance auf dem Honsberg in ***Remscheid
***ein***.**
*Das **Studio für Neue Musik
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d>**der
Universität ***Siegen ***widmet sich am **23.10.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/25_2…>**der
Vergänglichkeit.*
Das Ensemble Crush <https://ensemble-crush.com/>stellt die Vorpremiere
seiner Performance /Are you ready?/
<https://ensemble-crush.com/motion-crush-are-you-ready/>am 17.10. in
*Wesel*vor.
Im *Wuppertaler*ort <https://www.kowald-ort.com/>stehen drei Solos in
der Reihe Off-Grid am 7.10.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/offgrid-7-10-2025/>, ein Abend
über John Cage am 8.10.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/ausserderreihe-8-10-2025/>und
/all you can hEar/mit Debacker / Gottschalk / Zoepf am 19.10.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/ausserderreihe-19-10-2025/> auf
dem Programm. Am 17.10.
<https://tickets.wuppertal-live.de/tickets/nr=594777;step=12;>verabschiedet
sich Uli Johannes Kieckbusch als künstlerischer Leiter des
Konzertvereins Unerhört! und im Wuppertaler Ableger der Kölner
Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>erklingt am
25.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/25-10-2025-frische-musi…>frische
Musik für Schlagzeug.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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29 Aug '25
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*September 2025*
*Gewesen: *Auftakt Ruhrtriennale
*Angekündigt:*Klangbegegnungen mit dem Ensemble Crush – Oper von Peter
Eötvös in Hagen – Forum neuer Musik beim DLF u.v.a.m.
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senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*) *
*/[Auftakt Ruhrtriennale]/*
/2024 hat Ivo Van Hove für drei Jahre die Intendanz der //Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>//übernommen und bereits im ersten Jahr
wurde deutlich, dass neue Musik nicht zu seinen Steckenpferden gehört.
Dabei soll hier gar nicht von Neuer Musik mit großem N à la
Donaueschingen die Rede sein, aber irgendetwas jenseits des Mainstreams
wäre von einem so hochkarätigen Festival durchaus zu erwarten. Immerhin
gibt es die Reihe 'Erased Music', die es sich zur Aufgabe gemacht hat,
vergessene Musiker und Musikerinnen in den Fokus zu rücken. 2024 fiel
die Wahl auf Julius Eastman, der allerdings längst kein Geheimtipp mehr
ist, sondern wohl auch aufgrund seines mehrfachen Außenseiterstatus (als
schwarzer, schwuler, am Ende seines Lebens drogenabhängiger und
obdachloser Mann) in den letzten Jahren viel Interesse auf sich gezogen
hat. In diesem Jahr widmete sich die Reihe Wendy Carlos, die als
Pionierin der elektronischen Musik gilt. Carlos lernte Anfang der 60er
Jahre – damals noch als Walter, also vor ihrer Geschlechtsangleichung –
Robert Moog kennen, der den ersten kommerziell verfügbaren Synthesizer
auf den Markt brachte. Carlos steuerte eigene Ideen zur Entwicklung bei
und war eine der ersten, die den Moog-Synthesizer intensiv nutzten.
Unter anderem spielte sie damit Klassiker wie Bach und Händel ein,
insbesondere ihr Album ///Switch-On Bach///aus dem Jahre 1968 sorgte für
Furore und erklomm höhere Plätze in den Charts. Dabei erwies sich die
Umsetzung als ziemlich kompliziert und nahm laut Carlos mehrere Monate
in Anspruch. Denn da die Synthesizer monophon waren, mussten die
einzelnen Stimmen nacheinander eingespielt und anschließend auf einem
Mehrspurtonband zusammengeführt werden. Will Gregory brachte dies Anfang
der 2000er Jahre auf die Idee, die Stücke mit einem Ensemble aus
Synthesizern in Echtzeit aufzuführen und so zu neuem Leben zu erwecken.
Das daraus entstandene //Will Gregory Moog Ensemble
<https://www.willgregorymoogensemble.co.uk/moogies>//ist bis heute aktiv
und war nun mit einem //Tribute to Wendy Carlos
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/erased-music-tribute-to-wendy-carl…>//in
der Turbinenhalle der Jahrhunderthalle zu Gast. Was damals der letzte
technische Schrei war, klingt heute nostalgisch und das sowie ihre
Unberechenbarkeit machen den Reiz der analogen Gerätschaften aus. Im
Vergleich zu digitalem Equipment gibt es weniger determinierende
Voreinstellungen, zudem reagieren die Synthesizer akustischen
Instrumenten vergleichbar auf Umgebungseinflüsse wie
Temperaturschwankungen. Wie Gregory ausführt, weiß man nie genau, was
passieren wird, wenn man eine Taste drückt, und „das hat etwas sehr
Reines und Geheimnisvolles an sich“. Tatsächlich verfügen die
Instrumente über ein interessantes Klangspektrum. Es quäkt, schnurrt,
wabert, brummt, grummelt, fiept, gurrt und gluckert. Mehr als bei den
letztlich ziemlich eindimensionalen Händel- und Bachtranskriptionen
schöpfte Carlos dieses Potential bei ihren Filmmusiken für Stanley
Kubrick aus. Auch hier ließ sie sich von klassischen Kompositionen
inspirieren (bei ///A Clockwork Orange///natürlich von Beethoven, bei
///Shining///fand z. B. das ///Dies-Irae///-Motiv aus Berlioz'
///Symphonie fantastique///Verwendung)//, experimentierte aber mehr und
schuf so eigenständige Klangwelten, die bis heute unauflöslich mit
Kubricks Bildern verwoben sind. Hier kann man ahnen, was die analogen
Moogs zu bieten hätten. An dieser Stelle weiterzuforschen, wäre spannend
gewesen, aber die im zweiten Konzertteil präsentierten eigenen
Kompositionen des //Will Gregory Moog Ensembles
<https://www.willgregorymoogensemble.co.uk/moogies> //stranden schnell
im Erwartbaren. Die Musik wird an die melodische und rhythmische Leine
gelegt, erlaubt sich ein paar Effekte und ein paar Ausflüge ins Pompöse
und lässt genau die Unvorhersehbarkeit vermissen, die Gregory vorher
noch beschworen hat.
//Was die Rubrik Musiktheater anbelangt, so schlägt Van Hoves Herz
offensichtlich für die Popkultur, wobei er im letzten Jahr mit PJ Harvey
(///I Want Absolute Beauty///) und Björk (///Abendzauber///in der Regie
von Krystian Lada) immerhin zwei interessante Protagonistinnen
ausgewählt hatte. Die Ergebnisse haben mich zwar nicht restlos
überzeugt, aber zumindest ///I Want Absolute Beauty ///mit Sandra Hüller
als Zugpferd entpuppte sich als Publikumserfolg, was Van Hove wohl dazu
animierte, das Rezept zu wiederholen. In ///I Did It My Way/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/i-did-it-my-way/177>//, dem
Eröffnungsstück der diesjährigen Ruhrtriennale, dient Lars Eidinger als
Aushängeschild und ihm ist es vermutlich zu verdanken, dass die
Aufführungen bereits im Vorfeld restlos ausverkauft waren. Inhaltlich
geht die Rechnung allerdings nicht auf und das liegt nicht an den
Mitwirkenden. Die Grundidee ist denkbar einfach: Anhand von mehr oder
minder bekannten Liedern von Frank Sinatra und Nina Simone konstruiert
Van Hove die Geschichte eines Paares: ein weißer Mannes und eine
schwarze Frau, sie verlässt ihn, geht ihren eigenen Weg, erkennt die
politische Dimension ihrer Emanzipation, zum Schluss begegnen sie sich
erneut, ohne wirklich zusammenzufinden – I did it my way. Vor der
Kulisse eines amerikanischen Vorstadthauses, auf dessen Dach die
Musikkapelle platziert ist, werden die Songs wie am Schnürchen
aneinandergereiht. Dabei entsteht kein Raum für eine schauspielerische
Gestaltung der Figuren, die holzschnittartige Anlage der Story
verhindert jegliche Zwischentöne. Eidinger muss die undankbare Rolle
eines Mannes spielen, der nichts kapiert, in der Opferrolle verharrt und
gequält am Laternenpfahl lehnt. Mit Larissa Sirah Herden, gebürtige
Gelsenkirchenerin, steht ihm eine Partnerin zur Seite, die vor allem
gesanglich überzeugt, aber ebenfalls keinen Tiefgang entfalten kann, da
die Entwicklung ihrer Figur schablonenhaft bleibt. Damit sie trotzdem
jeder mitbekommt, lässt Van Hove historisches und aktuelles Bildmaterial
auf die Hauswand projizieren: Martin Luther King,
Bürgerrechtsdemonstrationen, Polizeigewalt, rassistische Übergriffe.
Doch das Ganze ist so vorhersehbar und eindimensional, dass selbst ein
Lied wie ///Strange Fruits///, das sich mit Lynchjustiz befasst und
eigentlich immer unter die Haut geht, zwar innehalten lässt, aber sofort
einkassiert wird und seine gewohnte Wirkung nicht entfalten kann.
Um das Geschehen wenigstens etwas aufzulockern, werden den beiden je
zwei Tänzer bzw. Tänzerinnen zur Seite gestellt, doch auch deren
Performance wirkt altbacken und erstickt in Klischees. Beim Kampf der
Geschlechter werden die Kerle zwar niedergerungen, aber die Ladies
müssen dabei sexy mit den Hintern wackeln! Da hat jedes drittklassige
Musical mehr zu bieten.
Auch wenn Eidinger kein professioneller Sänger und Tänzer ist und nicht
jeden Ton trifft, schlägt er sich wacker, doch sein eigentliches
Potential bleibt vollständig ungenutzt. Van Hove lässt ihn praktisch ins
Leere laufen. Herden kann zumindest ihre gesanglichen Qualitäten
ausspielen und in der Rolle der sympathischen, sich emanzipierenden
jungen Frau brillieren, doch man spürt, dass auch sie sehr viel mehr zu
bieten hat. Es bleibt der Eindruck, dass eine Menge Talent durch eine
Inszenierung verschenkt wird, die an Schlichtheit, Einfallslosigkeit und
Berechenbarkeit kaum zu überbieten ist, die ein angesagtes Thema
bedient, mit dem man nichts falsch machen kann, aber letztlich nichts
Neues dazu zu sagen hat. Schade!/
*[Termine im September]*
*Köln *
*In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**stehen
**Pascal Klewer <https://pascalklewer.com/>**’s acoustic ambient
ensemble am 15.9., das Preisträgerkonzert des **Bernd-Alois-Zimmermann
Stipendiums
<https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/kulturfoerderung/bernd-alo…>**am
17.9., das **Ensemble Dehio <https://ensemble-dehio.de/>**mit Albrecht
Zummachs **/Wobbly Echoes/**am 19.9., das **Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/>**am 26.9. sowie Lunchkonzerte am 6.9.,
13.9., 20.9. und 27.9. auf dem Programm. In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>**erwarten uns eine
Uraufführung von Igor C Silva am **21.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/igor-c-silva-duisburger-phi…>**,
**/Near Midnight/**von Helen Grime am **26.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/nachtmusik-mahlers-siebte/4…>**und
**27.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/nachtmusik-mahlers-siebte/4…>**und
Musik für Zymbal von Charlotte Bray, László Sáry und Emma Nagy gespielt
von Áron Horváth am **28.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/rising-stars-aron-horvath/4…>**Die
**Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**kündigt ein
Montagskonzert mit Pamela Z am **22.9.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-pamela-z-meets-musikf…>**,
das Preisträgerkonzert der **Ernst von Siemens Musikstiftung
<https://evs-musikstiftung.ch/>**mit dem **Ensemble tacet(i)
<https://www.tacetiensemble.com/>**am **23.9.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/preistraegerkonzert-der-ernst-von-si…>**und
die nächste Probenphase des **Kölner Chaos-Orchesters
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/koelner-chaos-orchester-2/>**vom
26. bis 28.9. an.
Die Reihe **ritual <https://ritual-music.de/>**präsentiert am **1.9.
<https://ritual-music.de/01-09/>**das Ensemble **hand werk
<https://ensemble-handwerk.eu/>**mit einem neuen Werk von **Maria de
Alvear <https://www.mariadealvear.com/>**. Das Ensemble ist am **30.9.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw25c_3/>**auch in der **Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/>**zu Gast, wo uns außerdem ein Abend
zum Scheitern mit Texten von Charles Bukowski und Musik von **Christoph
Maria Wagner <https://christophmariawagner.de/>**am 20. und 21.9. sowie
das **Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/index.html>**Ensemble am
28.9. erwarten. Am **7.9.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/kuenstlerische-intellige…>**befasst
sich ein Abend mit Vortrag und Musik in der Reformationskirche in
Bayenthal mit künstlicher Intelligenz, am 12.9.
<https://asasello-quartett.eu/de/events/05-09-2025-koeln/> spielt das
Asasello Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/> ein neues
Streichoktett von Rostislav Kozhevnikov im Sancta Clara Keller, beim
nächsten Konzert der WDR-Reihe '**Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>**' am
**13.9.
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/m…>**erklingen
Uraufführungen von Andile Khumalo und Johannes Schöllhorn sowie deutsche
Erstaufführungen von Hannah Kendall und Sergej Newski und die **reiheM
<https://www.reihe-m.de/>**präsentiert am **23.9.
<https://www.reihe-m.de/?p=6008>**die isländische Band Stilluppsteypa
sowie Projekte von Nguyễn Zen Mỹ und Takafumi Okada. Der Deutschlandfunk
feiert 25 Jahre **Forum neuer Musik
<https://www.deutschlandfunk.de/forum-neuer-musik-104.html>**am 27.9.
mit dem **Asasello Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/>**und dem
**Ensemble Reflexion K <https://www.ensemble-reflexionk.de/>**und im
**Atelier Dürrenfeld/Geitel <https://platformcologne.com/>**stehen die
**Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**am 9.9. und das
**Werckmeister Quartett
<https://eichenberger.li/projekte/werckmeister/>**am 29.9. auf dem
Programm. Noch bis zum 5.9. findet die **Cologne Jazzweek
<https://jazzweek.de/>**statt, wobei am 3.9. auch mehrere **NICAartists
<https://nica-artistdevelopment.de/>**vertreten sind.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**(z. B. bei einer Listening Session am
23.9.) und **Noies <https://noies.nrw/>**, der Zeitung für neue und
experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4. Dienstag im Monat
sendet****FUNKT <https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein
Radioformat mit Elektronik und Klangkunst aus Köln, jeden 1. und 3.
Mittwoch im Monat wird der Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt und am letzten Mittwoch im
Monat erwartet uns die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im
**LTK4 <https://ltk4.de/>**– am **24.9.
<https://ltk4.de/portfolio/soiree-sonique-99/>**mit der 99. Ausgabe!
Fast täglich gibt es interessante Konzerte im **Loft
<https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**(z.B. das Trio
Hübsch/Schubert/Hemingway am **11.9.
<https://www.loftkoeln.de/event/carl-ludwig-hübschs-longrun-development-of-…>**),
**w**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>****sowie **Veranstaltungen
mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Ein berührendes Mosaik aus realen Geschichten, Träumen und Erinnerungen
mit Musik von Philip Venables verspricht die Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>mit /We Are The Lucky Ones
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/we-are-the-lucky-ones/188>///und
das ChorWerk Ruhr <https://chorwerkruhr.de/>ist mit /before und after
nature/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/before-and-after-nature/165>und
Musik von David Lang zu erleben.
*Im ***Dortmunder*****domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>**stehen
**The Dorf <http://thedorf.net/index.php?section=Start>**am **18.9.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11567.html>**und
Ingebrigt Håker Flaten & (Exit) Knarr am **23.9.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/ingebrigt-håker-flaten-exi…>**auf
der Bühne.*
*Am **3.9.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20250903-das-dorf-umland…>**sind
Jan Klare, Martin Scholz und Marvin Blamberg im
***Duisburger*****Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>**zu
Gast, das **Ensemble Crush <https://ensemble-crush.com/>**lädt am **13.
und 14.9.
<https://ensemble-crush.com/klangbegegnung-iv-thorsten-toepp-ensemble-crush/>**in
der Kulturkirche Liebfrauen ein zu KlangBegegnungen und im **Earport
<https://earport.de/pages/de/startseite.php>**eröffnet das Trio Présence
am 28.9. eine Ausstellung mit Werken von Martin Goppelsröder.*
*Das **Part-Ensemble <https://part-musik.de/>**widmet sich am **19.9.
<https://www.museum-folkwang.de/de/veranstaltung/staub-performance-des-part-…>**im
***Essener***Folkwang Museum den wechselnden Erscheinungsformen des
Staubes und im **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>**stehen die Konzertreihe ElecTair am
4.9., das Trio Gottschalk/Parvaresh/Töpp am 7.9., die **Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>**am 8.9. sowie eine Audiovisuelle Reise mit
Verena Hentschel am 20.9. auf dem Programm. Die **Gruppe Moment
<https://www.gruppemoment.de/>**wirkt am 7.9. beim **Festival Open House
<https://www.openhouseessen.org/>**mit und das **catinblack ensemble
<https://www.catinblackensemble.com/>**startet eine neue Reihe in der
**Szene 10 <https://szene10.de/>**im Girardet. Zum Auftakt am **11.9.
<https://szene10.de/spielplan/beauty-nevertheless/>**kommt ein Werk von
**Sebastian Gramss <https://sebastiangramss.de/>**zur Aufführung. Am
gleichen Ort vertont das **Interzone Perceptible
<https://www.i-p-music.com/>**am **7.9.
<https://szene10.de/spielplan/nosferatu/>**live und mit eigener
Komposition Murnaus **/Nosferatu/**. Das Ensemble hat sich auf
Live-Musik zu Stummfilmen spezialisiert und ist im **September
<https://i-p-music.com/de/shows.html>**auch in Gladbeck, Menden und
Duisburg zu erleben. *
*Das **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr***kündigt ein Konzert mit **André Uhl und Einar Fehrholz am **6.9.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-andre-uhl-und-einar-fehrholz>**und
die Sängerin und Noisekünstlerin Sarah Košicki in der neuen Konzertreihe
Verstärker am **19.9.
<https://www.makroscope.eu/programm/verstarker-die-neue-konzertreihe-im-makro>**an.
*
*Düsseldorf*
*Am 14.9. sind das Duo Wechselstrom aus Wien und das **Duo rand
<https://rand-musik.de/>**aus Berlin bei **musik21
<http://www.musik21.de/>**zu Gast. Ebenfalls am 14.9. veranstaltet
**Frederike Möller <http://frederikemoeller.de/Willkommen/>**das nächste
ToyPiano Festival und am **23.9.
<https://www.duesseldorf.de/stadtbuechereien/veranstaltungen/veranstaltungsd…>**interviewt
sie in der Reihe 'Persönlichkeiten des Düsseldorfer Musiklebens' in der
Zentralbibliothek die Sopranistin **Irene Kurka <https://irenekurka.de/>**.*
*Sonstwo*
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> schickt vom 4. bis 14.9.
Mats Gustafsson <https://matsgus.com/>und Christof Kurzmann durch NRW
und lässt sie auf wechselnde Gäste treffen.
In der *Aachener* Raststätte <https://raststaette.org/> erwartet uns am
3.9.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2025-09-03/>
Synthesizer Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt aktuellen Jazz am 6.9.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6827> und 20.9.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6944>, die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 12.9. und einen Vortrag über Peter Raabe am 28.9.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=7171> an.
Noch bis zum 27.9. bietet das *Bonner* Beethovenfest
<https://www.beethovenfest.de/de/> auch zeitgenössische Klänge u.a. am
4.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/ensemble-resonanz-construc…>,
12.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/sonate-fur-cello-und-erde/…>,
13.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/musik-macht-missbrauch/583>,
17.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/feierabendkonzert-beethove…>,
20.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/alles-ultra-das-konzert/605>,
24.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/iveta-apkalna-gabor-boldoc…>
und 25.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/sjaella-lucile-boulanger/6…>
Am 5.9. eröffnet soundforum <https://soundforum.info/> die
Klanginstallation /stille laute
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/nika-schm…>
/von Nika Schmitt <https://www.schmittnika.com/> und die In Situ Art
Society <https://in-situ-art-society.de/> präsentiert im Dialograum
Kreuzung an Sankt Helena <https://kreuzung-helena.de/home/> die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 4.9. und die Reihe
'Dissonant Series' am 13.9. und 29.9. In der Kunsthalle Hangelar im
benachbarten Sankt Augustin begegnen sich am 28.9.
<https://www.kunsthallehangelar.de/> Simone Weissenfels und Rainer Weber.
In ihrer neuen Konzertreihe '*Heimen' trifft*MAM.manufaktur für aktuelle
musik <https://www.manufaktur-aktuelle-musik.de/> auf Ensembles aus vier
Regionen Nordrhein-Westfalens. Am 28.9. kommt es zur Begegnung mit der
Brass Band *Düren*.
Peter Eötvös' Musiktheater /Der Goldene Drache/
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/der-goldene-drache-1926/9656/show…>hat
am 13.9. am Theater <https://www.theaterhagen.de/> *Hagen*Premiere. Zur
Einstimmung findet am 6.9. eine offene Probe statt.
Das Ensemble Horizonte <http://www.ensemble-horizonte.de/> spannt am
25.9. in der Johanniskirche in *Herford*den Bogen von der Gotik bis in
die Gegenwart.
In der Kirche Pax Christi erklingt am 20.9.
<https://pax-christi-krefeld.de/veranstaltung/Kammerkonzert-2025.09.20/?inst…>
neue Musik mit Bezug zu *Krefeld*.
In der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>in
*Münster*erwarten uns das Simon Rummel
<https://www.simonrummel.de/index.html>Ensemble am 6.9., die Soundtrips
NRW <https://soundtrips-nrw.de/>am 7.9., das Duo Engelthomsen am 12.9.,
das White Reznichenko Quintett am 14.9. und das Trio Toxodon am 26.9.
Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/index.html>ist mit seinem
Ensemble am 7.9. auch im Haus für Musiker auf der Raketenstation
Hombroich <https://www.inselhombroich.de/de/museum>bei *Neuss*zu Gast.
Am 21.9. verbinden sich in der Reihe 'Cheercamp
<https://www.lts4.org/programm/kunstsport/>' im Lichtturm
<https://www.lichtturm-solingen.de/>in *Solingen*Kunst und Sport.
Im *Wuppertaler*ort <https://www.kowald-ort.com/>stehen die Reihe 'all
female' mit dem Trio Tau am 4.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/allfemale-4-9-25/>, die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>am 14.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/soundtrips-nrw/>, Baby Sommer
und Gäste am 19.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/babysommer-19-9-25/>und das
Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/index.html>Ensemble am 27.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/simonrummel-27-9-25/>auf dem
Programm.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
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**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
1
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31 Jul '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-august-…
*August 2025*
*Gewesen: *Manourys Oper /Die letzten Tage der Menschheit /in Köln –
Musikfabrik beim WDR
*Angekündigt:*Wandelweiser-Klangraum in Düsseldorf – *visual sound
outdoor festival in Dortmund – Summer Summit auf der Raketenstation in
Hombroich – Auftakt Ruhrtriennale u.v.a.m.*
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*) *
*/[Manourys Oper ///Die letzten Tage der Menschheit ///in Köln] /*
/Zum Abschluss der Spielzeit hat die //Oper Köln
<https://www.oper.koeln/de>//mit der Uraufführung von Philippe Manourys
///Die letzten Tage der Menschheit/
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/die-letzten-tage-der-menschheit/1018>//noch
einmal ein Mammutprojekt gestemmt. Thinkspiel nennt Manoury sein
überbordendes Werk, das am 29.6.25 seine Uraufführung erlebte. In
Anlehnung an die Gattung des Singspiels begegnen sich gesprochene und
gesungene Sprache, es soll aber vor allem gedacht werden, denn immerhin
wird eine fundamentale Menschheitsfrage behandelt: Warum haben wir
Menschen „nie verstanden (und werden wahrscheinlich auch nie verstehen),
wie wir unsere Lebenswelt friedlich teilen können:“ Bislang konnten
weder Glaube noch Vernunft, weder Todesangst noch Pragmatismus auf Dauer
als Bollwerk gegen den Krieg dienen. Aus dem „Nie wieder“ wird
irgendwann ein „Lieber nicht“ und, ehe man sich's versieht, erscheint,
was eben noch als verwerflich und absurd galt, plötzlich alternativlos.
Lebt im Menschen, wie Einstein im Briefwechsel mit Sigmund Freud
mutmaßt, „ein Bedürfnis zu hassen und zu vernichten?“ Ausgangspunkt von
Manourys Thinkspiel ist Karl Kraus' gleichnamiges Textkonvolut, das
zwischen 1915 und 1922 unter dem unmittelbaren Einfluss des 1.
Weltkriegs entstand. Darin versucht Kraus gar nicht erst, irgendetwas zu
verstehen oder zu erklären, sondern, „//wissend, dass ihr Unsäglichstes
nur von ihr selbst gesagt werden konnte“, begnügt er sich damit, seiner
Zeit die überall herumliegenden Sprachtrümmer abzulauschen und in über
200 Szenen auszuspucken – „ein kakophonisches Stimmengewirr, das direkt
in die Apokalypse führt“ und dessen grellste Erfindungen Zitate sind.
Seiner vermeintlichen Unaufführbarkeit zum Trotz – das Drama sei einem
Marstheater zugedacht, meinte Kraus – gab es immer wieder
Inszenierungsversuche und auch Manoury ließ sich nicht abschrecken. In
zwei Teilen nähert er sich dem Text an, wobei uns im ersten Teil
Patrycia Ziółkowska und Sebastian Blomberg als Sprechrollen durchs
Geschehen führen. Während sie noch den Monolog des Nörglers vortragen,
holt sie bereits das Kriegsgeschehen und vor allem der anfängliche
Kriegsenthusiasmus ein. Ihre Stimmen werden zunehmend von
Detonationsgeräuschen und skandierten Parolen überschwemmt, bis der Chor
wie eine Naturgewalt die Bühne flutet und ein Kriegslied anstimmt. Im
weiteren Verlauf werden wir Zeugen von Szenen, die sich in ihrer
Absurdität gegenseitig überbieten. Ein grotesker Leichenzug zieht
vorüber, die Frau Kommerzienrat feiert den Heldentod und lässt ihre
Kinder Weltkrieg spielen und eine Kriegsreporterin in ausladendem
Rüschenfummel setzt sich fotogen im Schlachtgetümmel in Szene und
interviewt die Sterbenden. Das alles findet in Saal 1 des Staatenhauses
auf großer Bühne statt, da die Wiedereröffnung des Opernhauses einmal
mehr verschoben werden musste. Die Notlösung hat den Vorteil, dass
Nicolas Stemanns (Inszenierung) und Katrin Nottrodt (Bühne) die Weite
des Raums nutzen können. Das Gürzenich-Orchester unter der präzisen
Leitung von Peter Rundel ist die ganze Zeit präsent und beherrscht den
Blick. Im weiteren Verlauf wird durch die Platzierung von Teilen des
Orchesters an den Seitenrändern eine eindrucksvolle Raumwirkung erzielt.
Die Stationen des Dramas werden durch einzelne Requisiten nur
angedeutet, dafür sorgt der häufige Szenenwechsel ergänzt durch die auf
mehreren Leinwänden erscheinenden Projektionen für eine ständige
Reizüberflutung, in der auch die Musik stellenweise unterzugehen droht.
Ohne wörtliche Zitate zu verwenden ließ sich Manoury von Musik des
ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts inspirieren, vor allem
in den Vor- und Zwischenspielen wähnt man sich gelegentlich in
mahlerschen Gefilden, dann wieder sorgen martialische Bläserattacken für
den kriegerischen Soundtrack. Denn Musik kann beides, sie kann sich zu
kulturellen Höhen aufschwingen und uns in unserer Menschlichkeit
berühren und verbinden, aber sie kann ebenso gut die Kriegslust anfachen
und mit Marschmusik in den Kampf führen.
Einen gewissen Gegenpol in all dem Tohuwabohu verkörpert //Anne Sofie
von Otter <https://www.annesofievonotter.com/>//als ///Angelus Novus///.
Benjamin beschreibt in einem bekannten Text, der sich auf ein Bild von
Paul Klee bezieht, den Engel der Geschichte, dessen Antlitz den sich
unablässig anhäufenden Trümmern der Vergangenheit zugewandt ist und der
von einem Sturm unaufhaltsam der Zukunft zugetrieben wird, der er den
Rücken kehrt. Im Gegensatz zu diesem Getriebenen strahlt Manourys Engel
eine gewisse Ruhe aus, wozu auch Otters warme, dunkel temperierte Stimme
beiträgt. Ihre Präsenz scheint die Zeit einen Moment anzuhalten, doch
dem unausweichlichen Sog des Schreckens kann auch sie letztlich nichts
entgegensetzen, weshalb sie am Ende des ersten Teils vorläufig verstummt.
Eigentlich könnte hier Schluss sein, doch Manoury setzt noch eins drauf.
Während schon im ersten Teil klischeehaft überzeichnete Typen die Bühne
bevölkern, bekommen wir es im zweite Teil mit Allegorien zu tun. In
einem wahren Überbietungswettbewerb und mit sich steigernder Schlagzahl
begegnen uns Raben und Hyänen, Flammen, Mütter und tote Wälder,
plötzlich sind wir in Vietnam, ein eingeschobener Dialog dekliniert die
Ambivalenz der Aufrüstung durch, die Bühne wird von einem riesigen
Gerüst beherrscht, das sich langsam nach vorne schiebt, eine Flut von
Kriegsbildern überschwemmt die Projektionsflächen und die Musik wird
durch Zuspielungen und live-elektronische Verfremdungen erweitert.
Schließlich wird der Menschheit der Prozess gemacht und ein Trio der
ungeborenen Kinder bittet, gar nicht erst entstehen zu müssen. Bei aller
Hochachtung vor der Leistung aller Beteiligten entsteht spätestens hier
ein Gefühl des 'es reicht'. Man könnte sagen, dass Manoury genau die
Überforderung produziert, die dem Thema Krieg innewohnt. Doch das
Unbehagen, das sich einstellt, bezieht sich nicht auf die gezeigten
Kriegsgräuel oder eine drohende Kriegsgefahr, sondern auf die Art der
Darstellung, die diesen nicht gerecht wird und bei mir letztlich eher
Überdruss und Unmut erzeugte.
Freud war übrigens der Meinung, dass man dem Krieg am ehesten durch
alles, was Gefühlsbindungen und bedeutsame Gemeinsamkeiten unter den
Menschen herstellt, entgegenwirken kann. Schlechte Aussichten in einer
Zeit, in der Menschen aus Fleisch und Blut zunehmend durch manipulierte
Bilder und Avatare ersetzt werden und das Heil in Polarisierungen und
identitärer Abgrenzung gesucht wird. /
*/[Musikfabrik beim WDR]/*
/Im //93. WDR-Konzert
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-93/>//der
//Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>//kamen am 12.7. zwei sehr
unterschiedlicher Werke für Klavier zur Uraufführung. Im Zentrum stand
//Georg Friedrich Haas
<https://www.ricordi.com/de-DE/Composers/H/Haas-Georg-Friedrich.aspx>//'
neues Stück ///Les Espaces///für Vierteltonklavier zu 8 Händen, das
//Benjamin Kobler
<https://www.musikfabrik.eu/en/ensemble/members/benjamin-kobler/>//, dem
Pianisten der Musikfabrik, im Vorfeld einiges Kopfzerbrechen bereitete.
Haas, der sich in seiner Musik intensiv mit Klängen jenseits der
wohltemperierten Zwölftönigkeit beschäftigt, komponierte das Werk
ursprünglich für ein //Vierteltonklavier
<https://www.august-foerster.de/de/vierteltonfluegel/>//, wie es in den
1920er Jahren auf Anregung von Pionieren wie //Alois Hába
<https://web.archive.org/web/20160916213144/https://aloishaba.org/>//und
//Ivan Wyschnegradsky
<http://www.ivan-wyschnegradsky.fr/en/biography/>//von der //Firma
Förster <https://www.august-foerster.de/de/>//entwickelt wurde. Da noch
vorhandene Exemplare sich in Museen befinden und für Aufführungen nicht
ohne Weiteres zur Verfügung stehen, dachten sich Kobler und Haas eine
alternative Lösung aus. Dabei werden zwei um einen Viertelton versetzt
gestimmte Flügel durch eine Computerschnittstelle angesteuert, die über
zwei übereinanderliegende Manuale bedient wird. Das Ergebnis ist sowohl
optisch als auch akustisch beeindruckend und geht klanglich weit über
die übliche Klaviermusik hinaus. Gleich zum Auftakt erzeugen die acht
Hände (Benjamin Kobler, Laura Álvarez, Thibaut Surugue und Yeji Jung)
eine wogende, von hohen Spitzen durchsetzte Klangfläche, die sich zu
einem wahren Sturm verdichtet, bevor sie zu einer säuselnden, sirrenden
Brise verebbt. Perlende, glockenartige Strukturen scheinen sich im
Unendlichen aufzulösen, bei geschlossenen Augen glaubt man sich
Insektenschwärmen und allen möglichen Wetterkapriolen ausgesetzt und
kann kaum glauben, das all das aus dem Korpus zweier Klaviere strömt.
Gerne hätte ich den Musizierenden dabei auf die Finger geschaut, zumal,
wie Raul Mörchen im Programmheft verrät, Haas regelrechte
Fingerchoreografien eingebaut hat. Stattdessen verbirgt sich das wilde
Fingerspiel hinter vier dicht an dicht sitzenden Rücken, die – wenn sich
die Musik auf die hohen oder tiefen Registern konzentriert – noch enger
zusammenrücken und fast verschmelzen. Während Haas die exquisiten
Klangeffekte über 40 Minuten auskostet und sich in ihnen zu verlieren
droht, präsentiert sich //Arnulf Herrmanns
<https://arnulfherrmann.de/>//neues Werk ///Spur und Umschrift///für
Klavier zu 4 Händen sehr viel bescheidener. Komponiert für ein Konzert,
das klassische und zeitgenössische Musik kombiniert, greift er das
Konzept der thematischen Arbeit auf, indem er dieses konterkariert. Denn
zielstrebig oder folgerichtig ist hier nichts. Nach anfänglich
gemächlichem Schreiten gerät die Musik in dichte, lebhafte Bahnen,
trumpft auf, bleibt hängen, setzt neu an, bricht ab und braucht für all
das gerade einmal sechs Minuten.
Die Schwedin //Ellen Arkbro <https://www.ellenarkbro.com/>//befasst sich
wie Haas mit Mikrotonalität und ließ sich von der eigenwillig gestimmten
frühbarocken Orgel in der Deutschen Kirche in Stockholm zu ihrem 2017
entstandenen Werk ///For Organ and Brass///inspirieren. Den gehaltenen,
sanft schwankenden Tönen der portablen Orgel antworten Tuba, Horn und
Posaune, woraus sich leicht verrutschte Zusammenklänge ergeben. Damit
begnügt sich Arkbro jedoch, wodurch das Stück recht zäh und schwerfällig
gerät. Für mehr Abwechslung sorgte //Lucia Kilgers
<https://www.luciakilger.de/>/////cyrcyre #2 ///für Ensemble und
Elektronik, das 2022 seine Uraufführung im Rahmen der Reihe //Adventure
<https://www.musikfabrik.eu/de/adventure/>//, einem Kooperationsprojekt
der Musikfabrik mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln, erlebte. Zum
Auftakt begegnen wir einer einsamen Flöte, die sich in einem Kokon aus
elektronischen Klängen zu orientieren versucht. Im zweiten Teil wird das
Zuspiel vom Ensemble abgelöst, das zwischen kurzen Ausbrüchen und
schwankend-schwebenden Klangflächen ein lebhaftes, unkalkulierbares
Eigenleben entfaltet. Die Flöte tritt zunächst zurück, ergreift
schließlich erneut das Wort und leitet über zu einem elektronischen
Ausklang, der in fremde, ungreifbare Welten entführt. /
*[Termine im August]*
*Köln *
*In der Reihe **ritual <https://ritual-music.de/>**ist am **1.8.
<https://ritual-music.de/01-08/>****Wojtek Blecharz
<https://wojtekblecharz.com/bio>**mit einer Performance zu erleben. Im
**LTK4 <https://ltk4.de/>**wird am 1. und 2.8. das Centre Court Festival
<https://ltk4.de/portfolio/centrecourt25/> fortgesetzt und am *27., 28.,
29. und 30.8. geht es mit einer Waldausstellung im Rahmen der _Soirée
sonique
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/soiree-sonique-98.178921…>_weiter.
*In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**erwarten
uns ein Konzert mit **Will Saunders <https://www.willsaunders.de/>**am
22.8. und ein Lunchkonzert am 30.8. Am 25., 26. und 28.8. ist die
**tonhaube <https://verenabarie.de/projekt/tonhaube/>**, eine mobile
Klanginstallation, an **verschiedenen Orten in Köln
<https://www.nrw-kultur.de/programme/interventionen-im-stadtraum/projekte/to…>**unterwegs
mit dem Ziel, die Sichtbarkeit bzw. Hörbarkeit weiblicher elektronischer
Musik zu erhöhen. Im **Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/>**stehen
am **4.8.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-hauptmanndudekfongarohong-as-if-t…>**,
**18.8.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-jorik-bergman-take-me-to-space-90…>**und
**26.8.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-x-cgnyc-futurbarock-x-chris-willi…>****NICA
artists <https://nica-artistdevelopment.de/>**auf der Bühne und am
**7.8.
<https://stadtgarten.de/programm/foggy-notion-concepcion-huerta-10336>**ist
die mexikanische Klangkünstlerin Concepción Huerta zu Gast und vom 31.8.
bis 5.9. findet die **Cologne Jazzweek <https://jazzweek.de/>**(u.a. im
Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>, wo es auch ansonsten fast
täglich Konzerte gibt) statt, die auch eine ganze Reihe von kostenfreien
Veranstaltungen zu bieten hat.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW und jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln**. **W**eitere Termine und Infos
finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://impakt-koeln.de/>**, **sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Am 21.8. startet die Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>unter dem Motto /Longing for
Tomorrow/in die zweite Spielzeit unter der Intendanz von Ivo Van Hove.
Neue Musik spielt bei diesen Zukunftsaussichten keine besonders wichtige
Rolle. Für sein Musiktheater///I Did It My Way/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/i-did-it-my-way/177>//lässt
sich Van Hove von Frank Sinatra und Nina Simone inspirieren und im
August stehen außerdem eine Hommage an Wendy Carlos
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/erased-music-tribute-to-wendy-carl…>,
eine Pionierin der elektronischen Musik, und ein Liederzyklus
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/cycles-of-my-being-save-the-boys/1…>von
Tyshawn Sorey auf dem Programm.
Das Rabbit Hole Theater <https://rabbithole-theater.de/> in *Essen*
veranstaltet vom 1. bis 3.8. ein Sommerfest
<https://rabbithole-theater.de/programm/#programm-sommerfest> und
vereint am 28.8. sechs Künstler und Künstlerinnen aus NRW anlässlich
eines Improvisationskonzerte. Die Gruppe Moment
<https://www.gruppemoment.de/termine/> lädt ein zu einer Laborbegegnung
<https://www.gruppemoment.de/project/laborbegegnungen-de/> am 23.8.
sowie zu einem */Musiktheater über innere Bewegung in Zeiten des
Umbruchs /**am 24.8.*
In *Dortmund* findet vom 14. bis 16.8. das *visual sound outdoor
festival <https://www.parzelledortmund.de/2025/07/15/vsof-2025/> statt,
das sich zu einer Anlaufstelle der internationalen Free Jazz- und
Improvisationsszene entwickelt hat. Ansonsten befinden sich die meisten
Veranstaltungsstätten in der wohlverdienten Sommerpause. Das Lokal
Harmonie <https://www.lokal-harmonie.de/termine> in
***Duisburg***startet am 31.8.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11226/-/glotze>
mit einem Konzert der Leipziger Band Glotze in die nächste Runde.*
*Düsseldorf*
*Vom **29.7. bis 3.8.
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum_2025_II.html>**organisiert
Antoine Beuger die **zweite Woche**des **Wandelweiser-Klangraums
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum.html>**in der
Jazzschmiede. Am 16.8.
<https://irenekurka.de/events/workshop-und-konzert-mit-christian-banasik-nrw…>
verwandeln Irene Kurka <https://irenekurka.de/> und Christian Banasik
<https://www.christian-banasik.de/> im Rahmen eines kostenfreien
Workshops im NRW-Forum Pflanzen in Klanglandschaften, die in einem
Abschlusskonzert erlebbar sind.*
*Sonstwo*
Vom 28.8. bis 27.9. findet in *Bonn* das Beethovenfest
<https://www.beethovenfest.de/de/> statt. Im Konzert am 31.8.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/kian-soltani-deutsches-sym…>
mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin erklingen Werke von Bernd
Alois Zimmermann und Olly Wilson. Auf dem August-Macke-Platz ist noch
bis zum 21.9. die Klanginstallation /breathing/
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/raul-kell…>
von Raul Keller zu erleben.
Vom 14.7. bis zum 10.8. verwandelt der Summer Summit
<https://www.inselhombroich.de/de/veranstaltungen/hombroich-summer-summit-20…>
das Haus für Musiker auf der Raketenstation bei *Neuss* in einen Ort
musikalischer Begegnungen und Experimente. Am 2. und 9.8. vermitteln
Konzerte bei freiem Eintritt einen Einblick.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
*Impressum:
Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
<mailto:neuemusik@kulturserver-nrw.de>neuemusik(a)kulturserver-nrw.de*
*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
1
0
27 Jun '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-juli-20…
*Juli 2025*
*Gewesen: *neue Opern in Köln, Hagen und Wuppertal – neue Konzertreihe
Ritual in Köln
*Angekündigt:*Folkwang Woche Neue Musik in Essen –
Wandelweiser-Klangraum in Düsseldorf – Triennale in Monheim u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)
*
*
*
/*[Neue Opern in Köln, Hagen und Wuppertal]*/
/Zum Abschluss der Spielzeit sind die Opernhäuser in NRW noch einmal
aktiv geworden. Gleich vier neue Opern, davon zwei Uraufführungen und
eine deutsche Erstaufführung, waren zum Saisonabschluss zu erleben./
/Den Auftakt machte die Oper Köln <https://www.oper.koeln/de> mit einer
Inszenierung von ///La Passion de Simone/
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/la-passion-de-simone/1040>//(Premiere
am 18.5.25) der finnischen Komponistin Kaija Saariaho, die in diesem
Jahr auch im Zentrum des Achtbrückenfestivals
<https://www.achtbruecken.de/de/> stand. Das Werk befasst sich mit
Simone Weil, einer widersprüchlichen Figur, die man mit den üblichen
Zuschreibungen als Philosophin, Mystikerin oder gar Sozialrevolutionärin
nicht wirklich zu fassen bekommt. Weil (1909 bis 1943) entstammte einer
großbürgerlichen, jüdischen, säkularen Familie, begann zunächst ein
Philosophiestudium und versuchte es dann mit der Praxis. Sie nahm einen
Job in einer Fabrik an und engagierte sich im spanischen Bürgerkrieg und
der Résistance, scheiterte aber an ihrer schwachen gesundheitlichen
Konstitution und an ihrer mangelnden Realitätstauglichkeit (de Gaulle
hielt sie für ungeschickt und 'verrückt'). Schließlich näherte sie sich
dem Christentum an und hungerte sich aus 'Solidarität' mit ihren
französischen Landsleuten im Exil in London zu Tode. In ihrem
weltfremden Masochismus ist Weil nicht gerade eine Sympathieträgerin und
auch Saariaho fällt die Annäherung offenbar nicht leicht. In ///La
Passion de Simone
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/la-passion-de-simone/1040>
///ist sie nur als körperlose Stimme mit einigen Zitateinspielungen
präsent; im Zentrum steht stattdessen eine namenlose Frau (Sopran
Lavinia Dames <https://www.laviniadames.de/>), die Weils Leben und
Denken in fünfzehn Stationen Revue passieren lässt. Eine Handlung im
eigentlichen Sinne gibt es nicht, weshalb das Werk konsequenterweise als
Oratorium konzipiert ist, auch wenn Saariaho zeitlebens für eine
szenische Aufführung plädierte. Die Sperrigkeit des Sujets und der Form
stellen somit eine doppelte Herausforderung dar, der sich die
/Regisseurin Friederike Blum <https://friederikeblum.de/> stellt, indem
sie die Schwierigkeit und letztlich Vergeblichkeit einer Annäherung
explizit zum Thema macht. Sie kreiert einen ganz in Weiß gehaltenen,
anfangs von Vorhängen umfassten Raum, der von Weils überlebensgroßer
Büste auf einem Podest beherrscht wird – stumm, erstarrt, unnahbar. Im
weiteren Verlauf öffnet sich der Raum, das Vokalensemble und das
Orchester werden sichtbar, im Hintergrund erscheinen 14 identische,
kleinere Büsten, doch sie symbolisieren ebenfalls nur die Unmöglichkeit
einer Kontaktaufnahme. Dabei lässt die Sopranistin unterstützt von Chor
und Statisterie nichts unversucht: Die Büsten werden durchleuchtet und
betastet, das Foto aus Weils Fabrikausweis wie ein Banner gehisst, ihre
Texte erscheinen als Projektionen und Zuspielungen, werden sogar als
Postkarten verteilt, christliche Symbolik, die bereits im Titel anklingt
(//Passion///), wird bemüht, eine Art Abendmahl inszeniert, Weil zur
Märtyrerin stilisiert. Doch hinter diesem ins Leere laufenden
Aktionismus breitet sich eine lähmende Vergeblichkeit aus, der auch die
akustische Ebene nichts entgegenzusetzen hat. Saariaho schreibt die für
sie typische delikate Musik; eine Musik die sich behutsam anschmiegt, in
changierenden Farbklängen schwelgt, passend zu einem Zitat Weils („der
Stille zuhören können“) kurzzeitig ganz versiegt, sich dann wieder
aufbäumt und rhythmisch zuspitzt, der aber eine gewisse
Unverbindlichkeit anhaftet (oder habe ich mich beim Achtbrückenfestival
an ihrer Musik einfach satt gehört?). Wenn man dem Werk und vor allem
der Inszenierung etwas zugutehalten will, dann ist es die Entzauberung
der Person Simon Weil. In der Kölner Inszenierung erscheint sie nicht
als tiefgründige, vergeistigte Märtyrerin, die sich für die Welt
geopfert hat, sondern im Gegenteil als eine an sich und der Welt
Gescheiterte, der es an einer entscheidenden zwischenmenschlichen
Fähigkeit fehlte – der Empathie. Sie selbst bringt dies treffend zum
Ausdruck mit dem Satz „Nichts, was existiert, ist der Liebe vollkommen
würdig. Darum muss man lieben, was nicht existiert.“ Zum Schluss
erscheint die Sopranistin, jetzt gänzlich mit Weil identifiziert,
aufgebahrt als Opfer, über dem noch unbearbeitete Marmorblöcke schweben,
die man als Zeichen uneingelöster Möglichkeiten interpretieren kann. Ob
es diese gegeben hätte, wenn Weil länger gelebt hätte, bleibt fraglich.
Die Figur, die uns auf der Bühne gezeigt wird, lässt keine Entwicklung
erkennen. Immerhin kann man sich von Lavinia Dames klarer Stimme, dem
Gürzenich-Orchester <https://www.guerzenich-orchester.de/de/> unter der
Leitung von Christian Karlsen und dem achtköpfigen Vokalensemble wohlig
durch den Abend geleiten lassen./
//
/Bislang hat es mich noch nicht oft nach Hagen gelockt, aber diesmal bin
ich neugierig geworden. Francis Hüsers
<https://www.francis-huesers.de/>, seit 2017 Intendant am dortigen
Theater, hat kurz vor seinem Abschied der Stadt ein besonderes Geschenk
gemacht und mit ///American Mother
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/american-mother-1787/0/show/Play/>
///eine Uraufführung in Auftrag gegeben, die nicht nur ein brisantes
zeitgenössisches Thema in den Blick nimmt, sondern auch internationales
Personal in Hagen versammelt. Mit Diane Foley (die im Rahmen eines
Publikumsgesprächs in Hagen zu Gast war) steht wie bei Saariaho eine
ungewöhnliche, nicht-fiktive Frauengestalt im Fokus, doch diese wagte
sich tatsächlich in die Höhle des Löwen. Foley ist die Mutter von James
Foley, eines US-amerikanischen Journalisten, der von Terroristen des
sog. Islamischen Staates gefangengenommen, gefoltert und ermordet wurde.
Ein im Internet verbreitetes Video, das seine mutmaßliche Enthauptung
zeigt, sorgte 2014 weltweit für Entsetzen. Einige Jahre später wurde
Alexanda Kotey, einer der Täter und ebenfalls US-Amerikaner,
festgenommen und nach seiner Überführung in die USA dort zu lebenslanger
Haft verurteilt. Diane Foley war als einzige Angehörige bereit, ihm
gegenüberzutreten, dreimal ist sie ihm begegnet. Als Resultat verfasste
sie gemeinsam mit dem irischen Autor Collum McCann
<https://colummccann.com/>, der bei den Treffen anwesend war, das Buch
///American Mother///, auf dessen Basis McCann das Libretto der jetzt in
Hagen uraufgeführten Oper entwickelte. Wie lässt sich ein solcher Plot
auf die Bühne bringen, wie lässt sich dazu Musik schreiben? Die
Herausforderung angenommen hat die britische Komponistin Charlotte Bray
<http://charlottebray.co.uk/about/biography/> (*1982), die sich zwar
schon mit brisanten Themen befasst hat (so zum Beispiel in ihrem 2016
uraufgeführten ///Cellokonzert///, das auf die Zerstörung von Palmyra
Bezug nimmt), mit ///American Mother///jedoch ihr erstes abendfüllendes
Bühnenwerk vorlegt. Zum Auftakt hören wir zartes Sirren, helles,
gläsernes Schlagwerk, das langsam eine dunkle, bedrohliche Färbung
annimmt, während Diana Foley sich spürbar nervös auf die anstehende
Begegnung vorbereitet. Katharine Goeldner
<https://www.katharinegoeldner.com/> geht ganz in dieser Rolle auf, ihre
Zweifel, ihre Trauer, aber auch ihre Wut und ihre Entschlossenheit sind
jederzeit spürbar. Ihr gegenüber verkörpert Timothy Connor
<https://www.timothyconnorbaritone.com/> eindrücklich einen nicht nur
äußerlich in Ketten liegenden sondern auch in sich selbst gefangenen
Kotey, der sich zunächst als reinen Befehlsempfänger inszeniert, dann
sein eigenes Lebenselend beklagt und sich schließlich mit abgehackter
Staccatostimme und äußerstem Widerstreben auf eine Versöhnungsgeste
einlässt, indem er Foleys ausgestreckte Hand annimmt. Diese Szene, die
die Oper beschließt und die es wohl tatsächlich so gegeben hat, wirkt
nur deshalb nicht kitschig, weil sie nicht als hollywoodeskes Happyend
aus dem Hut gezaubert sondern als Ergebnis eines beiderseitigen inneren
Ringens präsentiert wird und eingebettet ist in eine Inszenierung, die
auf jedes falsche Brimborium verzichtet. Travis Prestons Regie in einem
Bühnenbild von Christopher Barreca konzentriert sich auf das
Wesentliche: Die Bühne ist über den Orchestergraben an das Publikum
herangezogen und beschränkt sich auf sparsames Mobiliar. Kurze
Bildeinblendungen (ein arabischer Text, eine Ruinenlandschaft)
unterstreichen die Stimmung ohne vom Geschehen abzulenken. Ergänzt wird
dieses konzentrierte Kammerspiel durch drei Nebenfiguren: Dong-Won Seo
<https://www.wieland-artists-management.de/dong-won-seo> verkörpert als
Gefängniswärter (in US-Orginalmontur!) eine von Rache und Ressentiment
erfüllte Gegenstimme. Als imaginierte Figuren ergänzen der ermordete
James Foley (Roman Payer) und Koteys Mutter (Angela Davis) das komplexe
Beziehungsgefüge. Bray schreibt dazu eine zugängliche Musik, die
gelegentlich durch Spiel im Klavierinneren, geräuschhafte Artikulationen
und umfangreiches Schlagwerk spezielle Akzente setzt. Eine besondere
Rolle nimmt der Chor ein, der die Solopartien an einigen Stellen wie ein
Schatten umfängt, anfangs nebulös, kaum greifbar, dann musikalisch und
physisch immer präsenter, bis er schließlich real auf der Bühne
erscheint. Hierdurch sowie durch Diane Foleys Versöhnungsgeste entsteht
eine positive Perspektive, das Unbehagen ist nicht verschwunden, aber
die Personen, allen voran Diane Foley, lösen sich aus ihrer Isolation
und Erstarrung und erobern sich ihre Handlungsfähigkeit zurück. In Hagen
ist eine sowohl szenisch als auch musikalisch gelungene Umsetzung zu
erleben (Philharmonisches Orchester Hagen unter der Leitung von Joseph
Trafton), die den Weg in jedem Fall gelohnt hat. /
/Auch die Wuppertaler widmen sich mit der deutschen Erstaufführung der
Oper ///Thumbprint/
<https://www.oper-wuppertal.de/programm/detailansicht-produktion/1272-thumbp…>//einer
ganz besonderen Frau. Die Rede ist von Mukhtar Mai, die 2002 Opfer einer
Gruppenvergewaltigung wurde, jedoch nicht – wie von der Tradition
gefordert – Selbstmord beging, sondern als erste pakistanische
Staatsbürgerin überhaupt die Straftat zur Anzeige brachte und wider alle
Erwartung (und leider auch nur vorerst) eine Verurteilung der Täter
bewirkte. Der Fall erweckte internationale Aufmerksamkeit und Mai
erhielt eine Entschädigungszahlung (wohlgemerkt nicht von den Tätern
sondern vom Staat), mit der sie die Mukhtar-Mai-Stiftung
<https://mukhtarmai.org/mukhtar-mai/> gründete und u.a. in ihrem
Heimatdorf eine Schule eröffnete. Sie selbst war wie die meisten
pakistanischen Mädchen von jeder Bildung ausgeschlossen, weshalb sie
ihre Aussage statt mit einer Unterschrift mit ihrem Daumenabdruck, dem
titelgebenden Thumbprint///, ///bekräftigen musste. Eine Frau, die in
einem gewalttätigen, patriarchalen System ihre eigene Stimme findet –
für die US-amerikanische Komponistin Kamala Sankaram
<https://www.kamalasankaram.com/>, Tochter eines indischen Vaters und
einer weißen amerikanischen Mutter, ruft dieses Schicksal geradezu nach
einer Oper und sie ist entschlossen, deren Möglichkeiten so wirkungsvoll
wie möglich einzusetzen. Dafür genügt ihr ein erstaunlich überschaubares
Instrumentarium, das lediglich aus Flöte, Violine, Viola, Kontrabass,
Klavier und Schlagzeug besteht. Ergänzt wird es durch indisches
Harmonium und Tabla und auch die Klangsprache ist stark von
traditionellen, indisch-pakistanischen Einflüssen geprägt.
Nach einem kurzen Vorgriff – eine Gruppe Journalisten umringt die
Protagonistin und fragt sie, woher sie ihren Mut und ihre Kraft nimmt –
führt die Oper chronologisch durch das Geschehen, das das Publikum in
Wuppertal hautnah erleben kann. Denn in der Inszenierung von Katharina
Kastening <https://www.katharinakastening.com/> sind die Zuschauerreihen
direkt auf der Bühne auf zwei Seiten eines erhöhten Podestes platziert.
Zum Greifen nah sehen wir Mukhtar, ihre Mutter und ihre Schwester,
befasst mit häuslichen Tätigkeiten und im Gespräch über die
Zukunftsaussichten der Mädchen, die nicht gerade rosig sind. Eine Frau
ohne Mitgift kann keine Ansprüche stellen und darf froh sein, wenn ihr
Ehemann – sei er auch alt und hässlich – sie nicht allzu schlecht
behandelt. Aber trotz dieser trüben Perspektiven vermittelt der von
einem indischen Raga inspirierte, die Stimmen miteinander verwebende
Gesang Vertrautheit und Lebendigkeit. Doch schon bald bricht das Unheil
in Gestalt des mächtigen Mastoi-Clans über sie herein, denn der Bruder
soll sich einem weiblichen Clanmitglied unsittlich genähert haben und
nur der Bußgang einer Angehörigen kann ihn retten. Der Kontrast könnte
nicht größer sein. Der monoton skandierte Ruf der Männer nach Ehre baut
sich wie ein monolithischer Block auf und treibt die Frauen mit
aggressiver Wucht in die Enge./ Mukhtar ist bereit sich zu opfern, noch
ohne zu wissen, was das konkret bedeutet. Als sie nach den Gesetzen der
Tradition der Gewalt der Männer ausgeliefert wird, scheint die Zeit
still zu stehen, die Musik verstummt. Nur vernehmliches Atmen und
Seufzen bleibt hörbar. Auf der bislang leeren Bühne wird ihre
Überwältigung durch riesige Stofflianen versinnbildlicht, die sie
umschlingen und fast zu ersticken drohen. Doch das Unglaubliche
geschieht, nach anfänglicher Resignation, wagt Mukthar sich zu
widersetzen, wird dabei von ihrer Familie unterstützt und sogar der Imam
schlägt sich auf ihre Seite, so dass es tatsächlich zur Verurteilung der
Täter kommt.
Kamala Sankaram will mit ihrer Oper und ihrer Musik aufrütteln und
erschüttern. Gleich zu Beginn ziehen /über einem minimalistischen
Rhythmus sich aufbauende Klangschichten mit treibender Kraft ins
Geschehen. Geschickt arbeitet sie mit Kontrasten, den eng verwobenen,
Verbundenheit signalisierenden Stimmen der Familie steht die aggressive
Wucht der Täter gegenüber, wiederholt greift sie auf traditionelle
Musikformen zurück wie etwa den Qawwali, ein von rhythmischem Klatschen,
Harmonium und Trommeln begleiteter ritueller Gesang der Sufis, wenn die
Mutter (Koloratursopran Banu Schult) Mukthar mit bebender Stimme zu
elegischen Streicherklängen zum Widerstand ermutigt, darf es auch ruhig
pathetisch werden. In Wuppertal entsteht daraus ein stimmiges,
mitreißendes Ganzes, die Sänger und Sängerinnen (Sharon Tadmor, Banu
Schult, Oliver Weidinger, Merlin Wagner, Sergio Augusto und Nihal Azal),
sind mit Herz, Seele und Stimmkraft bei der Sache. Die Regisseurin
Katharina Kastening konzentriert sich daher ganz auf ihre Präsenz, die
sie durch den Einsatz einer Handkamera, die uns die Personen durch
Großprojektionen noch näher rücken lässt, unterstreicht. Im
entscheidenden Moment dreht Mukhtar den Spieß um, indem sie dem
Vergewaltiger die Kamera entreißt und ihn nun ihrerseits in die Enge
treibt. Am Ende steht ein leidenschaftliches Plädoyer für Engagement und
Optimismus: Aus dem Regentropfen soll eine Flut werden.
Während in der Oper somit die Gerechtigkeit siegt und Recht vor Gnade
ergeht, zeigt sich das reale Leben leider widerspenstiger. Die zunächst
ausgesprochenen Todesurteile wurden 2005 aufgehoben, fünf der sechs
Hauptverantwortlichen wegen mangelnder Beweise freigesprochen, nur einer
erhielt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe; ob und wie lange er diese
verbüßt hat, konnte ich nicht herausfinden. Mukhtar Mai indessen ist
Morddrohungen ausgesetzt und wurde zeitweilig wegen ihrer
internationalen Aktivitäten von der pakistanischen Regierung unter
Hausarrest gestellt, wovon sie sich bislang jedoch nicht einschüchtern
ließ./
/Drei neue Opern über Frauen – besonders die Parallelen zwischen
///American Mother
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/american-mother-1787/0/show/Play/>
///und ///Thumbprint/
<https://www.oper-wuppertal.de/programm/detailansicht-produktion/1272-thumbp…>//lassen
sich nicht übersehen. Beide verhandeln eine reale, spektakuläre,
moralisch aufgeladene Begebenheit, das Publikum soll direkt emotional
erreicht werden (was in beiden Inszenierungen durch die räumliche Nähe
zusätzlich betont wird), nicht kritische Distanz oder Reflektion sind
das Ziel sondern Identifikation, die Rollen der Guten und Bösen sind
klar verteilt. Der Musik kommt dabei eine unterstützende Funktion zu,
sie soll mitreißen berühren, erschüttern – irritieren wenn überhaupt nur
in engen Grenzen und soweit dies inhaltlich legitimiert ist (die Bösen
dürfen schon mal ein bisschen knarzen). Dies steht dem Anspruch, den die
Neue Musik vor sich hergetragen hat, natürlich diametral entgegen und so
ist es nicht verwunderlich, das Bray und Sankaram der
anglo-amerikanischen Musiksphäre angehören, die mit dem großen 'N' schon
immer gefremdelt hat. Es passt aber auch in eine Zeit, in der das
Publikum unmittelbar (also ohne Umweg über das Denken) angesprochen und
'abgeholt' werden soll.
Bei der vierten eingangs erwähnten Oper handelt es sich übrigens um
/*Philippe Manourys <https://www.philippemanoury.org/> **/Die Letzten
Tage der Menschheit
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/die-letzten-tage-der-menschheit/1018>
/**(Uraufführung am 27.6.), die ich mir allerdings erst später anschauen
kann und deshalb in der nächsten Gazette besprechen werde. *
/*[Neue Konzertreihe ritual in Köln]*/
/„//Rituale grenzen den Alltag vom Nichtalltag ab. Sie schaffen Platz
für ein Eintauchen in Räume außerhalb der Routine und sind Orte der
Gemeinschaft.“ Mit diesen Worten beschreibt //Sophie Emilie Beha
<https://sophieemiliebeha.de/>//die Zielsetzung einer neuen, von ihr
kuratierten //Konzertreihe <https://ritual-music.de/>//, die am 1.6. im
Kölner Stadtgarten Premiere hatte. Beha ist Moderatorin, Kuratorin,
Journalistin und Autorin und war 2022 die erste Programmgestalterin
unter den //NICA artists <https://nica-artistdevelopment.de/>//. Für die
neue Reihe hat sie sechs sehr unterschiedliche künstlerische Positionen
versammelt, die bis November am jeweils ersten Tag des Monats an
verschiedenen Orten im und um den Stadtgarten zu erleben sind. Durch
diese Terminierung werden die Konzerte selbst zu einer Art Ritual, wozu
auch der gemeinsame Hörspaziergang beiträgt, der jeden Abend einleitet
Zum Auftakt war die Jazz- und Improvisationsmusikerin //Luise Volkmann
<https://luisevolkmann.com/>//mit einem fünfköpfigen Ensemble (Thea Soti
/ Gesang und Electronics, /Maria Reich / Viola, Philipp Zoubek /
Präpariertes Klavier, Anil Eraslan / Cello) /zu Gast. '///Rites de
Passage///' – wie ihr gleichnamiges Album – nennt sie ihre
Klangerkundungen, eine „Musik des Widerstands und des Übergangs“. Zu
Beginn zieht Thea Sotis Stimme ruhig ihre Bahnen und sorgt für einen
warmen, melancholischen Einstieg. Dann entfaltet die Musik immer mehr
Eigenleben und wird selbst zur Sprache, während die Stimme – teils
elektronisch verfremdet – instrumental eingesetzt wird. Brodelnde, von
kurzen Spitzen zerfurchte Strukturen, ein Sopransolo über rhythmischem
Grund, mal diffus-schwebende, mal dichte, energetische und geräuschhafte
Passagen wechseln einander ab und loten das ganze, aus der
zeitgenössischen Musik bekannte Spektrum aus. Volkmann nimmt uns mit auf
eine abwechslungsreiche Klangreise, aber manchmal gehen mir die
Übergänge zu schnell. Kaum hat man sich dem Sog der Musik überlassen, da
wird bereits das nächste Stück anmoderiert. Doch um – wie von der
Kuratorin angedacht – Räume außerhalb der Routine des Alltags zu öffnen,
wäre es gerade wichtig innezuhalten und zu insistieren.
Man darf gespannt sein, welche Zugänge die kommenden Konzerte eröffnen.
//Wojtek Blecharz <https://www.wojtekblecharz.com/>//kündigt für den
1.8. individuelle Klangmassagen an und //Maria de Alvear
<https://www.mariadealvear.com/>//, eine Meisterin des Rituals, steuert
am 1.9. eine Uraufführung bei. /
*[Termine im Juli] *
*Köln *
Vom 8. bis 11.7. befasst sich soundtrack cologne
<https://www.soundtrackcologne.de/>mit Musik und Ton in Film, Games und
Medien. Parallel dazu werden in der Reihe see the sound
<https://www.seethesound.de/> vom 9. bis 13.7. außergewöhnliche
Musikfilme gezeigt (z. B. am 10.7.
<https://www.seethesound.de/details/?film=Every-Note-you-Play> Mika
Kaurismäkis Dokumentation
<https://monheim-triennale.de/de/news/premiere-every-note-you-play> über
die Monheim Triennale <https://monheim-triennale.de/de>).
In der Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/> finden
vor der Sommerpause noch zwei Lunchkonzerte am 5. und 12.7. statt und
die Montage im Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/> sind für NICA
artists <https://nica-artistdevelopment.de/> reserviert (am 7.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-hilde-9083> hilde
<https://www.hildemusic.com/>, am 14.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-jones-engel-own-your-bones-90…>
Jonas Engel <https://nica-artistdevelopment.de/artists/jonas-engel>, am
21.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-theresia-philipp-fields-in-mo…>
Theresia Philipp <https://theresiaphilipp.de/> und am 28.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-headless-society-9086>
Headless Society). Am 1.7. <https://ritual-music.de/01-07/> wird die
Reihe ritual <https://ritual-music.de/> mit einer Komposition von
Florian Rynkowski <https://www.florianrynkowski.de/> fortgesetzt, im
Konzertraum 674 FM <https://674.fm/> erwartet uns am 2.7
<https://674.fm/__trashed/> das Trio tri:angel
<https://dietmar-bonnen.com/trio-triangel.php>, beim Chamber Remix
<https://chamber-remix.de/> am 4.7. begegnen sich Maren Lueg
<https://marenlueg.org/> und Albrecht Maurer
<https://www.albrechtmaurer.de/>, das Ensemble hand werk
<https://ensemble-handwerk.eu/> ist am 5.7.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw25c_2/> in der Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/> zu Gast und ebenfalls am 5.7.
veranstaltet die reiheM <https://www.reihe-m.de/>*im **Loft
<https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**das **4. Internationale Kölner
LiveLooping Festival <https://www.reihe-m.de/?p=5938>**. Im **Loft
<https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**finden fast täglich
interessante Konzerte statt (so zum Beispiel am **6.7.
<https://www.loftkoeln.de/event/a-trio-release-konzert-fusion/>**mit dem
auf zeitgenössische Musik spezialisierten A-Trio), am 11.7. setzt
**Impakt <https://impakt-koeln.de/>**eine Reihe mit
Improvisationskonzerten fort, am **12.7.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-93/>**bringt
die **Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**beim WDR neue Werke
von Arnulf Herrmann und Georg Friedrich Haas zur Uraufführung, ebenfalls
am **12.7.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/toter-toaster-vol-3.1789…>**gestalten
Lydia Balz und Alexis Ludwig in der Kulturkirche Sankt Gertrud ein
auditives Experiment und am 13.7.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/sinfonischer-kehraus/4751>
kommt beim Sinfonischen Kehraus in der Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/> bei freiem Eintritt u.a. auch
Lachenmanns **/Tanzsuite mit Deutschlandlied/**zu Gehör. In der
**Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>**stehen am
**4.7.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/04-07-2025-kompass-7-mu…>**Kompass
#7, ein offener experimenteller Raum für alle Kompositionsstudierenden,
und am **16.7.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/dots-chunks-islands.1789…>**das
Abschlusskonzert Komposition von **Ahmetcan Gökçeer
<https://ahmetcangokceer.net/>**und **Simon Bahr
<https://www.simonbahr.de/>**auf dem Programm und vom 25. bis 27.7.
verbindet die Konzertinstallation **Book of hours and landscapes
<https://www.kolumba.de/index.php?language=de&cat=2&art=982>**zwei
außergewöhnliche Räume des Architekten Peter Zumthor: das Kunstmuseum
des Erzbistums Köln **Kolumba
<https://www.kolumba.de/index.php?language=de>**und die
Bruder-Klaus-Kapelle in Wachendorf in der Eifel.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln, jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat
wird der Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt und am letzten Mittwoch im
Monat erwartet uns die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im
**LTK4 <https://ltk4.de/>, wo am 31.7. auch das Centre Cour Festival
beginnt. **W**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://impakt-koeln.de/>**, **sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Der Kulturraum Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/>in *Bochum*kündigt ein
sommerliches Konzert am 6.7.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/verweile-augenblick/>und
Grenzgänge an der Orgel am 27.7.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/grenzgaenge-ii/>an.
Das Duo Hauser <https://www.piahauser.com/>– Pauß ist am 6.7. mit Flöte
und Live-Elektronik in der Kulturkirche Liebfrauen in *Duisburg*zu
erleben und im Lokal Harmonie <https://www.lokal-harmonie.de/>stehen
hilde <https://www.hildemusic.com/>am 6.7.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11252/-/hilde-brues…>und
der Kontrabassist Christian Hinz <https://christian-hinz.com/>am 9.7.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11227/-/christian-h…>auf
der Bühne.
Vom 30.6. bis 5.7. 2025 lädt die Folkwang Universität der Künste
<https://www.folkwang-uni.de/home>in *Essen*zur Folkwang Woche Neue
Musik ein. Nach dem Eröffnungskonzert mit dem Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/>präsentieren bis zum 5.7. Studierende und
Lehrende ein vielfältiges Programm; u.a. stellen Fanny Herbst und
Jiaying He ihre Abschlussarbeiten vor. In der Philharmonie kommen am 3.
und 4.7.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/lichteinfall-127713/1708/>Werke
von Michael Pisaro <https://www.michaelpisaro-liu.com/>, John Psathas
<https://www.jpsathas.com/>, Charles Ives und B.A.Zimmermannzur
Aufführung, die Gesellschaft für Neue Musik Ruhr
<https://www.gnm.ruhr/>lädt am 7.7. zur freien Improvisation (FRIM) und
das Ensemble S201 <https://www.ensemble-s201.com/>trifft am 19.7. auf
Freunde.
Das Makroscope <https://www.makroscope.eu/>in *Mülheim an der
Ruhr*verabschiedet sich am 5.7.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-schoco-mune-x-fred-marty-ach-kuh…>mit
schoco mune, Fred Marty, Ach Kuhzunft und Salome Amend in die Sommerpause.
*Düsseldorf*
*Im Rahmen der Ausstellung **Die Grosse <https://www.diegrosse.de/>**im
Kunstpalast inszeniert das **Ensemble **Oper, Skepsis und Gleisbau
<https://www.niehusmann.org/osg/>**am **3.7.
<https://www.diegrosse.de/programm/soiree/die-grosse-soiree/>**eine
Klang-Aktion. Zwei sehr unterschiedliche Klangräume gibt es im Juli zu
entdecken: Am 5.7. beschließt der **Klangraum 61
<https://www.klangraum61.de/>**sein diesjähriges **Festival
<https://www.klangraum61.de/klangraume>**mit einem Konzert im Palais
Wittgenstein und vom **15. bis 20.7.
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum_2025_I.html>**sowie
vom **29.7. bis 3.8.
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum_2025_II.html>**organisiert
Antoine Beuger den Wandelweiser-Klangraum
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum.html> in der
Jazzschmiede. Die Woche dazwischen gestaltet André O. Möller mit einem
eigenen Programm. *
*Sonstwo*
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/>kündigt aktuellen Jazz mit dem Philipp
Brämswig Trio am 5.7. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6461>an.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/>veranstaltet monatlich einen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/>und die Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112>verabschiedet sich am 6.7.
mit einem Orgelkonzert in die Sommerpause.
*Die Klanginstallationen**//**/coin-cidence / humming/
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/coin-cide…>**//**von**//**Nika
Schmitt <https://www.schmittnika.com/>**und **Raul Keller
<https://raul.keller.ee/index.php/en/>**in der gkg ***Bonn ***sind noch
bis zum 27.7. zugänglich. *
*Das **Theater <https://www.theaterhagen.de/>*****Hagen***lädt am **6.7.
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/kafkas-scham-schuld-prozess-1789/…>**zu
einem Musiktheaterexperiment mit Texten von Franz Kafka in das
Wasserschloss Werdringen und am **8.7.
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/10-sinfoniekonzert-1830/9049/show…>**erklingt
in der Stadthalle im Rahmen des 10. Sinfoniekonzerts */Let me tell you
//von /*Hans Abrahamsen**.***
*Vom 26.7. bis 3.8. werden in ***Kürten***die **Stockhausenkurse
<https://www.karlheinzstockhausen.org/pdf/Stockhausen-Courses-Kurten-2025-Br…>**veranstaltet,
die wie üblich von Konzerten begleitet werden (Eintritt frei).*
*Vom 2. bis 6.7. findet die ***Monheim*****Triennale
<https://monheim-triennale.de/de>**statt, die alle aktuellen Strömungen
auf Augenhöhe versammeln möchte. Unter den **Signature Artists
<https://monheim-triennale.de/de/artists>**, die Reiner Michalke an den
Rhein gelockt hat, finden sich **Heiner Goebbels
<https://monheim-triennale.de/de/artists/heiner-goebbels>**, **Peter
Evans <https://monheim-triennale.de/de/artists/peter-evans>**, **Terre
Thaemlitz <https://monheim-triennale.de/de/artists/terre-thaemlitz>**,
**Rojin Sharafi
<https://monheim-triennale.de/de/artists/rojin-sharafi>**u.v.a. *
*Am **2.7.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>**stellt
sich die Schlagzeugklasser der **Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/die_Musikhochschule/index.html>*****Münster***mit
Werken von John Cage, David Friedman, Elliott Carter u.a. vor. *
*Das **Studio für Neue Musik
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d>**der
Universität ***Siegen***kündigt ebenfalls einen Schlagzeugabend am
**16.7.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/24_2…>**an.*
*Am **4.7.
<https://visiodrom.de/news/besides-nichts-als-treibholz-naturskulpturen/>**sind
Musiker und Musikerinnen der ***Wuppertaler***Improvisationsszene unter
dem Motto 'Nichts als Treibholz' im **Visiodrom
<https://visiodrom.de/>**zu Gast und am **5.7.
<https://skulpturenpark-waldfrieden.de/veranstaltungen/details/taxus-beck-05…>**belebt
Thomas Taxus Beck den **Skulpturenpark Waldfrieden
<https://skulpturenpark-waldfrieden.de/>**mit selbstspielenden
Nistkästen. *
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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