KS – Neuemusik
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29 Aug '25
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können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-septemb…
*September 2025*
*Gewesen: *Auftakt Ruhrtriennale
*Angekündigt:*Klangbegegnungen mit dem Ensemble Crush – Oper von Peter
Eötvös in Hagen – Forum neuer Musik beim DLF u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*) *
*/[Auftakt Ruhrtriennale]/*
/2024 hat Ivo Van Hove für drei Jahre die Intendanz der //Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>//übernommen und bereits im ersten Jahr
wurde deutlich, dass neue Musik nicht zu seinen Steckenpferden gehört.
Dabei soll hier gar nicht von Neuer Musik mit großem N à la
Donaueschingen die Rede sein, aber irgendetwas jenseits des Mainstreams
wäre von einem so hochkarätigen Festival durchaus zu erwarten. Immerhin
gibt es die Reihe 'Erased Music', die es sich zur Aufgabe gemacht hat,
vergessene Musiker und Musikerinnen in den Fokus zu rücken. 2024 fiel
die Wahl auf Julius Eastman, der allerdings längst kein Geheimtipp mehr
ist, sondern wohl auch aufgrund seines mehrfachen Außenseiterstatus (als
schwarzer, schwuler, am Ende seines Lebens drogenabhängiger und
obdachloser Mann) in den letzten Jahren viel Interesse auf sich gezogen
hat. In diesem Jahr widmete sich die Reihe Wendy Carlos, die als
Pionierin der elektronischen Musik gilt. Carlos lernte Anfang der 60er
Jahre – damals noch als Walter, also vor ihrer Geschlechtsangleichung –
Robert Moog kennen, der den ersten kommerziell verfügbaren Synthesizer
auf den Markt brachte. Carlos steuerte eigene Ideen zur Entwicklung bei
und war eine der ersten, die den Moog-Synthesizer intensiv nutzten.
Unter anderem spielte sie damit Klassiker wie Bach und Händel ein,
insbesondere ihr Album ///Switch-On Bach///aus dem Jahre 1968 sorgte für
Furore und erklomm höhere Plätze in den Charts. Dabei erwies sich die
Umsetzung als ziemlich kompliziert und nahm laut Carlos mehrere Monate
in Anspruch. Denn da die Synthesizer monophon waren, mussten die
einzelnen Stimmen nacheinander eingespielt und anschließend auf einem
Mehrspurtonband zusammengeführt werden. Will Gregory brachte dies Anfang
der 2000er Jahre auf die Idee, die Stücke mit einem Ensemble aus
Synthesizern in Echtzeit aufzuführen und so zu neuem Leben zu erwecken.
Das daraus entstandene //Will Gregory Moog Ensemble
<https://www.willgregorymoogensemble.co.uk/moogies>//ist bis heute aktiv
und war nun mit einem //Tribute to Wendy Carlos
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/erased-music-tribute-to-wendy-carl…>//in
der Turbinenhalle der Jahrhunderthalle zu Gast. Was damals der letzte
technische Schrei war, klingt heute nostalgisch und das sowie ihre
Unberechenbarkeit machen den Reiz der analogen Gerätschaften aus. Im
Vergleich zu digitalem Equipment gibt es weniger determinierende
Voreinstellungen, zudem reagieren die Synthesizer akustischen
Instrumenten vergleichbar auf Umgebungseinflüsse wie
Temperaturschwankungen. Wie Gregory ausführt, weiß man nie genau, was
passieren wird, wenn man eine Taste drückt, und „das hat etwas sehr
Reines und Geheimnisvolles an sich“. Tatsächlich verfügen die
Instrumente über ein interessantes Klangspektrum. Es quäkt, schnurrt,
wabert, brummt, grummelt, fiept, gurrt und gluckert. Mehr als bei den
letztlich ziemlich eindimensionalen Händel- und Bachtranskriptionen
schöpfte Carlos dieses Potential bei ihren Filmmusiken für Stanley
Kubrick aus. Auch hier ließ sie sich von klassischen Kompositionen
inspirieren (bei ///A Clockwork Orange///natürlich von Beethoven, bei
///Shining///fand z. B. das ///Dies-Irae///-Motiv aus Berlioz'
///Symphonie fantastique///Verwendung)//, experimentierte aber mehr und
schuf so eigenständige Klangwelten, die bis heute unauflöslich mit
Kubricks Bildern verwoben sind. Hier kann man ahnen, was die analogen
Moogs zu bieten hätten. An dieser Stelle weiterzuforschen, wäre spannend
gewesen, aber die im zweiten Konzertteil präsentierten eigenen
Kompositionen des //Will Gregory Moog Ensembles
<https://www.willgregorymoogensemble.co.uk/moogies> //stranden schnell
im Erwartbaren. Die Musik wird an die melodische und rhythmische Leine
gelegt, erlaubt sich ein paar Effekte und ein paar Ausflüge ins Pompöse
und lässt genau die Unvorhersehbarkeit vermissen, die Gregory vorher
noch beschworen hat.
//Was die Rubrik Musiktheater anbelangt, so schlägt Van Hoves Herz
offensichtlich für die Popkultur, wobei er im letzten Jahr mit PJ Harvey
(///I Want Absolute Beauty///) und Björk (///Abendzauber///in der Regie
von Krystian Lada) immerhin zwei interessante Protagonistinnen
ausgewählt hatte. Die Ergebnisse haben mich zwar nicht restlos
überzeugt, aber zumindest ///I Want Absolute Beauty ///mit Sandra Hüller
als Zugpferd entpuppte sich als Publikumserfolg, was Van Hove wohl dazu
animierte, das Rezept zu wiederholen. In ///I Did It My Way/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/i-did-it-my-way/177>//, dem
Eröffnungsstück der diesjährigen Ruhrtriennale, dient Lars Eidinger als
Aushängeschild und ihm ist es vermutlich zu verdanken, dass die
Aufführungen bereits im Vorfeld restlos ausverkauft waren. Inhaltlich
geht die Rechnung allerdings nicht auf und das liegt nicht an den
Mitwirkenden. Die Grundidee ist denkbar einfach: Anhand von mehr oder
minder bekannten Liedern von Frank Sinatra und Nina Simone konstruiert
Van Hove die Geschichte eines Paares: ein weißer Mannes und eine
schwarze Frau, sie verlässt ihn, geht ihren eigenen Weg, erkennt die
politische Dimension ihrer Emanzipation, zum Schluss begegnen sie sich
erneut, ohne wirklich zusammenzufinden – I did it my way. Vor der
Kulisse eines amerikanischen Vorstadthauses, auf dessen Dach die
Musikkapelle platziert ist, werden die Songs wie am Schnürchen
aneinandergereiht. Dabei entsteht kein Raum für eine schauspielerische
Gestaltung der Figuren, die holzschnittartige Anlage der Story
verhindert jegliche Zwischentöne. Eidinger muss die undankbare Rolle
eines Mannes spielen, der nichts kapiert, in der Opferrolle verharrt und
gequält am Laternenpfahl lehnt. Mit Larissa Sirah Herden, gebürtige
Gelsenkirchenerin, steht ihm eine Partnerin zur Seite, die vor allem
gesanglich überzeugt, aber ebenfalls keinen Tiefgang entfalten kann, da
die Entwicklung ihrer Figur schablonenhaft bleibt. Damit sie trotzdem
jeder mitbekommt, lässt Van Hove historisches und aktuelles Bildmaterial
auf die Hauswand projizieren: Martin Luther King,
Bürgerrechtsdemonstrationen, Polizeigewalt, rassistische Übergriffe.
Doch das Ganze ist so vorhersehbar und eindimensional, dass selbst ein
Lied wie ///Strange Fruits///, das sich mit Lynchjustiz befasst und
eigentlich immer unter die Haut geht, zwar innehalten lässt, aber sofort
einkassiert wird und seine gewohnte Wirkung nicht entfalten kann.
Um das Geschehen wenigstens etwas aufzulockern, werden den beiden je
zwei Tänzer bzw. Tänzerinnen zur Seite gestellt, doch auch deren
Performance wirkt altbacken und erstickt in Klischees. Beim Kampf der
Geschlechter werden die Kerle zwar niedergerungen, aber die Ladies
müssen dabei sexy mit den Hintern wackeln! Da hat jedes drittklassige
Musical mehr zu bieten.
Auch wenn Eidinger kein professioneller Sänger und Tänzer ist und nicht
jeden Ton trifft, schlägt er sich wacker, doch sein eigentliches
Potential bleibt vollständig ungenutzt. Van Hove lässt ihn praktisch ins
Leere laufen. Herden kann zumindest ihre gesanglichen Qualitäten
ausspielen und in der Rolle der sympathischen, sich emanzipierenden
jungen Frau brillieren, doch man spürt, dass auch sie sehr viel mehr zu
bieten hat. Es bleibt der Eindruck, dass eine Menge Talent durch eine
Inszenierung verschenkt wird, die an Schlichtheit, Einfallslosigkeit und
Berechenbarkeit kaum zu überbieten ist, die ein angesagtes Thema
bedient, mit dem man nichts falsch machen kann, aber letztlich nichts
Neues dazu zu sagen hat. Schade!/
*[Termine im September]*
*Köln *
*In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**stehen
**Pascal Klewer <https://pascalklewer.com/>**’s acoustic ambient
ensemble am 15.9., das Preisträgerkonzert des **Bernd-Alois-Zimmermann
Stipendiums
<https://www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/kultur/kulturfoerderung/bernd-alo…>**am
17.9., das **Ensemble Dehio <https://ensemble-dehio.de/>**mit Albrecht
Zummachs **/Wobbly Echoes/**am 19.9., das **Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/>**am 26.9. sowie Lunchkonzerte am 6.9.,
13.9., 20.9. und 27.9. auf dem Programm. In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>**erwarten uns eine
Uraufführung von Igor C Silva am **21.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/igor-c-silva-duisburger-phi…>**,
**/Near Midnight/**von Helen Grime am **26.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/nachtmusik-mahlers-siebte/4…>**und
**27.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/nachtmusik-mahlers-siebte/4…>**und
Musik für Zymbal von Charlotte Bray, László Sáry und Emma Nagy gespielt
von Áron Horváth am **28.9.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/rising-stars-aron-horvath/4…>**Die
**Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**kündigt ein
Montagskonzert mit Pamela Z am **22.9.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-pamela-z-meets-musikf…>**,
das Preisträgerkonzert der **Ernst von Siemens Musikstiftung
<https://evs-musikstiftung.ch/>**mit dem **Ensemble tacet(i)
<https://www.tacetiensemble.com/>**am **23.9.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/preistraegerkonzert-der-ernst-von-si…>**und
die nächste Probenphase des **Kölner Chaos-Orchesters
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/koelner-chaos-orchester-2/>**vom
26. bis 28.9. an.
Die Reihe **ritual <https://ritual-music.de/>**präsentiert am **1.9.
<https://ritual-music.de/01-09/>**das Ensemble **hand werk
<https://ensemble-handwerk.eu/>**mit einem neuen Werk von **Maria de
Alvear <https://www.mariadealvear.com/>**. Das Ensemble ist am **30.9.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw25c_3/>**auch in der **Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/>**zu Gast, wo uns außerdem ein Abend
zum Scheitern mit Texten von Charles Bukowski und Musik von **Christoph
Maria Wagner <https://christophmariawagner.de/>**am 20. und 21.9. sowie
das **Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/index.html>**Ensemble am
28.9. erwarten. Am **7.9.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/kuenstlerische-intellige…>**befasst
sich ein Abend mit Vortrag und Musik in der Reformationskirche in
Bayenthal mit künstlicher Intelligenz, am 12.9.
<https://asasello-quartett.eu/de/events/05-09-2025-koeln/> spielt das
Asasello Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/> ein neues
Streichoktett von Rostislav Kozhevnikov im Sancta Clara Keller, beim
nächsten Konzert der WDR-Reihe '**Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>**' am
**13.9.
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/m…>**erklingen
Uraufführungen von Andile Khumalo und Johannes Schöllhorn sowie deutsche
Erstaufführungen von Hannah Kendall und Sergej Newski und die **reiheM
<https://www.reihe-m.de/>**präsentiert am **23.9.
<https://www.reihe-m.de/?p=6008>**die isländische Band Stilluppsteypa
sowie Projekte von Nguyễn Zen Mỹ und Takafumi Okada. Der Deutschlandfunk
feiert 25 Jahre **Forum neuer Musik
<https://www.deutschlandfunk.de/forum-neuer-musik-104.html>**am 27.9.
mit dem **Asasello Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/>**und dem
**Ensemble Reflexion K <https://www.ensemble-reflexionk.de/>**und im
**Atelier Dürrenfeld/Geitel <https://platformcologne.com/>**stehen die
**Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**am 9.9. und das
**Werckmeister Quartett
<https://eichenberger.li/projekte/werckmeister/>**am 29.9. auf dem
Programm. Noch bis zum 5.9. findet die **Cologne Jazzweek
<https://jazzweek.de/>**statt, wobei am 3.9. auch mehrere **NICAartists
<https://nica-artistdevelopment.de/>**vertreten sind.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**(z. B. bei einer Listening Session am
23.9.) und **Noies <https://noies.nrw/>**, der Zeitung für neue und
experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4. Dienstag im Monat
sendet****FUNKT <https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein
Radioformat mit Elektronik und Klangkunst aus Köln, jeden 1. und 3.
Mittwoch im Monat wird der Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt und am letzten Mittwoch im
Monat erwartet uns die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im
**LTK4 <https://ltk4.de/>**– am **24.9.
<https://ltk4.de/portfolio/soiree-sonique-99/>**mit der 99. Ausgabe!
Fast täglich gibt es interessante Konzerte im **Loft
<https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**(z.B. das Trio
Hübsch/Schubert/Hemingway am **11.9.
<https://www.loftkoeln.de/event/carl-ludwig-hübschs-longrun-development-of-…>**),
**w**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>****sowie **Veranstaltungen
mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Ein berührendes Mosaik aus realen Geschichten, Träumen und Erinnerungen
mit Musik von Philip Venables verspricht die Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>mit /We Are The Lucky Ones
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/we-are-the-lucky-ones/188>///und
das ChorWerk Ruhr <https://chorwerkruhr.de/>ist mit /before und after
nature/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/before-and-after-nature/165>und
Musik von David Lang zu erleben.
*Im ***Dortmunder*****domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>**stehen
**The Dorf <http://thedorf.net/index.php?section=Start>**am **18.9.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11567.html>**und
Ingebrigt Håker Flaten & (Exit) Knarr am **23.9.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/ingebrigt-håker-flaten-exi…>**auf
der Bühne.*
*Am **3.9.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20250903-das-dorf-umland…>**sind
Jan Klare, Martin Scholz und Marvin Blamberg im
***Duisburger*****Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>**zu
Gast, das **Ensemble Crush <https://ensemble-crush.com/>**lädt am **13.
und 14.9.
<https://ensemble-crush.com/klangbegegnung-iv-thorsten-toepp-ensemble-crush/>**in
der Kulturkirche Liebfrauen ein zu KlangBegegnungen und im **Earport
<https://earport.de/pages/de/startseite.php>**eröffnet das Trio Présence
am 28.9. eine Ausstellung mit Werken von Martin Goppelsröder.*
*Das **Part-Ensemble <https://part-musik.de/>**widmet sich am **19.9.
<https://www.museum-folkwang.de/de/veranstaltung/staub-performance-des-part-…>**im
***Essener***Folkwang Museum den wechselnden Erscheinungsformen des
Staubes und im **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>**stehen die Konzertreihe ElecTair am
4.9., das Trio Gottschalk/Parvaresh/Töpp am 7.9., die **Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>**am 8.9. sowie eine Audiovisuelle Reise mit
Verena Hentschel am 20.9. auf dem Programm. Die **Gruppe Moment
<https://www.gruppemoment.de/>**wirkt am 7.9. beim **Festival Open House
<https://www.openhouseessen.org/>**mit und das **catinblack ensemble
<https://www.catinblackensemble.com/>**startet eine neue Reihe in der
**Szene 10 <https://szene10.de/>**im Girardet. Zum Auftakt am **11.9.
<https://szene10.de/spielplan/beauty-nevertheless/>**kommt ein Werk von
**Sebastian Gramss <https://sebastiangramss.de/>**zur Aufführung. Am
gleichen Ort vertont das **Interzone Perceptible
<https://www.i-p-music.com/>**am **7.9.
<https://szene10.de/spielplan/nosferatu/>**live und mit eigener
Komposition Murnaus **/Nosferatu/**. Das Ensemble hat sich auf
Live-Musik zu Stummfilmen spezialisiert und ist im **September
<https://i-p-music.com/de/shows.html>**auch in Gladbeck, Menden und
Duisburg zu erleben. *
*Das **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr***kündigt ein Konzert mit **André Uhl und Einar Fehrholz am **6.9.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-andre-uhl-und-einar-fehrholz>**und
die Sängerin und Noisekünstlerin Sarah Košicki in der neuen Konzertreihe
Verstärker am **19.9.
<https://www.makroscope.eu/programm/verstarker-die-neue-konzertreihe-im-makro>**an.
*
*Düsseldorf*
*Am 14.9. sind das Duo Wechselstrom aus Wien und das **Duo rand
<https://rand-musik.de/>**aus Berlin bei **musik21
<http://www.musik21.de/>**zu Gast. Ebenfalls am 14.9. veranstaltet
**Frederike Möller <http://frederikemoeller.de/Willkommen/>**das nächste
ToyPiano Festival und am **23.9.
<https://www.duesseldorf.de/stadtbuechereien/veranstaltungen/veranstaltungsd…>**interviewt
sie in der Reihe 'Persönlichkeiten des Düsseldorfer Musiklebens' in der
Zentralbibliothek die Sopranistin **Irene Kurka <https://irenekurka.de/>**.*
*Sonstwo*
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> schickt vom 4. bis 14.9.
Mats Gustafsson <https://matsgus.com/>und Christof Kurzmann durch NRW
und lässt sie auf wechselnde Gäste treffen.
In der *Aachener* Raststätte <https://raststaette.org/> erwartet uns am
3.9.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2025-09-03/>
Synthesizer Jam und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik Aachen
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt aktuellen Jazz am 6.9.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6827> und 20.9.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6944>, die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 12.9. und einen Vortrag über Peter Raabe am 28.9.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=7171> an.
Noch bis zum 27.9. bietet das *Bonner* Beethovenfest
<https://www.beethovenfest.de/de/> auch zeitgenössische Klänge u.a. am
4.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/ensemble-resonanz-construc…>,
12.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/sonate-fur-cello-und-erde/…>,
13.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/musik-macht-missbrauch/583>,
17.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/feierabendkonzert-beethove…>,
20.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/alles-ultra-das-konzert/605>,
24.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/iveta-apkalna-gabor-boldoc…>
und 25.9.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/sjaella-lucile-boulanger/6…>
Am 5.9. eröffnet soundforum <https://soundforum.info/> die
Klanginstallation /stille laute
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/nika-schm…>
/von Nika Schmitt <https://www.schmittnika.com/> und die In Situ Art
Society <https://in-situ-art-society.de/> präsentiert im Dialograum
Kreuzung an Sankt Helena <https://kreuzung-helena.de/home/> die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 4.9. und die Reihe
'Dissonant Series' am 13.9. und 29.9. In der Kunsthalle Hangelar im
benachbarten Sankt Augustin begegnen sich am 28.9.
<https://www.kunsthallehangelar.de/> Simone Weissenfels und Rainer Weber.
In ihrer neuen Konzertreihe '*Heimen' trifft*MAM.manufaktur für aktuelle
musik <https://www.manufaktur-aktuelle-musik.de/> auf Ensembles aus vier
Regionen Nordrhein-Westfalens. Am 28.9. kommt es zur Begegnung mit der
Brass Band *Düren*.
Peter Eötvös' Musiktheater /Der Goldene Drache/
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/der-goldene-drache-1926/9656/show…>hat
am 13.9. am Theater <https://www.theaterhagen.de/> *Hagen*Premiere. Zur
Einstimmung findet am 6.9. eine offene Probe statt.
Das Ensemble Horizonte <http://www.ensemble-horizonte.de/> spannt am
25.9. in der Johanniskirche in *Herford*den Bogen von der Gotik bis in
die Gegenwart.
In der Kirche Pax Christi erklingt am 20.9.
<https://pax-christi-krefeld.de/veranstaltung/Kammerkonzert-2025.09.20/?inst…>
neue Musik mit Bezug zu *Krefeld*.
In der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>in
*Münster*erwarten uns das Simon Rummel
<https://www.simonrummel.de/index.html>Ensemble am 6.9., die Soundtrips
NRW <https://soundtrips-nrw.de/>am 7.9., das Duo Engelthomsen am 12.9.,
das White Reznichenko Quintett am 14.9. und das Trio Toxodon am 26.9.
Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/index.html>ist mit seinem
Ensemble am 7.9. auch im Haus für Musiker auf der Raketenstation
Hombroich <https://www.inselhombroich.de/de/museum>bei *Neuss*zu Gast.
Am 21.9. verbinden sich in der Reihe 'Cheercamp
<https://www.lts4.org/programm/kunstsport/>' im Lichtturm
<https://www.lichtturm-solingen.de/>in *Solingen*Kunst und Sport.
Im *Wuppertaler*ort <https://www.kowald-ort.com/>stehen die Reihe 'all
female' mit dem Trio Tau am 4.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/allfemale-4-9-25/>, die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>am 14.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/soundtrips-nrw/>, Baby Sommer
und Gäste am 19.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/babysommer-19-9-25/>und das
Simon Rummel <https://www.simonrummel.de/index.html>Ensemble am 27.9.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/simonrummel-27-9-25/>auf dem
Programm.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
*Impressum:
Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
<mailto:neuemusik@kulturserver-nrw.de>neuemusik(a)kulturserver-nrw.de*
*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
1
0

31 Jul '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-august-…
*August 2025*
*Gewesen: *Manourys Oper /Die letzten Tage der Menschheit /in Köln –
Musikfabrik beim WDR
*Angekündigt:*Wandelweiser-Klangraum in Düsseldorf – *visual sound
outdoor festival in Dortmund – Summer Summit auf der Raketenstation in
Hombroich – Auftakt Ruhrtriennale u.v.a.m.*
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*) *
*/[Manourys Oper ///Die letzten Tage der Menschheit ///in Köln] /*
/Zum Abschluss der Spielzeit hat die //Oper Köln
<https://www.oper.koeln/de>//mit der Uraufführung von Philippe Manourys
///Die letzten Tage der Menschheit/
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/die-letzten-tage-der-menschheit/1018>//noch
einmal ein Mammutprojekt gestemmt. Thinkspiel nennt Manoury sein
überbordendes Werk, das am 29.6.25 seine Uraufführung erlebte. In
Anlehnung an die Gattung des Singspiels begegnen sich gesprochene und
gesungene Sprache, es soll aber vor allem gedacht werden, denn immerhin
wird eine fundamentale Menschheitsfrage behandelt: Warum haben wir
Menschen „nie verstanden (und werden wahrscheinlich auch nie verstehen),
wie wir unsere Lebenswelt friedlich teilen können:“ Bislang konnten
weder Glaube noch Vernunft, weder Todesangst noch Pragmatismus auf Dauer
als Bollwerk gegen den Krieg dienen. Aus dem „Nie wieder“ wird
irgendwann ein „Lieber nicht“ und, ehe man sich's versieht, erscheint,
was eben noch als verwerflich und absurd galt, plötzlich alternativlos.
Lebt im Menschen, wie Einstein im Briefwechsel mit Sigmund Freud
mutmaßt, „ein Bedürfnis zu hassen und zu vernichten?“ Ausgangspunkt von
Manourys Thinkspiel ist Karl Kraus' gleichnamiges Textkonvolut, das
zwischen 1915 und 1922 unter dem unmittelbaren Einfluss des 1.
Weltkriegs entstand. Darin versucht Kraus gar nicht erst, irgendetwas zu
verstehen oder zu erklären, sondern, „//wissend, dass ihr Unsäglichstes
nur von ihr selbst gesagt werden konnte“, begnügt er sich damit, seiner
Zeit die überall herumliegenden Sprachtrümmer abzulauschen und in über
200 Szenen auszuspucken – „ein kakophonisches Stimmengewirr, das direkt
in die Apokalypse führt“ und dessen grellste Erfindungen Zitate sind.
Seiner vermeintlichen Unaufführbarkeit zum Trotz – das Drama sei einem
Marstheater zugedacht, meinte Kraus – gab es immer wieder
Inszenierungsversuche und auch Manoury ließ sich nicht abschrecken. In
zwei Teilen nähert er sich dem Text an, wobei uns im ersten Teil
Patrycia Ziółkowska und Sebastian Blomberg als Sprechrollen durchs
Geschehen führen. Während sie noch den Monolog des Nörglers vortragen,
holt sie bereits das Kriegsgeschehen und vor allem der anfängliche
Kriegsenthusiasmus ein. Ihre Stimmen werden zunehmend von
Detonationsgeräuschen und skandierten Parolen überschwemmt, bis der Chor
wie eine Naturgewalt die Bühne flutet und ein Kriegslied anstimmt. Im
weiteren Verlauf werden wir Zeugen von Szenen, die sich in ihrer
Absurdität gegenseitig überbieten. Ein grotesker Leichenzug zieht
vorüber, die Frau Kommerzienrat feiert den Heldentod und lässt ihre
Kinder Weltkrieg spielen und eine Kriegsreporterin in ausladendem
Rüschenfummel setzt sich fotogen im Schlachtgetümmel in Szene und
interviewt die Sterbenden. Das alles findet in Saal 1 des Staatenhauses
auf großer Bühne statt, da die Wiedereröffnung des Opernhauses einmal
mehr verschoben werden musste. Die Notlösung hat den Vorteil, dass
Nicolas Stemanns (Inszenierung) und Katrin Nottrodt (Bühne) die Weite
des Raums nutzen können. Das Gürzenich-Orchester unter der präzisen
Leitung von Peter Rundel ist die ganze Zeit präsent und beherrscht den
Blick. Im weiteren Verlauf wird durch die Platzierung von Teilen des
Orchesters an den Seitenrändern eine eindrucksvolle Raumwirkung erzielt.
Die Stationen des Dramas werden durch einzelne Requisiten nur
angedeutet, dafür sorgt der häufige Szenenwechsel ergänzt durch die auf
mehreren Leinwänden erscheinenden Projektionen für eine ständige
Reizüberflutung, in der auch die Musik stellenweise unterzugehen droht.
Ohne wörtliche Zitate zu verwenden ließ sich Manoury von Musik des
ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts inspirieren, vor allem
in den Vor- und Zwischenspielen wähnt man sich gelegentlich in
mahlerschen Gefilden, dann wieder sorgen martialische Bläserattacken für
den kriegerischen Soundtrack. Denn Musik kann beides, sie kann sich zu
kulturellen Höhen aufschwingen und uns in unserer Menschlichkeit
berühren und verbinden, aber sie kann ebenso gut die Kriegslust anfachen
und mit Marschmusik in den Kampf führen.
Einen gewissen Gegenpol in all dem Tohuwabohu verkörpert //Anne Sofie
von Otter <https://www.annesofievonotter.com/>//als ///Angelus Novus///.
Benjamin beschreibt in einem bekannten Text, der sich auf ein Bild von
Paul Klee bezieht, den Engel der Geschichte, dessen Antlitz den sich
unablässig anhäufenden Trümmern der Vergangenheit zugewandt ist und der
von einem Sturm unaufhaltsam der Zukunft zugetrieben wird, der er den
Rücken kehrt. Im Gegensatz zu diesem Getriebenen strahlt Manourys Engel
eine gewisse Ruhe aus, wozu auch Otters warme, dunkel temperierte Stimme
beiträgt. Ihre Präsenz scheint die Zeit einen Moment anzuhalten, doch
dem unausweichlichen Sog des Schreckens kann auch sie letztlich nichts
entgegensetzen, weshalb sie am Ende des ersten Teils vorläufig verstummt.
Eigentlich könnte hier Schluss sein, doch Manoury setzt noch eins drauf.
Während schon im ersten Teil klischeehaft überzeichnete Typen die Bühne
bevölkern, bekommen wir es im zweite Teil mit Allegorien zu tun. In
einem wahren Überbietungswettbewerb und mit sich steigernder Schlagzahl
begegnen uns Raben und Hyänen, Flammen, Mütter und tote Wälder,
plötzlich sind wir in Vietnam, ein eingeschobener Dialog dekliniert die
Ambivalenz der Aufrüstung durch, die Bühne wird von einem riesigen
Gerüst beherrscht, das sich langsam nach vorne schiebt, eine Flut von
Kriegsbildern überschwemmt die Projektionsflächen und die Musik wird
durch Zuspielungen und live-elektronische Verfremdungen erweitert.
Schließlich wird der Menschheit der Prozess gemacht und ein Trio der
ungeborenen Kinder bittet, gar nicht erst entstehen zu müssen. Bei aller
Hochachtung vor der Leistung aller Beteiligten entsteht spätestens hier
ein Gefühl des 'es reicht'. Man könnte sagen, dass Manoury genau die
Überforderung produziert, die dem Thema Krieg innewohnt. Doch das
Unbehagen, das sich einstellt, bezieht sich nicht auf die gezeigten
Kriegsgräuel oder eine drohende Kriegsgefahr, sondern auf die Art der
Darstellung, die diesen nicht gerecht wird und bei mir letztlich eher
Überdruss und Unmut erzeugte.
Freud war übrigens der Meinung, dass man dem Krieg am ehesten durch
alles, was Gefühlsbindungen und bedeutsame Gemeinsamkeiten unter den
Menschen herstellt, entgegenwirken kann. Schlechte Aussichten in einer
Zeit, in der Menschen aus Fleisch und Blut zunehmend durch manipulierte
Bilder und Avatare ersetzt werden und das Heil in Polarisierungen und
identitärer Abgrenzung gesucht wird. /
*/[Musikfabrik beim WDR]/*
/Im //93. WDR-Konzert
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-93/>//der
//Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>//kamen am 12.7. zwei sehr
unterschiedlicher Werke für Klavier zur Uraufführung. Im Zentrum stand
//Georg Friedrich Haas
<https://www.ricordi.com/de-DE/Composers/H/Haas-Georg-Friedrich.aspx>//'
neues Stück ///Les Espaces///für Vierteltonklavier zu 8 Händen, das
//Benjamin Kobler
<https://www.musikfabrik.eu/en/ensemble/members/benjamin-kobler/>//, dem
Pianisten der Musikfabrik, im Vorfeld einiges Kopfzerbrechen bereitete.
Haas, der sich in seiner Musik intensiv mit Klängen jenseits der
wohltemperierten Zwölftönigkeit beschäftigt, komponierte das Werk
ursprünglich für ein //Vierteltonklavier
<https://www.august-foerster.de/de/vierteltonfluegel/>//, wie es in den
1920er Jahren auf Anregung von Pionieren wie //Alois Hába
<https://web.archive.org/web/20160916213144/https://aloishaba.org/>//und
//Ivan Wyschnegradsky
<http://www.ivan-wyschnegradsky.fr/en/biography/>//von der //Firma
Förster <https://www.august-foerster.de/de/>//entwickelt wurde. Da noch
vorhandene Exemplare sich in Museen befinden und für Aufführungen nicht
ohne Weiteres zur Verfügung stehen, dachten sich Kobler und Haas eine
alternative Lösung aus. Dabei werden zwei um einen Viertelton versetzt
gestimmte Flügel durch eine Computerschnittstelle angesteuert, die über
zwei übereinanderliegende Manuale bedient wird. Das Ergebnis ist sowohl
optisch als auch akustisch beeindruckend und geht klanglich weit über
die übliche Klaviermusik hinaus. Gleich zum Auftakt erzeugen die acht
Hände (Benjamin Kobler, Laura Álvarez, Thibaut Surugue und Yeji Jung)
eine wogende, von hohen Spitzen durchsetzte Klangfläche, die sich zu
einem wahren Sturm verdichtet, bevor sie zu einer säuselnden, sirrenden
Brise verebbt. Perlende, glockenartige Strukturen scheinen sich im
Unendlichen aufzulösen, bei geschlossenen Augen glaubt man sich
Insektenschwärmen und allen möglichen Wetterkapriolen ausgesetzt und
kann kaum glauben, das all das aus dem Korpus zweier Klaviere strömt.
Gerne hätte ich den Musizierenden dabei auf die Finger geschaut, zumal,
wie Raul Mörchen im Programmheft verrät, Haas regelrechte
Fingerchoreografien eingebaut hat. Stattdessen verbirgt sich das wilde
Fingerspiel hinter vier dicht an dicht sitzenden Rücken, die – wenn sich
die Musik auf die hohen oder tiefen Registern konzentriert – noch enger
zusammenrücken und fast verschmelzen. Während Haas die exquisiten
Klangeffekte über 40 Minuten auskostet und sich in ihnen zu verlieren
droht, präsentiert sich //Arnulf Herrmanns
<https://arnulfherrmann.de/>//neues Werk ///Spur und Umschrift///für
Klavier zu 4 Händen sehr viel bescheidener. Komponiert für ein Konzert,
das klassische und zeitgenössische Musik kombiniert, greift er das
Konzept der thematischen Arbeit auf, indem er dieses konterkariert. Denn
zielstrebig oder folgerichtig ist hier nichts. Nach anfänglich
gemächlichem Schreiten gerät die Musik in dichte, lebhafte Bahnen,
trumpft auf, bleibt hängen, setzt neu an, bricht ab und braucht für all
das gerade einmal sechs Minuten.
Die Schwedin //Ellen Arkbro <https://www.ellenarkbro.com/>//befasst sich
wie Haas mit Mikrotonalität und ließ sich von der eigenwillig gestimmten
frühbarocken Orgel in der Deutschen Kirche in Stockholm zu ihrem 2017
entstandenen Werk ///For Organ and Brass///inspirieren. Den gehaltenen,
sanft schwankenden Tönen der portablen Orgel antworten Tuba, Horn und
Posaune, woraus sich leicht verrutschte Zusammenklänge ergeben. Damit
begnügt sich Arkbro jedoch, wodurch das Stück recht zäh und schwerfällig
gerät. Für mehr Abwechslung sorgte //Lucia Kilgers
<https://www.luciakilger.de/>/////cyrcyre #2 ///für Ensemble und
Elektronik, das 2022 seine Uraufführung im Rahmen der Reihe //Adventure
<https://www.musikfabrik.eu/de/adventure/>//, einem Kooperationsprojekt
der Musikfabrik mit der Hochschule für Musik und Tanz Köln, erlebte. Zum
Auftakt begegnen wir einer einsamen Flöte, die sich in einem Kokon aus
elektronischen Klängen zu orientieren versucht. Im zweiten Teil wird das
Zuspiel vom Ensemble abgelöst, das zwischen kurzen Ausbrüchen und
schwankend-schwebenden Klangflächen ein lebhaftes, unkalkulierbares
Eigenleben entfaltet. Die Flöte tritt zunächst zurück, ergreift
schließlich erneut das Wort und leitet über zu einem elektronischen
Ausklang, der in fremde, ungreifbare Welten entführt. /
*[Termine im August]*
*Köln *
*In der Reihe **ritual <https://ritual-music.de/>**ist am **1.8.
<https://ritual-music.de/01-08/>****Wojtek Blecharz
<https://wojtekblecharz.com/bio>**mit einer Performance zu erleben. Im
**LTK4 <https://ltk4.de/>**wird am 1. und 2.8. das Centre Court Festival
<https://ltk4.de/portfolio/centrecourt25/> fortgesetzt und am *27., 28.,
29. und 30.8. geht es mit einer Waldausstellung im Rahmen der _Soirée
sonique
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/soiree-sonique-98.178921…>_weiter.
*In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>**erwarten
uns ein Konzert mit **Will Saunders <https://www.willsaunders.de/>**am
22.8. und ein Lunchkonzert am 30.8. Am 25., 26. und 28.8. ist die
**tonhaube <https://verenabarie.de/projekt/tonhaube/>**, eine mobile
Klanginstallation, an **verschiedenen Orten in Köln
<https://www.nrw-kultur.de/programme/interventionen-im-stadtraum/projekte/to…>**unterwegs
mit dem Ziel, die Sichtbarkeit bzw. Hörbarkeit weiblicher elektronischer
Musik zu erhöhen. Im **Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/>**stehen
am **4.8.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-hauptmanndudekfongarohong-as-if-t…>**,
**18.8.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-jorik-bergman-take-me-to-space-90…>**und
**26.8.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-x-cgnyc-futurbarock-x-chris-willi…>****NICA
artists <https://nica-artistdevelopment.de/>**auf der Bühne und am
**7.8.
<https://stadtgarten.de/programm/foggy-notion-concepcion-huerta-10336>**ist
die mexikanische Klangkünstlerin Concepción Huerta zu Gast und vom 31.8.
bis 5.9. findet die **Cologne Jazzweek <https://jazzweek.de/>**(u.a. im
Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>, wo es auch ansonsten fast
täglich Konzerte gibt) statt, die auch eine ganze Reihe von kostenfreien
Veranstaltungen zu bieten hat.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW und jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln**. **W**eitere Termine und Infos
finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://impakt-koeln.de/>**, **sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Am 21.8. startet die Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>unter dem Motto /Longing for
Tomorrow/in die zweite Spielzeit unter der Intendanz von Ivo Van Hove.
Neue Musik spielt bei diesen Zukunftsaussichten keine besonders wichtige
Rolle. Für sein Musiktheater///I Did It My Way/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/i-did-it-my-way/177>//lässt
sich Van Hove von Frank Sinatra und Nina Simone inspirieren und im
August stehen außerdem eine Hommage an Wendy Carlos
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/erased-music-tribute-to-wendy-carl…>,
eine Pionierin der elektronischen Musik, und ein Liederzyklus
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/cycles-of-my-being-save-the-boys/1…>von
Tyshawn Sorey auf dem Programm.
Das Rabbit Hole Theater <https://rabbithole-theater.de/> in *Essen*
veranstaltet vom 1. bis 3.8. ein Sommerfest
<https://rabbithole-theater.de/programm/#programm-sommerfest> und
vereint am 28.8. sechs Künstler und Künstlerinnen aus NRW anlässlich
eines Improvisationskonzerte. Die Gruppe Moment
<https://www.gruppemoment.de/termine/> lädt ein zu einer Laborbegegnung
<https://www.gruppemoment.de/project/laborbegegnungen-de/> am 23.8.
sowie zu einem */Musiktheater über innere Bewegung in Zeiten des
Umbruchs /**am 24.8.*
In *Dortmund* findet vom 14. bis 16.8. das *visual sound outdoor
festival <https://www.parzelledortmund.de/2025/07/15/vsof-2025/> statt,
das sich zu einer Anlaufstelle der internationalen Free Jazz- und
Improvisationsszene entwickelt hat. Ansonsten befinden sich die meisten
Veranstaltungsstätten in der wohlverdienten Sommerpause. Das Lokal
Harmonie <https://www.lokal-harmonie.de/termine> in
***Duisburg***startet am 31.8.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11226/-/glotze>
mit einem Konzert der Leipziger Band Glotze in die nächste Runde.*
*Düsseldorf*
*Vom **29.7. bis 3.8.
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum_2025_II.html>**organisiert
Antoine Beuger die **zweite Woche**des **Wandelweiser-Klangraums
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum.html>**in der
Jazzschmiede. Am 16.8.
<https://irenekurka.de/events/workshop-und-konzert-mit-christian-banasik-nrw…>
verwandeln Irene Kurka <https://irenekurka.de/> und Christian Banasik
<https://www.christian-banasik.de/> im Rahmen eines kostenfreien
Workshops im NRW-Forum Pflanzen in Klanglandschaften, die in einem
Abschlusskonzert erlebbar sind.*
*Sonstwo*
Vom 28.8. bis 27.9. findet in *Bonn* das Beethovenfest
<https://www.beethovenfest.de/de/> statt. Im Konzert am 31.8.
<https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/kian-soltani-deutsches-sym…>
mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin erklingen Werke von Bernd
Alois Zimmermann und Olly Wilson. Auf dem August-Macke-Platz ist noch
bis zum 21.9. die Klanginstallation /breathing/
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/raul-kell…>
von Raul Keller zu erleben.
Vom 14.7. bis zum 10.8. verwandelt der Summer Summit
<https://www.inselhombroich.de/de/veranstaltungen/hombroich-summer-summit-20…>
das Haus für Musiker auf der Raketenstation bei *Neuss* in einen Ort
musikalischer Begegnungen und Experimente. Am 2. und 9.8. vermitteln
Konzerte bei freiem Eintritt einen Einblick.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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27 Jun '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-juli-20…
*Juli 2025*
*Gewesen: *neue Opern in Köln, Hagen und Wuppertal – neue Konzertreihe
Ritual in Köln
*Angekündigt:*Folkwang Woche Neue Musik in Essen –
Wandelweiser-Klangraum in Düsseldorf – Triennale in Monheim u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*)
*
*
*
/*[Neue Opern in Köln, Hagen und Wuppertal]*/
/Zum Abschluss der Spielzeit sind die Opernhäuser in NRW noch einmal
aktiv geworden. Gleich vier neue Opern, davon zwei Uraufführungen und
eine deutsche Erstaufführung, waren zum Saisonabschluss zu erleben./
/Den Auftakt machte die Oper Köln <https://www.oper.koeln/de> mit einer
Inszenierung von ///La Passion de Simone/
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/la-passion-de-simone/1040>//(Premiere
am 18.5.25) der finnischen Komponistin Kaija Saariaho, die in diesem
Jahr auch im Zentrum des Achtbrückenfestivals
<https://www.achtbruecken.de/de/> stand. Das Werk befasst sich mit
Simone Weil, einer widersprüchlichen Figur, die man mit den üblichen
Zuschreibungen als Philosophin, Mystikerin oder gar Sozialrevolutionärin
nicht wirklich zu fassen bekommt. Weil (1909 bis 1943) entstammte einer
großbürgerlichen, jüdischen, säkularen Familie, begann zunächst ein
Philosophiestudium und versuchte es dann mit der Praxis. Sie nahm einen
Job in einer Fabrik an und engagierte sich im spanischen Bürgerkrieg und
der Résistance, scheiterte aber an ihrer schwachen gesundheitlichen
Konstitution und an ihrer mangelnden Realitätstauglichkeit (de Gaulle
hielt sie für ungeschickt und 'verrückt'). Schließlich näherte sie sich
dem Christentum an und hungerte sich aus 'Solidarität' mit ihren
französischen Landsleuten im Exil in London zu Tode. In ihrem
weltfremden Masochismus ist Weil nicht gerade eine Sympathieträgerin und
auch Saariaho fällt die Annäherung offenbar nicht leicht. In ///La
Passion de Simone
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/la-passion-de-simone/1040>
///ist sie nur als körperlose Stimme mit einigen Zitateinspielungen
präsent; im Zentrum steht stattdessen eine namenlose Frau (Sopran
Lavinia Dames <https://www.laviniadames.de/>), die Weils Leben und
Denken in fünfzehn Stationen Revue passieren lässt. Eine Handlung im
eigentlichen Sinne gibt es nicht, weshalb das Werk konsequenterweise als
Oratorium konzipiert ist, auch wenn Saariaho zeitlebens für eine
szenische Aufführung plädierte. Die Sperrigkeit des Sujets und der Form
stellen somit eine doppelte Herausforderung dar, der sich die
/Regisseurin Friederike Blum <https://friederikeblum.de/> stellt, indem
sie die Schwierigkeit und letztlich Vergeblichkeit einer Annäherung
explizit zum Thema macht. Sie kreiert einen ganz in Weiß gehaltenen,
anfangs von Vorhängen umfassten Raum, der von Weils überlebensgroßer
Büste auf einem Podest beherrscht wird – stumm, erstarrt, unnahbar. Im
weiteren Verlauf öffnet sich der Raum, das Vokalensemble und das
Orchester werden sichtbar, im Hintergrund erscheinen 14 identische,
kleinere Büsten, doch sie symbolisieren ebenfalls nur die Unmöglichkeit
einer Kontaktaufnahme. Dabei lässt die Sopranistin unterstützt von Chor
und Statisterie nichts unversucht: Die Büsten werden durchleuchtet und
betastet, das Foto aus Weils Fabrikausweis wie ein Banner gehisst, ihre
Texte erscheinen als Projektionen und Zuspielungen, werden sogar als
Postkarten verteilt, christliche Symbolik, die bereits im Titel anklingt
(//Passion///), wird bemüht, eine Art Abendmahl inszeniert, Weil zur
Märtyrerin stilisiert. Doch hinter diesem ins Leere laufenden
Aktionismus breitet sich eine lähmende Vergeblichkeit aus, der auch die
akustische Ebene nichts entgegenzusetzen hat. Saariaho schreibt die für
sie typische delikate Musik; eine Musik die sich behutsam anschmiegt, in
changierenden Farbklängen schwelgt, passend zu einem Zitat Weils („der
Stille zuhören können“) kurzzeitig ganz versiegt, sich dann wieder
aufbäumt und rhythmisch zuspitzt, der aber eine gewisse
Unverbindlichkeit anhaftet (oder habe ich mich beim Achtbrückenfestival
an ihrer Musik einfach satt gehört?). Wenn man dem Werk und vor allem
der Inszenierung etwas zugutehalten will, dann ist es die Entzauberung
der Person Simon Weil. In der Kölner Inszenierung erscheint sie nicht
als tiefgründige, vergeistigte Märtyrerin, die sich für die Welt
geopfert hat, sondern im Gegenteil als eine an sich und der Welt
Gescheiterte, der es an einer entscheidenden zwischenmenschlichen
Fähigkeit fehlte – der Empathie. Sie selbst bringt dies treffend zum
Ausdruck mit dem Satz „Nichts, was existiert, ist der Liebe vollkommen
würdig. Darum muss man lieben, was nicht existiert.“ Zum Schluss
erscheint die Sopranistin, jetzt gänzlich mit Weil identifiziert,
aufgebahrt als Opfer, über dem noch unbearbeitete Marmorblöcke schweben,
die man als Zeichen uneingelöster Möglichkeiten interpretieren kann. Ob
es diese gegeben hätte, wenn Weil länger gelebt hätte, bleibt fraglich.
Die Figur, die uns auf der Bühne gezeigt wird, lässt keine Entwicklung
erkennen. Immerhin kann man sich von Lavinia Dames klarer Stimme, dem
Gürzenich-Orchester <https://www.guerzenich-orchester.de/de/> unter der
Leitung von Christian Karlsen und dem achtköpfigen Vokalensemble wohlig
durch den Abend geleiten lassen./
//
/Bislang hat es mich noch nicht oft nach Hagen gelockt, aber diesmal bin
ich neugierig geworden. Francis Hüsers
<https://www.francis-huesers.de/>, seit 2017 Intendant am dortigen
Theater, hat kurz vor seinem Abschied der Stadt ein besonderes Geschenk
gemacht und mit ///American Mother
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/american-mother-1787/0/show/Play/>
///eine Uraufführung in Auftrag gegeben, die nicht nur ein brisantes
zeitgenössisches Thema in den Blick nimmt, sondern auch internationales
Personal in Hagen versammelt. Mit Diane Foley (die im Rahmen eines
Publikumsgesprächs in Hagen zu Gast war) steht wie bei Saariaho eine
ungewöhnliche, nicht-fiktive Frauengestalt im Fokus, doch diese wagte
sich tatsächlich in die Höhle des Löwen. Foley ist die Mutter von James
Foley, eines US-amerikanischen Journalisten, der von Terroristen des
sog. Islamischen Staates gefangengenommen, gefoltert und ermordet wurde.
Ein im Internet verbreitetes Video, das seine mutmaßliche Enthauptung
zeigt, sorgte 2014 weltweit für Entsetzen. Einige Jahre später wurde
Alexanda Kotey, einer der Täter und ebenfalls US-Amerikaner,
festgenommen und nach seiner Überführung in die USA dort zu lebenslanger
Haft verurteilt. Diane Foley war als einzige Angehörige bereit, ihm
gegenüberzutreten, dreimal ist sie ihm begegnet. Als Resultat verfasste
sie gemeinsam mit dem irischen Autor Collum McCann
<https://colummccann.com/>, der bei den Treffen anwesend war, das Buch
///American Mother///, auf dessen Basis McCann das Libretto der jetzt in
Hagen uraufgeführten Oper entwickelte. Wie lässt sich ein solcher Plot
auf die Bühne bringen, wie lässt sich dazu Musik schreiben? Die
Herausforderung angenommen hat die britische Komponistin Charlotte Bray
<http://charlottebray.co.uk/about/biography/> (*1982), die sich zwar
schon mit brisanten Themen befasst hat (so zum Beispiel in ihrem 2016
uraufgeführten ///Cellokonzert///, das auf die Zerstörung von Palmyra
Bezug nimmt), mit ///American Mother///jedoch ihr erstes abendfüllendes
Bühnenwerk vorlegt. Zum Auftakt hören wir zartes Sirren, helles,
gläsernes Schlagwerk, das langsam eine dunkle, bedrohliche Färbung
annimmt, während Diana Foley sich spürbar nervös auf die anstehende
Begegnung vorbereitet. Katharine Goeldner
<https://www.katharinegoeldner.com/> geht ganz in dieser Rolle auf, ihre
Zweifel, ihre Trauer, aber auch ihre Wut und ihre Entschlossenheit sind
jederzeit spürbar. Ihr gegenüber verkörpert Timothy Connor
<https://www.timothyconnorbaritone.com/> eindrücklich einen nicht nur
äußerlich in Ketten liegenden sondern auch in sich selbst gefangenen
Kotey, der sich zunächst als reinen Befehlsempfänger inszeniert, dann
sein eigenes Lebenselend beklagt und sich schließlich mit abgehackter
Staccatostimme und äußerstem Widerstreben auf eine Versöhnungsgeste
einlässt, indem er Foleys ausgestreckte Hand annimmt. Diese Szene, die
die Oper beschließt und die es wohl tatsächlich so gegeben hat, wirkt
nur deshalb nicht kitschig, weil sie nicht als hollywoodeskes Happyend
aus dem Hut gezaubert sondern als Ergebnis eines beiderseitigen inneren
Ringens präsentiert wird und eingebettet ist in eine Inszenierung, die
auf jedes falsche Brimborium verzichtet. Travis Prestons Regie in einem
Bühnenbild von Christopher Barreca konzentriert sich auf das
Wesentliche: Die Bühne ist über den Orchestergraben an das Publikum
herangezogen und beschränkt sich auf sparsames Mobiliar. Kurze
Bildeinblendungen (ein arabischer Text, eine Ruinenlandschaft)
unterstreichen die Stimmung ohne vom Geschehen abzulenken. Ergänzt wird
dieses konzentrierte Kammerspiel durch drei Nebenfiguren: Dong-Won Seo
<https://www.wieland-artists-management.de/dong-won-seo> verkörpert als
Gefängniswärter (in US-Orginalmontur!) eine von Rache und Ressentiment
erfüllte Gegenstimme. Als imaginierte Figuren ergänzen der ermordete
James Foley (Roman Payer) und Koteys Mutter (Angela Davis) das komplexe
Beziehungsgefüge. Bray schreibt dazu eine zugängliche Musik, die
gelegentlich durch Spiel im Klavierinneren, geräuschhafte Artikulationen
und umfangreiches Schlagwerk spezielle Akzente setzt. Eine besondere
Rolle nimmt der Chor ein, der die Solopartien an einigen Stellen wie ein
Schatten umfängt, anfangs nebulös, kaum greifbar, dann musikalisch und
physisch immer präsenter, bis er schließlich real auf der Bühne
erscheint. Hierdurch sowie durch Diane Foleys Versöhnungsgeste entsteht
eine positive Perspektive, das Unbehagen ist nicht verschwunden, aber
die Personen, allen voran Diane Foley, lösen sich aus ihrer Isolation
und Erstarrung und erobern sich ihre Handlungsfähigkeit zurück. In Hagen
ist eine sowohl szenisch als auch musikalisch gelungene Umsetzung zu
erleben (Philharmonisches Orchester Hagen unter der Leitung von Joseph
Trafton), die den Weg in jedem Fall gelohnt hat. /
/Auch die Wuppertaler widmen sich mit der deutschen Erstaufführung der
Oper ///Thumbprint/
<https://www.oper-wuppertal.de/programm/detailansicht-produktion/1272-thumbp…>//einer
ganz besonderen Frau. Die Rede ist von Mukhtar Mai, die 2002 Opfer einer
Gruppenvergewaltigung wurde, jedoch nicht – wie von der Tradition
gefordert – Selbstmord beging, sondern als erste pakistanische
Staatsbürgerin überhaupt die Straftat zur Anzeige brachte und wider alle
Erwartung (und leider auch nur vorerst) eine Verurteilung der Täter
bewirkte. Der Fall erweckte internationale Aufmerksamkeit und Mai
erhielt eine Entschädigungszahlung (wohlgemerkt nicht von den Tätern
sondern vom Staat), mit der sie die Mukhtar-Mai-Stiftung
<https://mukhtarmai.org/mukhtar-mai/> gründete und u.a. in ihrem
Heimatdorf eine Schule eröffnete. Sie selbst war wie die meisten
pakistanischen Mädchen von jeder Bildung ausgeschlossen, weshalb sie
ihre Aussage statt mit einer Unterschrift mit ihrem Daumenabdruck, dem
titelgebenden Thumbprint///, ///bekräftigen musste. Eine Frau, die in
einem gewalttätigen, patriarchalen System ihre eigene Stimme findet –
für die US-amerikanische Komponistin Kamala Sankaram
<https://www.kamalasankaram.com/>, Tochter eines indischen Vaters und
einer weißen amerikanischen Mutter, ruft dieses Schicksal geradezu nach
einer Oper und sie ist entschlossen, deren Möglichkeiten so wirkungsvoll
wie möglich einzusetzen. Dafür genügt ihr ein erstaunlich überschaubares
Instrumentarium, das lediglich aus Flöte, Violine, Viola, Kontrabass,
Klavier und Schlagzeug besteht. Ergänzt wird es durch indisches
Harmonium und Tabla und auch die Klangsprache ist stark von
traditionellen, indisch-pakistanischen Einflüssen geprägt.
Nach einem kurzen Vorgriff – eine Gruppe Journalisten umringt die
Protagonistin und fragt sie, woher sie ihren Mut und ihre Kraft nimmt –
führt die Oper chronologisch durch das Geschehen, das das Publikum in
Wuppertal hautnah erleben kann. Denn in der Inszenierung von Katharina
Kastening <https://www.katharinakastening.com/> sind die Zuschauerreihen
direkt auf der Bühne auf zwei Seiten eines erhöhten Podestes platziert.
Zum Greifen nah sehen wir Mukhtar, ihre Mutter und ihre Schwester,
befasst mit häuslichen Tätigkeiten und im Gespräch über die
Zukunftsaussichten der Mädchen, die nicht gerade rosig sind. Eine Frau
ohne Mitgift kann keine Ansprüche stellen und darf froh sein, wenn ihr
Ehemann – sei er auch alt und hässlich – sie nicht allzu schlecht
behandelt. Aber trotz dieser trüben Perspektiven vermittelt der von
einem indischen Raga inspirierte, die Stimmen miteinander verwebende
Gesang Vertrautheit und Lebendigkeit. Doch schon bald bricht das Unheil
in Gestalt des mächtigen Mastoi-Clans über sie herein, denn der Bruder
soll sich einem weiblichen Clanmitglied unsittlich genähert haben und
nur der Bußgang einer Angehörigen kann ihn retten. Der Kontrast könnte
nicht größer sein. Der monoton skandierte Ruf der Männer nach Ehre baut
sich wie ein monolithischer Block auf und treibt die Frauen mit
aggressiver Wucht in die Enge./ Mukhtar ist bereit sich zu opfern, noch
ohne zu wissen, was das konkret bedeutet. Als sie nach den Gesetzen der
Tradition der Gewalt der Männer ausgeliefert wird, scheint die Zeit
still zu stehen, die Musik verstummt. Nur vernehmliches Atmen und
Seufzen bleibt hörbar. Auf der bislang leeren Bühne wird ihre
Überwältigung durch riesige Stofflianen versinnbildlicht, die sie
umschlingen und fast zu ersticken drohen. Doch das Unglaubliche
geschieht, nach anfänglicher Resignation, wagt Mukthar sich zu
widersetzen, wird dabei von ihrer Familie unterstützt und sogar der Imam
schlägt sich auf ihre Seite, so dass es tatsächlich zur Verurteilung der
Täter kommt.
Kamala Sankaram will mit ihrer Oper und ihrer Musik aufrütteln und
erschüttern. Gleich zu Beginn ziehen /über einem minimalistischen
Rhythmus sich aufbauende Klangschichten mit treibender Kraft ins
Geschehen. Geschickt arbeitet sie mit Kontrasten, den eng verwobenen,
Verbundenheit signalisierenden Stimmen der Familie steht die aggressive
Wucht der Täter gegenüber, wiederholt greift sie auf traditionelle
Musikformen zurück wie etwa den Qawwali, ein von rhythmischem Klatschen,
Harmonium und Trommeln begleiteter ritueller Gesang der Sufis, wenn die
Mutter (Koloratursopran Banu Schult) Mukthar mit bebender Stimme zu
elegischen Streicherklängen zum Widerstand ermutigt, darf es auch ruhig
pathetisch werden. In Wuppertal entsteht daraus ein stimmiges,
mitreißendes Ganzes, die Sänger und Sängerinnen (Sharon Tadmor, Banu
Schult, Oliver Weidinger, Merlin Wagner, Sergio Augusto und Nihal Azal),
sind mit Herz, Seele und Stimmkraft bei der Sache. Die Regisseurin
Katharina Kastening konzentriert sich daher ganz auf ihre Präsenz, die
sie durch den Einsatz einer Handkamera, die uns die Personen durch
Großprojektionen noch näher rücken lässt, unterstreicht. Im
entscheidenden Moment dreht Mukhtar den Spieß um, indem sie dem
Vergewaltiger die Kamera entreißt und ihn nun ihrerseits in die Enge
treibt. Am Ende steht ein leidenschaftliches Plädoyer für Engagement und
Optimismus: Aus dem Regentropfen soll eine Flut werden.
Während in der Oper somit die Gerechtigkeit siegt und Recht vor Gnade
ergeht, zeigt sich das reale Leben leider widerspenstiger. Die zunächst
ausgesprochenen Todesurteile wurden 2005 aufgehoben, fünf der sechs
Hauptverantwortlichen wegen mangelnder Beweise freigesprochen, nur einer
erhielt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe; ob und wie lange er diese
verbüßt hat, konnte ich nicht herausfinden. Mukhtar Mai indessen ist
Morddrohungen ausgesetzt und wurde zeitweilig wegen ihrer
internationalen Aktivitäten von der pakistanischen Regierung unter
Hausarrest gestellt, wovon sie sich bislang jedoch nicht einschüchtern
ließ./
/Drei neue Opern über Frauen – besonders die Parallelen zwischen
///American Mother
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/american-mother-1787/0/show/Play/>
///und ///Thumbprint/
<https://www.oper-wuppertal.de/programm/detailansicht-produktion/1272-thumbp…>//lassen
sich nicht übersehen. Beide verhandeln eine reale, spektakuläre,
moralisch aufgeladene Begebenheit, das Publikum soll direkt emotional
erreicht werden (was in beiden Inszenierungen durch die räumliche Nähe
zusätzlich betont wird), nicht kritische Distanz oder Reflektion sind
das Ziel sondern Identifikation, die Rollen der Guten und Bösen sind
klar verteilt. Der Musik kommt dabei eine unterstützende Funktion zu,
sie soll mitreißen berühren, erschüttern – irritieren wenn überhaupt nur
in engen Grenzen und soweit dies inhaltlich legitimiert ist (die Bösen
dürfen schon mal ein bisschen knarzen). Dies steht dem Anspruch, den die
Neue Musik vor sich hergetragen hat, natürlich diametral entgegen und so
ist es nicht verwunderlich, das Bray und Sankaram der
anglo-amerikanischen Musiksphäre angehören, die mit dem großen 'N' schon
immer gefremdelt hat. Es passt aber auch in eine Zeit, in der das
Publikum unmittelbar (also ohne Umweg über das Denken) angesprochen und
'abgeholt' werden soll.
Bei der vierten eingangs erwähnten Oper handelt es sich übrigens um
/*Philippe Manourys <https://www.philippemanoury.org/> **/Die Letzten
Tage der Menschheit
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/die-letzten-tage-der-menschheit/1018>
/**(Uraufführung am 27.6.), die ich mir allerdings erst später anschauen
kann und deshalb in der nächsten Gazette besprechen werde. *
/*[Neue Konzertreihe ritual in Köln]*/
/„//Rituale grenzen den Alltag vom Nichtalltag ab. Sie schaffen Platz
für ein Eintauchen in Räume außerhalb der Routine und sind Orte der
Gemeinschaft.“ Mit diesen Worten beschreibt //Sophie Emilie Beha
<https://sophieemiliebeha.de/>//die Zielsetzung einer neuen, von ihr
kuratierten //Konzertreihe <https://ritual-music.de/>//, die am 1.6. im
Kölner Stadtgarten Premiere hatte. Beha ist Moderatorin, Kuratorin,
Journalistin und Autorin und war 2022 die erste Programmgestalterin
unter den //NICA artists <https://nica-artistdevelopment.de/>//. Für die
neue Reihe hat sie sechs sehr unterschiedliche künstlerische Positionen
versammelt, die bis November am jeweils ersten Tag des Monats an
verschiedenen Orten im und um den Stadtgarten zu erleben sind. Durch
diese Terminierung werden die Konzerte selbst zu einer Art Ritual, wozu
auch der gemeinsame Hörspaziergang beiträgt, der jeden Abend einleitet
Zum Auftakt war die Jazz- und Improvisationsmusikerin //Luise Volkmann
<https://luisevolkmann.com/>//mit einem fünfköpfigen Ensemble (Thea Soti
/ Gesang und Electronics, /Maria Reich / Viola, Philipp Zoubek /
Präpariertes Klavier, Anil Eraslan / Cello) /zu Gast. '///Rites de
Passage///' – wie ihr gleichnamiges Album – nennt sie ihre
Klangerkundungen, eine „Musik des Widerstands und des Übergangs“. Zu
Beginn zieht Thea Sotis Stimme ruhig ihre Bahnen und sorgt für einen
warmen, melancholischen Einstieg. Dann entfaltet die Musik immer mehr
Eigenleben und wird selbst zur Sprache, während die Stimme – teils
elektronisch verfremdet – instrumental eingesetzt wird. Brodelnde, von
kurzen Spitzen zerfurchte Strukturen, ein Sopransolo über rhythmischem
Grund, mal diffus-schwebende, mal dichte, energetische und geräuschhafte
Passagen wechseln einander ab und loten das ganze, aus der
zeitgenössischen Musik bekannte Spektrum aus. Volkmann nimmt uns mit auf
eine abwechslungsreiche Klangreise, aber manchmal gehen mir die
Übergänge zu schnell. Kaum hat man sich dem Sog der Musik überlassen, da
wird bereits das nächste Stück anmoderiert. Doch um – wie von der
Kuratorin angedacht – Räume außerhalb der Routine des Alltags zu öffnen,
wäre es gerade wichtig innezuhalten und zu insistieren.
Man darf gespannt sein, welche Zugänge die kommenden Konzerte eröffnen.
//Wojtek Blecharz <https://www.wojtekblecharz.com/>//kündigt für den
1.8. individuelle Klangmassagen an und //Maria de Alvear
<https://www.mariadealvear.com/>//, eine Meisterin des Rituals, steuert
am 1.9. eine Uraufführung bei. /
*[Termine im Juli] *
*Köln *
Vom 8. bis 11.7. befasst sich soundtrack cologne
<https://www.soundtrackcologne.de/>mit Musik und Ton in Film, Games und
Medien. Parallel dazu werden in der Reihe see the sound
<https://www.seethesound.de/> vom 9. bis 13.7. außergewöhnliche
Musikfilme gezeigt (z. B. am 10.7.
<https://www.seethesound.de/details/?film=Every-Note-you-Play> Mika
Kaurismäkis Dokumentation
<https://monheim-triennale.de/de/news/premiere-every-note-you-play> über
die Monheim Triennale <https://monheim-triennale.de/de>).
In der Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/> finden
vor der Sommerpause noch zwei Lunchkonzerte am 5. und 12.7. statt und
die Montage im Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/> sind für NICA
artists <https://nica-artistdevelopment.de/> reserviert (am 7.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-hilde-9083> hilde
<https://www.hildemusic.com/>, am 14.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-jones-engel-own-your-bones-90…>
Jonas Engel <https://nica-artistdevelopment.de/artists/jonas-engel>, am
21.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-theresia-philipp-fields-in-mo…>
Theresia Philipp <https://theresiaphilipp.de/> und am 28.7.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-headless-society-9086>
Headless Society). Am 1.7. <https://ritual-music.de/01-07/> wird die
Reihe ritual <https://ritual-music.de/> mit einer Komposition von
Florian Rynkowski <https://www.florianrynkowski.de/> fortgesetzt, im
Konzertraum 674 FM <https://674.fm/> erwartet uns am 2.7
<https://674.fm/__trashed/> das Trio tri:angel
<https://dietmar-bonnen.com/trio-triangel.php>, beim Chamber Remix
<https://chamber-remix.de/> am 4.7. begegnen sich Maren Lueg
<https://marenlueg.org/> und Albrecht Maurer
<https://www.albrechtmaurer.de/>, das Ensemble hand werk
<https://ensemble-handwerk.eu/> ist am 5.7.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw25c_2/> in der Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/> zu Gast und ebenfalls am 5.7.
veranstaltet die reiheM <https://www.reihe-m.de/>*im **Loft
<https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**das **4. Internationale Kölner
LiveLooping Festival <https://www.reihe-m.de/?p=5938>**. Im **Loft
<https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**finden fast täglich
interessante Konzerte statt (so zum Beispiel am **6.7.
<https://www.loftkoeln.de/event/a-trio-release-konzert-fusion/>**mit dem
auf zeitgenössische Musik spezialisierten A-Trio), am 11.7. setzt
**Impakt <https://impakt-koeln.de/>**eine Reihe mit
Improvisationskonzerten fort, am **12.7.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-93/>**bringt
die **Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**beim WDR neue Werke
von Arnulf Herrmann und Georg Friedrich Haas zur Uraufführung, ebenfalls
am **12.7.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/toter-toaster-vol-3.1789…>**gestalten
Lydia Balz und Alexis Ludwig in der Kulturkirche Sankt Gertrud ein
auditives Experiment und am 13.7.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/sinfonischer-kehraus/4751>
kommt beim Sinfonischen Kehraus in der Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/> bei freiem Eintritt u.a. auch
Lachenmanns **/Tanzsuite mit Deutschlandlied/**zu Gehör. In der
**Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>**stehen am
**4.7.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/04-07-2025-kompass-7-mu…>**Kompass
#7, ein offener experimenteller Raum für alle Kompositionsstudierenden,
und am **16.7.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/dots-chunks-islands.1789…>**das
Abschlusskonzert Komposition von **Ahmetcan Gökçeer
<https://ahmetcangokceer.net/>**und **Simon Bahr
<https://www.simonbahr.de/>**auf dem Programm und vom 25. bis 27.7.
verbindet die Konzertinstallation **Book of hours and landscapes
<https://www.kolumba.de/index.php?language=de&cat=2&art=982>**zwei
außergewöhnliche Räume des Architekten Peter Zumthor: das Kunstmuseum
des Erzbistums Köln **Kolumba
<https://www.kolumba.de/index.php?language=de>**und die
Bruder-Klaus-Kapelle in Wachendorf in der Eifel.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln, jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat
wird der Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt und am letzten Mittwoch im
Monat erwartet uns die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im
**LTK4 <https://ltk4.de/>, wo am 31.7. auch das Centre Cour Festival
beginnt. **W**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://impakt-koeln.de/>**, **sowie **Veranstaltungen mit Jazz und
improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
Der Kulturraum Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/>in *Bochum*kündigt ein
sommerliches Konzert am 6.7.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/verweile-augenblick/>und
Grenzgänge an der Orgel am 27.7.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/grenzgaenge-ii/>an.
Das Duo Hauser <https://www.piahauser.com/>– Pauß ist am 6.7. mit Flöte
und Live-Elektronik in der Kulturkirche Liebfrauen in *Duisburg*zu
erleben und im Lokal Harmonie <https://www.lokal-harmonie.de/>stehen
hilde <https://www.hildemusic.com/>am 6.7.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11252/-/hilde-brues…>und
der Kontrabassist Christian Hinz <https://christian-hinz.com/>am 9.7.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11227/-/christian-h…>auf
der Bühne.
Vom 30.6. bis 5.7. 2025 lädt die Folkwang Universität der Künste
<https://www.folkwang-uni.de/home>in *Essen*zur Folkwang Woche Neue
Musik ein. Nach dem Eröffnungskonzert mit dem Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/>präsentieren bis zum 5.7. Studierende und
Lehrende ein vielfältiges Programm; u.a. stellen Fanny Herbst und
Jiaying He ihre Abschlussarbeiten vor. In der Philharmonie kommen am 3.
und 4.7.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/lichteinfall-127713/1708/>Werke
von Michael Pisaro <https://www.michaelpisaro-liu.com/>, John Psathas
<https://www.jpsathas.com/>, Charles Ives und B.A.Zimmermannzur
Aufführung, die Gesellschaft für Neue Musik Ruhr
<https://www.gnm.ruhr/>lädt am 7.7. zur freien Improvisation (FRIM) und
das Ensemble S201 <https://www.ensemble-s201.com/>trifft am 19.7. auf
Freunde.
Das Makroscope <https://www.makroscope.eu/>in *Mülheim an der
Ruhr*verabschiedet sich am 5.7.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-schoco-mune-x-fred-marty-ach-kuh…>mit
schoco mune, Fred Marty, Ach Kuhzunft und Salome Amend in die Sommerpause.
*Düsseldorf*
*Im Rahmen der Ausstellung **Die Grosse <https://www.diegrosse.de/>**im
Kunstpalast inszeniert das **Ensemble **Oper, Skepsis und Gleisbau
<https://www.niehusmann.org/osg/>**am **3.7.
<https://www.diegrosse.de/programm/soiree/die-grosse-soiree/>**eine
Klang-Aktion. Zwei sehr unterschiedliche Klangräume gibt es im Juli zu
entdecken: Am 5.7. beschließt der **Klangraum 61
<https://www.klangraum61.de/>**sein diesjähriges **Festival
<https://www.klangraum61.de/klangraume>**mit einem Konzert im Palais
Wittgenstein und vom **15. bis 20.7.
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum_2025_I.html>**sowie
vom **29.7. bis 3.8.
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum_2025_II.html>**organisiert
Antoine Beuger den Wandelweiser-Klangraum
<https://www.wandelweiser.de/_concert-series/klangraum.html> in der
Jazzschmiede. Die Woche dazwischen gestaltet André O. Möller mit einem
eigenen Programm. *
*Sonstwo*
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/>kündigt aktuellen Jazz mit dem Philipp
Brämswig Trio am 5.7. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6461>an.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/>veranstaltet monatlich einen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/>und die Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112>verabschiedet sich am 6.7.
mit einem Orgelkonzert in die Sommerpause.
*Die Klanginstallationen**//**/coin-cidence / humming/
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/coin-cide…>**//**von**//**Nika
Schmitt <https://www.schmittnika.com/>**und **Raul Keller
<https://raul.keller.ee/index.php/en/>**in der gkg ***Bonn ***sind noch
bis zum 27.7. zugänglich. *
*Das **Theater <https://www.theaterhagen.de/>*****Hagen***lädt am **6.7.
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/kafkas-scham-schuld-prozess-1789/…>**zu
einem Musiktheaterexperiment mit Texten von Franz Kafka in das
Wasserschloss Werdringen und am **8.7.
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/10-sinfoniekonzert-1830/9049/show…>**erklingt
in der Stadthalle im Rahmen des 10. Sinfoniekonzerts */Let me tell you
//von /*Hans Abrahamsen**.***
*Vom 26.7. bis 3.8. werden in ***Kürten***die **Stockhausenkurse
<https://www.karlheinzstockhausen.org/pdf/Stockhausen-Courses-Kurten-2025-Br…>**veranstaltet,
die wie üblich von Konzerten begleitet werden (Eintritt frei).*
*Vom 2. bis 6.7. findet die ***Monheim*****Triennale
<https://monheim-triennale.de/de>**statt, die alle aktuellen Strömungen
auf Augenhöhe versammeln möchte. Unter den **Signature Artists
<https://monheim-triennale.de/de/artists>**, die Reiner Michalke an den
Rhein gelockt hat, finden sich **Heiner Goebbels
<https://monheim-triennale.de/de/artists/heiner-goebbels>**, **Peter
Evans <https://monheim-triennale.de/de/artists/peter-evans>**, **Terre
Thaemlitz <https://monheim-triennale.de/de/artists/terre-thaemlitz>**,
**Rojin Sharafi
<https://monheim-triennale.de/de/artists/rojin-sharafi>**u.v.a. *
*Am **2.7.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>**stellt
sich die Schlagzeugklasser der **Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/die_Musikhochschule/index.html>*****Münster***mit
Werken von John Cage, David Friedman, Elliott Carter u.a. vor. *
*Das **Studio für Neue Musik
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d>**der
Universität ***Siegen***kündigt ebenfalls einen Schlagzeugabend am
**16.7.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/24_2…>**an.*
*Am **4.7.
<https://visiodrom.de/news/besides-nichts-als-treibholz-naturskulpturen/>**sind
Musiker und Musikerinnen der ***Wuppertaler***Improvisationsszene unter
dem Motto 'Nichts als Treibholz' im **Visiodrom
<https://visiodrom.de/>**zu Gast und am **5.7.
<https://skulpturenpark-waldfrieden.de/veranstaltungen/details/taxus-beck-05…>**belebt
Thomas Taxus Beck den **Skulpturenpark Waldfrieden
<https://skulpturenpark-waldfrieden.de/>**mit selbstspielenden
Nistkästen. *
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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Mail an:
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**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
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26 May '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-juni-20…
*Juni 2025*
*
*
*Gewesen: *Wittener Tage für neue Kammermusik – Festival Achtbrücken in Köln
*Angekündigt:*Ritual, Brückenmusik und romanischer Sommer in Köln – neue
Opern in Köln, Wuppertal und Bonn – Moers Festival, Blaues Rauschen und
Park Sounds u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an *neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-join@list.kulturserver-nrw.de>*) *
*[Wittener Tage für neue Kammermusik]*
Die Zukunft war früher auch besser. Das wusste bereits Karl Valentin.
Der 'unbedingte Zukunftsglaube' der 'heroischen Generation von Neutönern
nach dem zweiten Weltkrieg' kann laut Patrick Hahn, künstlerischer
Leiter der Wittener Tage für neue Kammermusik
<https://wittenertage.de/>, heute eher befremden und tatsächlich:
Bereits Erreichtes bröckelt mit vor kurzem noch nicht vorstellbarer
Geschwindigkeit, vom Morgen ist nichts Gutes zu erwarten. Für
Zukunftsoptimismus scheint da kein Platz zu sein. Wer mit der Gnade der
frühen Geburt gesegnet ist, kann sich mit Beschwörungen der guten, alten
Zeit über Wasser halten, die Generationen Y und Z müssen sich etwas
anderes einfallen lassen. Das haben Lucia Kilger
<https://www.luciakilger.de/>, Friederike Scheunchen
<https://www.friederike-scheunchen.de/>und Clemens K. Thomas
<https://clemenskthomas.de/>als Leitende des Ensemble Scope
<https://ensemblescope.de/work>getan: Für das intermediale
Eröffnungskonzert mit dem Ensemble Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>widmen sie sich dem Thema Filter, indem
sie diese allgegenwärtigen, von unsichtbarer Hand gesteuerten
Algorithmen, die uns in selbstgenügsame Blasen bannen, den letzten
Anflug von Authentizität zerstören und mutmaßlich den Untergang des
Abendlandes herbeiführen, als kreatives Tool verwenden. Das Ergebnis ist
ein durchkomponiertes Konzert mit Musik, Video, Licht, Tanz und
Performance, in dem die Grenzen zwischen den Medien und den Werken
gleichermaßen verschwimmen. Nach Alex Paxtons
<https://alexpaxtonmusic.com/>kunterbunter Musikcollage (mit etwas
albernen Gesangseinlagen) zu einer ebenso kunterbunten Videocollage von
Ben Giles (/Scrunchy Touch Sweetly to Fall//)/materialisiert sich die
Performerin Ria Rehfuss <https://www.riarehfuss.com/>wie ein Alien zu
geheimnisvoll brodelnder, unterschwellig pulsierender Musik von Lucia
Kilger <https://www.luciakilger.de/>(/shavryon/). Clemens K. Thomas
<https://clemenskthomas.de/>' Auseinandersetzung mit Gewaltvideos im
Netz (/Take Me to Funkytown/wirkt etwas unbeholfen, soll aber auch seine
Überforderung und Ohnmacht widerspiegeln. Anschließend verwandelt Jessie
Marino <https://www.jessiemarino.com/>in /No Salt/Bartóks /Violinduo Nr.
23/in einen enervierenden, sich zuspitzenden Klangstrom, zu dem Rehfuss
als weiß gewandete Gestalt, halb Braut, halb gefallener Engel, eine
Pfauenfeder balanciert. Zum Abschluss kredenzt Nicolas Berge
<https://www.nicolas-berge.de/>mit /Terminally Online Aliens/eine
trashige, wild zusammengewürfelte Video- und Musikmixtur. Rein
musikalisch hielt sich der Mehrwert des Ganzen in überschaubaren Grenzen
(was besonders bewusst wird, wenn man sich mit dem WDR Konzertplayer nur
der Tonspur
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/konzert-witten-25-filte…>widmet),
als Gesamterlebnis hatte es aber durchaus Unterhaltungswert und nebenbei
habe ich als von Katzen- und Foltervideos weitgehend Unbeleckte einen
kleinen Einblick bekommen, was heutzutage auf den gewöhnlichen
Internetnutzer so alles einprasselt.
Mit Grenzüberschreitungen ganz anderer Art befasst sich das Trickster
Orchestra <https://tricksterorchestra.de/>, das unter der Leitung von
Cymin Samawatie
<https://www.cyminsamawatie.de/Cymin_Samawatie/Home.html>und Ketan
Bhatti
<http://www.bhatti-music.de/?type=about-detail&category=ketan-bhatti>neben
dem herkömmlichen europäischen Instrumentarium auch die chinesische
Sheng (Mundorgel), die japanische Koto und den albanischen Kanun
(Kastenzither) versammelt. Damit wird die Musik nicht neu erfunden, aber
man muss auch keine folkloristisch aufgeladenen Beliebigkeiten à la
Weltmusik befürchten. Filigrane, tastende Momente, langsame
Steigerungswogen und dichte, expressiv-energetische Phasen wechseln
einander ab und lassen ungewöhnliche, reizvolle Klangverbindungen
entstehen. In Samawaties /Revamp/z.B.//begegnen sich Koto und Paetzold
Blockflöten/, /Bhattis /Dance for Nerds/ist von kantigen Rhythmen
geprägt und in George Lewis
<https://music.columbia.edu/bios/george-e-lewis> /Nomads /gibt Wu Wei
ein fulminantes Solo auf der Sheng zum Besten. Leider trübte zum
Abschluss *Ondřej Adámek <https://ondrejadamek.com/> als
Zauberrezepturen raunender und Blumen streuender Zeremonienmeister mit
seinem */gedanklich überladenen und musikalisch dürftigen Stück/**/Power
of Flowers //meinen Gesamteindruck. Gemeinsam mit dem Trickster
Orchestra konnte Lewis übrigens den Liminal Music Prize
<https://www1.wdr.de/kultur/kulturnachrichten/WDR-Musikpreis-verliert100.html>
entgegennehmen, mit dem der WDR bereits zum zweiten Mal die
Überschreitung traditioneller und kultureller Grenzen auszeichnet.
Die diesjährige Portätkomponistin Cassandra Miller
<https://cassandramiller.wordpress.com/> scheint die von der Neuen Musik
einst gesteckten Grenzen weniger zu überschreiten als gar nicht erst zur
Kenntnis zu nehmen. Die gebürtige Kanadierin hat in ihrem Heimatland und
in den Niederlanden studiert, lebt heute in London und geht mit einer
erfrischenden Unbedarftheit ans Werk. Ob Vogelgezwitscher, Fiddlemusic
oder Beethovenmotive, alles was sie unmittelbar anspricht und berührt,
dient ihr als Inspirationsquelle. Ihr Umgang damit ist intuitiv, das
Material wird nicht entwickelt sondern kreist um sich selbst. Im Rahmen
eines Gesprächskonzerts bringen das Quatuor Bozzini
<https://quatuorbozzini.ca/en> und die Sopranistin Juliet Fraser
<https://www.julietfraser.co.uk/> kammermusikalische Werke zu Gehör und
in diesem kleinen Format funktioniert Millers Herangehensweise besser
als gedacht. Die Musik entwickelt einen melancholischen Sog und strahlt
auch dann noch einen eigenwilligen Reiz aus, wenn sie haarscharf an der
Sentimentalitätskante vorbeischrammt. Als problematischer erweisen sich
die bzgl. Dauer und Besetzung größeren Formate: In ihrem neuen Werk
///The Years///für Vokalsextett (Exaudi <https://www.exaudi.org.uk/>)
und Streichtrio verliert sich zwischen auf- und abschwellenden
Gesangswogen, Instrumental- und Sprechpassagen der rote Faden und die
deutsche Erstaufführung von //Bismillah meets the Creator in
Springtime//, bei dem //Miller und die Geigerin /*Silvia Tarozzi
<https://www.silviatarozzi.it/> */als Solistinnen //den//im Raum
verteilten, etwas desorientiert wirkenden Mitgliedern des WDR
Sinfonieorchesters gegenüberstehen, läuft gänzlich aus dem Ruder. Das in
Teilen improvisierte Werk, in das „sicherheitshalber ein bisschen Bach“
eingeflossen ist, entwickelt sich zum schamanistischen Erweckungsritual,
das zwischen Tröten und Quäken von Miller mit einer Art Urschrei gekrönt
wird. Vorausgegangen waren in dem Orchesterkonzert unter der Leitung von
Elena Schwarz <http://elenaschwarz.com/> zwei konventionelle Werke, die
mich ebenfalls nicht völlig überzeugt haben. Lisa Illeans
<https://www.lisaillean.com.au/> //An acre ringing, still//verliert sich
allzu sehr in romantischen Gefilden. In Malika Kishinos
<https://www.malika-kishino.com/> //Quinta Materia//lässt zunächst der
Cellist Nicolas Altstaedt <https://www.nicolas-altstaedt.com/>
aufhorchen, der mit kräftigem Strich Akzente setzt, doch letztlich
bleibt es bei solider Orchesterarbeit.
Bei aller Sympathie für neue Wege, was //Sara Glojnarics
<https://www.saraglojnaric.com/>/////Songs for the end of the world
///in einem Festival für neue Kammermusik verloren haben, hat sich mir
nicht erschlossen. Das sogenannte Kopfhörerkonzert befasst sich mit dem
Unglück der Titanic, wobei vor allem die Frage umkreist wird, ob bzw.
was die Bordkapelle beim Untergang gespielt hat. Sarah Maria Sun
<https://sarahmariasun.de/> macht als Moderatorin und Sängerin das Beste
daraus, aber Anekdoten, O-Töne von Überlebenden und vom Kuss Quartett
<https://www.kussquartet.com/> live gespielte, teils elektronisch
aufgemotzte Musikeinlagen sind so unambitioniert aneinandergereiht, dass
das Ganze sogar als Hörspiel oder Podcast durchfällt. Das einzig
Interessante sind die Reaktionen der Zuhörenden, die wie die
Musizierenden aufgefordert werden, sich vorzustellen, was zum Zeitpunkt
des eigenen Todes erklingen soll. Das Publikum geht voll mit und ist
schließlich so aufgeweicht, dass bei der abschließenden Oberschnulze
///My Heart will go on///vereinzelt sogar Tränen der Rührung aufblitzen.
Das habe ich in Witten noch nicht gesehen und führt direkt zum nächsten
Thema.
Seit Jahrzehnten bekommen wir – ob im Konzert, in der Politik oder in
der Psychotherapie – gebetsmühlenartig zu hören, dass wir mehr auf
unsere Gefühle achten sollen, gerade der Neuen Musik wurde ihre
Verkopftheit immer wieder zum Vorwurf gemacht, doch inzwischen ist
dieses Mantra längst zum Bumerang geworden. Denn allzu oft und oftmals
geschickter als einem lieb ist werden die Gefühle von den Falschen
bedient, so dass die eigentliche Gretchenfrage heute lautet: Wie hast
du’s mit der Rationalität? Mit diesem Dilemma befasst sich in gewohnt
ironischer Manier (inklusive einer ordentlichen Portion klamaukiger
Selbstdarstellung) Johannes Kreidler <http://www.kreidler-net.de/>, der
mit seinem 'physikalischen Expressionismus' Gefühle – im konkreten Fall
///Seufzer///– sammelt und wie ein Insektenforscher aufspießt und zur
Schau stellt. Im Märkischen Museum türmen sich in schwarze Blöcke
gefräste Seufzerschallwellen zu einer Klagemauer, den Seufzern wird der
rote Teppich ausgerollt, Murmeln murmeln und Grübelmaschinen grübeln.
Mit Giordano Bruno do Nascimento
<https://giordano-bruno-do-nascimento.com/> hat sich Kreidler zudem
einen ausgewiesenen Death Metal-Experten an die Seite geholt, der sich
hervorragend aufs Growling versteht und mit dieser Technik – statt wie
sein Namensvetter selbst auf dem Scheiterhaufen zu landen – die
Mitglieder einer gesichert rechtsextremen Partei stimmlich in die Hölle
schickt. Vom Laubbläser beflügelt läuft Nascimento zu Hochform auf, auch
das Publikum darf sich seufzend und mit Glissandoflöten bewaffnet
beteiligen und so entsteht ein überbordendes Tohuwabohu, das im
Konzertmarathon für willkommene Auflockerung sorgte.
An die heroische Generation der Neutöner knüpft Ming Tsao
<https://www.mingtsao.net/> mit seiner Bearbeitung von Karlheinz
Stockhausens <https://karlheinzstockhausen.org/> ///Plus-Minus///an,
einer offenen Partitur, die dem Ausführenden viel Freiheit bei der
Umsetzung bietet. Ming Tsaos Version für zwei Klaviere arbeitet mit
elektronischen Transducern, die den Korpus zum Vibrieren bringen und für
Rückkopplungsschleifen sorgen. Unter den Händen des GrauSchumacher Piano
Duos <https://de.karstenwitt.com/kuenstler_in/grauschumacher-piano-duo>
entsteht daraus mit gewohnter Virtuosität ein vielschichtiger, in sich
differenzierter Klangstrom, in den man sich gut versenken kann, der mich
aber nicht über die Dauer von fast einer Stunde bei der Stange gehalten hat.
Insgesamt bot der 57. Wittener Jahrgang eine nicht immer glücklich
machende aber immerhin abwechslungsreiche Mischung, die viel
Diskussionsstoff bereithielt. Was die Zukunft anbelangt, so hat Hahn für
die seine gesorgt: Nach nur drei Jahren beim WDR wechselt er zum
Ensemble Intercontemporain. Beim WDR müssen die Karten neu gemischt
werden, wollen wir hoffen, dass sie im Spiel bleiben. /
/*[Achtbrücken]*/
/Die Zukunft von Achtbrücken <https://www.achtbruecken.de/de/> sieht
weniger rosig aus. Nachdem die Stadt Köln ihre Zuschüsse komplett
gestrichen hat, steht das Festival vor dem Aus. Die 15. Ausgabe bot aber
noch einmal zehn Tage voller Musik und ich gestehe, dass ich es nach dem
durchwachsenen Wittener Programm sehr genossen habe, Neue Musik in
Reinform zu hören – wie in der guten alten Zeit. Selbst die sonst so
experimentierfreudige Kölner Szene präsentierte sich diesmal rein
instrumental mit dem Ensemble DEHIO <https://ensemble-dehio.de/> (u.a.
mit ///im selben Augenblick///, einem sehr schönen Stück von Farzia
Fallah <http://www.farziafallah.de/>), dem Duo Hoitenga
<https://www.hoitenga.com/>/Herbst <https://annaherbst.com/> und dem
Asasello Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/>, das mit Kaija
Saariahos ///Nymphéa///für Streichquartett und Elektronik und George
Crumbs ///Black Angels///für elektrisch verstärktes Streichquartett
gleich am Eröffnungstag die Wolkenburg zum Glühen brachte. In der
Philharmonie gaben sich die Spitzenorchester die Klinke in die Hand,
wobei besonders das Pariser Ensemble Intercontemporaine
<https://www.ensembleintercontemporain.com/en/> herausragte. Die
Interpretation von ///sur Incises///ihres Gründers Pierre Boulez, der
2025 100 Jahre alt geworden wäre, entfachte einen wahren Klangrausch und
war gleichzeitig so präzise, dass ich aus dem Staunen nicht herauskam.
Mit Kaajha Saariahos ///Lichtbogen///demonstrierte das Ensemble, was es
mit der Lichtmetapher auf sich hat, die dem Festival diesmal als Motto
diente. Zu dem Werk, das mit Computerhilfe entstanden ist und mit
Live-Elektronik arbeitet, ließ sich Saariaho von Polarlichtern
inspirieren und tatsächlich: Die Musik scheint zu flirren und zu
funkeln, versteigt sich in grelle Höhen und schillert diffus. Der
finnischen Komponistin, die 2023 in ihrer Wahlheimat Paris verstarb, war
ein besonderer Schwerpunkt gewidmet; nicht weniger als 14 Werke kamen
zur Aufführung, darunter ihr Violinkonzert ///Graal théâtre ///mit
Carolin Widmann <https://www.carolinwidmann.com/> und dem SWR
Symphonieorchester
<https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/symphonieorchester/index.html>
sowie ihr Klarinettenkonzert //D’om le vrai sens//mit dem WDR
Sinfonieorchester
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/index.html>.
Zu diesem lies sich Saariaho von mittelalterlichen Teppichen
inspirieren, auf denen eine Frau und ein Einhorn dargestellt sind, und
so darf die Klarinettistin /Boglárka Pecze
<https://www.boglarkapecze.com/> als Einhorn durch die Ränge der
Philharmonie wandern und die anderen Instrumente in ihren Bann ziehen.
Saariaho schreibt klangschöne, sinnliche Musik und wurde nicht umsonst
vielfach ausgezeichnet, aber letztlich bietet sie keine Überraschungen,
bleibt in den Gefilden des gut Anzuhörenden, wirkungsvoll Gesetzten, das
niemandem weh tut. Die 'Überdosis', die in Köln serviert wurde, machte
dies deutlich. Das sich nicht nur Spitzenensembles auf ihr Werk
verstehen, zeigte das Konzert mit dem Orchester der Hochschule für Musik
und Tanz, das wie vier weitere Veranstaltungen im Rahmen des sogenannten
Freihafens bei freiem Eintritt besucht werden konnte. Neben Saariahos
/Lumière et pesanteur/brachten die jungen Leute unter der Leitung von
Alexander Rumpf zwei gelungene neue Werke von Mitstudierenden zur
Aufführung: Alex Hren <https://alexhren.com/> arbeitet in /Switch On
/mit Hell-Dunkel-Kontrasten, bei denen hohe quirlig-nervöse Strukturen
auf markante Bläser- und Paukenattacken treffen. *Aline Sarah Müller
<https://www.alinesarahmueller.com/>****widmet sich in */Horizon &
Heartbeats/mehr dem Dazwischen, das von rhythmisch grundierten
Perkussions- und zarten Streichergesten geprägt ist.
Leider waren nicht alle Uraufführungen eine Ohrenweide. In *Hèctor
Parras***/Ich ersehne die Alpen / So entstehen die Seen, /das im Konzert
mit dem WDR Sinfonieorchester zu Gehör kam, stimmte leider gar nichts.
Verhandelt wird der Klimawandel anhand von Texten des österreichischen
Autors Händl Klaus. Während der weibliche Part (Sopran Lavinia Dames
<https://www.laviniadames.de/>) in einer überhitzten Dachstube schmort
und die Alpen herbeisehnt, ist das männliche Pendant (Sprecher Thomas
Loibl <http://www.thomasloibl.de/>) eben dort unterwegs, wobei er auf
auftauende Gletscherleichen stößt ('Uppsala, ja höpperladada!'), mit
denen er in einen unendlich in die Länge gezogenen, leutselig-verquasten
Dialog tritt. Dazu erklingt eine Musik, sie sich ohne die geringsten
Raffinessen im Dauerpathos ergeht, so dass das Werk trotz der guten
Interpreten mit Pauken und Trompeten untergeht. Händl Klaus /verfasste
auch das Libretto für ///Innen / Sisällä///von V
<https://vitozuraj.com/>//ito Žuraj <https://vitozuraj.com/>, das mit
dem /*Helsinki Chamber Choir <https://helsinkichamberchoir.fi/en/> und
dem Ensemble Recherche <https://www.ensemble-recherche.de/> seine
deutsche Erstaufführung erlebte. Text und Musik befassen sich mit dem
Zusammenhang von körperlichen Einschränkungen und Kreativität, wobei
sowohl auf Künstler wie Beethoven und Monet als auch auf **Žurajs
eigenes Stottern in seiner Kindheit Bezug genommen wird. Dies geschieht
jedoch auf subtile Weise. Das Publikum erlebt einen vielschichtigen
Entwicklungsprozess, der durch Positionswechsel des Chors angezeigt
wird. Auf einen von dichtem, bedrängendem Stimmengewirr geprägten
Auftakt folgen turbulente, sich zuspitzende Passagen sowie fragile,
differenziert instrumentierte, die Verletzlichkeit zum Ausdruck bringen.
Eine besondere Zusammenarbeit gab es in diesem Jahr mit dem Stadtgarten
<https://www.stadtgarten.de/> und NICA
<https://nica-artistdevelopment.de/>, ein Förderprogramm für Musiker und
Musikerinnen im Bereich aktuelle Musik und Jazz. Vier NICA-Artists
wurden beauftragt, Musik zu Stummfilmen zu komponieren, und der Auftakt
war vielversprechend. Thomas Sauberborn <https://thomassauerborn.de/>
begleitet Dsiga Wertows **/Man with a Movie Camera/**, das uns nach
Kiew, Charkiw und Odessa im Jahr 1929 entführt, mit einer sehr
abwechslungsreichen, eigenständigen Musik: Lässige Posaunenlinien über
rhythmischem Grund, schillernde Klangflächen und treibende, jazzig
Passagen ergänzt durch Live-Samplings und kurze Texteinlagen fügen sich
in den Sog der Bilder, ohne diese illustrativ zu doppeln. Weniger
überzeugt hat mich Jonas Engels' Tonspur zu Urban Gads **/Afgrunden.
/**Sie gibt der exaltierten, sich förmlich überschlagenden Stimme von
Marcella Lucatelli <https://www.marcelalucatelli.co/> viel Raum, was
aber weder dem Film gerecht wird noch musikalisch funktioniert.
Den Abschluss des Festivals gestalteten das Ensemble Modern
<https://www.ensemble-modern.com/> und das SWR Vokalensemble
<https://www.swr.de/swrkultur/musik-klassik/vokalensemble/index.html>.
In Yiran Zhaos <http://www.yiranzhao.net/> **The unreachable
shore**begegnet uns noch einmal das Gletschereis, von dem sich die
Komponistin inspirieren ließ, und gleich zum Auftakt hören wir ein
zartes Knacken, Klirren und Rieseln. Doch in dem sehr klangsinnlichen
Werk, das sich mit Grenzüberschreitungen und Perspektivwechsel befasst,
sorgen insbesondere die Bläser mit teils schrillem, sich zuspitzendem,
überschlagendem Ton für sehr energiegeladene Passagen. Mit einem ganz
anderen Naturphänomen und zwar der Biolumineszenz befasst sich der
baskische Komponist Unai Urkola Etxabe <https://unai.exposed/> in seinem
neuen Werk **/what shines beneath. /**Seine ebenfalls sehr sinnliche,
haptische Musik nimmt das Publikum mit auf eine Reise durch ein
Unterwasserwelt, die von geheimnisvoll leuchtenden Wesen belebt ist.
Auch Christian Masons <https://www.christianmason.net/> **The Oddity
Effect **für Ensemble und Chor taucht ein in die Weiten des Meeres,
indem er sich dem Schwarmverhalten von Fischen widmet, landet aber
brutal im Hier und Jetzt. Nach einem lyrischen Beginn führt der Text von
*/Paul Griffiths <http://www.disgwylfa.com/> in die Verwerfungen unserer
politischen Gegenwart, indem er scheinbar wahllos gesammelte,
alltägliche Schlagzeilen auflistet, die der Chor (auf Deutsch aber
trotzdem schwer verständlich) hastig hervorgestoßen, teils mit
Megaphonen bewaffnet dem Publikum entgegenschleudert. Die Frage nach
Zugehörigkeit und Andersartigkeit (oddity) gibt es nicht nur bei Fischen
und offenbar haben wir Menschen mehr als diese mit einer zunehmenden
Schwarmdummheit zu kämpfen (die aber immerhin ausreicht, um die Meere
leer zu fischen!).
/*10 Tage voller Musik, ich habe längst nicht alles gehört, nicht alles
Gehörte hier aufgegriffen und dieses nur angetippt. Auf die Premiere von
Saariahos Oper **/La Passion de Simone/
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/la-passion-de-simone/1040>**im
Staatenhaus werde ich in der nächsten Gazette eingehen.
Köln wird auch weiterhin eine Hochburg der Musik bleiben, aber
Achtbrücken wird fehlen. Es steht zu hoffen, dass sich die Kräfte
bündeln (und die nötige Unterstützung erhalten), um eine Nachfolgeaktion
auf die Beine zu stellen.*
*[Termine im Juni] *
*Köln *
Am 1.6. startet eine neue Konzertreihe, die sich bis November jeweils am
1. eines Monats dem Thema Ritual <https://ritual-music.de/>widmet, und
im Rahmen der Brückenmusik <https://www.brueckenmusik.de/>wird vom 18.
bis 29.6. das Innere der Deutzer Brücke mit /Koumé /von Éliane Radigue
bespielt. Beim romanischen Sommer <https://www.romanischer-sommer.de/>
kommen Werke von Stockhausen, Giorgio Netti
<https://www.giorgionetti.com/> und Sven-Ingo Koch
<https://www.sven-ingo-koch.de/> sowie im Rahmen eines Konzerts in der
Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/> mit
dem Ensemble Tra i Tempi <http://www.traitempi.de/> ein neues Stück von
Michael Veltman <http://www.michaelveltman.de/> zur Aufführung. In der
Kunststation
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/> finden
außerdem an jedem Samstag im Juni Lunchkonzerte statt (am 21.6. mit dem
Trio Abstrakt <https://trioabstrakt.com/>).
In der Philharmonie stehen der Cellist Abel Selaocoe
<https://www.abelselaocoe.com/> und das Ensemble Resonanz
<https://www.ensembleresonanz.com/> am 15.6.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/abel-selaocoe-ensemble-reso…>,
die Organistin Iveta Apkalna <https://apkalna.com/> und das Alinde
Quartett <https://www.alindequartett.com/> am 17.6.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/iveta-apkalna-alinde-quarte…>,
die Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> am 23.6.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/ensemble-musikfabrik/4343>
und Musik von Unsuk Chin am 29.6.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/hanna-elisabeth-muller-deut…>
auf dem Programm. Die Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/> kündigt neue Musik mit Studierenden der
Klasse Blumenthal am 17.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/17-06-2025-limits-/-unl…>,
ein Konzert des Instituts für Neue Musik am 24.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/24-06-2025-festwoche-we…>,
ein Programm rund um Hans-Werner Henze ebenfalls am 24.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/24-06-2025-spitzentoene…>,
die Reihe 'Adventure' mit der Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/> am 27.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/27-06-2025-adventure-14…>
und moderne Klaviermusik am 29.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/29-06-2025-klaviernachm…>
an. In der Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/> erwarten
uns ein Bild-Ton-Projekt zum Thema 'Heimat' am 25.6. und MAM
<https://www.manufaktur-aktuelle-musik.de/>, die M*anufaktur für
aktuelle Musik,*am 29.6.. Im Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/>
stehen NICA-Artists <https://nica-artistdevelopment.de/> am 5.6.
<https://stadtgarten.de/en/program/nica-live-das-ende-der-liebe-releasekonze…>
und 11.6.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-exchange-luise-volkmann-kiko-dinuc…>
und das Ensemble Garage <https://ensemblegarage.de/> am 21.6.
<https://www.stadtgarten.de/programm/echolot-elephant-9645> auf der
Bühne, die Plattform nicht dokumentierbarer Ereignisse
<https://platformcologne.com/> präsentiert am 1. und 24.6. Konzerte, am
4.6.
<https://o-ton.koeln/konzert-mi-4-6-2025-20h-experimental-guitars-tanid-sint…>
erwartet uns im o-ton <https://o-ton.koeln/> ein 'Experimental Guitar
Evening', in der Kunsthochschule für Medien <https://www.khm.de/> sind
im Rahmen der Reihe 'soundings' Pierre Berthet
<https://pierre.berthet.be/ZNLHome.olp?id=1%20#goto-home> und Rie
Nakajima <https://www.rienakajima.com/> am 5.6.
<https://www.khm.de/termine/news.5945.soundings-048-dead-plants-living-objec…>
sowie Tintin Patrone <https://tintinpatrone.com/work> am 26.6.
<https://www.khm.de/termine/news.5946.soundings-049-tintin-patrone/> zu
Gast, das Asasello Quartett <https://asasello-quartett.eu/de/> startet
seine Jubiläums-Konzertreihe 'Wir und die schöne neue Welt von Gestern'
mit einem Streichquartett von Márton Illés
<https://www.martonilles.com/> am 6.6.
<https://asasello-quartett.eu/de/events/06-06-2025-koeln/> und einer
Zusammenarbeit mit Wladimir Kaminer am 13.6.
<https://asasello-quartett.eu/de/events/13-06-2025-koeln/>, das
Japanische Kulturinstitut <https://co.jpf.go.jp/> schlägt am 12.6.
<https://co.jpf.go.jp/veranstaltungen/kalender/evergreen/> eine Brücke
zwischen fernöstlicher und westlicher Musik, im Rahmen der WDR-Reihe
'Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>' wird
am 21.6.
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/c…>
ein neues Werk von *Chaya Czernowin
<https://www.chayaczernowin.com/> aus der Taufe gehoben, das Part-
<https://part-musik.de/>Ensemble <https://part-musik.de/> präsentiert am
14.6. 'Bach aktuell' und das Ensemble Consord <https://consord.net/>
transferiert am 28.6. im artheater <https://artheater.de/> mit
**/ignorance is strength/**dystopisch inspirierte Rock- und Popmusik in
die eigene Klangwelt. Im Staatenhaus kommt am 27.6. Philippe Manourys
<https://www.philippemanoury.org/> Oper **/Die Letzten Tage der
Menschheit /
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/die-letzten-tage-der-menschheit/1018>**nach
Karl Kraus zur Uraufführung, auf die man sich bei einer öffentlichen
Probe
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/soiree-mit-offentlicher-probe/848>
am 20.6. und einem Komponistenporträt am 22.6.
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/komponistenportrait-philippe-manoury…>
einstimmen kann.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet****FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln, jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat
wird der Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt und am letzten Mittwoch im
Monat erwartet uns die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im
**LTK4 <https://ltk4.de/>**. Fast täglich gibt es interessante Konzerte
im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**(z.B. das
Helix-Festival vom 3. bis 7.6., das sich mit
soghaften Tempoströmen und rhythmischen Spiralen befasst), w**eitere
Termine und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik
in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>**und **impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>**, **sowie **Veranstaltungen
mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
*Noch bis zum 7.6. findet an verschiedenen Orten des Ruhrgebiets das
Festival Blaues Rauschen <https://blauesrauschen.de/#> statt, das
elektronische Musik und Klangkomposition, Licht- und Videokunst, Tanz
und Performances verbindet.*
*Die ***Bochumer*****Tage für Neue Musik
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/bochumer-tage-fuer-neue-musik/>**in
der **Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/>**stehen mit Veranstaltungen
am 4., 9. und 15.6. sowie einem Orgelkonzert am **22.6.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/grenzgaenge-i/>**unter
dem Titel */Hommage á Eric Alfred Leslie Satie/*und in der
Christ-König-Kirche kommt am 7. und 8.6. **/rEVOLUTION/
<https://interstellar227.de/>**, ein Musiktheater from outer space von
Interstellar 227, zur Aufführung. *
*Im ***Dortmunder*****domicil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**erwarten uns das **Blaue Rauschen
<https://blauesrauschen.de/#>**am **6.6.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/blaues-rauschen.html>**und
SongofMu und **The Dorf
<http://thedorf.net/index.php?section=Konzerte>**am **12.6.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11427.html>**,
die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**machen am **3.6.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/05/06/roessler-baars-st73/>**in
der **Parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>**Station und bei **mex
<http://www.mexappeal.de/>**im Künsterhaus sind am **25.6.
<http://www.mexappeal.de/?p=5972>****Antez <https://www.antez.org/>**,
**Elisa Metz <https://elisametz.de/>**und **Bromp Trep
<https://bromptreb.bandcamp.com/>**zu Gast. In der Oper kommt am 22. und
23.6. **/Who Cares?/
<https://www.theaterdo.de/produktionen/detail/who-cares/>**, eine
Bürger*innenOper von **Marc L. Vogler <https://marc-vogler.de/>**, zur
Aufführung. *
*Der **Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>**in
***Duisburg***präsentiert am **4.6.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20250604-the-dorf-umland…>**das
Quartett Haustein/Klare/Jäckel/Blamberg, im **Lokal Harmonie
<https://www.lokal-harmonie.de/>**stehen **/The Songs of Harvey Pekar/
<https://www.scottfields.com/pekar>**von Scott Fields am **6.6.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11191/-/scott-field…>**und
eine audiovisuellen Performance mit Rajesh Mehta, Marius Luczynski und
Sven Sander am **20.6.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11249/-/nachholterm…>**auf
dem Programm und im **earport
<https://earport.de/pages/de/startseite.php>**wird am 29.6. eine neue
Ausstellung von **Claudia Maas**mit einem Performancekonzert eröffnet. *
*Rund um die **Philharmonie
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/>*****Essen***sind vom 9. bis
13.6. wieder die **Park Sounds
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/park-sounds-1-137312/1536/>**zu
erleben. In der Folkwang Hochschule wird die Reihe Ex Machina am **5.6.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**(mit
**Trevor Wishart <https://trevorwishart.co.uk/>**) und **26.6.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**fortgesetzt
und am **30.6.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**eröffnet
das **Trio Abstrakt <https://trioabstrakt.com/>**die Folkwang Woche Neue
Musik. Im **Rabbit Hole Theater <https://rabbithole-theater.de/>**stehen
die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**am 2.6., MA.RA. & The
New Solarism am 14.6. und eine audiovisuelle Reise mit **Verena
Hentschel <https://verenahentschel.com/>**am 20.6. auf dem Programm und
in der **Neue Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/>**kann man sich am
10.6. im Rahmen der Reihe FRIM zum gemeinsamen Improvisieren treffen. *
*Im **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr***bringt **Honey Bizarre <https://honey-bizarre.com/>**am **27.6.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-honey-bizarre>**das
geheimnisvolle Theremin zum Erklingen.*
*Düsseldorf*
*Die **Robert Schumann Hochschule
<https://www.rsh-duesseldorf.de/>**präsentiert am **5.6.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2025-06-05-lecture-c…>**eine
Lecture zu Boulez' **/Éclat /**und in der **Nordrhein-Westfälischen
Akademie der Wissenschaften und der Künste
<https://www.awk.nrw/>**findet am **13.6.
<https://www.awk.nrw/fileadmin/user_upload/img/Veranstaltungen/Einladung-AWK…>**ein
Werkstattkonzert zu **/Douze Notations/**von Boulez mit Schülern und
Schülerinnen aus Marxloh statt. In der **Tonhalle
<https://www.tonhalle.de/>**stehen am **7.6.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/schumannfest/16790-signum-quartett>**das
**Signum Quartett <https://signumquartet.com/>**mit neueren Werken und
am **18.6.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/15141-na-hoern-sie-m…>**das
**Notabu <https://www.notabu-ensemble.de/>Ensemble
<https://www.notabu-ensemble.de/>**in der Reihe 'Na hör'n Sie mal' auf
dem Programm. **Abends
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/schumannfest/16804-rock-lounge>**ist
das **Signum Quartett <https://signumquartet.com/>**übrigens noch im
Rahmen einer Rock Lounge in der Destille zu Gast. **/The Songs of Harvey
Pekar/ <https://www.scottfields.com/pekar>**von Scott Fields kommen am
**14.6. <https://www.fft-duesseldorf.de/spielplan/pekar>**im **FFT
<https://www.fft-duesseldorf.de/de/>**zur Aufführung. Die **Kunsthalle
<https://www.kunsthalle-duesseldorf.de/>**bringt vor dem großen Umbau in
der Reihe '**Im Kinosaal
<https://www.kunsthalle-duesseldorf.de/ausstellungen/im_kinosaal/>**'
Videoprojektionen u.a. von****Gerhard Stäbler
<https://gerhard-staebler.de/pages/intro.php>**und **Kunsu Shim
<https://www.kunsu-shim.de/>**(24. bis 29.6.) zur Aufführung und
begleitend dazu spielt das **Minguet Quartett
<https://www.minguet.de/>**am 25.6. u.a. eine Uraufführung von Stäbler.
Vom 13.6. bis 5.7. veranstaltet der **Klangraum 61
<https://www.klangraum61.de/index.html>**zum 12. Mal das Festival
**Klangräume <https://www.klangraum61.de/klangraume>**mit einer Lecture
mit **Oskar Gottlieb Blarr <https://blarr.info/>**, einer Klangexkursion
im Kanal und Konzerten.*
*Sonstwo*
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> schickt vom 27.5. bis 5.6.
Girilal Baars <https://girilal.org/>und Isabel Rößler
<https://isabelroessler.com/>durch NRW und lässt sie auf wechselnde
Gäste treffen.
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/>kündigt die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 6.6. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6600>, neue Musik aus
Aachen und der Region am 14.6. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6683>und
das Trio 'Der vierte Zustand' am 28.6.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6708>an und die KölnerHfMT
<https://www.hfmt-koeln.de/>präsentiert am 20.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/16-01-2025-neue-musik-a…>am
Aachener Standort einen Neue-Musik-Abend.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/>veranstaltet monatlich einen Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/>und lädt am 1.6.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/05/02/finale-im-park/>(bei schönem
Wetter) zum Finale im Park und in der Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112>erwarten uns ebenfalls am
1.6. das Ensemble Earquake
<https://www.hfm-detmold.de/die-hochschule/ensembles-der-hfm/ensemble-earqua…>und
am 8.6. vier Konzerte mit improvisierter Musik.
*/The Songs of Harvey Pekar/ <https://www.scottfields.com/pekar>**von
Scott Fields kommen am 13.6. im Dialograum **Kreuzung an Sankt Helena
<https://kreuzung-helena.de/home/>**zur Aufführung, am **Theater
<https://www.theater-bonn.de/>*****Bonn***hat am 15.6. die Oper **/Musik
für die Liebenden/
<https://www.theater-bonn.de/de/programm/musik-fur-die-lebenden/221270>**von
Gija Kantscheli Premiere und am 18.6. eröffnen in der gkg Bonn die
Klanginstallationen**//**/coin-cidence / humming/
<https://soundforum.info/stadtklangkuenstlerin-kuenstler-bonn-2025/coin-cide…>**//**von**//**Nika
Schmitt <https://www.schmittnika.com/>**und **Raul Keller
<https://raul.keller.ee/index.php/en/>**.
In der Kunsthalle Hangelar im benachbarten St. Augustin begegnen sich am
**29.6. <https://www.kunsthallehangelar.de/>****Christina Fuchs
<https://christinafuchs.de/de/>**und Florian Stadler.*
*Die **Hochschule für Musik
<https://www.hfm-detmold.de/>*****Detmold***kündigt ein Konzert mit
interaktiver Musik für Klavier und Live-Elektronik am 17.6., im Rahmen
einer Ringvorlesung einen Vortrag über Teufelsdarstellungen in der Oper
des 21. Jahrhunderts am 18.6. und ein Konzert mit dem **Ensemble
Earquake
<https://www.hfm-detmold.de/die-hochschule/ensembles-der-hfm/ensemble-earqua…>**am
22.6. an.*
*Composer in Residence
<https://www.spannungen.de/spannungen2025-composer-in-residence/>**beim
Festival **Spannungen <https://www.spannungen.de/>**vom 15.6. bis 22.6.
im Kraftwerk ***Heimbach***ist in diesem Jahr **Donghoon Shin
<https://donghoonshin.com/>**. Neben seiner Musik erklingen auch Werke
von Kurtág, Tenney, Xenakis und Berio.*
*Das **Inselfestival
<https://www.inselhombroich.de/de/veranstaltungen/20-inselfestival>**auf
der Museumsinsel ***Hombroich***bringt zwar nicht mehr so viel neue
Musik wie früher, aber einige zeitgenössische Klange z.B. von **Georg
Kröll <http://www.georg-kroell.de/>**, **Rolf Riehm
<https://rolfriehm.de/>**, **Meredith Monk
<https://www.meredithmonk.org/about/biography/>**oder Bahar Royaee (UA)
sind doch dabei.*
Vom 6. bis 9.8. findet wieder das *Moers*Festival
<https://www.moers-festival.de/>statt. Im Rahmen einer Kooperation mit
dem Huddersfield Festival erwarten uns Uraufführungen von Maya Dunietz
<https://www.moers-festival.de/programm/programmpunkt/sei-still-de-isr-ca-20…>und
Koshiro Hino
<https://www.moers-festival.de/programm/programmpunkt/koshiro-hino-chronogra…>sowie
unter der Programmschiene hcmf sogenannte 'X perimental N counters'.
Aktueller Improviser in Residence
<https://www.moers-festival.de/improviser-in-residence/improviser-in-residen…>in
Moers ist übrigens Bart Maris, der über das Festival hinaus am 14. und
20.6. in Aktion zu erleben ist.
Die Flötistin Pia Marei Hauser <https://www.piahauser.com/>gestaltet am
4.6.
<https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/touren-workshops/termine-und-vera…>im
LWL-Museum für Kunst und Kultur
<https://www.lwl-museum-kunst-kultur.de/de/>in *Münster*ein
Wandelkonzert, in der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>erwarten uns die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>am 1.6., das Trio SongofMu am
14.6. und die Performance /Sounds and Feathers/am 22.6. und das
*Ensemble Consord <https://consord.net/>**liefert am 15.6. **am
Hawerkamp 31 <https://am-hawerkamp.de/>**mit **/ignorance is
strength/**Musik für den Untergang.*
Vom 29. Juni bis zum 20. Juli kann die Klanginstallation /Cantico/
<https://www.dormagen-nord.de/export/sites/dormagen-nord/.galleries/dokument…>von
Lukas Schäfer und Luis Weiß in der Autobahnkapelle St. Raphael
*Nievenheim*besucht werden.
Im Lichtturm in *Solingen*wird das Publikum am 15.6.
<https://www.lts4.org/programm/kunstsport/>im Rahmen der interaktiven
Installation /Cheercamp/zu einer Endorphin-ausschüttenden Partizipation
animiert.
Im *Wuppertaler*ort <https://www.kowald-ort.com/>stehen ein Porträt des
ukrainischen Nationaldichters Taras Schewtschenko am 1.6.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/ausserderreihe-1-6-25/>und
*/The Songs of Harvey Pekar/ <https://www.scottfields.com/pekar>**von
Scott Fields am **7.6.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/ausserderreihe-7-6-25/>**auf
dem Programm, am **3.6.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/23-01-2024-klavierabend…>**erklingt
im Ableger der Kölner**HfMT <https://www.hfmt-koeln.de/>**Klaviermusik
des 20. Jahrhunderts und am 20.6. hat die Kammeroper **/Thumbprint/
<https://www.oper-wuppertal.de/programm/detailansicht-auffuehrung/1272-thumb…>**von
**Kamala Sankaram <https://www.kamalasankaram.com/>**Premiere, die sich
mit der Geschichte der pakistanischen Frauenrechtsaktivistin Mukhtar Mai
befasst.*
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
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*Mai 2025*
*Gewesen: *Nopera! mit /Oper, Otze, Axt/in Gelsenkirchen
*Angekündigt:*Wittener Tage für neue Kammermusik – Festival Achtbrücken
in Köln – Festival Eigenzeit in Duisburg – Blaues Rauschen im Ruhrgebiet
– Klangzeit-Werkstatt in Münster u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? **Dann
senden Sie bitte eine Mail an neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de**) *
*[Nopera! mit /Oper, Otze, Axt/ in Gelsenkirchen]*
Da die hochsubventionierten Opernhäuser immer weniger Geld für
Experimente haben, müssen andere subventionierte Initiativen wie
Noperas! <https://www.noperas.de/>einspringen. Hervorgegangen aus dem
Fonds Experimentelles Musiktheater (feXm
<https://www.noperas.de/fexm-2/>) des NRW Kultursekretariats
<https://www.nrw-kultur.de/> führt Nopera! Bühnen aus der ganzen
Republik zusammen, um pro Saison ein gemeinsames Projekt zu realisieren.
Die aktuelle Produktion /Oper Otze Axt/
<https://www.noperas.de/projekte/oper-otze-axt-dritte-degeneration-ost-2024-…>hatte
im Februar im Staatstheater Darmstadt
<https://www.staatstheater-darmstadt.de/veranstaltungen/oper-otze-axt.1804/>
Premiere, kam im April im Musiktheater im Revier
<https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2024-25/noperas-oper-otze-…>
in Gelsenkirchen zur Aufführung und wird im Juli im Theater Bremen
<https://www.theaterbremen.de/de_DE/programm/noperas-oper-otze-axt.1361877>
zu erleben sein. Wie üblich bei feXm zeichnet ein Kollektiv
verantwortlich, in diesem Fall die Dritte Degeneration Ost, die sich in
ihrem Namen ironisch auf das ostdeutsche Netzwerk 3te Generation Ost
<https://netzwerk.dritte-generation-ost.de/>bezieht und mit sieben
Personen nicht nur das größte, sondern zugleich das bislang jüngste
Kollektiv ist, das vom feXm den Zuschlag erhielt. Trotz gewisser
Schwerpunkte (Komposition: Richard Grimm
<https://www.noperas.de/allgemein/richard-grimm/>, Mathias Baresel
<https://www.noperas.de/allgemein/mathias-baresel/>, Frieda Gawenda
<https://www.noperas.de/allgemein/frieda-gawenda/>/ Inszenierung: Romy
Dins <https://www.noperas.de/allgemein/romy-dins/>, Frithjof Gawenda
<https://www.noperas.de/allgemein/5220/>/ Sound Design: Antonia Alessia
Virgina Beeskow
<https://www.noperas.de/allgemein/antonia-alessia-virginia-beeskow/> /
Songwriting: Mathias Baresel
<https://www.noperas.de/allgemein/mathias-baresel/> ) wurden Konzept,
Text, Musik und Umsetzung gemeinsam entwickelt und einige Teammitglieder
sind zudem als Performende live auf der Bühne zu erleben – allen voran
Mathias Baresel als Otze. Otze, mit bürgerlichem Namen Dieter Ehrlich,
war in der DDR eine Legende und ist es bis heute. Er hat mit seiner Band
Schleimkeim nicht nur Punk gemacht, sondern einen ganz besonders
aggressiven, dreckigen Punk, der zwar mit einer durch den eisernen
Vorhang bedingten Verzögerung an den Start ging (erster Auftritt 1981 in
den Räumlichkeiten des Evangelischen Kirchenkreises Erfurt), sich aber
ansonsten auch außerhalb der DDR hätte hören lassen können. Von Kindheit
an eckte der Bauernsohn aus dem thüringischen Stotternheim an, wo er nur
konnte, war auch von der Staatssicherheit, die ihn vorübergehend als
IKMO (Inoffizieller Kriminalpolizeilicher Mitarbeiter für operative
Aufgaben) führte, nicht einzufangen und endete nach der Wende als
drogenabhängiger, schizophrener Vatermörder in der Psychiatrie, wo er
2005 im Alter von 41 Jahren an einem Herzinfarkt starb. Bei der
Umsetzung dieses wahrhaft opernreifen Plots macht die Dritte
Degeneration Ost schon mal zwei Dinge richtig: Sie präsentiert kein
zusammenhängendes Biopic, sondern zappt sich assoziativ durch Otzes
Leben, und sie bettet es ein in den politischen Kontext, wodurch die
Geschichte auch für uns Heutige nicht nur aus nostalgischen Gründen
interessant wird. Nichts an dieser Figur ist eindimensional und so wird
Otze auf der Bühne von vier Otze-Typen flankiert, die verschiedene
Facetten seiner Persönlichkeit widerspiegeln: das Tier (Frieda Gawenda)
als der verwundbare, kindliche Anteil, der aggressive Schläger (Timothy
Edlin), der Schatten (Yevhen Rakhmanin) als seine dunkle Seite und der
Magier (Almuth Herbst), der die kreative Kraft verkörpert. Ihr
aufgekratztes Agieren auf der Bühne macht die Zerrissenheit des
Protagonisten spürbar, der er sich durch Musikexplosionen zu entziehen
versucht, bei denen im wahrsten Sinne des Wortes der Punk abgeht. Diese
Lärmeskapaden sind auch eine Reaktion auf den unzugänglichen Vater
(Thomas Brinkmann), der als stumme Figur im Weg steht, nicht einmal mit
Ablehnung reagiert und den kleinen Dieter am langen Arm verhungern
lässt. Mehr Verlass ist da auf die Stasi, die ihn bespitzelt, inhaftiert
und schließlich instrumentalisiert aber immerhin wahr- und ernst nimmt.
Doch auch sie ist Gefangene eines desolaten Systems. Die Bühne wird
beherrscht von drei großen mobilen Käfigen gefertigt aus Metallgittern,
wie sie 90 % der innerdeutschen Grenze beherrscht haben; in einem der
Käfige Otze, in einem anderen hinter ihrem technischen Equipment Antonia
Alessia Virginia Beeskow als Stasimitarbeiterin, die zuständig für das
Sounddesign ihre elektronischen Fäden in alle Richtungen auswirft. Im
Hintergrund lauert zudem ein fünfköpfiges Streicherensemble plus üppigem
Perkussionsapparat (Neue Philharmonie Westfalen unter der Leitung von
Askan Geisler) und gleich zum Auftakt erklingt die DDR-Hymne, die jedoch
in Nullkommanichts texlich und musikalisch verfremdet, zersetzt und vor
unseren Ohren geschreddert wird. Aus diesen Ingredienzien entsteht ein
sich ständig wandelnder Soundtrack, martialische Trommelschläge über
sirrenden Streichern, opernhafter Gesang, der sich in schwindelerregende
Höhen schraubt, diffuses Rauschen und Flirren, dazwischen kurze
Punkeinlagen wie hereinbrechendes Donnerwetter, das jedoch keine
befreiende Wirkung zeitigt. Die kann auch die Wiedervereinigung nicht
liefern. Während die beiden deutschen Nationalhymnen sich grotesk
verschränken, zelebriert der Magier eine makabre Hochzeitszeremonie, die
sich als lupenreine Unterwerfung der DDR-Seite entpuppt. Die angestimmte
Freiheitshymne wird zerfleddert und verzerrt und verhallt unwirklich.
Massiv bedrängt von seinen inneren Widergängern wird Otze schlußendlich
als letzten greifbaren Gegner seinen Vater erschlagen, eine Szene, die
auf der Bühne nur durch die Axt als Tatwerkzeug angedeutet wird und die
ihn im wirklichen Leben in die Klapse brachte. Auch wenn er zum Ende
seines Lebens dort mit Sicherheit hingehörte, bleibt bemerkenswert: Was
im real existierenden Sozialismus noch als Gegnerschaft wahrgenommen
wurde, wird im real existierenden Kapitalismus psychologisiert und als
individuelles Phänomen entsorgt. In beiden Fällen gilt: Das System darf
auf keinen Fall in Frage gestellt werden und ist von vorneherein
unschuldig. Strukturelle Probleme gibt es nicht. Doch während das Ende
des Staatssozialismus zumindest denkbar war, ist das Ende des
Kapitalismus – wie es so schön heißt – schwerer vorstellbar als das Ende
der Welt. Die sich daraus ergebende Ohnmacht und Wut, die der AFD
fleißig Stimmen einbringt, hat die Dritte Degeneration Ost mit /Oper
Otze Axt/in ihrer individuellen und gesellschaftlichen Dimension
eindrucksvoll auf die Bühne gebracht. Hoffnungsschimmer gibt es leider
keine. Da müssen wir wohl erst noch ein bisschen an unserer
Vorstellungslkraft schrauben.
Die nächst Nopera!-Produktion ist übrigens schon in Arbeit: Die
Erstinszenierung von Nico Sauers /Die Kantine
<https://www.noperas.de/projekte/die-kantine-nico-sauer-2025-26/> /soll
in der Spielzeit 2025/26 im Theater Münster
<https://www.theater-muenster.com/> stattfinden.
*[Termine im Mai] *
*Köln *
*Köln steht im Mai im Zeichen des **Achtbrücken-Festivals
<https://www.achtbruecken.de/de/>**und das womöglich zum letzten Mal,
denn ab 2026 will die Stadt Köln keine Zuschüsse mehr beisteuern. Da
mutet es fast zynisch an, dass die Ausgabe 2025 unter dem Motto
**/Licht!/**steht. Das kann der Gesamtleiter, Geschäftsführer und
Intendant der Philharmonie Louwrens Langevoort dann bei seinem Abschied
aus Köln gleich ausmachen. Vom 9. bis 18.5. wird aber noch einmal viel
geboten, wobei vor allem die 2023 verstorbene, finnische Komponistin
Kaija Saariaho im Fokus steht. Zum Auftakt präsentiert sich mit
**ON@Achtbrücken
<https://www.achtbruecken.de/de/programm#date=09052025&labels=7>**die
freie Szene, den **Freihafen
<https://www.achtbruecken.de/de/freihafen>**mit freiem Eintritt gibt es
diesmal am 17.5., das **Ensemble Modern
<https://www.ensemble-modern.com/de>**diskutiert am 11.5. über die
**Freiheit der Kunst
<https://www.ensemble-modern.com/de/projekte/wie-frei-ist-die-kunst-2025>**und
gestaltet am 18.5. ein Konzert mit dem SWR Vokalensemble, am 15.5. ist
das Ensemble intercontemporain
<https://www.ensembleintercontemporain.com/en/>, der neue Arbeitgeber
von Patrick Hahn, zu Gast und zum Abschluss hat die Oper **/La Passion
de Simone/
<https://www.oper.koeln/de/produktionen/la-passion-de-simone/1040>**von
Kaija Saariaho im Staatenhaus Premiere – um nur einiges zu nennen.
Bereits vom 30.4. bis 11.5. findet das Kulturfestival **Sommerblut
<https://www.sommerblut.de/de>**statt. Dort kann man zum Beispiel
**/Final Celebration/
<https://www.sommerblut.de/de/veranstaltung/164-final-celebration>**,
eine interdisziplinäre Performance mit Studierenden der HfMT in einem
ehemaligen Autohaus, oder **/Unbreak!/
<https://www.sommerblut.de/de/veranstaltung/191-unbreak>**/, /**eine
musiktheatrale Inszenierung für Stimmbruchchor in der **Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/>**erleben. In der **Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/>**stehen außerdem Carl Ludwig
**Hübschs**/theory of everything/**am 18.5., das Asasello Quartett
<https://asasello-quartett.eu/de/> mit **/Amusing Ourselves to Death
/**vom 22. bis 24.5.**/, /**das**//**Brecht Trio
<http://www.kikkigeron.nl/brechttrio>**mit **/Die Rundköpfe und die
Spitzköpfe/**am 24.4.**//**und ein Open Space für aktuelle Musik am
27.5. auf dem Programm. In der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>**erklingt jeweils ein
Streichquartett von**Raphaël Merlin am **20.5.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/quatuor-ebene/4010>**sowie
von Anna Korsun am **25.5.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/rising-stars-quatuor-agate/…>**,
die **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/>**lädt immer samstags um 13 Uhr
zum Lunchkonzert und die **Musikfabrik
<http://www.musikfabrik.eu/>**kündigt die Abschlusspräsentation des
SIMM-Seminars am **11.5.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/simm-seminar-2025-abschlusspraesenta…>**,
den Kick-Off des **Kölner-Chaos-Orchesters
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/koelner-chaos-orchester/>**vom
23. bis 26.5. und ein Montagskonzert am **26.5.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-teatro-fracasado/>**an.
Das Chaos-Orchester, das beim Montagskonzert auch gleich zum Einsatz
kommt, steht übrigens allen Interessierten offen!
In der **Musikhochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/>**erwarten uns ein Neue-Musik-Abend am
**20.5.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/16-01-2025-neue-musik-a…>**und
die Markus Stockhausen Group am **23.5.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/23-05-2025-markus-stock…>**,
die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**sind am 5. und 28.5.
im **Atelier Dürrenfeld/Geitel <https://platformcologne.com/live/>**zu
Gast und die **reiheM <https://www.reihe-m.de/>**präsentiert am **19.5.
<https://www.reihe-m.de/?p=5922>****Limpe Fuchs
<http://www.limpefuchs.de/>**und **Mark Fell
<https://www.markfell.com/web/>**in der Kunststation Sankt Peter und am
**27.5. <https://www.reihe-m.de/?p=5926>**Paul Lytton, Claus van Bebber
und dennis aycicek im Turistarama. Beim **Chamber Remix
<https://chamber-remix.de/>**am 4.5. begegnen sich diesmal gleich drei
Duos, die **Kunsthochschule für Medien <https://www.khm.de/>**hat in der
Reihe 'soundings' am **8.5.
<https://www.khm.de/termine/news.5931.soundings-047-anna-schuermer-heterotop…>****Anna
Schürmer <https://www.interpolationen.de/>**zu Gast, das
**musikwissenschaftliche Institut
<https://musikwissenschaft.phil-fak.uni-koeln.de/index.php>**der Uni
Köln veranstaltet am **9.5.
<https://musikwissenschaft.phil-fak.uni-koeln.de/veranstaltungen-und-aktuell…>**ein
**Abschiedskonzert der Raum-Musik**, **o-ton
<https://o-ton.koeln/>**kündigt für den **15.5.
<https://o-ton.koeln/konzert-preview-do-15-5-2025-2030h-sebastian-gramssslow…>**ein
Konzert mit Hayden Chisholm, Philip Zoubek, Sebastian Gramss und Fabian
Arends an, im Rahmen des **zamus:early music festivals
<https://www.zamus.de/projects/zamus-early-music-festival>**zelebriert
**Christina C. Messner <https://www.christinamessner.com/>**am **22.5.
<https://www.zamusearlymusicfestival.de/events/310211841-1737712944>**mit
**/Le sacre de mons temps/**ein interdisziplinäres
Musik-Theater-Laborformat zur Thematik des Opferns, das **Ensemble Ubu
<https://ensembleubu.com/>**erkundet am 23. und 24.5. mit der Produktion
**/Dreamteam/ <https://ensembleubu.com/projekte/traeume-mit-uns/>**Wege,
um Träume in Musik und Tanz zusammenzubringen, und im **Theater im
Ballsaal <https://theater-im-ballsaal.de/>**kommen am **25.5.
<https://theater-im-ballsaal.de/projekt/hidden-fresco/>**Texte von
Leonardo da Vinci und neue Klänge auf alten Instrumenten zu Gehör.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet**FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln und am letzten Mittwoch im Monat
erwartet uns die **Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>**im **LTK4
<https://ltk4.de/>**. Fast täglich gibt es interessante Konzerte im
**Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**(z.B. KontraSax &
Friends am **10.5.
<https://www.loftkoeln.de/event/kontrasax-friends/>**), w**eitere
Termine und Infos finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/> (z.B.
Stromspaziergänge
<https://www.oliverbedorf.de/projekte/stromspaziergang/> am 3.5. und
11.5.)**, **Musik in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/> und impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>**,****sowie
**Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
*Das Festival **Blaues Rauschen <https://blauesrauschen.de/#>**verbindet
elektronische Musik und Klangkomposition, Licht- und Videokunst, Tanz
und Performances. Nach Klangkunstprojekten am **4.5.
<https://blauesrauschen.de/cycle-and-recycle/>**im mex-Keller in
Dortmund und am **17.5. <https://blauesrauschen.de/wald-und-klang/>**im
Park der Sinne in Kaarst werden vom 23.5. bis 7.6. Bühnen im ganzen
Ruhrgebiet bespielt.*
*Die ***Bochumer*****Tage für Neue Musik
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/bochumer-tage-fuer-neue-musik/>**in
der Melanchthonkirche stehen in diesem Jahr unter dem Titel */Hommage á
Eric Alfred Leslie Satie/*. Nach der Eröffnung am 24.5. stehen bis 9.6.
Choralimprovisationen, Spaziergänge, Gedankengänge und Orgelmusik auf
dem Programm. *
*Im ***Dortmunder*****domicil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**erwarten uns **The Dorf
<http://thedorf.net/index.php?section=Konzerte>**am **15.5.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11426.html>**,
das Otomo Yoshihide's New Jazz Quintet am **21.5.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/otomo-yoshide-new-jazz-qua…>**und
das Trio Darrifourcq/Hermia/Ceccaldi am **23.5.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/dhc.html>**und in der
**parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>**sind am **3.5.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/04/17/kuehne-lanz-st-72/>**die
**Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**, am **8.5.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/04/17/varner-toepp/>**das Duo
Varner/Töpp und am **17.5.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/04/17/luis-vicente-quartett/>**das
Luis Vicente Quartett zu Gast.*
*Zwischen dem 3.5. und 27.5. findet das ***Duisburger***Festival
**Eigenzeit
<https://duisburger-philharmoniker.de/konzerte/12_eigenzeit/>**mit
Ausflügen in die Welt des Fado, in die Metropole Paris und vielem mehr
statt. In der Mercatorhalle erklingt am **14. und 15.5.
<https://duisburger-philharmoniker.de/Konzerte/beziehungsreich-pk10-2024-202…>****/Achéron/**von
Manfred Trojahn und im Lokal Harmonie stehen die **Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>**am **1.5.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11220/-/soundtrip-7…>**,
das **Dave Gisler Trio am **4.5.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11216/-/dave-gisler…>**,
das **Brecht Trio <http://www.kikkigeron.nl/brechttrio>**mit **/Die
Rundköpfe und die Spitzköpfe/**am **25.5.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11190/-/die-rundkoe…>**und
das **Blaue Rauschen <https://blauesrauschen.de/#>**am **28.5.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11228/-/blaues-raus…>**auf
dem Programm. *
*Das **Institut für Computermusik und elektronische Medien
<https://www.folkwang-uni.de/home/musik/icem/>**(ICEM) der **Folkwang
Universität der Künste <https://www.folkwang-uni.de/home>**in
***Essen***kündigt ein Akusmatikkonzert am 8.5. und ein Ex
Machina-Konzert am 15.5. an und im SANAA-Gebäude erwarten uns am **9.5.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**stumme
Schreie und schräge Töne mit den Ensembles **E-MEX
<https://e-mex.de/>**, beep:olar und **InterZon perceptible
<https://i-p-music.com/de/startseite.html>**. Das **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>**präsentiert Christina Zurhausen
<https://www.christinazurhausen.com/> am 1.5. (im Juni ist sie auch mit
einer Mini-Residence bei der **GNMR <https://www.gnm.ruhr/>**zu Gast),
die Konzertreihe ElecTair am 8.5. und das **Blaue Rauschen
<https://blauesrauschen.de/#>**am 30.5. In der **Neuen Musik Zentrale
<https://www.gnm.ruhr/>**wird am 17. und 18. Mai das 10-jährige Jubiläum
von stromspiesser gefeiert und am 24.05 spielt Jules Reidy bei treff10. *
*Düsseldorf*
**
*In der Tonhalle <https://www.tonhalle.de/> kommt am 2., 4. und 5.5.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/sternzeichen/14265-das-lied-von-der-e…>
das Trompetenkonzert von Kareem Roustom zur Aufführung und am 14.5.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/15140-na-hoern-sie-m…>
setzt das notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/> seine Reihe
'Na hör'n Sie mal' fort. Die Robert Schumann Hochschule
<https://www.rsh-duesseldorf.de/> lädt am 17.5.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2025-05-17-open-form…>
zum Tag der zeitgenössischen Musik und Irene Kurka
<https://irenekurka.de/> interpretiert am 16.5.
<https://irenekurka.de/events/christian-banasik-musik-fuer-stimme-und-elektr…>
Werke für Stimme und Elektronik von Christian Banasik
<https://www.christian-banasik.de/>. *
*Sonstwo*
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> schickt vom 26.4. bis 6.5.
Almut Kühne <https://www.almutkuehne.com/> und Joke Lanz und vom 27.5.
bis 5.6. Girilal Baars <https://girilal.org/> und Isabel Rößler
<https://isabelroessler.com/> durch NRW und lässt sie auf wechselnde
Gäste treffen.
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt neue Musik mit dem
*conTRUMPETary-Ensemble*am 1.5. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6694>,
aktuellen Jazz am 8.5. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6545> und 31.5.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6610> und einen Ausflug zum
Achtbrücken-Festival <https://www.achtbruecken.de/de/> am 17.5.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6605> an.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/> veranstaltet monatlich einen Jour
fixe <https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und in der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> ist am 4.5.
das /Ensemble Bonecrusher////zu Gast./
Die Oper /Vespertine/
<https://www.theater-bonn.de/de/programm/vespertine/221426>nach dem
gleichnamigen Album von Björk kommt am Theater
<https://www.theater-bonn.de/> *Bonn*noch am 10.5., 23.5., 25.5. und
29.5. mit der Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> zur
Aufführung und das E-Mex Ensemble <https://e-mex.de/> präsentiert am
20.5. <https://e-mex.de/konzerte/neue-musik-und-anderer-horror-2/> im
Pantheon Theater 'neue Musik und anderen Horror'. Die In Situ Art
Society <https://in-situ-art-society.de/> kündigt The Swipe Trio am
2.5., ein Konzert in memoriam Sofia Gubaidulina am 18.5., das Duo
Schlotte/Goodheart am 19.5. und die Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/> am 29.5. an und am 18.5. treffen in der
Kunsthalle Hangelar <https://www.kunsthallehangelar.de/> im benachbarten
St. Augustin Jonas Stuppin und Stefan Berger aufeinander.
Die Hochschule für Musik <https://www.hfm-detmold.de/> in *Detmold
*veranstaltet vom 9. bis 11.5. die Tage für Alte und Neue Musik. Den
Auftakt bildet das Antrittskonzert von Prof. Dr. Mark Barden
<http://www.mark-barden.com/de/home-2/> und den Abschluss gestalten das
Ensemble für Alte Musik und das Ensemble Earquake.
Das *Krefelder*Theater am Marienplatz
<https://www.tamkrefeld.de/index.php>verbindet in der neuen Spielzeit
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=168>jeweils freitags um 22 Uhr
Texte und Musik.
Im Theater <https://www.theaterhagen.de/>*Hagen*wird am 31.5. die Oper
/American Mother/
<https://www.theaterhagen.de/veranstaltung/american-mother-1787/9317/show/Pl…>von
Charlotte Bray uraufgeführt. Zur Einstimmung kann am 26.5. eine
Werkstattprobe besucht werden.
Der aktuelle Improviser in Residence <https://www.moers-festival.de/>in
*Moers*Baris Maris und Simon Camatta
<https://simoncamatta.yolasite.com/>spielen am 6.5. eine Hommage an
Hanns Dieter Hüsch zu seinem 100. Geburtstag.
*Die **Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/>**der Universität
***Münster***und die **Gesellschaft für Neue Musik Münster
<https://gnm-muenster.de/>**veranstalten vom 24.5. bis 28.5. unter dem
Motto 'Zwischen den Stühlen' die Klangzeit-Werkstatt. Am **31.5.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>**sind
die Crashing Airplanes in der Musikhochschule zu Gast und in der **Black
Box <http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>**erwarten
uns am 4.5. die **Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**mit
**Almut Kühne <https://www.almutkuehne.com/>**und Joke Lanz.*
*Am **18.5.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/18-05-2025-preistraeger…>**hebt
das Hochschulzupforchester der Kölner **HfMT
<https://www.hfmt-koeln.de/>**in ***Siegburg***in einem
Preisträgerkonzert neue Werke aus der Taufe.*
*Bei den ***Wittener*****Tage für neue Kammermusik
<https://wittenertage.de/>**bringen vom 2. bis 4.5. bewährte Formationen
wie die Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>, das Ensemble Scope
<https://ensemblescope.de/>, das Kuss Quartett
<https://www.kussquartet.com/> mit Sarah Maria Sun
<https://sarahmariasun.de/>, das GrauSchumacher Piano Duo
<https://de.karstenwitt.com/kuenstler_in/grauschumacher-piano-duo>, das
Trickster Orchester <https://tricksterorchestra.de/>, das
Bozzini-Quartett <https://quatuorbozzini.ca/en/quatuor>, das
Vokalensemble Exaudi <https://www.exaudi.org.uk/> u.v.a. eine Vielzahl
neuer Werke zur Uraufführung. Porträt-Komponistin ist in diesem Jahr
Cassandra Miller <https://cassandramiller.wordpress.com/> und Johannes
Kreidler <http://www.kreidler-net.de/> steuert einen **/Wittener
Seufzer/**bei. Der zuständige Redakteur mit besonderen Aufgaben
**Patrick Hahn <https://about.me/patrickhahn>**wird dem WDR übrigens
bald schon wieder den Rücken kehren, um am 1.7.25 das Management des
**Ensemble intercontemporain
<https://www.ensembleintercontemporain.com/en/>**zu übernehmen. *
Im *Wuppertaler* ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen Cordula Bösze,
Elisabeth Flunger und Ute Völker in der Reihe 'all female' am 2.5.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/all-female-2-5-25/>, das Trio
3Dom Factor am 12.5.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/jazz-12-5-25/>, Katrin Geelvink
am 16.5. <https://www.kowald-ort.com/termine-2025/kammermusik-16-5-25/>
und die Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 27.5.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/soundtrips-nrw/> auf dem
Programm und das Orchester der *HfMT
<https://www.hfmt-koeln.de/>**bringt am **1.5.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/01-11-2023-sinfoniekonz…>**in
der Historischen Stadthalle **/Breeze of Air - A Symphonic Paraphrase
/**von DJ DBroke in einer Bearbeitung von Elöd Ambrusz zur Uraufführung. *
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
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<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
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*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
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31 Mar '25
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
können Sie sie auch hier lesen:
https://kulturserver-nrw.de/de_DE/neue-musik-in-nrw-ausgabe-april-2025
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-april-2…>
*April 2025*
*Gewesen: *notabu.ensemble mit**Rihms /Jagden und Formen/*–
*Informationslandschaft NRW
*Angekündigt:*Noperas! in Gelsenkirchen – Björkoper mit der Musikfabrik
in Bonn u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? **Dann
senden Sie bitte eine Mail an neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de**) *
*[notabu.ensemble mit Rihms /Jagden und Formen/]*
Diesmal hatte sich das notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/>
unter seinem Leiter Mark-Andreas Schlingensiepen
<http://www.schlingensiepen.info/> etwas ganz besonderes vorgenommen: Am
29.3.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/supernova/14318-wolfgang-rihm>
erklang im großen Saal der Düsseldorfer Tonhalle
<https://www.tonhalle.de/> als einziger Programmpunkt Wolfgang Rihms
/Jagden und Formen/. Rihm war dem Ensemble zu Lebzeiten sehr verbunden,
u.a. kuratierte er 2011 die 9. Ausgabe des Festivals 'Ohren auf Europa'.
Das Vorhaben, sein knapp einstündiges Orchesterwerk zur Aufführung zu
bringen, war bereits vor seinem Tod im Juli 2024 ins Auge gefasst worden
und geriet nun zur nachträglichen Würdigung. /Jagden und Formen/ wurde
2001 vom Ensemble Modern uraufgeführt, aber seine Ursprünge können bis
in die 90er Jahre zurückverfolgt werden. Zudem sind frühere Werke in ihm
aufgegangen, weshalb Rihm von einer „mäandernden Werklandschaft“ sprach.
Zu einer weiteren Überarbeitung kam es anlässlich einer Zusammenarbeit
des Ensemble Modern mit der Choreographin Sasha Waltz. Der daraus
resultierende sogenannte /Zustand 2008/ kam nun in Düsseldorf zu Gehör.
Das Wuchernde dieses Work in Progress ist dem Stück im positiven Sinne
von Anfang an eingeschrieben. Den Auftakt gestalten zwei Violinen, die
sich gegenseitig antreiben und das Energieniveau für die nächste Stunde
vorgeben. Während die anderen Instrumente einstimmen, entsteht ein
rauschhafter Sog, dem man nicht entrinnen kann. Doch dies ist keine
überbordende Überwältigungsmusik, viel zu abwechslungsreich gestaltet
sich die Landschaft. Manchmal schraubt sich die Musik in die Höhe, dann
erkundet sie dunklere Gefilde, manchmal scheint sie zu stolpern,
innezuhalten, einen Moment lang sogar ganz zu versiegen; das Schlagzeug
setzt markante Akzente, gelegentlich dünnt der Strom aus, wird
durchsichtig, einzelne Instrumente (Englischhorn!) treten in den
Vordergrund, aber die vorwärtsdrängende Energie gewinnt immer wieder die
Oberhand, reißt alles mit sich. Mehr Jagden als Formen glaubt man
wahrzunehmen, aber Form ist für Rihm letztlich nur eine „Gestalt des
Wandels“, derer man letztlich nicht habhaft werden kann, die immer schon
vorbei ist, wenn man sie zu fassen meint. Mark-Andreas Schlingensiepen
führt das auf 24 Musiker und Musikerinnen erweiterte Ensemble mit
sicherer Hand; man spürt, dass ihm diese Musik ein Herzensanliegen ist.
*[Informationslandschaft NRW]*
Da ich im März urlaubsbedingt kaum Konzerte besucht habe, über die ich
berichten könnte, nutze ich die Gelegenheit, mir die
Informationslandschaft in NRW anzuschauen.
Als erstes fallen mir natürlich die MusikTexte
<https://musiktexte.de/>ein. Auch wenn mein Abo nicht ganz bis zum
Gründungsjahr 1983 zurückreicht, haben die gelben Hefte meinen Weg zur
Neuen Musik zuverlässig begleitet. Viele später für mich wichtige Namen
habe ich hier zum ersten Mal gelesen, mancher etwas sperrige Artikel hat
mich ratlos mit der Frage zurückgelassen, ob ich zu simpel gestrickt bin
oder der Text zu kompliziert. Irgendwann habe ich gemerkt, dass beides
vorkam. Mit Reinhard Oehlschlägel, damals noch Musikredakteur beim
Deutschlandfunk, und Gisela Gronemeyer hatten die MusikTexte zudem ein
Gesicht, dem man regelmäßig in Köln und bei allen einschlägigen
Veranstaltungen begegnen konnte. Bis zu ihrem unerwarteten Tod 2023 war
Gisela Gronemeyer der gute Geist der gelben Blätter und daher war klar,
dass es ohne sie nicht einfach weitergehen konnte. Die ihr gewidmete
Doppelausgabe 177/178 im Mai 2023 war daher die letzte, die in den Druck
ging, doch zum Glück bedeutete dies nicht das Aus für die MusikTexte.
Mit verjüngtem Redaktionsstab ist im Oktober 2024 die Online-Ausgabe an
den Start gegangen, die unter musiktexte.online
<https://www.musiktexte.online/> abrufbar ist und monatlich unter
verschiedenen Rubriken Artikel zur Verfügung stellt. Aktuelle
Veranstaltungsberichte finden sich neben Analysen, Interviews und
'hervorgeholten' Texten aus den alten Printausgaben. Ergänzend wurde der
von Hanna Fink, Hannah Otto und Karl Ludwig verantwortete
MusikTextePodcast <https://www.musiktexte.online/podcast> ins Leben
gerufen, dessen erste Folge sich mit einem Werk von Francesca Verunelli
befasst.
Was das Medium Podcast betrifft, so ist Irene Kurka
<https://irenekurka.de/> Vorreiterin: Vor mehr als sechs Jahren
veröffentlichte sie die erste Folge von 'neue musik leben
<https://irenekurka.de/podcast>', inzwischen sind bereits mehr als 250
Ausgaben zusammengekommen und vierzehntägig erscheinen neue. Neben
einigen Solofolgen handelt es sich vorwiegend um Interviews und die
Liste der dabei zu Wort kommenden Personen liest sich wie ein Who's Who
der zeitgenössischen Musikszene. Irene Kurka gelingt es, in den
Gesprächen eine persönliche Atmosphäre herzustellen, wozu auch der
Umstand beiträgt, dass sie als Sopranistin einen direkten Zugang zur
Musik mitbringt. Wer es gerne gedruckt mag, dem kann ebenfalls geholfen
werden: Ausgewählte Beiträge sind in Buchform
<https://irenekurka.de/podcast/buecher-zum-podcast> erhältlich.
Als Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW versteht sichnoies
<https://noies.nrw/>, das auf einer Kooperation zwischen dem Kölner
Netzwerk ON Cologne <https://www.on-cologne.de/>, der Gesellschaft für
Neue Musik Ruhr (gnmr <https://www.gnm.ruhr/>) und der Kölner
Gesellschaft für neue Musik (kgnm <https://kgnm.culturebase.org/?p=1>)
basiert. Je nach Vorliebe online oder als wunderbar schlabbriges
Blättchen wird ein buntes Potpourri geboten, das ganz bewusst über den
musikalischen Tellerrand hinausschaut und auch Platz findet für
Fotostories, Liebesbriefe und Gedankenexperimente.
Ein ganz besonders interessantes Gewächs hat seine Wurzeln in der Robert
Schumann Hochschule Düsseldorf <https://www.rsh-duesseldorf.de/> genauer
im Masterstudiengang Klang und Realität
<https://www.rsh-duesseldorf.de/studiengaenge/master/klang-und-realitaet/>
des Instituts für Musik und Medien
<https://www.rsh-duesseldorf.de/institute/institut-fuer-musik-und-medien/>.
Angeregt durch ein Seminar bei Prof. Dr. Heike Sperling fiel einigen
aufmerksamen Studierenden auf, dass das kreative Schaffen von Frauen
noch sehr unterbelichtet ist. Einmal auf die Spur gesetzt trat eine
Fülle von Material zu Tage, dass unbedingt mit der Welt geteilt werden
wollte. Daraus entstanden unter dem Titel grapefruits
<http://grapefruits.online/> farbige DINA5-Heftchen, die seit 2019
zweimal im Jahr das Licht der Welt erblicken und jeweils ein bestimmtes
Thema wie Voice <http://grapefruits.online/issue-08-voice.html>, Rhythm
<http://grapefruits.online/issue-06-rhythm.html> oder Punk
<http://grapefruits.online/issue-05-punk.html> ins Visier nehmen. Ich
bin jedes Mal erstaunt, wer und was hier alles zum Vorschein kommt. Von
Pionierinnen wie Maryanne Amacher über bildende Künstlerinnen wie Alicja
Kwade bis zu für mich völlig unbekannten Namen reicht die Bandbreite und
hört bei Bärchen und die Milchbubis noch lange nicht auf. Der Titel
bezieht sich auf Yoko Onos Künstlerinnenbuch /Grapefruit/, eine Ikone
der Konzept- und Performancekunst voller mal ganz handfester, mal
hochpoetischer Instruktionen. Da versteht es sich von selbst, dass die
neunte und neueste Ausgabe anlässlich der soeben zu Ende gegangenen
großen Ausstellung
<https://www.kunstsammlung.de/de/exhibitions/yoko-ono> im K20 Yoko Ono
<http://grapefruits.online/issue-09-yoko-ono.html> gewidmet ist.
Natürlich gibt es auch noch den guten, alten WDR, der in seinem
Newsletter: WDR 3 Neue Musik
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/informationen/newsletter-neue-musik-106.html>
über aktuelle Sendungen und Konzerte informiert. All diese Initiativen
haben, auch wenn sie weit darüber hinaus ausstrahlen und wie grapefruits
<http://grapefruits.online/> international – sprich auf Englisch –
daherkommen, ihre Wurzeln in NRW. Keine schlechte Ausbeute!
*[Termine im April] *
*Köln *
In der Philharmonie <https://www.koelner-philharmonie.de/de/>stehen
Pierre Boulez, Lanqing Ding und Pedro Emanuel Pereira am 13.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/rising-stars-carlos-ferreir…>,
Detlev Glanert am 25.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/midori-bundesjugendorcheste…>,
Wolfgang Rihm am 27.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/alinde-quartett-die-deutsch…>,
Jörg Widmann am 28.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/anna-vinnitskaya/4067>sowie
Luciano Berio, Sofia Gubaidulina und Iannis Xenakis am 29.4.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/christoph-sietzen-friends/3…>auf
dem Programm. Die Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/konzerte/>kündigt ein Konzert
mit dem Studio Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/studio-musikfabrik/>am 4.4.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-tribute/>,
Lunchkonzerte am 5.,12.,19. und 26.4. sowie ein Karfreitagskonzert am
18.4. an. Das Studio Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/studio-musikfabrik/>ist am 3.4.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-lunch-konzert/>auch
in der Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>zu
erleben und am 7.4.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-approaches-and-depart…>lädt
die Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>zum Montagskonzert. Im
Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/>erwarten uns die Stadtgarten
Experimental Band am 11.4.
<https://www.stadtgarten.de/programm/stadtgarten-experimental-band-first-edi…>,
die Formationen Re:membrane und Bishop-Müller-Muche am 24.4.
<https://www.stadtgarten.de/programm/remembrane-muchemuellerbishop-9686>und
Ephemeral Fragments am 28.4.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-ephemeral-fragments-9081>/Die
Stille der Dinge/ist am 14.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/ubkw-25.17849569>,
15.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/ubkw-26.17849570>,
16.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/ubkw-27.17849571>und
18.4.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/ubkw-28.17849572>in
der Lutherkirche sowie am 30.4.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/soiree-sonique-94.178495…>im
Rahmen der monatlichen Soirée Sonique zu erleben.
Am 9.4.setzt das Ensemble Modern
<https://www.ensemble-modern.com/de>seine Reihe 'Wie frei ist die Kunst?
<https://www.ensemble-modern.com/de/projekte/wie-frei-ist-die-kunst-2025>'
im Filmforum des Museum Ludwig fort, *//**rEVOLUTION
<https://interstellar227.de/>**, ein Musiktheater from outer space, mit
dem Ensemble **Interstellar 227 <https://interstellar227.de/>**kommt am
12.4. gleich dreimal im Block 7 zur Aufführung, **Irene Kurka
<https://irenekurka.de/>**und Thomas Wegst interpretieren am **18.4.
<https://irenekurka.de/events/flor-peeters-spaeculum-vitae-fuer-sopran-und-o…>**in
der Markuskirche in Porz **/spaeculum vitae/**von Flor Peeters und die
**reiheM <https://www.reihe-m.de/>**präsentiert am **30.4.
<https://www.reihe-m.de/?p=5855>**Bob Ostertag, Nicolas Collins & Birgit
Uhler im **Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/>**, wo fast
täglich spannende Konzerte stattfinden. Die **Plattform nicht
dokumentierbarer Ereignisse <https://platformcologne.com/live/>**kündigt
Audrey Lauro, Michel Doneda und Georg Wissel am 7.4. und Gabby
Fluke-Mogul, Ben Jones und Angelika Sheridan am 13.4. an und im MAKK
erwarten uns am **30.4.
<https://e-mex.de/konzerte/stumme-schreie-schraege-toene/>**stumme
Schreie und schräge Töne mit den Ensembles **E-MEX
<https://e-mex.de/>**, beep:olar und **InterZon perceptible
<https://i-p-music.com/de/startseite.html>**.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW**,**jeden 2. und 4.
Dienstag im Monat sendet**FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln (am 8.4. mit Rochus Aust und am 22.4.
mit **Patricia Koellges und Tamara Lorenz) und* jeden 1. und 3. Mittwoch
im Monat wird der Ebertplatz von der Reihe *Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt. W**eitere Termine und Infos
finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/> und impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>**,****sowie
**Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
**
*Im **Kunstmuseum
<https://www.kunstmuseumbochum.de/>*****Bochum***erwarten uns am **5.4.
<https://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/klangbil…>**Klangbilder
und am **26.4.
<https://www.kunstmuseumbochum.de/ausstellung-veranstaltung/details/soundtri…>**die
**Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/>**.*
*Am **10.4.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11425.html>**steht
**The Dorf <http://thedorf.net/index.php?section=Konzerte>**im
***Dortmunder*****domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>**auf der
Bühne und in der **Parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>**sind am
**5.4. <https://www.parzelledortmund.de/2025/03/28/muche/>**Matthias
Muche, Constantin Herzog, Etienne Nillesen und Silke Strahl zu Gast *und
am 25.4.
<https://www.parzelledortmund.de/2025/03/28/myzelinc/>elektronisch-musikalisches
Objekttheater mit dem Trio Bröcker / Keller / Walter.
*Im ***Duisburger*****Lokal Harmonie
<https://www.lokal-harmonie.de/>**hat am 5.4.**//**rEVOLUTION
<https://interstellar227.de/> Premiere,**ein Musiktheater from outer
space mit dem Ensemble **Interstellar 227
<https://interstellar227.de/>**, das Ensemble Crush kommt am **13.4.
<https://eventfrog.de/de/p/konzert/kirchenmusik/konzert-am-sonntag-ensemble-…>**in
die Kirche St. Ludger und im **earport
<https://earport.de/pages/de/startseite.php>**wird am 27.4. eine neue
Ausstellung mit einem Performancekonzert eröffnet. *
*Die **Gesellschaft für Neue <https://www.gnm.ruhr/>Musik Ruhr
<https://www.gnm.ruhr/>**bietet in ***Essen***mit dem Format FRIM am
3.4. einen offenen Raum für Improvisation, im **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>**stehen am 7.4. **Paul Hubweber
<https://paulhubweber.wordpress.com/about/>**, John Edwards und **Simon
Camatta <https://simoncamatta.yolasite.com/>**auf der Bühne, das
**Ensemble S201 <https://www.ensemble-s201.com/>**präsentiert am 11.4.
im ChorForum die **/Side Street Show/**und in der **Philharmonie
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/>**erklingen am **27.4.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/anna-vinnitskaya-a-piano-sho…>**Werke
von Schnittke, Ligeti und Widmann.*
*Im **Musiktheater im Revier <https://musiktheater-im-revier.de/de>**in
***Gelsenkirchen***kommt am 13., 19. und 26.4. experimentelles
Musiktheater aus der Reihe **Noperas! <https://www.noperas.de/>**zur
Aufführung.**//**/Oper Otze Axt/
<https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2024-25/noperas-oper-otze-…>**//**wurde
inspiriert vom Leben des DDR-Punkmusikers Dieter „Otze“ Ehrlich. Im 8.
Sinfoniekonzert am **14.4.
<https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2024-25/8-sinfoniekonzert#…>**erklingt
**/Let there be light/**von Bohdana Frolyak.*
*Im **Makroscope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mülheim an der
Ruhr***erwartet uns am **25.4.
<https://www.makroscope.eu/programm/chuchchepati-orchestra-der-makrograph>**ein
improvisiertes Konzert für Riesenplattenspieler, Kontrabass und viele
Lautsprecher. *
**
*Düsseldorf*
*Die Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und Künste
<https://www.awk.nrw/> veranstaltet am 5.4. das Fest der intuitiven
Musik
<https://www.awk.nrw/termine/veranstaltungen/fest-der-intuitiven-musik>
und das Ensemble S201 <https://www.ensemble-s201.com/> präsentiert am
11.4. im ES365 die **/Side Street Show/**. *
*Sonstwo*
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> schickt vom 26.4. bis 6.5.
Almut Kühne <https://www.almutkuehne.com/> und Joke Lanz durch's Land
und lässt die beiden im April in Bochum, Gelsenkirchen, Bonn und
Wuppertal auf wechselnde Gäste treffen.
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 4.4. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6592>, das Junge
Podium am 13.4. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6665> und aktuellen Jazz
am 5.4. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6501> und 26.4.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6527> an.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/> veranstaltet am 7.4.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/03/19/jour-fixe-april-25-john-zorn/>
den nächsten Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und in der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> finden
Kammermusikkonzerte am 6. und 27.4. sowie Orgelkonzerte am 13. und 21.4.
statt.
Am 5.4. hat im Theater *Bonn*/Verspertine/
<https://www.theater-bonn.de/de/programm/vespertine/221426>, eine Oper
nach dem gleichnamigen Album von Björk, unter Mitwirkung der Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/> Premiere und Michael Denhoff
<https://www.denhoff.de/> feiert am 26.4.
<https://trinitatis-bonn.ekir.de/konzerte/?ID=903555> in der
Trinitatiskirche seinen 70. Geburtstag.
Das *Krefelder*Theater am Marienplatz
<https://www.tamkrefeld.de/index.php>verbindet in der neuen Spielzeit
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=168>jeweils freitags um 22 Uhr
Texte und Musik, Irene Kurka <https://irenekurka.de/>und Eva-Maria
Houben <https://evamariahouben.de/>sind am 6.4.
<https://irenekurka.de/events/eva-maria-houben-und-irene-kurka>in der
Kirche St. Peter in Uerdingen zu Gast und im Stadttheater
<https://theater-kr-mg.de/>ist ab 19.4. eine Neuinszenierung der Oper
/Die Passagierin/
<https://theater-kr-mg.de/spielplan/die-passagierin/>von Mieczysław
Weinberg zu erleben.
Der aktuelle Improviser in Residence <https://www.moers-festival.de/>in
*Moers*Baris Maris trifft am 10.4.
<https://www.moers-festival.de/improviser-in-residence/improviser-in-residen…>auf
das Ava Trio.
Jan Klare <http://www.janklare.de/>und The Dorf
<http://thedorf.net/index.php?section=Konzerte>laden im Theater im
Pumpenhaus <https://pumpenhaus.de/>in *Münster*am 4.4.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/jan-klare-the-dorf-muenster-dorfdisco-s…>und
5.4.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/jan-klare-the-dorf-muenster-dorfdisco-s…>zur
DorfDisco ein und in der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>sind am 27.4.
Nicolas Collins <https://www.nicolascollins.com/>und Birgit Ulher
<https://birgit-ulher.de/>mit ihren Trompeten zu hören.
Unter der Leitung von Michael Schultheis
<https://www.mschultheis.com/>und Dominik Susteck
<https://dominiksusteck.de/>befasst sich am 14 . und 15.4. eine
Veranstaltung im Liborianum *Paderborn*mit dem Thema 'Neue Musik im Raum
der Kirche heute
<https://klangraum-kirche.de/veranstaltungen/neue-musik-im-raum-der-kirche-h…>'.
*Das **Studio Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/studio-musikfabrik/>**kommt am
**2.4.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-tribute/>**in
den ***Wittener***Saalbau. *
Im *Wuppertaler* ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen die Reihe
'Jazz' mit Matthias Muche, Constantin Herzog, Etienne Nillesen und Silke
Strahl am 4.4., die Reihe 'Neue Musik' mit Wilfried Krüger und Alex
Dorsch am 26.4.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/kammermusik-26-4-25/> sowie die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 30.4.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/soundtrips-nrw/> auf dem Programm.
Unter dem Motto /We Are All You/lädt Matthias Härtwig am 5.4.
<https://www.burg-wilhelmstein.com/veranstaltungen/matthias-haertwig-laedt-e…>
ins Alte Rathaus *Würselen *ein.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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27 Feb '25
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können Sie sie auch hier lesen:
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_
*März 2025*
*Gewesen: *Ensemble Modern mit Fragen zur Kunstfreiheit – Musikfabrik im WDR
*Angekündigt:*/Her:Voice/in Essen – **/ton not. not ton/*in der
Kunsthalle Münster – Lunar Cycle im Essener Folkwang Museum u.v.a.m.*
*
*
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? **Dann
senden Sie bitte eine Mail an neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de**) *
*[Ensemble Modern mit Fragen zur Kunstfreiheit]*
In einer mehrteiligen Veranstaltungsreihe, die in Frankfurt und Köln
stattfindet, beschäftigt sich das Ensemble Modern
<https://www.ensemble-modern.com/> mit der Frage „Wie frei ist die
Kunst?“, ein Thema, das die Kunstwelt von jeher umtreibt und das in den
letzten Jahrzehnten noch komplizierter geworden ist. Denn während man
früher vor allem Einschränkungen von Seiten der Obrigkeit befürchtete,
sind die Kunstschaffenden heutzutage mit Begehr- und Empfindlichkeiten
aus allen möglichen Richtungen konfrontiert, so dass mancher schon eine
Cancel Culture und eine „Zensur von unten“ wittert (s. Artikel von
Corina Kolbe im aktuellen EM-Magazin
<https://www.ensemble-modern.com/db/datei/235_24225-em-magazin-0125-d2-ansic…>).
Im Gespräch mit Veranstaltenden, Ensembles und Komponierenden soll
diesen Phänomenen nachgegangen werden, wobei zum Auftakt in Köln
Boglárka Pecze <https://www.boglarkapecze.com/> (Geschäftsführerin
Ensemble Recherche <https://www.ensemble-recherche.de/>) und Christian
Fausch (künstlerisches Management und Geschäftsführung Ensemble Modern)
der Moderatorin Leonie Reinecke Rede und Antwort standen. Beide
Ensembles sind basisdemokratisch organisiert und haben den Anspruch,
das, was auf dem Notenpult liegt, ohne eigene Wertung bestmöglich zur
Diskussion zu stellen. Zu den Zumutungen, denen sie dabei ausgesetzt
sind, gehörten zum Beispiel die Forderungen einer südafrikanischen
Komponistin an das Ensemble Recherche, sich im Vorfeld der
Zusammenarbeit einem Anti-Diskriminierungs-Workshop und einer Meditation
mit einem Guru zu unterziehen. Das Ergebnis war, wie Pecze berichtete,
ein tieferes Verständnis für unbewusste rassistische Prägungen und eine
freundschaftliche Verbundenheit mit der Komponistin. Fausch beklagte die
Schwierigkeit, angesichts veränderter Priorisierungen männliche
Protagonisten durchzusetzen, doch auch wenn die überfällige
Auseinandersetzung mit zementierten Ungerechtigkeiten mal über das Ziel
hinauszuschießen scheint (noch hält sich die Benachteiligung von Männern
in Grenzen), so sollte nicht erst seit den aktuellen Sparorgien klar
sein: In einer kapitalistischen Gesellschaft funktioniert Zensur weder
von oben noch von unten sondern über den Geldhahn. Das hat den Vorteil,
dass man gar nichts verbieten muss, erstens weil man selbigen einfach
zudrehen kann und zweitens weil die meisten Beteiligten sich in der
Hoffnung auf ein paar Brosamen sowieso windschnittig verhalten. In
Zeiten des kalten Krieges und der Systemkonkurrenz wurde das Dogma
verbreitet, dass freie Marktwirtschaft, freie Kunst und Demokratie
siamesische Drillinge sind, die sich gegenseitig bedingen. Das hatte
eine großzügige Förderung der kreativen Szene zur Folge, ließ diese
allerdings auch etwas bräsig werden. Doch angesichts neuer globaler
Machtverhältnisse sind die Feigenblätter Demokratie und Kunst zunehmend
verzichtbar: Was nicht kommerzialisiert werden kann bzw. einer
Kommerzialisierung im Wege steht, kann weg. Es stellt sich die Frage,
wie sich Kunstschaffende in dieser Situation verhalten können, ohne sich
in einem Konkurrenzkampf um die letzten Pfründe aufzureiben und ohne
sich durch Einstimmen in den Anti-Woke-Chor gegenseitig zu zerlegen.
Pecze und Fausch wünschten sich zum Abschluss des Gesprächs mehr Geld
und weniger Scheuklappen. Ob es damit getan ist, bleibt fraglich.
Als Beispiele für engagiertes Komponieren brachte das Ensemble Modern im
Anschluss an das Gespräch unter der Leitung von Xizi Wang drei sehr
unterschiedliche Werke zur Aufführung. Wenig Gegenwind hat vermutlich
Tania Rubio <https://taniarubio.com/> zu befürchten, die sich in /The
Language of Water/ für Ensemble und Elektronik mit der lebenswichtigen
Funktion des Wassers und seiner Gefährdung auseinandersetzt. Aus einem
Raunen des Kontrabasses, filigranem Schwirren und tonlosen
Anblasgeräuschen entwickelt sich eine schwebende Klangfläche, die sich
wie ein aufkommendes Gewitter aufbäumt, unter Trommelwirbel entlädt,
sich beruhigt, erneut aufwallt und dabei immer wieder Assoziationen an
Wasser anklingen lässt. Dass die Wahrnehmung eines Werkes stets auch von
der Person des Komponierenden beeinflusst wird, lässt sich an /Last und
Lost/ von Vladimir Tarnopolski <https://tarnopolski.ru/en/>
verdeutlichen. Nach einem lebhaften Auftakt ist das Stück geprägt von
kleinen Gesten, die aufflackern und nachzittern, von kurzen Attacken,
die sich schnell verausgaben und abbrechen, bis die Musik in isolierten
Anschlägen des Klaviers erstarrt. Obwohl Tarnopolski mit der Verwendung
von chromatischen Tonleitern und Pausen bewusst möglichst 'neutrales'
unbelastetes Material verwendet, lässt sich seine Biografie (ein
russischer Komponist, geboren in der ukrainischen Sowjetrepublik, der
sich nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine zur Ausreise
entschlossen hat) nur schwer ausblenden. Am meisten kritisches Potential
hat /Assange – Fragmente einer Unzeit /von Iris ter Schiphorst
<http://www.iris-ter-schiphorst.de/home.html>. Die Solistin Nina Guo
<https://www.facesound.org/bio> versucht sich in einem Umfeld zu
behaupten, das von dramatisch aufwallenden instrumentalen Gesten, nicht
minder bedrohlichen Phasen der Stagnation und zugespielten Stimmen zum
Fall Assange geprägt ist. Nahezu wort- und oft auch tonlos bringt sie
hechelnd, lispelnd, lallend und mit erstickter Stimme die existentielle
Bedrohung des Individuums zum Ausdruck.
Weitere Gesprächskonzerte in der Reihe 'Wie frei ist die Kunst?'
<https://www.ensemble-modern.com/de/projekte/wie-frei-ist-die-kunst-2025>
sind in Köln am 9.4. und (im Rahmen von Achtbrücken
<https://www.achtbruecken.de/de/>) am 11.5. geplant.
*[Musikfabrik beim WDR]*
Auch an einem renommierten Ensemble wie der Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>gehen die allgegenwärtigen Sparmaßnahmen
nicht spurlos vorbei. Eine Folge davon ist, dass weniger
Kompositionsaufträge vergeben werden können und die Konzerte beim WDR
auch mal ohne Uraufführung auskommen müssen. Das hatte am 22.2.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-92-sugarcoating/>jedoch
nicht nur Nachteile, denn es führte dazu, dass Kompositionen aus den
Hochschulprojekten
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/hochschule/>wiederverwertet
wurden. Die Musikfabrik fördert bereits seit Jahren den Nachwuchs, u.a.
existiert unter dem Titel Adventure
<https://www.musikfabrik.eu/de/adventure/>eine enge Zusammenarbeit mit
dem Institut für Neue Musik der Hochschule für Musik und Tanz Köln
<https://ifnm.hfmt-koeln.de/>. Sechs in diesem Kontext zwischen 2019 und
2023 entstandene Werke kamen jetzt beim WDR erneut zu Gehör. Im
vorausgehenden Gespräch berichteten die Komponierenden, wie fruchtbar
die Zusammenarbeit mit den Profis für sie war. Für einige war es der
krönende Abschluss ihres Kompositionsstudiums. Aber auch hier kam die
Rede rasch auf die härter werdenden Zeiten: Förderungen werden
eingestellt oder liegen auf Eis, was gerade nach dem Sprudeln der
Geldquellen zu Coronazeiten zu einer Lähmung führt. Mats Thiersch hat
sich bereits umorientiert und studiert jetzt Dirigieren. In seinem Werk
/Grand Expansion/verbinden sich isolierte Klangereignisse zunächst zu
flirrenden Tonketten, lösen sich auf und führen schließlich nach
mehreren Aufwallungen zu einem wuchtigen Steigerungsprozess, der
plötzlich abbricht. Auch andere Stücke zeichneten sich durch eine Lust
an Klangturbulenzen aus wie Mazyar Kashians
<https://mazyarkashian.com/>/Botanisieren /oder//Sara Glojnarić
<https://www.saraglojnaric.com/>s <https://www.saraglojnaric.com/>
/sugarcoating/, in dem Klangfetische der Popmusik durch den Fleischwolf
gedreht werden. Christopher Collings
<https://www.muvac.com/de/profile/christopher-collings>'/E-State /baut
sich aus der Tiefe auf und führt zu immer schrilleren Zuspitzungen und
irrwitzigen Beschleunigungen. Dahinter stehen Gedanken zu einer Welt,
die von Informationsfluten geprägt ist und in der wir uns zu verlieren
drohen. Georgia Koumarás /Trickster/für Drumset solo und Ensemble ist
ganz auf Dirk Rothbrust
<https://www.musikfabrik.eu/de/ensemble/mitglieder/dirk-rothbrust/>zugeschnitten,
der mit einem fulminanten Schlagzeugsolo voller vertrackter Rhythmen das
Ensemble zu Eskapaden anstachelt, die teilweise an Freejazz erinnern.
Eine Hommage ganz anderer Art stellt Bethan Morgan-Williams
<https://bethanmorganwilliams.com/>/Ffarwel i Uli/für Violine und
Moogerfooger dar. Das Werk ist Ulrich Löffler
<https://www.musikfabrik.eu/de/blog/ulrich-loeffler/>, dem 2022
verstorbenen Pianisten der Musikfabrik, gewidmet und wurde von seiner
Lebensgefährtin Hannah Weirich
<https://www.musikfabrik.eu/de/ensemble/mitglieder/hannah-weirich/>interpretiert.
Kleine mal zarte, mal raue Gesten treten in einen Dialog mit den
elektronischen Klängen des Ringmodulators und entfalten eine fragile und
gleichzeitig sehr präsente Atmosphäre.
*[Termine im März] *
*Köln *
In der Philharmonie <https://www.koelner-philharmonie.de/de/>stehen Abel
Selaocoe und das Aurora Orchestra am 5.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/abel-selaocoe-aurora-orches…>,
das /2. Pianokonzert/von Anders Hillborg am 8.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/magisch-sonderkonzert/4269>und
9.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/magisch-sonderkonzert/4268>,
ein Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/p…>-Konzert
zum 100. Geburtstag von Pierre Boulez am 9.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/musik-der-zeit-pierre-boule…>und
ein /Gedicht für Streichquartett/von Rebecca Clarke am 25.3.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/simply-quartet/4009>auf
dem Programm. In der Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>erwarten
uns Lunchkonzerte am 8.3., 15.3., 22.3. und 29.3. sowie ein musikalisch
gestaltetes Hochamt am 30.3., o-ton
<https://o-ton.koeln/aktuelles/>präsentiert das Stephanie Troscheit Trio
am 14.3.
<https://o-ton.koeln/stephanie-troscheit-trio-fr-14-3-2025-live-konzert-im-o…>,
/Piano Mouvements/am 23.3.
<https://o-ton.koeln/konzert-piano-mouvements-so-23-3-2025-17h-ein-nachmitta…>und
Ooana Kastner <https://www.oona-kastner.de/>am 27.3.
<https://o-ton.koeln/konzert-oona-kastner-memorial-6-0-cd-release-so-27-3-20…>und
in der Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/>sind das
Ensemble Garage <https://ensemblegarage.de/>am 8.3. und das Kommas
Ensemble <https://www.kommas-ensemble.de/>am 15.3. zu Gast. Beim Chamber
Remix <https://chamber-remix.de/> am 9.3.erwartet uns das Fukio Saxophon
Quartett <https://www.fukioquartet.com/>, die Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>lädt am 10.3.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-lerchenmusik/>zum
Montagskonzert und NICA artist development
<https://nica-artistdevelopment.de/>präsentiert am 24.3.
<https://stadtgarten.de/programm/nica-live-felix-hauptmann-of-shapes-current…>Felix
Hauptmann im Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/>.
Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, fast tägliche Konzerte
veranstaltet das **Loft <http://www.loftkoeln.de/de/programm/>,**jeden
2. und 4. Dienstag im Monat sendet**FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln (mit **Christina Fuchs, Caroline Thon
und Eva Pöpplein am **11.3.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/funkt-session-christina-…>**sowie
Natalie Bewernitz und Marek Goldowski am **25.3.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/funkt-sessions-natalie-b…>**),*
jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat wird der Ebertplatz von der Reihe
*Bruitkasten <https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt und immer am
letzten Mittwoch im Monat präsentiert **LTK4 <http://www.ltk4.de/>**im
Lutherturm die Soirée Sonique. W**eitere Termine und Infos finden sich
bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/> und impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>**,****sowie
**Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
*Am 20.3. steht die Formation **The Dorf
<http://thedorf.net/index.php?section=Konzerte>**im
***Dortmunder*****domicil <https://www.domicil-dortmund.de/>**auf der
Bühne und im **Konzerthaus
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>**erklingt am **22.3.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/22-03-2025-orchesterkonzert…>****/Another
eve/**von **Rachel Portman <https://rachelportman.co.uk/>**. *
*In einer audiovisuellen Performance treffen am **28.3.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11188/-/mehta-media…>**Rajesh
Mehta und das Künstlerduo mediaDEVICE im Rahmen der
***Duisburger*****Akzente
<https://www.duisburger-akzente.de/de/index.php>**im **Lokal Harmonie
<https://lokal-harmonie.de/>**aufeinander und in der Kirche **St. Ludger
<https://www.ruhrorgel.de/duisburg.html>**finden immer sonntags um 18
Uhr Konzerte statt. Am 2.3., 16.3. und 30.3. sitzt **Dominik Susteck
<https://dominiksusteck.de/>**an der Orgel. *
*Bei Richard Siegals performativer Rauminstallation **/Lunar Cycle/
<https://www.museum-folkwang.de/de/ausstellung/richard-siegal>**im
***Essener*****Folkwang Museum
<https://www.museum-folkwang.de/de>**kommt vom 14.3. bis 13.4. auch die
**Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/lunar-cycle/>**zum
Einsatz. Die**Philharmonie
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/>**veranstaltet vom 20. bis
23.3. bereits zum zweiten Mal das Komponistinnenfestival **Her:Voice
<https://www.theater-essen.de/musiktheater/hervoice-ii/>**. Auf dem
Programm stehen ein Symposium, Aufführungen der Opern **/Innocence/
<https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2024-25/innocence>**von
Kaija Saariaho und **/The Listeners/
<https://www.theater-essen.de/programm/a-z/the-listeners/>**von Missy
Mazzoli, ein **Sinfoniekonzert
<https://www.theater-essen.de/programm/a-z/hervoice-127669/>**und ein
**Gesprächskonzert
<https://www.theater-essen.de/programm/a-z/hoerst-du-es-auch/>**mit
Missy Mazzoli. Im **Rabbit Hole Theater
<https://rabbithole-theater.de/>**erwarten uns das Trio Li / Neubauer /
Schörken am 13.3. und der vierte Zustand mit Hanna Schörken, Christina
Zurhausen und Ramon Keck am 28.3. und die **Gesellschaft für Neue
<https://www.gnm.ruhr/>Musik Ruhr <https://www.gnm.ruhr/>**bietet mit
dem neuen Format FRIM am 6. und 20.3. einen offenen Raum für Improvisation.*
*In der **werkstatt <https://www.werkstatt-ev.de/>**in
***Gelsenkirchen***kommt am 21.3. **/Pekar/
<https://www.scottfields.com/pekar>**von Scott Fields zur Aufführung. In
seiner „Operette, in der nicht viel passiert“ vertont Fields Texte der
US-amerikanischen Underground-Comic-Legende Harvey Pekar. *
**
*Weitere Termine hält der **Umlandkalender
<http://www.umlandkalender.de/>**bereit. *
*Düsseldorf*
*In der Tonhalle <https://www.tonhalle.de/> spielt das notabu.ensemble
<https://www.notabu-ensemble.de/> am 29.3.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/supernova/14318-wolfgang-rihm>
Wolfgang Rihms umfangreiches Werk **/Jagden und Formen/**.*
*Sonstwo*
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 7.3. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6587> und aktuellen
Jazz mit Benjamin Schäfer am 22.3. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6544> an.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/> veranstaltet am 3.3.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/02/14/jour-fixe-maerz-25-die-kunst-des…>
den nächsten Jour fixe
<https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und in der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> finden
jeweils sonntags um 17 Uhr Konzerte statt – am 30.3. mit einer
Uraufführung von Jan Kopp <https://www.jan-kopp.de/>.
Das fringe ensemble <https://www.fringe-ensemble.de/> bringt vom 4.3.
bis 13.4. den /Garten des Widerstands/
<https://www.kunstmuseum-bonn.de/de/ausstellungen/garten-des-widerstands/>ins
*Bonner*Kunstmuseum inklusive Performances am 9.3., 16.3., 23.3. und 30.3.
Das *Krefelder*Theater am Marienplatz
<https://www.tamkrefeld.de/index.php>verbindet in der neuen Spielzeit
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=168>jeweils freitags um 22 Uhr
Texte und Musik und das Studio Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/studio-musikfabrik/>ist am 22.3.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/studio-musikfabrik-kammerkonzert/>in
der Kirche Pax Christi <https://pax-christi-krefeld.de/start/>zu Gast.
Im Rahmen ihres 5. Sinfoniekonzerts
<https://theater-kr-mg.de/spielplan/5-sinfoniekonzert-24-25/>spielen die
Niederrheinischen Sinfoniker Werke von Arvo Pärt und Anna Clyne – am 25.
und 28.3. in *Krefeld*und am 26.3. in *Mönchengladbach*.
Der aktuelle Improviser in Residence <https://www.moers-festival.de/>in
*Moers*Baris Maris kann am 9. und 14.3. live erlebt werden.
*Zur Einstimmung auf die **Monheim Triennale
<https://monheim-triennale.de/de>**findet am **23.3.
<https://monheim-triennale.de/de/news/gespraechskonzert-rabih-lahoud-und-ach…>*in
der Villa am Greisbachsee in **Monheim***ein Gesprächskonzert mit
**Rabih Lahoud <https://www.rabihlahoud.de/>**und **Achim Tang
<https://monheim-triennale.de/de/about/artist-in-residence>**statt.*
*Die **Kunsthalle
<https://www.kunsthallemuenster.de/de/>*****Münster***widmet sich mit
der Ausstellung **ton not. not ton
<https://www.kunsthallemuenster.de/de/programm/ton-not-not-ton-2/>**bereits
zum dritten Mal dem Klang der Dinge und dem was Klang hervorruft. Zur
Eröffnung am 28.2. sowie zur Finissage am 24.5. wird zudem ein
interessantes Programm mit Konzerten und Performances geboten. In der
Münsteraner **Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>**erwarten uns am
2.3. das Duo Paul Hubweber und Martin Theurer und am 23.3. Harri
Sjöström Flight Mode.*
Im *Wuppertaler* ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen die Reihe 'all
female' mit dem Verena Barié <https://verenabarie.de/> Trio am 7.3.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/barietrio-7-3-25/>, das Trio Li
/ Neubauer / Schörken am 11.3.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/offgrid-11-3-25/> und das
Frederik Köster Quartett am 21.3.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/jazz-21-3-25/> auf dem
Programm. Am 21.3.
<https://loch-wuppertal.de/programm/kalender/the-sephardics-meet-elliott-sha…>
findet ein Doppelkonzert mit einer Konzertperformance in der
Sophienkirche und einem Dialog zwischen The Sephardics
<https://www.sephardics.de/> und Elliott Sharp
<http://www.elliottsharp.com/> im Loch <https://loch-wuppertal.de/> statt.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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31 Jan '25
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https://kulturserver-nrw.de/de_DE/neue-musik-in-nrw-ausgabe-februar-2025
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-februar…>_
_
*Februar 2025 *
*Gewesen: *Oper /The Listeners/am Aaltotheater in Essen
*Angekündigt:*mex Fest in Dortmund – /Pekar/von Scott Fields –
/grapefruits/in Düsseldorf u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? **Dann
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*
*
*
*[Oper /The Listeners/am Aaltotheater in Essen]*
Nach Kaija Saariahos <https://www.saariaho.org/>Oper /Innocence/
<https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2024-25/innocence>im
Musiktheater im Revier <https://musiktheater-im-revier.de/de>in
Gelsenkirchen (s. Gazette November 2024
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/gazette-neue-musik-in-nrw-ausgabe-novembe…>)
kann jetzt auch das Aaltotheater <https://www.theater-essen.de/>in Essen
eine Oper vorweisen, die sich einem zeitgemäßen gesellschaftlichen Thema
widmet: Am 25.1. hatte Missy Mazzolis <https://missymazzoli.com/>/The
Listeners/ <https://www.theater-essen.de/programm/a-z/the-listeners/>als
deutsche Erstaufführung Premiere. Das Werk basiert auf einem Libretto
von Royce Vavrek <http://www.roycevavrek.com/>nach einer Erzählung von
Jordan Tannahill und befasst sich mit Phänomenen, die nicht neu aber
hochaktuell sind: Manipulation und Missbrauch, der Wunsch nach
Zugehörigkeit und die darauf basierende Verführbarkeit. Im Zentrum des
Geschehens steht Claire, Lehrerin, Ehefrau und Mutter einer
heranwachsenden Tochter, eine typische, unauffällige Vertreterin der
Mittelschicht, wäre da nicht ein unerträglicher Brummton, der scheinbar
nur von ihr wahrgenommen wird und ihr das Leben zur Hölle macht. Sie
entfremdet sich von ihrer Familie, von der sie sich unverstanden fühlt,
verliert ihren Job, nachdem sie am Arbeitsplatz aus der Rolle gefallen
ist, und gerät in zunehmende Isolation. Die Entdeckung, dass ihr Schüler
Kyle vom gleichen Phänomen heimgesucht wird, gerät in dieser Situation
zum Rettungsanker, und gemeinsam schließen sie sich einer
Selbsthilfegruppe an, die unter der Leitung des charismatischen Führers
Howard Bard Rettung verheißt. Der Brummton kann als Sinnbild für ein
tief verwurzeltes Unbehagen verstanden werden, für das Leiden an einer
Gesellschaft, die nur vorgestanzte Rollenmuster bereithält und keinen
Raum für Selbstentfaltung bietet. Eine ähnliche Funktion hat der Claire
zur Seite gestellte Kojote, eine ambivalente Figur, changierend zwischen
Wildheit und Zivilisation, der in Essen von dem Tänzer Ivan Estegneev
als stumme Rolle verkörpert wird. Die Regisseurin Anna-Sophie Mahler
<https://annasophiemahler.wordpress.com/>und ihre Bühnenbildnerin Katrin
Connan <https://katrinconnan.com/>bringen diese komplexe
Ausgangssituation auf kongeniale Weise auf den Punkt, indem sie die
zentrale Emotion Wut in den Mittelpunkt stellen. Als überdimensionale
Leuchtschrift beherrscht das Wort 'Anger' im ersten Akt die Bühne,
umfangen von einer den ganzen Bühnenraum einnehmenden Naturprojektion,
die uns unmittelbar in die ursprüngliche Lebenswelt des Kojoten
hineinzieht. Wenn Claire und das Tier sich im Labyrinth der Buchstaben
umkreisen, ist die Sehnsucht nach Nähe und Ursprünglichkeit unmittelbar
spürbar.
Die Sekte des selbsternannten Erlösers entpuppt sich allerdings schnell
als Sackgasse. Das Korsett ist hier noch enger geschnürt als im
wirklichen Leben und hinter einer Fassade der Verbundenheit und
Friedfertigkeit lauern die banalen Niederungen menschlicher
Bedürftigkeit, die Mazzoli und ihr Librettist vor allem im zweiten Akt
allzu detailliert ausbuchstabieren. Machtstreben und Eifersucht erweisen
sich als die wahren Triebkräfte, Kritiker werden durch Bloßstellung
mundtot gemacht oder mutieren zum Amokläufer, wodurch ein
Sondereinsatzkommando und eine rasende Reporterin auf den Plan gerufen
werden. Der Guru wird als Blender und Betrüger entlarvt und schließlich
mit vereinter Frauenpower von Claire und seiner einstigen 'Nummer Zwei',
gerade noch erbitterte Konkurrentinnen, entmachtet. Daraus ergeben sich
spektakuläre Szenen und Aktionen. Die lichterschwenkenden Massen vor
farbigen Polarlichtschlieren durchbrechen die Kitschmauer, die
martialisch anmutenden Einsatzkräfte sprengen durchs Publikum, doch der
eigentliche Kristallisationspunkt geht dabei verloren. Was eigentlich,
so frage ich mich, ist aus der Wut geworden? Zum Schluss entdeckt
Claire, dass sie zum Führen geboren ist, worauf sie sich selbst zur
Anführerin erhebt. Das lässt befürchten, dass die Karten nur neu
gemischt werden, die alten autoritären Strukturen jedoch erhalten
bleiben. Anstatt emanzipatorische Kraft zu entfalten, droht die Wut sich
gegen sich selbst oder gegen alte und neue Sündenböcke zu richten,
wodurch das Bestehende letztlich affirmiert wird. Als wollte die
Regisseurin uns dieses Dilemma vor Augen führen, lässt sie zum Schluss
'Anger' in leicht diffusem Leuchten noch einmal über dem Horizont
erscheinen. Dazu erstrahlen grelle Scheinwerfer, die direkt ins Publikum
gerichtet sind. Doch ob wir hier erleuchtet oder durchleuchtet werden
sollen, bleibt letztlich offen. Gibt es Licht am Ende des Tunnels oder
ist es doch eher ein entgegenkommender Zug, der uns anbleckt, und was
kann jeder selbst tun, um nicht überrollt zu werden?
Mazzoli und ihr Librettist haben dazu nicht viel zu sagen, sie begnügen
sich mit der Abbildung toxischer Gruppendynamiken. Dies spiegelt sich
auch in einer Musik, die das Geschehen in erster Linie effektvoll
unterfüttert. Manchmal gerinnt die Musik zu einem unheimlichen Tröpfeln,
manchmal bäumt sie sich zu wuchtigen Klangwogen auf, doch sie bleibt
stets eingängig. In den Massenszenen entwickeln sich eindringliche
Chorpassagen, am Ende der zwei Akte wird das bedrohliche Brummen
erlebbar. Durch die im Rücken des Publikums platzierten Chorgruppen
entsteht eine dichte, körperlich spürbare Klangwelle, die den gesamten
Raum erfasst und in ein diffuses Rauschen mündet. Doch auch hier
verzichtet Mazzoli auf den Exzess; bevor es ernsthaft unangenehm wird,
ist der Spuk vorbei.
Für ein Opernhaus vom Format des Aaltotheaters ist ein derartiges Werk
eine Steilvorlage, Sängerinnen und Sänger können aus dem Vollen
schöpfen, die Essener Philharmoniker sind in ihrem Element. Mazzoli wird
in den USA als „Brooklyn's post-millenial Mozart“ gefeiert, hat
Grammy-Nominierungen, diverse Auszeichnungen und einen
Kompositionsauftrag der MET vorzuweisen. Ihre zweite Oper /Breaking the
Waves/nach Lars von Trier wurde als „eine der bisher besten Opern des
21. Jahrhunderts“ gelobt. /The Listeners/, ihre vierte, 2022 in Oslo
uraufgeführte Oper, ist mit ihrer hochaktuellen Thematik, ihrer
packenden, zugänglichen Musik und den starken Bildern der Essener
Inszenierung auch für Leute interessant, die normalerweise um
zeitgenössisches Musiktheater einen Bogen machen. Der Essener
Generalmusikdirektor Andrea Sanguineti bringt es mit seinen Worten auf
den Punkt: „Es ist eine kluge klangliche Umarmung“. Damit passt das Werk
zu der Erkenntnis, die es vermittelt: Allem Freiheits- und
Selbstverwirklichungsgetöse zum Trotz wollen die meisten Menschen nicht
befreit sondern umarmt werden. Immerhin werden wir im Aaltotheater klug
umarmt, was man leider nicht von allen Umarmungsangeboten behaupten kann.
*[Termine im Februar]*
*Köln*
*ON Cologne <https://www.on-cologne.de/>**lädt am **8.2.
<https://www.on-cologne.de/listening-session-annegret-mayer-lindenberg-duo-v…>**zu
einer Listening Session, in der **Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/>**stehen ein 'Musik der
Zeit'-Konzert mit dem **WDR-Sinfonieorchester
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/f…>**am
**8.2.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/musik-der-zeit-fern-vertrau…>**und
**/Microcosm/**von James B. Wilson am **10.2.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/ycat-collective-young-class…>**auf
dem Programm und in der **Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/>**erwartet uns am **14.2.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/14-02-2025-die-winterre…>**ein
Abend mit der **/Winterreise/**von Franz Schubert und Hans Zender. Vom
12. bis 15.2. findet **Urbäng <https://freihandelszone.org/urbang25/>**,
das Festival für performative Künste, in der **Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/>**statt. Dort beschäftigt sich das
**Ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>**am **21.2.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw25c_1/>**mit Zenbuddhismus und
Spiritualität, das **Ensemble Modern
<https://www.ensemble-modern.com/de>**startet am 21.2. im
Wallraf-Richartz-Museum eine neue Reihe mit Musik und Gesprächen zum
Thema '**Wie frei ist die Kunst
<https://www.ensemble-modern.com/de/projekte/wie-frei-ist-die-kunst-2025>**?'
und im Konzertraum **647 fm <https://674.fm/>**erwarten uns am **2.2.
<https://674.fm/roland-schappert-mit-hendrik-meyer-myr-numinos-und-peter-sim…>**Roland
Schappert, Hendrik Meyer, Numinos und Peter Simon und am **21.2.
<https://674.fm/ferment-tape-release-concert-here-now-never-hobbykeller-hk7/>**ein
Tape Release Concert mit Ferment und Plümmo. Die **Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>**ist am **22.2.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/musikfabrik-im-wdr-92-sugarcoating/>**beim
WDR zu Gast und lädt am **24.2.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-sephirot/>**zum
Montagskonzert.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, fast tägliche Konzerte
veranstaltet das **Loft <http://www.loftkoeln.de/de/programm/> und
**jeden 2. und 4. Dienstag im Monat sendet**FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln (mit Luís Antunes Pena am 11.2. und
patchbay am 25.2.). W**eitere Termine und Infos finden sich bei **kgnm
<https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln <https://www.musik-in-koeln.de/>
und impakt <https://www.impakt-koeln.de/kalender.html> **sowie
**Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
*Die ***Bochumer*****Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/>**lädt am **8.2.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/matineekonzert-hommage-a-eri…>**zu
einer Hommage à Éric Alfred Leslie Satie. *
*Das **mex <http://www.mexappeal.de/>**im Künstlerhaus in
***Dortmund***veranstaltet am 31.1. und 1.2 . ein **mex Fest
<http://www.mexappeal.de/?p=5939>**und im **domizil
<https://www.domicil-dortmund.de/>**stehen **The Dorf
<http://thedorf.net/index.php?section=Start>**am **20.2.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11423.html>**und
das Quintett Tau 5 am **21.1.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/tau-5.html>**auf der
Bühne. In der **parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>**ist am
15.2. **/Pekar/ <https://www.scottfields.com/pekar>**von Scott Fields zu
Gast. In seiner „Operette, in der nicht viel passiert“ vertont Fields
Texte der US-amerikanischen Underground-Comic-Legende Harvey Pekar. *
*Die **Deutsche Oper am Rhein <https://www.operamrhein.de/>**kombiniert
Peter Maxwell Davies' Kammeroper **/Der Leuchtturm /**mit Henry Purcells
**/Dido und Aeneas. /**Premiere
<https://www.operamrhein.de/spielplan/a-z/der-leuchtturm-dido-und-aeneas/>**ist
am 7.2. im Theater ***Duisburg***und zum Auftakt findet am 3.2 ein
**Podiumsgespräch mit Probenbesuch statt. Das neue Trio des
Gelsenkirchener Gitarristen Christian Hammer kommt am **5.2.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20250205-the-dorf-umland…>**in
den **Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>**und **Dominik
Susteck <https://dominiksusteck.de/>**und **Michael Schultheis
<https://www.mschultheis.com/>**sind am **9.2.
<https://dominiksusteck.de/event/konzert-zum-sonntag-luftlinien/>**mit
einem Orgelkonzert in der Kirche **St. Ludger
<https://www.ruhrorgel.de/duisburg.html>**zu Gast. Am gleichen Tag ist
**Michael Schultheis <https://www.mschultheis.com/>**mit seinen
**/Luftlinien/
<https://www.mschultheis.com/events/2025/2/9/portraitkonzert-pm7l2>**auch
in ***Hamm***zu erleben.*
*In der **Folkwang Universität der Künste
<https://www.folkwang-uni.de/home>**in ***Essen***stehen ein
Masterabschluss Neue Musik am **4.2.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**und
das Impr%rchester am **7.2.
<https://www.folkwang-uni.de/home/hochschule/veranstaltungen/veranstaltungen…>**auf
dem Programm, vom 6. bis 8.2. findet in der **Zeche Carl
<https://www.zechecarl.de/>**das **JOE-Festival
<http://www.jazz-offensive-essen.de/joe-festival/>**statt und im
**Rabbit Hole Theater <https://rabbithole-theater.de/>**erwartet uns am
7.2. **/Pekar/ <https://www.scottfields.com/pekar>**von Scott Fields *
Das Makroscope <https://www.makroscope.eu/> in *Mülheim an der Ruhr
*kündigt u.a. ein Konzert mit den vier freien Stimmen von VocColours am
9.2. an.
*Weitere Termine hält der **Umlandkalender
<http://www.umlandkalender.de/>**bereit. *
*Düsseldorf*
*In der Tonhalle <https://www.tonhalle.de/> setzt das notabu.ensemble
<https://www.notabu-ensemble.de/> am 12.2.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/15139-na-hoern-sie-m…>
seine Reihe 'Na hör'n Sie mal!' fort. Am 12.2.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2025-02-12-visual-mu…>
und 13.2.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2025-02-13-visual-mu…>
stellt sich der Schwerpunkt Visual Music des **Instituts für Musik und
Medien
<https://www.rsh-duesseldorf.de/institute/institut-fuer-musik-und-medien>
(IMM) der Robert Schumann Hochschule vor**. **Benannt nach
**/Grapefruit/**, Yoko Onos Sammlung künstlerischer Anweisungen, befasst
sich das in Düsseldorf gegründete Fanzine **grapefruits
<http://grapefruits.online/>**aus feministischer Perspektive mit
Komposition und Klangkunst. Anlässlich der aktuellen **Yoko
Ono-Ausstellung
<https://www.kunstsammlung.de/de/exhibitions/yoko-ono>**im K21 wird am
**22.2.
<https://www.kunstsammlung.de/de/events/aktionstag-zu-yoko-onos-musik-mit-de…>**eine
neue Ausgabe präsentiert und ein Musik- und Performanceprogramm
gestaltet. *
*Sonstwo*
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> widmet sich am 7.2.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6582> in der Reihe 'Hören und Sprechen
über Neue Musik' mit György Kurtág und kündigt Neue Musik mit dem
Klavierduo Bauerecker <https://www.dorritbauerecker.de/> Stöber
<https://www.christophstoeber.de/> am 15.2.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6490> sowie aktuellen Jazz mit dem Mareike
Wiening Quintett am 19.2. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6474> an.
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/> veranstaltet am 25.2.
<https://cooperativaneuemusik.de/2025/01/27/jour-fixe-februar-25-charles-ive…>
einen Jour fixe <https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> zu
Charles Ives und in der Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> wird regelmäßig sonntags
um 17 Uhr zeitgenössische Musik geboten – u.a. mit dem Ensemble T.ON am
16.2. und Morton Feldmans /Patterns in a chromatic field /am 23.2.
In der Hochschule für Musik <https://www.hfm-detmold.de/> in *Detmold
*spielen am 3.2. Rei Nakamura und das Ensemble Earquake Werke aus der
Kompositionsklasse Prof. Dr. Mark Barden
<https://www.hfm-detmold.de/die-hochschule/personenverzeichnis/lehrende/vita…>
und am 8.2. bringt der Kammerchor der HfM Detmold in der Pfarrkirche
Heilig Kreuz Werke von Arvo Pärt und Caroline Shaw zu Gehör.
Das *Krefelder*Theater am Marienplatz
<https://www.tamkrefeld.de/index.php>verbindet in der neuen Spielzeit
<https://www.tamkrefeld.de/spielplan.php>jeweils freitags um 22 Uhr
Texte und Musik.
Der Trompeter Bart Maris ist neuer Improviser in Residence
<https://www.moers-festival.de/improviser-in-residence/improviser-in-residen…>
in *Moers*. Im Februar kann man ihn bei Hauskonzerten am 6. und 23.2.,
einer Jam-Session am 8.2. und einem Konzert im Schlosstheater am 22.2.
erleben.
*Zur Einstimmung auf die **Monheim Triennale
<https://monheim-triennale.de/de>**findet am **9.2.
<https://monheim-triennale.de/de/news/gespraechskonzert-rojin-sharafi-und-st…>**in
der Villa am Greisbachsee in ***Monheim***ein Gesprächskonzert mit
**Rojin Sharafi
<https://monheim-triennale.de/de/artists/rojin-sharafi>**und Stefan
Schneider Monti statt.*
*In der **Blackbox
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>**in
***Münster***stehen Georg Wissel und Paul Lytton am 2.2., Echtzeitkino
mit **tunnel & meadow
<https://umlandrecords.de/bands/tunnel-meadow/>**und Achim Zepezauer am
7.2. und **/Pekar/ <https://www.scottfields.com/pekar>**von Scott Fields
am 8.2. auf dem Programm. *
*Das **Studio für Neue Musik
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d>**der
Universität ***Siegen***lädt zu einer Ausstellungseröffnung mit Musik am
**3.2.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/24_2…>**und
einem Jubiläumskonzert '30 Jahre Studio für Neue Musik' am **5.2.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/24_2…>**ein.
*
*Nicht in NRW aber praktisch vor der Haustür findet vom 7. bis 9.2.
**Opening <http://www.opening-festival.de/>**, das Internationale
Festival für aktuelle Klangkunst, in ***Trier***statt. *
Im *Wuppertaler* ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen der cine:ort
mit Live-Musik und Gespräch am 9.2.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/cineort-callitmusic/> und das
Trio Toxodon am 26.2. <https://www.kowald-ort.com/termine-2025/toxodon/>
auf dem Programm und in der Reihe 'unerhört' erwarten uns am 21.2. in
der Sophienkirche Annie Bloch <http://anniebloch.com/> und Emily
Wittbrodt <https://emilywittbrodt.com/> mit /The Mendelssohn-Project./
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
*Impressum:
Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
<mailto:neuemusik@kulturserver-nrw.de>neuemusik(a)kulturserver-nrw.de*
*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
1
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28 Dec '24
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_
*Januar 2025 *
*Gewesen: */Adventure/mit der Musikfabrik – notabu.ensemble in der
Düsseldorfer Tonhalle
*Angekündigt:*Frakzionen in Bielefeld – Oper /The Listeners/in Essen –
*Folkwang Woche Neue Musik u.v.a.m.*
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? **Dann
senden Sie bitte eine Mail an neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de**) *
*[Adventure mit der Musikfabrik]*
Die Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> ist nicht nur als
gefragtes Neue-Musik-Ensemble bei vielen einschlägigen Festivals
vertreten, sondern kümmert sich auch um den Nachwuchs. Regelmäßig finden
Workshops und Projekte für Kinder und Jugendliche statt, mit dem Studio
Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/studio-musikfabrik/>, dem
Jugendensemble für Neue Musik des Landesmusikrats NRW
<https://www.lmr-nrw.de/>, werden junge Musizierende noch vor dem
Studium gefördert und unter dem Titel Adventure
<https://www.musikfabrik.eu/de/adventure/> existiert eine langjährige
Zusammenarbeit mit dem Institut für Neue Musik
<https://ifnm.hfmt-koeln.de/institut-fuer-neue-musik/> der Kölner
Hochschule für Tanz und Musik <https://www.hfmt-koeln.de/>. Studierende
aus den Klassen von Michael Beil, Brigitta Muntendorf und Miroslav Srnka
können in diesem Rahmen mit den Profis ihre neuesten Kompositionen
erarbeiten, die in der Hochschule regelmäßig vorgestellt werden. Das
Ergebnis ist eine Win-Win-Situation: Die neuen Werke werden unter
idealen Bedingungen aus der Taufe gehoben und die Musiker und
Musikerinnen der Musikfabrik erleben hautnah, was sich bei der jungen
Generation so zusammenbraut. Wie die bisherigen Aufführungen zeigten,
wird dabei gerne mit Video, Licht oder besonderen Raumkonzepten
experimentiert, was auch beim Auftaktstück der 13. Adventureausgabe
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/adventure-13/> der Fall war. Der
Chilene Andrés Quezada <https://www.andresquezada.cl/index.html>
platziert in seinem Stück /Relayer/ vier Bläser und zwei Streicher mit
dem Rücken zum Publikum. Auf der Leinwand vor ihnen erscheint live die
jeweils spielende Person, der Einsatz wird zusätzlich durch eine am
Stuhl befindliche Leuchtstoffröhre markiert, woraus sich eine schnell
durchschaubare Versuchsanordnung ergibt. Der rasche Wechsel von Ton,
Bild und Licht beschleunigt sich und läuft immer mehr aus dem Ruder, so
dass die Musizierenden zu einem Rädchen im Getriebe werden, das auf
Knopfdruck zu funktionieren scheint. Auch in Joan Tans
<https://www.cssingapore.org/joan-tan> neuem Werk begegnen sich Mensch
und Technik, doch – wie der Titel schon andeutet – auf sehr viel
poetischere Weise. In /Der Flügel träumt davon, ein Stern zu werden /für
Klavier und Elektronik//ist das Spiel des Klaviers in einen kosmisch
anmutenden Raum eingebunden, der mich – angeregt durch den Titel – an
einen Sternschnuppenschauer denken lässt. Elektronisches Klanggestöber
und kurze heftige Einschläge wechseln ab mit perlendem Spiel und
schillernden Klangfunken, die in eine transzendente Aura getaucht
scheinen. Einen Schauer ganz anderer Art beschert Adrian Laugsch
<https://www.adrianlaugsch.com/> mit /serotonin shower (love song)/für
Ensemble und Elektronik. Zum Beginn erzeugt ein mit Elektronik
unterlegtes Bläserunisono eine dichte und dunkle Atmosphäre, die durch
das Hinzukommen der Streicher immer komplexer und intensiver wird und
durch an Herzschläge erinnerndes perkussives Pochen eine geradezu
körperliche Wirkung entfaltet. Das man auch mit rein instrumentalen
Mitteln sehr farbige und abwechslungsreiche Klanglandschaften erzeugen
kann, demonstrierten die beiden letzten Stücke des Abends /..amid../von
Runzhi Zhong und /Fragmented Resonances: Unveiling Figures/von Jaeduk
Kim <https://www.jaedukkim.com/>. Nach einem dunkel-geräuschhaften
Auftakt lässt Runzhi Zhong die Instrumente mal fauchen und brüllen, mal
in lichte, flirrende Sphären abheben.
Für die Musikfabrik geht es im Januar gleich weiter mit der
Nachwuchsförderung: Vom 6. bis 13.1.25 findet die Virtual Brass Academy
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/hochschule/virtual-brass-academy-for…>
statt. Das Eröffnungs
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/brass-academy-eroeffnungskonzert/>-
und Abschlusskonzert
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/brass-academy-abschlusskonzert-2/>
kann live und bei freiem Eintritt im Studio des Ensembles erlebt werden.
*[notabu.ensemble in der Düsseldorfer Tonhalle]*
Düsseldorf ist nicht gerade als Hochburg der Neuen Musik bekannt, aber
es gibt einige Initiativen, die sich beharrlich der Sache annehmen.
Jeden Sommer finden zwei Wochen lang die Wandelweiserkonzerte
<https://www.wandelweiser.de/> statt, über die ich regelmäßig berichtet
habe, unter dem Label musik21 <http://www.musik21.de/> firmiert ein
Verein zur Förderung zeitgenössischer Musik, der Klangraum 61
<https://www.klangraum61.de/>, benannt nach seinem Domizil auf der
Mettmannerstr., ist regelmäßig mit dem ART Ensemble NRW
<https://www.klangraum61.de/art-ensemble-nrw> präsent und die über
Düsseldorf hinaus aktive Sopranistin Irene Kurka
<https://irenekurka.de/> lädt einmal im Jahr renommierte Sänger und
Sängerinnen zu ihrem Projekt Singing Future
<https://irenekurka.de/projekte/singing-future> in die Neanderkirche
ein. Die Robert Schumann Hochschule <https://www.rsh-duesseldorf.de/>
bietet einen Studiengang Komposition
<https://www.rsh-duesseldorf.de/studiengaenge/bachelor/komposition> an,
der sich regelmäßig im Rahmen einer 'Langen Nacht der Neuen Musik' der
Öffentlichkeit präsentiert und in der Nachfolge von Manfred Trojahn seit
2019 von Oliver Schneller <https://www.oliverschneller.net/> geleitet
wird, und genau an dieser Hochschule hat das bislang langlebigste
Neue-Musik-Projekt der Landeshauptstadt seine Wurzeln. 1983 entstand am
damaligen Robert-Schumann-Institut der Musikhochschule Rheinland aus
einer Studierendeninitiative rund um Mark-Andreas Schlingensiepen und
gefördert von Günter Becker das notabu.ensemble neue musik
<https://www.notabu-ensemble.de/homepage-alt/>, das im letzten Jahr
seinen 40. Geburtstag feierte. Das erste Konzert fand in der Tonhalle
<https://www.tonhalle.de/> statt und hier ist notabu auch weiterhin
regelmäßig zu erleben. Von 1993 bis 2013 veranstaltete das Ensemble die
Biennale 'Ohren auf Europa', die jeweils von einem bekannten Komponisten
bzw. einmal von einer Komponistin (2013 Kaaja Saariaho) kuratiert wurde
und seit 2003 existiert die Reihe 'Na hör'n Sie mal', die sich
inzwischen ein treues Stammpublikum erobert hat. Zur Einstimmung gibt es
jeweils einen kleinen Plausch mit Schlingensiepen, der für das
Jahresabschlusskonzert ein Programm mit bekannten Namen und älteren
Werken der Neuen Musik zusammengestellt hatte. Der Klarinettist Holger
Busboom galoppiert virtuos durch Bruno Mantovanis schwindelerregendes
Solostück /Bug/, das sich mit dem Chaos befasst, das ein Computerausfall
auslösen könnte, und sich erst zum Ende hin beruhigt oder eher
erschöpft. Yoshiki Matsuura interpretierte Giacinto Scelsis /Three
Pieces for Trombone/, das mit Rhythmen und Glissandi experimentiert,
aber nicht den für Scelsi typischen Sog entfaltet. Toshio Hosokawa
kontrastiert in seinem /Duo für Violine und Violoncello/(Aki Yasuda und
Adya Khana Fontenla) filigrane, zittrig-fragile Klänge mit
geräuschhaftem, sperrigem Material und erzeugt so eine stets präsente
Spannung. Höhepunkte des Konzerts waren zwei Werke von György Kurtág:
seine /Hommage à R. Sch./für Klarinette, Viola und Klavier sowie sein
/Officium Breve in memoriam Andreae Szervánszky/für Streichquartett.
Beides sind – für Kurtág durchaus typisch – Hommagen, wobei er mit dem
zweiten Werk nicht nur an seinen Landsmann und Komponistenkollegen
erinnert sondern vor allem an Anton Webern, mit dem sich Szervánszky als
einer der ersten in Ungarn beschäftigt hat. Die Weise, in der Kurtág
Intensität des Ausdrucks mit äußerster Präzision und Reduktion
verbindet, ohne den geringsten Hauch von Nostalgie eine romantische Aura
anklingen lässt, in nur wenigen Takten eine ganze Welt aufspannt,
vertraut und unerhört zugleich anmutet, fasziniert mich immer wieder
erneut. Es müssen nicht immer Uraufführungen sein.
*
*
*[Termine im Januar]*
*Köln*
In der Philharmonie <https://www.koelner-philharmonie.de/de/> stehen das
Ensemble Modern <https://www.ensemble-modern.com/> mit einem
Neujahrskonzert am 6.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/weill-die-sieben-todsunden/…>,
S/aarikoski-laulut/für Sopran und Orchester von Kaija Saariaho am 11.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/ins-weite-sonderkonzert/4240>
und 12.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/ins-weite-sonderkonzert/4241>,
Werke von Sofia Gubaidulina und *Patricia Kopatchinskaja
<https://www.patriciakopatchinskaja.com/>**am **12.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/rising-star-lukas-sternath/…>**,
Schlagzeugmusik mit **Christoph Sietzen
<https://christophsietzen.com/>**am **20.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/christoph-sietzen-motus-per…>**und
ein Streichquartett von Gabriella Smith am **22.1.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/programm/isidore-quartet/4006>**auf
dem Programm. In der **Alten Feuerwache
<https://altefeuerwachekoeln.de/>**erwarten uns das **E-Mex-Ensemble
<http://www.e-mex-ensemble.de/>**am **18.1.
<https://e-mex.de/konzerte/anda-kryeziu-the-face-of-the-other-2/>**,
*ein Portrait-Konzert mit Matthias Krüger <http://matthias-krueger.com/>
am 22.1.,*das Ensemble **hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>**mit
vier Uraufführungen zum Thema 'Bedeutung der Metapher' am **29.1.
<https://ensemble-handwerk.eu/metaphern/>**und das **Theater
<https://atonaltheater.de/>A.Tonal <https://atonaltheater.de/>**mit der
intermedialen Performance **/Brems:::kraft/
<https://atonaltheater.de/projects/41>**vom 30.1. bis 2.2. Der nächste
**Chamber Remix <https://chamber-remix.de/>**findet am 5.1. statt, die
**Virtual Brass Academy
<https://www.musikfabrik.eu/de/akademie/hochschule/virtual-brass-academy-for…>**der
**Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/>**wird mit einem
Eröffnungskonzert am **6.1.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/brass-academy-eroeffnungskonzert/>**und
einem Abschlusskonzert am **13.1.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/brass-academy-abschlusskonzert-2/>**umrahmt,
der **Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/>**präsentiert am **10.1.
<https://www.stadtgarten.de/programm/nica-live-special-2025-8973>****NICA
<https://nica-artistdevelopment.de/>**live spezial, das
**Musikwissenschaftliche Institut
<https://musikwissenschaft.phil-fak.uni-koeln.de/index.php>**der
Universität zu Köln stellt ebenfalls am **10.1.
<https://musikwissenschaft.phil-fak.uni-koeln.de/veranstaltungen-und-aktuell…>**Raum-Musik
von **Christine Groult <http://musicinsitu.eu/>**vor, die **Hochschule
für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>**kündigt für den **19.1.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/19-01-2025-kompositions…>**einen
Kompositionsabend mit Studierenden der Klasse Prof. Johannes Schild an
und die **Plattform nicht dokumentierbarer Ereignisse
<https://platformcologne.com/>**ist mit **Jaap Blonk
<http://jaapblonk.com/Pages/jajaa_int.html>**, Jasper Stadhouders und
**Carl Ludwig Hübsch <https://huebsch.me/>**am **24.1.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/jaap-blonk-jasper-stadho…>**und
dem Duo Silke Strahl und Kevin Sommer am **29.1.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/sommer-strahl.17827846>**dabei.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**und **Noies <https://noies.nrw/>**, der
Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, fast tägliche Konzerte
veranstaltet das **Loft <http://www.loftkoeln.de/de/programm/>,**jeden
2. und 4. Dienstag im Monat sendet**FUNKT
<https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein Radioformat mit
Elektronik und Klangkunst aus Köln und jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat
wird der Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt. W**eitere Termine und Infos
finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/> und impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html> **sowie **Veranstaltungen
mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
*Den Klimawandel und die jüngste Generation haben die
***Bochumer***Symphoniker <https://www.bochumer-symphoniker.de/> am
26.1.
<https://www.bochumer-symphoniker.de/programm/detail/be-the-change> mit
ihrer Uraufführung **/Be the change! /**im Visier. Komponiert hat das
Auftragswerk Michael Em Walter <http://www.emwalter.de/>. *
*Im **domizil <https://www.domicil-dortmund.de/>**in ***Dortmund***steht
am 16.1. **The Dorf <http://thedorf.net/index.php?section=Start>**auf
der Bühne, in der **parzelle
<https://www.parzelledortmund.de/>**erwarten uns am **12.1.
<https://www.parzelledortmund.de/2024/12/04/jooklo-2/>**Jooklo, das
Projekt der '**improviser in residence 2024
<https://www.moers-festival.de/improviser-in-residence/improviser-in-residen…>**'
des Moers Festivals **Virginia Genta
<http://virginiagenta.altervista.org/>,**und am **25.1.
<https://www.parzelledortmund.de/2024/12/04/stadhoudersblonk/>****Jaap
Blonk <http://www.jaapblonk.com/>**und Jasper Stadhouders und im
**Konzerthaus <https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>**erklingt am
**21.1.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/21-01-2025-5-philharmonisch…>**und
**22.1.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/22-01-2025-5-philharmonisch…>**im
Rahmen des 5. Philharmonischen Konzerts **/Subito con forza/**von Unsuk
Chin.
Marc L. Vogler <http://www.marc-vogler.de/> **hat in seiner Funktion als
Composer in Residence der Jungen Oper Dortmund in der Spielzeit 2024/25
die Oper**//**/Marie-Antoinette oder Kuchen für alle!/
<https://www.theaterdo.de/produktionen/detail/marie-antoinette-oder-kuchen-f…>**//**komponiert,
die am 13. und 24.1. auf dem Programm steht. *
*Anlässlich einer Ausstellungseröffnung findet im
***Duisburger*****Earport
<https://earport.de/pages/de/startseite.php>**am 26.1. ein
a**udiovisuelles PerformanceKonzert**statt und in der **Mercatorhalle
<https://www.mercatorhalle.de/>**spielen Kai Schumacher & Friends am
**31.1.
<https://duisburger-philharmoniker.de/Konzerte/kai-and-friends-vol8-soko06-2…>**Werke
von Pärt, Glass, Messiaen, Moore, Silvestrov, Satie und anderen. *
*Im **Aalto Musiktheater
<https://www.theater-essen.de/musiktheater/>**in ***Essen***kommt am
25.1. **/The Listeners/
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/the-listeners/1923/>**,
eine Oper von Missy Mazzoli <https://missymazzoli.com/>, zur deutschen
Erstaufführung. Einstimmen kann man sich bei einer Matinee am **12.1.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/matinee-zu-the-listeners/192…>**und
einem Probenbesuch am **20.1.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/oeffentliche-probe-zu-the-li…>**In
der **Folkwang Universität <https://www.folkwang-uni.de/home>**stehen
Kompositionen von Folkwang-Lehrenden am 7.1., die Tape Session am 16.1.
und die 'Folkwang Woche Neue Musik' vom 24. bis 28.1. auf dem Programm.
Im **Rabbit Hole Theater <https://rabbithole-theater.de/>**treffen am
24.1. Peter van Huffel und Roland Fidezius auf **Simon Camatta
<https://simoncamatta.yolasite.com/>**. *
*Das **PART-Ensemble <https://part-musik.de/>**ist am 31.1. in der
Petrikirche in ***Mülheim an der Ruhr***zu Gast und das **Theater
<https://atonaltheater.de/>A.Tonal
<https://atonaltheater.de/>**präsentiert vom 17. bis 19.1. in der
**Volxbühne <https://www.volxbuehne.de/>**die intermediale Performance
**/Brems:::kraft/ <https://atonaltheater.de/projects/41>**.*
*Weitere Termine hält der **Umlandkalender
<http://www.umlandkalender.de/>**bereit. *
*Düsseldorf*
*Der Klangraum 61 <https://www.klangraum61.de/index.html> veranstaltet
am 5.1. in der Neanderkirche unter dem Motto **/TangoWalzerMarsch/**ein
Neujahrskonzert.*
*Sonstwo*
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> beginnt das neue Jahr mit aktuellem Jazz am
10.1. <https://www.gzm-aachen.de/?p=6461> und 18.1.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6468>
Die *Bielefelder*Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/> veranstaltet monatlich einen Jour
fixe <https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und in der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> findet vom
17. bis 19.1. das Festival Frakzionen
<https://www.frakzionen-festival.de/> statt – diesmal u.a. mit Irene
Kurka <https://irenekurka.de/>, dem Ensemble Earquake
<https://www.hfm-detmold.de/en/portrait/hfm-ensembles/ensemble-earquake/>,
dem Maastrichter *Ensemble 88 <https://ensemble88.nl/>**, **Between
Feathers <http://www.betweenfeathers.com/>**aus Österreich und einer
Klanginstallation von **Bernd Bleffert <https://bernd-bleffert.de/>**,
die vom 14. bis 17.1. zu erleben ist. *
*Das **Ensemble Earquake
<https://www.hfm-detmold.de/en/portrait/hfm-ensembles/ensemble-earquake/>
wirkt**bereits am 11.1. bei einem Vortragsabend der Klasse Prof. Dr.
Mark Barden an der **Hochschule für Musik
<https://www.hfm-detmold.de/>**in ***Detmold***mit. *
*Zur Einstimmung auf die **Monheim Triennale
<https://monheim-triennale.de/de>**findet am **12.1.
<https://monheim-triennale.de/de/news/hauskonzert-muqata-a-und-fairouz-hasan…>**in
der Villa am Greisbachsee in ***Monheim***ein Hauskonzert mit Fairouz
Hasan und Muqata'a statt.*
Das *Krefelder*Theater am Marienplatz
<https://www.tamkrefeld.de/index.php>verbindet in der neuen Spielzeit
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=168>jeweils freitags um 22 Uhr
Texte und Musik.
*Im Rahmen eines Schlagzeugkonzerts erklingen in der **Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/>*****Münster***am **29.1.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>**Werke
von Cage, Reich und anderen und in der **Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm>**erwarten uns am
5.1. die 'geballte Power Münsteraner Musiker und Musikerinnen
unterschiedlichsten musikalischen Hintergrunds', am 17.1. **Florian
Herzog <https://florianherzog.info/>**mit Quartett und am 19.1. das
Quartett Diaphane.*
*Das **Studio für Neue Musik
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/?lang=d>**der
Universität ***Siegen***lädt am **19.1.
<https://www.musik.uni-siegen.de/studio_fuer_neue_musik/veranstaltungen/24_2…>**ein
zu einem Konzert für Orgel und Elektronik mit **Dominik Susteck
<https://dominiksusteck.de/>**und **Tobias Hagedorn
<https://tobias-hagedorn.de/>**. *
Im *Wuppertaler* ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen Schuberts
/Winterreise/am 11.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/kammermusik-11-1-25/>, *das
Quartett Diaphane am **18.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/diaphane-18-1-25/>**und das
instrumental-elektronische Kölner Duo multipol bestehend aus Benjamin
Grau und Lola Rubio am **30.1.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2025/kammermusik-30-1-25/>**auf dem
Programm. In einem Konzert des Wuppertaler Ablegers der Kölner
**Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>**bringt das
**Atos-Trio <https://www.atostrio.de/>**am **9.1.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/09-01-2025-atos-trio/>**in
der Historischen Stadthalle **/Nordlichter/**, ein neues Klaviertrio von
Lutz-Werner Hesse <https://www.lutzwernerhesse.de/>, zur Uraufführung.*
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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26 Nov '24
Wenn diese Gazette in ihrem Mailprogramm nicht korrekt angezeigt wird,
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_
*Dezember 2024*
*Gewesen: *NOW!-Festival in Essen – Musikfabrik im WDR
*Angekündigt:*Soundtrips NRW mit Angélica Castelló – Kompositionsabende
an den Musikhochschulen in Köln und Düsseldorf – Debut-Konzert Antiphon
Orchestra in Düsseldorf**u.v.a.m.
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*
*
*
*[NOW!-Festival in Essen]*
Das Essener NOW!-Festival
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/now-festivalprogramm-2024-laissez…>
ist längst eine feste Größe im herbstlichen Veranstaltungskalender und
wie üblich stand es auch diesmal unter einem bewusst offen gehaltenen
Motto: In Anlehnung an ein Werk von Nicolaus A. Huber für 18
Röhrenglocken wollte man es einfach vibrieren lassen: /Laissez vibrer.
/Gleich zum Auftakt am 31.10. wurden die Halloweenschwingungen
aufgegriffen, die einem schon bei der Ankunft am Hauptbahnhof
entgegenwaberten, und was passt da besser als eine doppelte Hommage an
E.T.A. Hoffmann. Günter Steinke
<https://www.boosey.com/composer/Günter+Steinke?sl-id=2>,
Folkwangprofessor und guter Geist des Festivals, wesentlich
verantwortlich für die Konzeption und mit Konzerteinführungen und
begleitenden Interviews allgegenwärtig, hält sich mit eigenen Werken in
der Regel dezent zurück, aber diesmal gönnte er sich den ersten
Aufschlag. Sein Werk /Der Sandmann/ für Sprecher und sieben Musiker
greift Hoffmanns gleichnamige Erzählung fragmentarisch auf und versetzt
uns rasch in eine lustvoll-unheimliche, abgründig-doppelbödige Stimmung.
Während Gerhard Mohr <http://www.gerhard-mohr.de/> als Sprecher mit
klarer Stimme durchs Geschehen führt, sind wir umgeben von dumpfem
Pochen, Knarzen, zittrigen, fiebrigen Schlieren, abrupten aggressiven
Wendungen, dann wieder besänftigenden, sich einschmeichelnden Passagen –
Steinke findet eine plastische Sprache, die sich nicht in
oberflächlicher Geisterstunde verliert, sondern den vielschichtigen
Wendungen der Geschichte gerecht wird, und das Ensemble Ascolta
<https://ascolta.de/>, dessen Instrumentarium durch E-Gitarre und
Flaschengeklöppel besondere Farben erhält, sorgt für die kongeniale
Umsetzung.
Auf traditionelleren Pfaden bewegt sich Johannes Kalitzke
<https://www.johanneskalitzke.com/>, der am Pult des
Konzerthausorchesters Berlin
<https://www.konzerthaus.de/de/konzerthausorchester-berlin> den erst
kürzlich restaurierten Stummfilm /Hoffmanns Erzählungen/ von Max Neufeld
aus dem Jahre 1923 mit seinen extra hierfür komponierten
/Beethoven-Variationen/ begleitete. Damit bezieht er sich nicht auf den
naheliegenden Offenbach sondern auf Beethoven, den Hoffmann persönlich
kannte und schätzte. Hin und wieder blitzen Anklänge an dessen Sinfonien
auf, im Wesentlichen handelt es sich jedoch um gut gemachte aber wenig
überraschende Filmmusik.
NOW! versteht sich nicht als reines Uraufführungsfestival, sondern gönnt
sich auch einen Blick auf Bewährtes, so zum Beispiel in einem Konzert
mit Studierenden der Folkwangprofessorin Barbara Maurer
<https://www.folkwang-uni.de/home/musik/lehrende/detailansicht/personen-deta…>,
die ihr erstaunliches Spielniveau an Luciano Berios
<https://www.universaledition.com/Personen/Luciano-Berio/>
/Sequenzen/demonstrierten (Shuizi Tong, Klavier, Margot Lemoine, Viola,
Ronan Whittern, Fagott, Fanny Herbst, Harfe). Bei anderer Gelegenheit
konnte Barbara Maurer das von ihr einst mitbegründete Trio Recherche
<https://www.ensemble-recherche.de/> begrüßen, das nach dem Ausscheiden
von Melise Mellinger jetzt ganz neu aufgestellt ist. Wie sich zeigte,
sind die Streichtrios von Lachenmann, Ferneyhough und Schönberg auch bei
der aktuellen Besetzung mit Adam Woodward (Violine), Sofia von Atzingen
(Viola) und Åsa Åkerberg (Cello) in guten Händen. Neues und Bekanntes
begegneten sich in einem Konzert mit Roberto Doati
<https://www.robertodoati.com/it/>, der Stockhausens
<http://www.karlheinzstockhausen.org/> frühe /Klavierstücke I – VIII/
(interpretiert von Ciro Longobardi) als Blaupause für seine
elektronischen Exkursionen verwendet.
Typisch für NOW! sind Kooperationen mit anderen Festivals und
Veranstaltern. So kam Enno Poppes
<https://www.ricordi.com/de-DE/Composers/P/Poppe-Enno.aspx> neues Werk
/Streik/ zur Aufführung, das gerade erst in Donaueschingen aus der Taufe
gehoben wurde. Poppe ist nicht nur für ungewöhnliche Titel bekannt
sondern auch für ungewöhnliche Besetzungen. Diesmal sind es 10 Drumsets,
die in einem weiten Halbkreis die Bühne besetzen und sich ohne zentrales
Dirigat selbst koordinieren, indem die Führung wie ein Staffelstab
weitergereicht wird: Diese Verbindung von Individualität und
Zusammenarbeit bestimmt die DNA des Stücks, das sich aus kleinen
Partikeln aufbaut, vom dumpfen Grollen bis zum metallischen Klirren
verschiedene Farben ins Spiel bringt, mal dichte Steigerungswogen, mal
kleine Erregungswellen durch den Raum schickt, mit dichtem Prasseln,
zartem Säuseln und knalligen Gewehrsalven die unterschiedlichsten
Aggregatzustände durchläuft und dabei nie auf Überwältigung sondern auf
feine Detailarbeit setzt, so dass das Ohr ohne Mühe eine Stunde lang bei
der Sache bleibt.
Noch vor der Aufführung in Köln am Folgetag brachte das WDR
Sinfonieorchester
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/index.html>
unter der Leitung von Brad Lubman <https://brad-lubman.com/> ein
gemeinsam mit dem WDR in Auftrag gegebenes Werk von Gordon Kampe
<http://www.gordonkampe.de/> zur Uraufführung. Kampe bedient sich gerne
eines stets neu aufgekochten Rezeptes: Als Fonds nutzt er vertrautes
klassisches Material, das er, damit es nicht ganz so abgestanden
schmeckt, mit Überzeichnungen, auftrumpfender Dramatik und schrillen
Effekten würzt. Doch trotz dieser vielversprechenden Ingredienzien
scheint er dem musikalischen Braten allein nicht zu trauen, weshalb er
das Ganze mit möglichst skurrilen Texten garniert. In seinem neuen Stück
/mein Fleisch/ hat es ihm der Kannibalismus angetan, wobei er neben
einem Roman von Senthuran Varatharajah, der sich auf einen noch nicht
lange zurückliegenden realen Fall bezieht, männerverzehrende
Gottesanbeterinnen, Blutwürste und Schlachtanleitungen für Hühner
herbeizitiert. Die Sopranistin Anna-Lena Elbert und der Bariton Holger
Falk <https://www.holgerfalk.com/> tun ihr Bestes, um diesen Textkoloss
zu bewältigen, doch abgesehen davon, dass die Textverständlichkeit zu
wünschen übrig lässt, hat sich der Witz bald erschöpft – jedenfalls
lange bevor das Stück nach mehr als 30 Minuten sein Ende findet. Im
gleichen Konzert setzt Johannes Maria Staud
<https://de.karstenwitt.com/kuenstler_in/johannes-maria-staud> in seinem
Konzert für Schlagzeug und Orchester /whereas the reality trembles/ vor
allem auf Virtuosität und damit auf den Solisten Christoph Sietzen
<https://christophsietzen.com/>. In seinem Gehege aus Marimbaphon,
Zymbeln, Kuhglocken, Ölkanistern und dergleichen mehr liefert Sietzen
eine energiegeladene Choreographie ab, die vom Orchester mit wuchtigem
Beiwerk flankiert wird. Doch wie oft bei derartigen Stücken bleibt, wenn
man schneller als einem lieb ist aus dem Staunen herausgekommen ist,
nicht sehr viel übrig.
Dem ungarischen Komponisten Márton Illés <https://www.martonilles.com/>
widmet die Essener Philharmonie in der laufenden Saison ein
Künstlerporträt und so durfte er natürlich auch bei NOW! nicht fehlen.
Für Marco Blaauws 2015 gegründetes The Monochrome Project
<https://globaltrumpets.net/monochromeproject/>, bei dem acht Trompeten
zum Einsatz kommen und das bereits in Witten zu erleben war, steuerte
Illés das Werk /Réz-tér/ (Messing-Raum) bei. Statt auf wuchtige
Trompetenklänge setzt er dabei auf feinste Klangnuancen, die in der
Weite des Sanaa-Gebäudes ein reiches Eigenleben entfalten. Zartes
Glucksen, geräuschhaftes Flirren, Schnattern, Pfeifen, Knistern und
Rascheln – mit geschlossenen Augen fühlt man sich in eine vibrierende
Dschungellandschaft mit prasselnden Regenschauern und sirrenden
Insektenschwärmen versetzt. Zum Schluss entfernen sich die Klänge, bis
nur noch eine von ferne heranwehende Ahnung übrig bleibt. In seinem
neuen Werk für The Monochrome Project /there is a draught every time
that crack opens/ greift Thomas Neuhaus
<https://www.folkwang-uni.de/home/gestaltung/personen/profil/personen-detail…>,
Professor für Musikinformatik an der Folkwang Universität, auf seine
Erfahrungen mit elektronischer Musik zurück. Die um das Publikum herum
platzierten Trompeten destillieren aus flächigem Sirren und Hauchen
zarte Töne, die sich zu durch den Raum wandernden kleinen Motiven und
rhythmischen Strukturen formieren oder zu einem changierenden
Gesamtklang vereinen. Zwei weitere Werke von Márton Illés brachte das
Gürzenich-Orchester <https://www.guerzenich-orchester.de/de/> unter der
Leitung von Gergely Madaras <https://gergelymadaras.com/en> zur
Aufführung, darunter /Re-Akvarell, /bei dem der Klang der solistischen
Klarinette (Boglárka Pecze <https://www.boglarkapecze.com/>) zunächst
von den sechs Klarinetten des Orchester und dann von den übrigen
Instrumenten aufgenommen und weitergesponnen wird.
Ein besonderes Kleinod war das Konzert mit dem Trio Abstrakt
<https://trioabstrakt.com/>. Franck Bedrossians
<https://www.billaudot.com/franck--3.html?p=Franck&n=Bedrossian>
energiegelandene Klangsprache zeigte sich in seinem Duo /Edges/für
Klavier und Schlagzeug sowie besonders in /La Solitude du coureur de
fonds/für Saxophonsolo, bei dem Salim(a) Javaid, sich in immer
geräuschhaftere, exaltiertere Sphären vorwagt. Rachel C. Walker
<https://rachelcwalker.com/about/deutsch/> hingegen erkundet in ihrem
von einem Gedicht der chinesischen Lyrikerin Zheng Xiaoqiong
inspirierten /I thought the passing of time would let the truth
emerge/kleine Gesten und Motive, die sie detailverliebt auskostet. Auch
in Giorgio Nettis <https://www.giorgionetti.com/> /Pulsar/dominieren die
sanften Töne. Sie scheinen sich wie die gleichnamigen Neutronensterne
aus den Tiefen des Universums vorzutasten und manchmal ganz zu versiegen.
Es gäbe noch mehr zu berichten, aber bei zwei Wochenenden prall gefüllt
mit hochkarätiger zeitgenössischer Musik ist es kaum möglich, auf alles
einzugehen. In NRW ist das eigentlich nur noch mit dem Kölner
Achtbrückenfestival vergleichbar und ausgerechnet dieses ist in seiner
Existenz ernsthaft gefährdet, da die Stadt Köln für 2026 ihre Zuschüsse
– immerhin ein Drittel des Gesamtbudgets – einstellen will. Wollen wir
hoffen, dass NOW! uns noch lange erhalten bleibt.
*[Musikfabrik im WDR]*
Die Zeiten werden in jeder Hinsicht rauer, das bekommt leider auch die
Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> zu spüren. Die Förderung
der WDR-Konzerte durch die Kunststiftung NRW soll beendet werden, was
zur Folge hat, dass es zumindest weniger Kompositionsaufträge geben
wird. Bisher war es üblich, in jedem Konzert der Reihe ein bis zwei neue
Werke aus der Taufe zu heben, so auch in der 91. Ausgabe mit neuen
Stücken von Arnulf Hermann und Lisa Streich.
Die Hornistin des Ensembles, Christine Chapmann
<https://www.musikfabrik.eu/de/ensemble/mitglieder/christine-chapman/>,
brachte ein Werk für Doppeltrichterhorn zur Uraufführung, das ihr Arnulf
Hermann <https://arnulfherrmann.de/> praktisch auf den Leib geschrieben
hat. In /Un Chant d'Amour /erkundet er die Höhen und Tiefen der
Zweisamkeit, wobei er von einer klaren Versuchsanordnung ausgeht: Die
beiden Schalltrichter strahlen in entgegengesetzte Richtungen ab, so
dass ein stereophoner Effekt entsteht, der durch eine dezente
Verstärkung noch unterstützt wird. Da ein Trichter mit einem Dämpfer
versehen ist, wirkt das anfängliche Hin- und Her einzelner Akzente wie
ein Echo. Daraus entwickelt sich eine immer turbulentere Zwiesprache,
bei der sich die beiden Kontrahenten ins Wort fallen, ineinander
verschränken, dunkel Grollen oder einander kleine Motive zuwerfen. Auch
wenn die nicht gedämpfte Stimme die dominante zu sein scheint, entsteht
die Bewegung erst aus dem Miteinander.
Ein sehr ungewöhnliches Stück, von dem ich noch nicht so richtig weiß,
was ich davon halten soll, steuerte Lisa Streich
<https://www.lisastreich.se/> mit /Vogue/bei. Streich lässt einige der
Musiker und Musikerinnen nicht nur spielen sondern auch singen, wobei es
ihr gerade nicht um Virtuosität und technische Perfektion sondern im
Gegenteil um die Brüchigkeit und Verletzlichkeit der ungeübten Stimme
geht. Auch die Harmonik ist beeinflusst von nicht akkurat intonierenden
Amateurchören, die dem allzu Vertrauten eine neue Offenheit und
Direktheit verleihen. Das Ergebnis sind mikrotonale Popsongs, für die
Streich nicht nur Melodien sondern auch Texte geschrieben hat und an
denen alles zugleich schlicht und vielschichtig, diffus und mehrdeutig
ist. Das beginnt bereits beim Titel /Vogue/, bei dem man an das
Modemagazin oder an Zeitgeistigkeit (en vogue) denken kann, was beides
keinen rechten Sinn ergibt. Auch die Texte fächern bei aller Einfachheit
eher Gedankenräume auf, als dass sie klare Inhalte vermitteln. Das
unspektakuläre Klavierspiel des Auftakts, in dem sich hingetupfte
Steichergesten verfangen, wirkt fast romantisch und kehrt als Intermezzo
mehrfach wieder. Während die anderen Instrumente einstimmen und sich die
Musik verdichtet, manchmal eine geradezu gravitätische Schwere annimmt,
tauchen die Stimmen mit einer in diesem Rahmen ganz ungewohnten
Brüchigkeit auf – irritierend und faszinierend zugleich. Es ist wie ein
Singen zwischen den Zeilen, das trotzdem sehr präsent ist und Streichs
Intention entspricht, eine Welt im Dazwischen aufzuspannen.
*
*
*[Termine im Dezember]*
*Köln*
*In der **Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/>**stehen die
**reiheM <https://www.reihe-m.de/>**mit der audiovisuellen Collage
**/The Library of Babel/**am **4.12. <https://www.reihe-m.de/?p=5512>**,
das Ensemble Dehio am 5.12., das **Ensemble S201
<https://www.ensemble-s201.com/>**am 6.12., das **BRuCHfest
<https://6000720639e41.site123.me/events/mehrfachbruch>**mit dem
**Ensemble BRuCH <https://6000720639e41.site123.me/>**am 10. und 11.12.
und das **Ensemble hand werk <https://ensemble-handwerk.eu/>**am 18.12.
auf dem Programm. In der **Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/>**erwarten uns neben den
Lunchkonzerten am 7., 14. und 21.12. ein Album Release Konzert am
**6.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/monopass.17809626>**und
das Silvesterkonzert am 31.12. Die **Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/>**lädt ein zu Montagskonzerten am
**9.12.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-approaches-and-depart…>**und
**16.12. <https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/lost-voices/>**und hebt
am **20.12. <https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/adventure-13/>**in
der Reihe 'Adventure' in der **Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/>**Uraufführungen von
Kompositionsstudierenden aus der Taufe. Bereits am **4.12.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/04-12-2024-kompass6/>**kommen
Kompositionsstudierende in der Reihe 'Kompass' zusammen.
Im **Konzertraum 674fm <https://674.fm/konzerte/>**treffen sich am
**1.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/red-brut-de-mond-vanhoof…>**Red
Brut und De Mond/Vanhoof, **Tenri <http://www.tenri-kw.de/>**, die
Japanisch-deutsche KulturWerkstatt, präsentiert am **7.12.
<http://www.tenri-kw.de/veranstaltungen/klangdialoge-zwischen-mittelalterlic…>**Klangdialoge
zwischen mittelalterlicher und neuer Musik, das **Gürzenich-Orchester
<https://www.guerzenich-orchester.de/de/>**spielt in seinem nächsten
Sinfoniekonzert am **8., 9. und 10.12.
<https://www.guerzenich-orchester.de/de/programm/entfesselt/1178>**Werke
von York Höller und Toshio Hosokawa, die **Kunsthochschule für Medien
<https://www.khm.de/>**widmet sich am **12.12.
<https://www.khm.de/termine/news.5856.soundings-045-luis-antunes-pena-musik-…>**in
der Reihe 'soundings' dem Komponisten **Luís Antunes Pena
<https://luisantunespena.eu/>**, im **Stadtgarten
<https://www.stadtgarten.de/>**sind Jan Klare <http://www.janklare.de/>
und KIND am **11.12.
<https://www.stadtgarten.de/programm/jan-klare-kind-7825>**und ein
Quartett um Aki Takase am **17.12.
<https://www.stadtgarten.de/programm/takase-dj-illvibe-amadou-niescier-9123>**zu
Gast, die Reihe 'pianissimo' der kgnm wird am **14.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/pianissimo-soundscapes-m…>**fortgesetzt,
in der Friedenskirche in Köln-Mülheim erklingen am **15.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/hidden-fresco-albrecht-m…>**neue
Klänge auf mittelalterlichen Instrumenten, die nächste Soirée Sonique
findet am **25.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/soiree-sonique-90.177310…>**statt
und beim nächsten **Chamber Remix <https://chamber-remix.de/>**am 29.12.
treffen die Bräute des Windes auf Rochus Aust.
*Einblicke in die freie Szene bekommt man bei *ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>**(z.B. am **12.12.
<https://www.on-cologne.de/onpaper-it-sicherheit-praktische-tipps-zur-digita…>**bei
einem Workshop zur IT-Sicherheit) und **Noies <https://noies.nrw/>**,
der Zeitung für neue und experimentelle Musik in NRW, fast tägliche
Konzerte veranstaltet das **Loft
<http://www.loftkoeln.de/de/programm/>,**jeden 2. und 4. Dienstag im
Monat sendet**FUNKT <https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>**ein
Radioformat mit Elektronik und Klangkunst aus Köln (am 10.12. mit
Karl-Heinz Müller) und jeden 1. und 3. Mittwoch im Monat wird der
Ebertplatz von der Reihe **Bruitkasten
<https://www.impakt-koeln.de/>**bespielt. W**eitere Termine und Infos
finden sich bei **kgnm <https://kgnm.de/>**, **Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/> und impakt
<https://www.impakt-koeln.de/kalender.html>**,****sowie
**Veranstaltungen mit Jazz und improvisierter Musik bei **Jazzstadt
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>**.***
*Ruhrgebiet*
*In der ***Bochumer*****Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/>**klingt das Jahr am **31.12.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/1365/>**mit einer Klang-
und Textpassage rund um die Regenschirme des Herrn Eric Satie aus. *
*In der Parzelle in ***Dortmund***erwarten uns die **Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>**am **6.12.
<https://www.parzelledortmund.de/2024/11/14/angelica-castello-st71/>**und
Jan Klare mit seinem Sextett KIND am **8.12.
<https://www.parzelledortmund.de/2024/11/13/danke-mit-k-i-n-d/>**und im
**domizil <https://www.domicil-dortmund.de/>**steht am **19.12.
<https://www.domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11596.html>****The
Dorf <http://thedorf.net/index.php?section=Start>**auf der Bühne.*
*Im ***Duisburger*****Lokal Harmonie
<https://www.lokal-harmonie.de/>**stehen die **Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/>**am **4.12.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11164/-/soundtrip-7…>**,
Jan Klare mit KIND am **7.12.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11166/-/konzert-jan…>**und
die basstherapie am **20.10.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11181/-/basstherapi…>**und
**21.10.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11180/-/under-a-bri…>**auf
dem Programm und **stromspiesser <https://www.gnm.ruhr/stromspiesser>**,
die Konzertreihe für elektronische Musik, kommt am 15.12. ins
**Stapeltor <https://www.stapeltor.de/>**.*
*Die ***Essener*****Philharmonie
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/>**setzt am **1.12.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/konzert-zum-1-adventhaydn-al…>**das
Porträt Márton Illés fort, das Schlippenbach
<http://www.avschlippenbach.com/> Trio kommt am 2.12. ins **Rabbit Hole
Theater <https://rabbithole-theater.de/>**und das **Ensemble S201
<https://www.ensemble-s201.com/>**ist am 5.12. in der Szene 10 zu
erleben. Das **ICEM <https://icem.folkwang-uni.de/icem-web/>**, Institut
für Computermusik und elektronische Medien der Folkwang Universität,
kündigt das kurzfilmforum am 10.12. und die Tape Session am 19.12. an
und am 12.12. veranstalten **Gerhard Stäbler
<https://gerhard-staebler.de/pages/intro.php>**und **Kunsu Shim
<https://www.kunsu-shim.de/>**in der Musikbibliothek ein
Performancekonzert zum 85. Geburtstag von Nicolaus A. Huber. Die **Neue
Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/>**lädt ein zu den Sidegigs am
12.12. und zur Listening Session am 16.12. *
*Im **Musiktheater im Revier <https://musiktheater-im-revier.de/de>**in
***Gelsenkirchen***finden nach der Premiere im September am 1. und
29.12. weitere Aufführungen der Oper **/Innocence/
<https://musiktheater-im-revier.de/de/performance/2024-25/innocence>**von
Kaija Saariaho statt.*
*Das **Makroskope <https://www.makroscope.eu/>**in ***Mühlheim******an
der Ruhr ***kündigt für den **14.12.
<https://www.makroscope.eu/programm/konzert-pierre-bastien>**Pierre
Bastien und die RaumZeitPiraten an.*
*Weitere Termine hält der **Umlandkalender
<http://www.umlandkalender.de/>**bereit. *
*Düsseldorf*
*Das neu gegründete Antiphon Orchestra <https://antiphonorchestra.com/>
gibt am 1.12. im 34Ost sein Debut-Konzert mit Werken von Messiaen,
Skrjabin, Ablinger, Nemtsov und Ruggles. **In der Robert Schumann
Hochschule <https://www.rsh-duesseldorf.de/> findet am 4.12.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2024-12-04-kompositi…>
ein Kompositionsabend statt. In der Tonhalle erwarten uns das
notabu.ensemble <https://www.notabu-ensemble.de/homepage-alt/> am 11.12.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/na-hoern-sie-mal/15138-na-hoern-sie-m…>
und das Modern Art Orchestra am 15.12.
<https://www.tonhalle.de/veranstaltung/supernova/15385-modern-art-orchestra>
und musik12 <http://www.musik21.de/> veranstaltet am 7.12. und 15.12.
drei Konzerte in der Reihe 'new counterpoints'.*
*Sonstwo*
Die Reihe Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> schickt
herausragende Solisten und Solistinnen durchs Land und lässt sie auf
wechselnde Gäste treffen. Anfang Dezember kommtAngélica Castelló
<https://castello.klingt.org/> mit der Paetzold (einer spezielle
Bassblockflöte) und viel Elektronik nach Münster, Wuppertal, Duisburg,
Essen, Dortmund und Oberhausen.
Die Klangkolchsoe NRW <https://ltk4.de/portfolio/klangkolchose-24/>
macht im Dezember Station in Kall-Scheven (am 1.12.
<https://kgnm.culturebase.org/de_DE/konzertkalender/recordari-ueber-kopf-und…>),
Hilden, Essen und Iserlohn.
Die*Aachener *Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/> kündigt die Reihe 'Hören und Sprechen über
Neue Musik' am 6.12. <https://www.gzm-aachen.de/?p=5682>, ein Konzert
zur Erinnerung an den Aachener Komponisten Gottfried Stein am 7.12.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=6408> und aktuellen Jazz am 14.12.
<https://www.gzm-aachen.de/?p=5894> an.
Die Bielefelder Cooperativa Neue Musik
<https://cooperativaneuemusik.de/> veranstaltet monatlich einen Jour
fixe <https://cooperativaneuemusik.de/verein/jour-fixe/> und in der
Zionskirche <https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112> findet am
15.12. ein Konzert zum 85. Geburtstag von Nicolaus A. Huber statt.
Die In Situ Art Society <https://in-situ-art-society.de/> präsentiert am
6.12. in der Reihe 'The Dissonant Series' Hungry Ghosts im
*Bonner*Dialograum Kreuzung an Sankt Helena
<http://kreuzung-helena.de/home/>.
Das *Krefelder*Theater am Marienplatz
<https://www.tamkrefeld.de/index.php>verbindet in der neuen Spielzeit
<https://www.tamkrefeld.de/details.php?id=168>jeweils freitags um 22 Uhr
Texte und Musik.
Im *Mönchengladbacher *Zentrum für offene
<https://www.bis-zentrum.de/>Kulturarbeit BIS
<https://www.bis-zentrum.de/>finden im Rahmen einer Klang-Plakataktion
*am **8.12.
<https://www.bis-zentrum.de/programm/kooperation/art-ensemble-nrw-weltklangr…>****Werkstattkonzerte
<https://www.klangraum61.de/werkstatt>**mit dem **ART Ensemble NRW
<https://www.klangraum61.de/art-ensemble-nrw>**statt.*
/Sasja und das Reich jenseits des Meeres/
<https://www.theater-muenster.com/produktionen/sasja-und-das-reich-jenseits-…>,
ein Musiktheater für junge Menschen von Gordon Kampe
<http://www.gordonkampe.de/>, steht im Dezember im Theater
*Münster*weiterhin auf dem Programm.In der Black Box
<http://www.blackbox-muenster.de/index.php?id=programm> erwarten uns die
Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 1.12., das Schlippenbach
<http://www.avschlippenbach.com/> Trio am 3.12., eine Kooperation des
Trios Kimmig Studer Zimmerlin mit John Butcher am 8.12. und ElektroFlux
am 12.12. und Jan Klare <http://www.janklare.de/> steht am 9.12.
<https://www.uni-muenster.de/de/veranstaltungskalender/prod/ausgabe/termine.…>
mit dem Projekt KIND in der Musikhochschule
<https://www.uni-muenster.de/Musikhochschule/die_Musikhochschule/index.html>
und am 15.12.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/jan-klare-muenster-hardcore-easy-listen…>
mit Meat.Karaoke.Quality.Time im Theater im Pumpenhaus
<https://pumpenhaus.de/> auf der Bühne.
Multisensorale Landschaften sind am 7.12. in der Reihe 'soundscaping' im
_Lichtturm <https://www.lichtturm-solingen.de/termine/>_in *Solingen*zu
entdecken.
Im *Wuppertaler* ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen die Soundtrips
NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 3.12.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2024/soundtrips-nrw/>, das Trio
Vehicle/Passnger am 8.12.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2024/vehicle-8-12-24/> und der
cine:ort mit einem Film über den Tastenarbeiter Alexander von
Schlippenbach am 12.12.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2024/cineort-12-12-24/> auf dem
Programm und am 8.12. ist im KunstWerk in Oberbarmen eine begehbare
Installationsperformance mit dem Theater Filidonia
<https://theater-filidonia-de.webnode.page/> zu erleben.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
*/------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------/*
*Wenn Sie die Gazette nicht mehr erhalten möchten, senden sie bitte eine
Mail an:
neuemusik-leave(a)list.kulturserver-nrw.de
<mailto:neuemusik-leave@list.kulturserver-nrw.de>***
*Impressum:
Konzept, Redaktion & Umsetzung: Petra Hedler**
<mailto:neuemusik@kulturserver-nrw.de>neuemusik(a)kulturserver-nrw.de*
*Partnerprojekt der Stiftung kulturserver.de gGmbH
Lothringerstr. 23
52062 Aachen
**http://ggmbh.kulturserver.de <http://ggmbh.kulturserver.de/>**
**redaktion(a)kulturserver.de <mailto:redaktion@kulturserver.de>*
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