KS – Neuemusik
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September 2026
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*Gazette Neue Musik in NRW - Ausgabe Oktober
*
*Gewesen: *Ruhrtriennale – /Blau/ in Gelsenkirchen
*Angekündigt: *NOW!-Festival in Essen – Hörfest in Detmold – Klangzeit
in Münster – Soundlinks, Multiphonics und Orgelmixturen in Köln u.v.a.m.
*(möchten Sie diese Gazette monatlich neu per E-Mail erhalten? Dann
senden Sie bitte eine Mail an neuemusik-join(a)list.kulturserver-nrw.de)*
*[Ruhrtriennale]*
Für Freundinnen und Freunde neuer Musik, egal ob mit kleinem oder großem
N und selbst bei großzügigster Auslegung des Begriffs, war die Intendanz
von Ivo Van Hove, die mit dieser Saison zu Ende geht, die bislang
unergiebigste in der Geschichte der Ruhrtriennale
<https://www.ruhrtriennale.de/de>. Aus langjähriger Verbundenheit mit
dem Festival und in der Hoffnung, vielleicht doch hier und da positiv
überrascht zu werden, habe ich mir trotzdem einiges angeschaut bzw.
angehört, worüber ich berichten möchte. Die Sparte Musiktheater hat Van
Hove gleich selbst gekapert und dabei dreimal das gleiche Kochrezept
verwendet: Man nehme die Songs einer berühmten Popgröße, konstruiere
daraus eine Story, deren Inhalt nicht weiter wichtig ist, und bringe das
Ganze mit Gesang und Tanz auf die Bühne. Die Hauptrolle besetze man mit
einer aus Film und Fernsehen bekannten Person und schon ist der Erfolg
vorprogrammiert. Während Sandra Hüller mit Songs von PJ Harvey im ersten
Jahr noch einigermaßen die Kurve bekam (/I Want Absolute Beauty/), ging
Lars Eidinger (ohne eigenes Verschulden da fehlbesetzt) mit Frank
Sinatra (/I Did It My Way/) baden. Ob sich deshalb diesmal kein
berühmtes Aushängeschild finden wollte, sei dahingestellt, es war auch
nicht nötig, denn David Bowie, der diesjährige Songspender, ist Zugpferd
genug. Van Hove kannte Bowie persönlich, brachte Lazarus, sein letztes
Projekt, auf die Bühne und scheint somit für ein derartiges Vorhaben
prädestiniert. Was Bowie neben seiner Musik interessant macht, ist seine
Ambiguität, seine schillernde Doppelbödigkeit, sein virtuoses Spiel mit
Rollen, Stilen und Geschlechtern. Da ist es schon eine Leistung, dass es
Van Hove gelingt, unter dem Titel /Rebel, Rebel/
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/rebel-rebel/200>//eine
Geschichte zu kreieren, die sich ohne nennenswerte Zwischentöne eines
hundertmal erzählten ‚Romeo und Julia‘-Plots bedient und sich in einem
Satz zusammenfassen lässt: In einem dystopischen, von einer
gewaltbereiten Jugendband mit gutgebautem Anführer beherrschten Umfeld
treffen Girl und Boy aufeinander, verlieben sich und stellen sich gegen
den bösen Rest der Welt. Gleich zum Auftakt werden wir Zeuge eines
sorgsam durchchoreographierten Gewaltausbruchs, bei dem zwischen
rostigen Containern reichlich Kunstblut fließt. So stellt sich Fritzchen
wahrscheinlich die South Bronx vor 50 Jahren vor. Die ganz großen Namen
stehen diesmal nicht auf der Bühne, aber das erweist sich als Vorteil,
denn die Mitwirkenden verstehen ihr Handwerk. Ari Notartomaso als Girl,
Diego Rodriguez als Boy und Daniel Donskoy als Gang Leader sind mit viel
Elan und sowohl stimmlicher als auch körperlicher Präsenz bei der Sache
und bringen die Bühne gemeinsam mit der Tanzcrew zum Beben. Allerdings
gehen die Choreographien kaum über das hinaus, was man sich in hunderten
von mehr oder minder professionellen Youtube-Videos anschauen kann.
Rebellisch ist hier nichts, aber es macht Spaß, mal wieder die alten
Bowiesongs zu hören, und wer Lust auf ein schwungvolles Musical mit
Nostalgietouch hat, wird gut bedient. Das Publikum war jedenfalls
begeistert.
Einen besonderen Coup landete Van Hove mit Marina Abramovićs
Produktion/Balkan Erotic Epic
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/balkan-erotic-epic/199>/, die
mit anderen Festivals koproduziert in Duisburg ihre deutsche
Erstaufführung erlebte. Wer im Berliner Gropiusbau die gleichnamige
Ausstellung gesehen hatte, war bereits entsprechend eingestimmt:
Abramović befasst sich mit ihrer persönlichen Geschichte und der
Geschichte ihres Landes, dem ehemaligen Jugoslawien. Die strenge,
linientreue Partisanenmutter Danica spielt eine Rolle, der große Führer
Tito, den das Volk bei seinem Tod tränenreich betrauert, vor allem aber
die oftmals seltsam anmutenden Riten und Traditionen des Balkans, bei
denen man nicht genau weiß, was gut recherchiert und was noch besser
erfunden ist. Übertragen in die unendlichen Weiten der Kraftzentrale im
Duisburger Landschaftspark ergibt sich daraus ein Parcours aus 13
Stationen, die räumlich und akustisch nahtlos ineinander übergehen und
zunächst, zumal wenn sie von der Zuschauermenge geflutet werden, für
schiere Überforderung sorgen. Erst nach einiger Zeit finde ich mich
zurecht, bleibe hier und da stehen und lasse das Ganze auf mich wirken.
Man begegnet viel nackter Haut, Frauen, die schwungvoll die Röcke
lüftend ihre Vulven gen Himmel strecken, um die Regengötter gewogen zu
stimmen, andere, die auf einem Friedhof (in einer Kulisse wie in einer
billigen Geisterbahn) ihre Brüste massieren und mit Skeletten tanzen; in
einer Kafana, einer Bar im Balkan-Stil, kann Mutter Danica zu
schmissigem Balkan Brass endlich mal ein bisschen aus sich rausgehen,
während gegenüber Klageweiber Tito betrauern. Nach eigener Aussage will
Abramović mit diesem Projekt „Poesie, Verzweiflung, Schmerz, Hoffnung
und Leiden zeigen und unsere eigene Sterblichkeit reflektieren“. Doch
genau darin steckt die Crux, denn reflektieren und sich überwältigen
lassen passen nicht gut zusammen. Die Ambivalenzen, die sowohl im
Programmheft als auch in der Ausstellung sehr viel deutlicher
aufscheinen, drohen im theatralen Overkill auf der Strecke zu bleiben.
Da ist Tito, der Held, Führer und Diktator, der ein Land im Chaos
hinterlassen hat und trotzdem immer noch für Faszination und
nostalgische Gefühle sorgt. Der Balkan wird als urwüchsig, Leben und Tod
gleichermaßen zugewandt verkauft, ein Bild, das in gefährliche Nähe zu
alten rassistischen Klischees vom potenten, abergläubischen Wilden
gerät. Und was ist mit den Frauen? Was auf den ersten Blick sexpositiv
und körperbejahend erscheint, reduziert sie letztlich doch wieder auf
ihre Fruchtbarkeit. Die Kerle müssen ihren Mann stehen und die Frauen
einen Mann abkriegen und gebären. Ein akribisch aufgetragenes
Hochzeits-Make-up zeigt, wohin die Reise geht. Hinter der Maskerade wird
die Frau stillgestellt. „Wird der weibliche Körper durch diesen Prozess
verehrt oder erstickt?“, fragt berechtigterweise das Programmheft.
Abramović ist all das natürlich absolut bewusst, aber in der Aufführung
kommen diese Zwischentöne zu kurz. Am ehesten sorgt eine zwischen
Riesenphalli platzierte weißbekittelte Wissenschaftlerin für ironische
Akzente, wenn sie uns mit einem Bildvortrag in die volkstümlichen Riten
einführt und in einem Nebensatz den potenten Balkanburschen, der gleich
neben ihr vier (!) Stunden lang so tut, als würde er zu
Fruchtbarkeitszwecken den giftgrünen Kunstrasen ficken, als Wuppertaler
entlarvt. Als Zuschauer bleiben wir in Duisburg letztlich außen vor;
auch wenn wir uns an der einen oder anderen Stelle berühren lassen,
sorgt das Setting dafür, dass wir auf Abstand bleiben, wie Touristen in
einem fremden Land, wie Voyeure, die sich mit Neugier und leichtem
Schauer am Andersartigen ergötzen. Unterm Strich war die Berliner
Ausstellung für mich nachhaltiger, weil sie mich nicht geschubst und
überrollt, sondern mir Raum und Zeit gelassen hat.
Ungewohnte Töne versprach die Reihe Erased Music
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/erased-music-roman-padlewski-charl…>,
die es sich zur Aufgabe gemacht hat, bislang Verschollenes und
Vernachlässigtes hörbar zu machen. Während im ersten Jahr Julius Eastman
im Fokus stand, der von der Ruhrtriennale zwar nicht wiederentdeckt aber
umfassend vorgestellt wurde und einen sehr eigenwilligen
minimalistischen Stil pflegt, und im zweiten Jahr das Interesse Wendy
Carlos galt, einer Pionierin der frühen Elektronik, stammten die
Ausgrabungen in diesem Jahr aus früheren Zeitläuften. Zu Gehör kamen ein
/Stabat Mater/ für Chor a cappella des polnischen Komponisten Roman
Padlewski, der 1944 mit 28 Jahren beim Warschauer Aufstand ums Leben
kam, und /La douloureuse passion du Christ op. 72 /von Charles
Tournemire, der vor allem als Organist Berühmtheit erlangte. Sein Stück
basiert auf den Visionen der Mystikerin des Münsterlandes Anna Katharina
Emmerick, die Clemens Brentano ihr ablauschte, ausschmückte und zu
Papier brachte (immerhin etwa 16.000 Seiten) und die besonders bei der
Schilderung der Passion Christi vor blutrünstigen Details nicht
zurückschrecken. Tournemire verstarb, bevor das Werk zur Aufführung kam,
so dass es jetzt in Bochum aus der Taufe gehoben wurde. Die Musik
versenkt sich mit teils eigenwilliger Instrumentierung in das
Passionsgeschehen und macht es erlebbar, ohne sich zu sehr im Pathos zu
verlieren. Für Anhänger traditioneller Musik womöglich eine Entdeckung,
für mich mit mehr als 70 Minuten doch etwas langatmig, auch wenn es
immer schön ist, dem Chorwerk Ruhr unter seinem Dirigenten Florian
Helgarth zuzuhören.
2024 hatte Chorwerk Ruhr Caroline Shaws /Partita/im Gepäck (s. Gazette
Oktober 2024
<https://kulturserver-nrw.de/de_DE/neue-musik-in-nrw-ausgabe-oktober-2024>),
ein Werk das in diesem Jahr in einem ganz anderen Kontext zu erleben
war. Die belgische Regisseurin Lisaboa Houbrechts verwendet es in ihrer
Auseinandersetzung mit Hesses Roman /Siddhartha
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/siddhartha/214>/, den sie
während eines längeren Aufenthaltes in Indien im Gepäck hatte, jedoch
erst nach ihrer Rückkehr las. Besonders die Themen Selbstbefragung und
Selbstannahme, die aufgrund ihrer eigenen Intersexualität bei Houbrechts
stets auch um die Fluidität der Geschlechter kreisen, berührten sie. In
ihrer Interpretation führt dies dazu, dass sie alle Rollen weiblich
besetzt und das Werk eine ganz andere atmosphärische Färbung erhält.
Meskerem Mees spielt die suchende Siddhartha auf schlichte,
unprätentiöse Weise. Wie im Roman durchläuft sie verschiedene Stationen,
weist ihr Brahmanenerbe zurück und findet weder in der Askese und den
Lehren des Buddha noch im städtischen Treiben und der Liebesbeziehung zu
Kamala Erfüllung. Sammy Van den Heuvel kreiert dafür in der
Maschinenhalle Zweckel ein Bühnenbild, das viel Raum lässt und links in
eine steile Treppenanlage (als Sinnbild des beschwerlicheren Weges des
Buddhas) und rechts in einen Hang (als Sinnbild des leichtgängigen
Stadtlebens) ausläuft. Gleich zum Auftakt flutet der Lettische
Rundfunkchor in wallenden Gewändern die Bühne und erfüllt den Raum mit
betörendem Gesang, wobei auch Shaws /Partita/ zu Gehör kommt. Manchmal
ist des Wohlklangs fast zu viel, man könnte das Stück, das auch
experimentelle Ansätze wie Atmen, Hecheln und Sprechen integriert.
zupackender interpretieren, aber das ist hier definitiv nicht
intendiert. In der Liebesszene zwischen Siddhartha und Kamala wird sogar
ein Abbasong angestimmt („Don′t go wasting your emotion. Lay all your
love on me.“), der anfangs so behutsam und zart daherkommt, dass eine
eigenwillige Mischung aus Vertrautheit und Befremden entsteht. Das
Einbeziehen der Sufi-Sängerin Ustadma Zila Khan, des Sopranisten Samuel
Mariño (einer Stimmlage noch höher als ein Countertenor), der indischen
Tänzerin Shantala Shivalingappa und der Opernsängerin Claron McFadden,
allesamt Meisterinnen ihres Faches, hätte eine Leistungsschau mit Ethno-
und Esoteriktouch zur Folge haben können. Manchmal droht der Abend
tatsächlich falsch abzubiegen oder sich festzufahren, aber dann entsteht
ein Dazwischen, das nicht greifbar ist, ein Schwebezustand, der einen
besonderen Sog entfaltet. Dies kulminiert in der Schlussszene mit dem
Fährmann, der auf einer runden Plattform widerstandslos und wie von
Zauberhand bewegt durch ein Nebelmeer gleitet. Sein Ziel, dem sich
Siddhartha anschließt, ist nicht das Ankommen sondern das
Im-Fluß-bleiben. Im Fluss, der viele Stimmen umfasst, der Offenheit und
Wandlungsfähigkeit verheißt und sich eindeutiger Festschreibung
verweigert. Da wäre das eindeutige Durchdeklinieren der Botschaft auf
der Textebene gar nicht nötig gewesen, die Bilder sprechen für sich.
Zu einer Reise ganz anderer Art lud das Pariser Ensemble Les Apaches
<https://www.ensemblelesapaches.com/> ein und öffnete den/Vorhang!
<https://www.ruhrtriennale.de/de/programm/vorhang/216>/ für Eric Satie
und John Cage. Cage war von Satie fasziniert und bei aller
Unterschiedlichkeit und zeitlichen Distanz gibt es zwischen den beiden
einige Gemeinsamkeiten. Beide widersetzten sich den gängigen Erwartungen
des Konzertbetriebs und pflegten intensive Kontakte zu anderen Szenen
(vor allem Kunst und Tanz), sie verwendeten graphische Elemente in ihren
Notationen und Alltagsgegenstände in ihrem Instrumentarium und
kultivierten das Leise und Schlichte. Vor allem aber verbindet beide die
Idee der Absichtslosigkeit, das Publikum sollte nicht länger mit den
egomanischen Befindlichkeiten der Komponierenden geflutet werden sondern
Luft bekommen zum Atmen und Hören. Bevor es soweit ist, geht es in der
Duisburger Gebläsehalle jedoch äußerst chaotisch zu. Saties
Skandalballett /Parade/ nimmt neu orchestriert von Othman Louati mit
viel Getöse und auftrumpfender Fröhlichkeit Fahrt auf und Sarah
Silverblatt-Buser, die als Animateurin, Tänzerin und Musikerin an diesem
Abend eine verbindende Rolle spielt, sorgt mit Konfetti und Popcorn fürs
Publikum für Stimmung. Doch schon bald lichtet sich die Landschaft,
Saties /Vexations/, die schon vor der eigentlichen Aufführung hörbar
waren, schleichen sich mit ihrer unprätentiösen Unerbittlichkeit
wiederholt ins Getriebe und spätestens mit den (ebenfalls neu
instrumentierten) /Gymnopédies/ entsteht ein traumwandlerischer,
schwereloser Zustand, dem man sich nicht entziehen kann. Parallel dazu
verwandelt sich die Bühne, das Arsenal an Perkussions- und
Alltagsgeräten, schließlich das ganze Instrumentarium versinkt unter
weißen Tüchern und die Musizierenden verschwinden nacheinander hinter
einem Vorhang und kehren weiß gewandet zurück. Dadurch entsteht ein
konzentriertes Hören, das Cages /In a landscape/ und Saties /Gnossienne/
Raum gibt und sich nur noch durch Cages stilles Stück /4‘33‘‘/ steigern
lässt. Doch wie bringt man ein Publikum, das nicht nur aus Eingeweihten
besteht, dazu, 4 Minuten und 33 Sekunden stillzuhalten? Die Duisburger
Lösung überzeugt nicht ganz. Um zu signalisieren, dass noch etwas im
Schwange ist, postieren sich die Mitwirkenden mit ihren Instrumenten
stumm auf den Rängen neben dem Publikum, während der Dirigent Julien
Masmondet bedeutungsvoll den Taktstock hebt. Damit kehrt jenes
demonstrative Element zurück, das wir im Laufe des Abends längst hinter
uns gelassen haben und das Cage gerade nicht gemeint hat.
Die neue Leitung der Ruhrtriennale steht bereits fest. Ab 1.11.26
übernimmt Lydia Steier als bislang jüngste Intendantin der Ruhrtriennale
für drei Jahre das Ruder. Unsere Kulturministerin Ina Brandes
bescheinigt ihr ein sehr gutes Gespür dafür, die Hochkultur mit Show und
Spektakel zu einem berauschenden Erlebnis zu machen. Ich bin gespannt.
*[Blau in Gelsenkirchen]*
Frank Hilbrich, der neue Intendant am Musiktheater im Revier
<https://mirgelsenkirchen.de/>, hat seinen Einstand in Gelsenkirchen auf
besondere Weise gefeiert: Ein ganzer Abend ist der Farbe /Blau
<https://mirgelsenkirchen.de/produktion/blau-838>/ gewidmet, dem Blau
der überdimensionalen Schwammreliefs von Yves Klein. Ihre Geschichte
beginnt in den 1950ern, in denen parallel zu Wirtschaftswunder,
Wiederbewaffnung und Naziverdrängung die BRD und insbesondere das
Rheinland sich zum kulturellen Hotspot entwickelten. 1957 eröffnete
Alfred Schmela seine legendäre Düsseldorfer Galerie mit einer
Ausstellung von Yves Klein, Klein lernte die ZERO-Leute kennen (was
durch die Heirat mit Rotraut Uecker sogar zu familiären Banden führte)
und irgendwann muss er dabei auch dem Architekten Werner Ruhnau über den
Weg gelaufen sein, der mit dem Entwurf für ein neues Musiktheater in
Gelsenkirchen beschäftigt war. Ruhnau hatte Großes im Sinn und wollte
Kunst nicht nur nachträglich in den Bau einfügen, sondern von Anfang an
in die Planung integrieren. Zu Klein hatte er offenbar direkt einen
Draht, zwischen den beiden sprühten die kreativen Funken und gemeinsam
imaginierten sie ein ‚Theater der Leere‘, eine ‚Schule der
Sensibilität‘, eine Luft- und Feuerarchitektur und vieles mehr. Das
meiste blieb unrealisiert, scheiterte an technischen, finanziellen und
bürokratischen Hürden und schließlich an Kleins frühem Tod 1962, aber
bis heute steht am Kennedyplatz in Gelsenkirchen-Schalke das schönste
Musiktheater nicht nur im Revier sondern weit darüber hinaus. Mit seiner
großen Glasfront und den das Foyer beherrschenden tiefblauen
Schwammreliefs von Yves Klein ist es ein einzigartiger Blickfang und auf
jeden Fall eine Feier wert.
Gestaltet wird das utopische Musiktheater frei nach Yves Klein und
Werner Ruhnau vom Kommando Himmelfahrt
<https://www.kommando-himmelfahrt.com/>, eine genreübergreifend
arbeitende Theatergruppe um den Komponisten Jan Dvořák und den Regisseur
Thomas Fiedler, deren Name dem Vorhaben angemessen ist. Bereits auf dem
Vorplatz wird der blaue Teppich ausgerollt und die Ankommenden mit
Blasmusik, Kasperletheater und blauer Zuckerwatte begrüßt. Aber schon
bald beginnt für uns der Ernst des Lebens, die Rektorin (Anke Sieloff)
betritt das Podium und stimmt uns, teils deklamierend, teils mit satter
Opernstimme, auf unsere Einschulung ein, denn auf uns wartet die ‚Schule
der Sensibilität‘. Aufgeteilt in vier Klassenverbände machen wir uns auf
den Weg und folgen unserem Lehrpersonal auf verwinkelten Wegen durch die
Räume des MIR und die Visionen seiner Erbauer. Wir betreten das
Mausoleum des Werner Ruhnau, der noch immer vor Ideen zu sprudeln und
aus dem Sarg zu flüstern scheint, zu unserer eigenen Sicherheit
festgezurrt (denn nichts ist gefährlicher als das Nichts) werden wir dem
‚Theater der Leere‘ ausgesetzt und zum zarten Tröpfeln einer
Bassklarinette wohnen wir einem Judokampf in Zeitlupe bei, denn schon
der Judoka Yves Klein kannte das Prinzip des Siegens durch Nachgeben.
Alles geht räumlich und akustisch ineinander über, von irgendwo hört man
immer wieder ein wonniges Wogen wie beim Rheingoldvorspiel, man könnte
glatt die Orientierung verlieren, aber zum Glück weiß unser
Klassenlehrer Yu, wo es lang geht. Er führt uns mit sicherer Hand und
bringt gleichzeitig mit seiner warmen Baritonstimme Texte von Yves Klein
zu Gehör. Nur bei der Lektion ‚Kooperation‘, bei der wir gemeinsam ein
goldenes, rundes Tuch wie ein übergroßes Sprungtuch in heftige Wallung
versetzen, greift er ein und gerät einen Moment lang aus der Fasson.
Doch schon bald kehrt wieder Ruhe ein, auf blaue Kissen gebettet mit
Kleins blauen Schwämmen über uns und gehüllt in geheimnisvolle Klänge
können wir uns gedanklich von allem Irdischen lösen, bevor in der
letzten Station die Levitation leibhaftig Gestalt annimmt: Zu den
schwerelosen Tönen eines Vibraphons sehen wir in Ruhnaus den
Treppenaufgang umfassenden Glaszylinder luftige Wesen tänzelnd aufwärts
gleiten. Noch ganz benommen erreichen wir die Hauptbühne und erfahren zu
unserer großen Erleichterung, dass wir alle bestanden haben. Die
Abschlussfeier wird mit großem Orchester und menschlichen Pinseln
zelebriert, aber keine Sorge, die Zeiten, da nackte Frauen vom
männlichen Künstlergenius zu Malutensilien degradiert wurden, sind zum
Glück vorbei und auch Kleins /Symphonie Monoton – Silence/ (die aus
einem einzigen zwanzigminütigen konsonanten Klang und anschließend
gleichlanger Stille besteht) wollte man dem Publikum zur Feier des Tages
nicht zumuten. Statt dessen erklingt eine konventioneller angelegte
Kantate der anthropophagischen Ära, während weiße Leinwände weiß
getüncht werden. Beim abschließenden Ball bleu ‚mit dem Schulpersonal im
legendären Foyer des Musiktheaters mit prickelnden blauen Getränken‘
darf ausgelassen getanzt werden, aber trotz aller Feierlaune ob des
gelungenen Abends und der bestandenen Prüfung kommt eine Spur Wehmut
auf. Die damalige Aufbruchstimmung und Utopieseligkeit allen
Widrigkeiten zum Trotz scheint uns heute weiter entfernt als die fernste
Galaxie. Etwas davon möchte man gern in unsere dystopischen Zeiten retten.
*[Termine im Oktober]*
*Köln*
Vom 9. bis 18.10. findet das Festival Soundlinks
<https://soundlinks.de/> statt, das sich als Event für
kammermusikalisches Crossover versteht, bei dem die Gitarre das
verbindende Element bildet. Mit dabei ist das Cologne Guitar Quartet
<https://www.cologneguitarquartet.com/>, das am 10.10.
<https://soundlinks.de/programm-2026/sa-10-10-cologne-guitar-quartet-fusion-…>
im Alten Pfandhaus <https://altes-pfandhaus.de/> und am 16.10.
<https://soundlinks.de/programm-2026/fr-16-10-cologne-guitar-quartet-thilo-r…>
in der Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/> zu hören ist.
Dies sind auch die Hauptspielorte des Multiphonics Festivals
<https://multiphonics-festival.com/>, das vom 21. bis 25.10. die
Möglichkeiten der Klarinette und anderer Holzblasinstrumente auslotet.
In der Alten Feuerwache <https://altefeuerwachekoeln.de/> stehen im
Oktober außerdem Veranstaltungen zum 50. Jubiläum des Internationalen
Künstlergremiums <https://ikg-art.org/> am 9. und 10.10., das
catinblack ensemble <https://www.catinblackensemble.com/> am 27.10.
<https://www.catinblackensemble.com/agenda> und das ensemble hand werk
<https://ensemble-handwerk.eu/> am 28.10.
<https://ensemble-handwerk.eu/hw26c_4/> auf dem Programm. In der
WDR-Reihe ‚Musik der Zeit
<https://www1.wdr.de/radio/wdr3/musik/musik-der-zeit/index.html>‘
treffen am 9.10.
<https://www1.wdr.de/orchester-und-chor/sinfonieorchester/konzerte/termine/m…>
die Musikfabrik <https://www.musikfabrik.eu/de/> und das WDR
Sinfonieorchester aufeinander. Die Musikfabrik
<https://www.musikfabrik.eu/de/> beteiligt sich außerdem am 3.10. mit
dem Chaos Orchester am Tag der offenen Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/d/reihe/offene-philharmonie/506>,
lädt ein zum Montagskonzert am 5.10.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/montagskonzert-composing-with-tuning/>
und startet am 24.10.
<https://www.musikfabrik.eu/de/kalender/tia-matoyi/> die Zusammenarbeit
mit der experimentellen DIY-Szene Kinshasas. In der Philharmonie
<https://www.koelner-philharmonie.de/de> stehen György Kurtágs /Stele
op. 33/ am 4.10.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/veronika-eberle-luxembourg-…>
und Michael Tippetts /A Child of Our Time/ am 18.10.
<https://www.koelner-philharmonie.de/de/konzerte/rodenkirchener-kammerchor-u…>
auf dem Programm.
In der Kunststation Sankt Peter
<https://www.sankt-peter-koeln.de/wp/musik/ubersichtseite-musik/>
erwarten uns neben den Lunchkonzerten (am 3., 10. und 31.10.) vom 14.
bis 30.10. die Orgelmixturen. Unabhängig davon stellt der ehemalige
Organist von Sankt Peter, Dominik Susteck <https://dominiksusteck.de/>,
am 1.10.
<https://www.am-suedkreuz-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/Andersraeume-Vo…>
in der Kirche zum Heiligen Geist sein Buch /Andersräume/ über Kölner
Kirchen, Orgelklang und Stille vor und spielt am 18.10.
<https://dominiksusteck.de/event/matinee-am-sonntag/> in der
Martin-Luther-Kirche in Porz seinen Orgelzyklus /Zeichen/.
In der Reihe 'ritual <https://ritual-music.de/>' erklingen am 1.10.
<https://ritual-music.de/01-10-26-gyoergy-kurtag-kafka-fragmente/>im
Stadtgarten <https://www.stadtgarten.de/programm> György
Kurtágs/Kafka-Fragment//e/ (am 29.10. auch in Bonn), parallel dazu kann
man im Jaki
<https://www.stadtgarten.de/programm/herzog-muche-nillesen-ton-meets-ryosuke…>dem
Trio Herzog/Muche/Nillesen lauschen, die reiheM
<https://www.reihe-m.de/>ist am 6.10.
<https://www.reihe-m.de/?p=6181>imLoft zu Gast, o-ton
<https://o-ton.koeln/aktuelles/> präsentiert am 10.10.
<https://o-ton.koeln/konzert-sa-10-10-2026-1930h-kunstlieder-aus-lateinameri…>Kunstlieder
aus Lateinamerika und ebenfalls am 10.10.
<https://www.galerie-lindemann.com/galleryconcert-26%C2%A7rant%C2%A7_/>lädt
die Galerie Lindemann zum nächsten gallery concert ein. Das E-Mex
Ensemble <https://e-mex.de/> begibtsich am 14.10.
<https://e-mex.de/konzerte/hexentarot/>in der Uni Köln auf eine
Klangreise zwischen Magie, Okkultismus und Metaphysik, in der Kirche St.
Marien in Kalk kann man am 16.10.
<https://www.kath-khug.de/aktuelles/events/UmGehoert-Deep-Deeper-2026.10.16/…>mit
Kontrabass und Orgel ‚deep & deeper‘ sinken, ebenfalls am 16.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/16-10-2026-meisterwerke…>erklingen
in der Hochschule für Musik und Tanz <https://www.hfmt-koeln.de/>
Meisterwerke für Schlagzeug-Ensemble, die Reihe ‚soft rotation
<https://softrotation.substack.com/p/save-the-dates>‘ ist am 28.10. im
Konzertraum 674 fm <https://674.fm/konzerte/>zu Gast und die Plattform
nicht dokumentierbarer Ereignisse <https://platformcologne.com/> kündigt
neben den Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 27.10. für den
1., 5. und 23.10. Konzerte an.
Einblicke in die freie Szene bekommt man bei ON Cologne
<https://www.on-cologne.de/>und Noies <https://noies.nrw/>, der Zeitung
für neue und experimentelle Musik in NRW, jeden 2. und 4. Dienstag im
Monat sendet FUNKT <https://www.gerngesehen.de/funkt/?page_id=618>ein
Radioformat mit Elektronik und Klangkunst aus Köln, jeden1. und 3.
Mittwoch im Monat bespielt die Reihe Bruitkasten
<https://impakt-koeln.de/>den Ebertplatz und jeden letzten Mittwoch im
Monat findet die Soirée Sonique <https://ltk4.de/termine/>im LTK4
<https://ltk4.de/>statt. Fast täglich gibt es interessante Konzerte im
Loft <https://www.loftkoeln.de/de/programm/> und weitere Termine und
Infos finden sich bei kgnm <https://kgnm.de/>, Musik in Köln
<https://www.musik-in-koeln.de/>und impakt
<https://impakt-koeln.de/kalender.html>sowie Veranstaltungen mit Jazz
und improvisierter Musik bei Jazzstadt Köln
<https://jazzstadtkoeln.de/de_DE/home>.
*Ruhrgebiet*
Hans Werner Henzes 100. Geburtstag wird mit der Veranstaltungsreihe
Henze100 <https://www.henze100.de/index.php?dir=index> gefeiert, die mit
einem Konzert in Bottrop am 11.10.
<https://www.henze100.de/index.php?dir=programm/&artikel=20260713222457>
(vormittags öffentliche Generalprobe
<https://www.henze100.de/index.php?dir=programm/&artikel=20260713222231>),
einer Lesung aus dem Briefwechsel zwischen Max Frisch und Ingeborg
Bachmann am 16.10.
<https://www.henze100.de/index.php?dir=programm/&artikel=20260713223032>
in Recklinghausen und einem Konzert am 23.10.
<https://www.henze100.de/index.php?dir=programm/&artikel=20260713223259>
in Gelsenkirchen fortgesetzt wird.
Das auf Live-Musik zu Stummfilmen spezialisierte Ensemble Interzone
Perceptible <https://www.i-p-music.com/> ist im Oktober
<https://i-p-music.com/de/shows.html>mit /Nosferatu/in Gladbeck,
Duisburg und Bochum zu erleben.
Die *Bochumer* Melanchthonkirche
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/> zelebriertmit einer Hommage à
Morton Feldman zum 100. Geburtsjahr am 10.10.
<https://kulturraum-melanchthonkirche.de/events/die-ekstase-des-augenblicks/>die
Ekstase des Augenblicks.
In *Dortmund*experimentiert das mex <http://www.mexappeal.de/>am 1. und
10.10. mit kollektiver Elektronik <http://www.mexappeal.de/?p=6129>
undim Konzerthaus <https://www.konzerthaus-dortmund.de/de>erklingt am
2.10.
<https://www.konzerthaus-dortmund.de/de/programm/02-10-2026-bbc-philharmonic…>Ligetis
/Concert Românesc/. In der parzelle <https://www.parzelledortmund.de/>
sindam 3.10. <https://www.parzelledortmund.de/2026/09/06/fdf-trio/>das
FDF Trio, am 22.10.
<https://www.parzelledortmund.de/2026/09/23/jaap-blonk-terrie-ex/>Jaap
Blonk und Terry Ex und am 28.10. die Soundtrips NRW
<https://soundtrips-nrw.de/> zu Gast und The Dorf
<https://thedorf.net/index.php?section=Start> feiert am 15.10.
<https://domicil-dortmund.de/programm-details/the-dorf-11957.html> im
domicil <https://www.domicil-dortmund.de/> das Umlandfestival.
Am 16.10.
<https://www.steinbruch-duisburg.de/veranstaltungen/20261016-the-dorf-das-fe…>ist
The Dorf <https://thedorf.net/index.php?section=Start> auch im
*Duisburger* Steinbruch <https://www.steinbruch-duisburg.de/>zu erleben
und im Lokal Harmonie <https://www.lokal-harmonie.de/> erwarten uns am
1.10.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11371/-/neue-musik-…>neue
Musik-Theater-Szenarien, die am 3.10.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11365/-/neue-musik-…>und
4.10.
<https://www.lokal-harmonie.de/termine/eventeinzelheiten/11366/-/neue-musik-…>im
Garten der Erinnerung fortgesetzt werden.
Die Reihe ‚stromspiesser‘ ist am 11.10.
<https://www.pact-zollverein.de/kalender/stromspiesser-xxi> zu Gast bei
PACT Zollverein in *Essen*, das E-Mex Ensemble
<http://www.e-mex-ensemble.de/> bringt am 17.10.
<https://e-mex.de/konzerte/zeit-meditation-transzendez/> Zeit,
Meditation und Transzendenz in die Essener Marktkirche, im Rabbit Hole
Theater <https://rabbithole-theater.de/> stehen ein Abend von und mit
Sara Camatta und Emily Wittbrodt am 1.10., das Schweizer Duo UMS’nJIP am
2., 3. und 4.10. (u.a. mit einem Kafka-Liederabend), Collaborative
Ambient Jazz Improvisation am 17.10., das Trio Volkmann/Boer/Camatta am
25.10. und die Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 26.10. auf
dem Programm und am 22. und 23.10. führt uns das Part-Ensemble
<https://part-musik.de/> in der Kreuzeskirche bei freiem Eintritt
himmelwärts. Ebenfalls am 22.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/praesentation-des-festivalpr…>
kann man sich in der Philharmonie auf das NOW!-Festival
<https://www.theater-essen.de/philharmonie/now-festivalprogramm-2026-transze…>einstimmen
lassen, das bis zum 7.11. unter dem Motto Transzendenz steht. Am 24.10.
ist NOW! in der Neue Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/> vor Ort
(u.a. mit dem catinblack ensemble <https://www.catinblackensemble.com/>)
und am letzten Oktoberwochenende beginnt der Konzertreigen mit
Stockhausens/Inori /am 30.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/stockhausen-inori-155810/420…>,
dem BenMo Trio am 31.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/bernd-alois-zimmermann-prese…>
und dem Studio Musikfabrik ebenfalls am 31.10.
<https://www.theater-essen.de/programm/kalender/studio-musikfabrik-elektroni…>
Die Neue Musik Zentrale <https://www.gnm.ruhr/>verwandelt sich vom 1.
bis 3.10. in einen immersiven Raum und begrüßt am 16.10. in der Reihe
Treff15 Dylan Kerr <https://dylankerr.net/>.
Am 2.10. führt das Part-Ensemble <https://part-musik.de/>in der
Petrikirchin *Mülheim an der Ruhr* in den Schlagzeug-Kosmos ein und das
Makroscope <https://www.makroscope.eu/> veranstaltet am 9.10.
<https://www.makroscope.eu/programm/muhlheimer-zongtage-festival-tag-1>und
10.10.
<https://www.makroscope.eu/programm/muhlheimer-zongtage-festival-tag-2>die
Mulheimer Zongtage.
*Düsseldorf*
Bis zum 3.11. findet wieder das Internationale Düsseldorfer
Orgelfestival IDO <https://www.ido-festival.com/>statt, das unter der
Rubrik Modern aber auch bei anderer Gelegenheit(z.B. am 13.10.
<https://www.ido-festival.com/programm-orgelfestival/veranstaltung/id/671/>mit
einem Ungarn-Schwerpunkt) zeitgenössische Klänge bietet. Die Robert
Schumann Hochschule <https://www.rsh-duesseldorf.de/> präsentiert am
10.10.
<https://www.rsh-duesseldorf.de/veranstaltungen/details/2026-10-10-klang-und…>Ausstellung,
Performances und Konzerte von Studierenden und Ehemaligen des
Masterstudiengangs ‚Klang und Realität‘, die Künstlerinitiative Dafne
<https://dafne.online/>ist am 24. und 25.10. im Kulturbahnhof Eller
<http://bahnhof-eller.de/>mit dem Live-Hörspiel /Stimmen - in Memoriam
of a dear friend/ <https://dafne.online/stimmen/> zu Gast, im FFT
<https://www.fft-duesseldorf.de/de/>erwartet uns am 28.10.
<https://www.fft-duesseldorf.de/spielplan/acceleration>die achte Ausgabe
des Recorded-Sound-Festivals mit dem Themenschwerpunkt /Acceleration/und
das Part-Ensemble <https://part-musik.de/>setzt seine Reihe Refugiumam
29.10. im Polnischen Institut Düsseldorf
<https://instytutpolski.pl/duesseldorf/>fort.
Im Subsol
<https://www.facebook.com/people/Subsol-Raum-f%C3%BCr-creative-Extravaganzen…>,
dem Raum für creative Extravaganzen, kann man regelmäßig experimentelle
improvisierte Musik erleben. Die nächste Chance bietet sich am 2.10.
*Sonstiges*
Im Rahmen der Reihe Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> treffen
vom 23.10. bis 3.11. Tom Malmendier <https://tomalmendier.com/>und
Emilie Škrijelj <https://www.emilieskrijelj.com/> in Bonn, Bielefeld,
Gelsenkirchen, Essen, Köln, Dortmund, Wuppertal, Bochum, Oberhausen,
Münster und Düsseldorf auf wechselnde Gäste.
In der *Aachener* Raststätte <https://raststaette.org/> kommt am 7.10.
<https://raststaette.org/termine/sync-synthesizer-jam-48-2/2026-10-07/>
Synthesizer Jam zu Gehör und die Gesellschaft für zeitgenössische Musik
<https://www.gzm-aachen.de/>präsentiert die Reihe ‚Hören und Sprechen
über Neue Musik‘ am 2.10. <https://www.gzm-aachen.de/rand-steiger/>,
Kammermusik am 11.10.
<https://www.gzm-aachen.de/junges-podium-iii/>sowieaktuellen Jazz am
1.10. <https://www.gzm-aachen.de/fuchsthone-orchestra-2026/>, 15.10.
<https://www.gzm-aachen.de/sabako-2/>und 17.10.
<https://www.gzm-aachen.de/dueppe-quintett/>
In der *Bielefelder* Zionskirche
<https://www.zionsgemeinde-bethel.de/.cms/112>erklingt immer sonntags um
17 Uhr Musik – am 25.10. mit einem Schwerpunkt Neue Musik.
Im *Bonner* Dialograum Kreuzung anSankt Helena
<https://kreuzung-helena.de/home/> präsentiert die In Situ Art Society
<https://in-situ-art-society.de/> Elliott Sharp
<http://www.elliottsharp.com/>am 7.10.,die Post-Minimal Band La Limina
<https://axellindner.com/la-limina/> mit der /Nemesis Suite/ am 15.10.
<https://www.dorritbauerecker.de/event-details/la-limina-nemesis-suite-1>
und die Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 23.10. Das
Theater Bonn <https://www.theater-bonn.de/> kündigt für den 29.10.
<https://www.theater-bonn.de/de/programm/kafka-fragmente/245335>György
Kurtágs /Kafka-Fragmente/als szenisches Konzert an.
Vom 2. bis 4.10. findet in *Detmold* das diesjährige Hörfest
<https://www.initiative-neue-musik-owl.de/aktuelles-hrfest> statt, bei
dem unter anderem das Minguet-Quartett <https://www.minguet.de/>und das
Ensemble Horizonte <http://www.ensemble-horizonte.de/>mitwirken.
In *Mönchengladbach*trifft das Ensemble Horizonte
<http://www.ensemble-horizonte.de/> am 11.10. in einem Werkstattkonzert
<https://www.klangraum61.de/werkstatt>auf das ART Ensemble NRW
<https://www.klangraum61.de/art-ensemble-nrw> und im Museum Abteiberg
findet am 15.10. <https://rausgegangen.de/en/events/klangcafe-4-0/>
dasKlangcafé mit Steffi Baron-Neuhuber <https://neuhuber.klingt.org/>and
Esther Rosiny-Wieland <https://estherrosinywieland.de/>statt.
Die *Moerser* Improviserin in Residence
<https://www.moers-festival.de/>Evi Filippou lädt ein zu Listening
Sessions am 16. und 28.10. und Konzerten am 11. und 29.10.
Die Gesellschaft für Neue Musik <https://gnm-muenster.de/>
*Münster*veranstaltet vom 8. bis 11.10. das Klangzeit Festival mit
Konzerten, Workshops, Lesungen und Klanginstallationen. Mit dabei sind
das Nadar Ensemble <https://nadarensemble.be/>, das ensemble consord
<https://consord.net/>, The Dorf <https://thedorf.net/> und viele
andere. Jan Klare <https://www.janklare.de/>von The Dorf sorgt übrigens
auch bei dem Theaterprojekt /Leb hin! Leb hin!/zu Büchners /Lenz/am
3.10.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/christian-fries-muenster-georg-buechner…>und
4.10.
<https://pumpenhaus.de/veranstaltung/christian-fries-muenster-georg-buechner…>im
Pumpenhaus <https://pumpenhaus.de/>für die Live-Musik und das Kulturcafé
Yolk <https://yolk.ms/>präsentiert am 1. und 10.10. 'concerts
<https://yolk.ms/event/the-auditory-canal-five-concerts-5/> of new noise
and densities‘. In der Black Box
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/?query-16-filter-category_event=19>steht
am 4.10.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/schick-flaten-steidle/>,
24.10. <https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/jeff-platz/>und 28.10.
<https://cuba-muenster.de/kultur/kalender/sheen-trio-satoko-fuji/>aktueller
Jazz auf dem Programm.
Das Erzbistum *Paderborn*lädt Komponist:innen, Organist:innen und
Kurator:innen im Rahmen der Netzwerktage Neue Musik
<https://klangraum-kirche.de/news/netzwerktage-neue-musik-19-20-oktober-2026/>
am 19. und 20.10. zuAustausch, Improvisation und künstlerischer Praxis
ein – mit Konzerten in der Kapuzinerkirche und Raum für neue Kooperationen.
Studierende des Musikinstituts
<https://www.uni-siegen.de/bak/kuenste/institut-musik?lang=d>der
Universität *Siegen* präsentieren am 29.10.
<https://www.uni-siegen.de/2026/stahlklang>unter dem Motto
/stahlklang/Filme zum Thema /Industrie und Musik/.
Mitder Reihe Solips <https://www.fabianneubauer.com/solips>veranstaltet
Fabian Neubauer <https://www.fabianneubauer.com/>in einer
*Wuppertaler*Fabrik regelmäßig Konzerte – als nächstes am 9. und 23.10.
Im ort <https://www.kowald-ort.com/> stehen neue Kammermusik am 10.10.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/neuemusik-10-10-2026/>, ein
Nachmittag mit Jazzplatten am 18.10.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/ausserderreihe-18-10-2026-1/>,
die neue Reihe dam*n am 20.10.
<https://www.kowald-ort.com/termine-2026/damen-20-10-2026-1/>,die Reihe
Off-Grid u.a. mit dem Stimmkünstler Jaap Blonk <http://jaapblonk.com/>am
24.10. <https://www.kowald-ort.com/termine-2026/offgrid-24-10-2026/> und
die Soundtrips NRW <https://soundtrips-nrw.de/> am 29.10. auf dem
Programm. Im Ableger der Kölner Hochschule für Musik und Tanz
<https://www.hfmt-koeln.de/> spielt Bernardo Cruz am 10.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/25-10-2025-frische-musi…>Musik
für Solo-Percussion und in der Historischen Stadthalle kommt am 31.10.
<https://www.hfmt-koeln.de/aktuelles/veranstaltungen/01-11-2023-sinfoniekonz…>ein
neues Werk von Nicolai Dembowski zur Uraufführung.
Weitere Termine mit improvisierter Musik finden sich bei NRWJazz
<https://nrwjazz.net/>.
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